Afrika - Geschichten unter'm Baobab

Baobab in der Nähe von Shingwedzi, Kruger Nationalpark
Baobab in der Nähe von Shingwedzi, Kruger Nationalpark

Warum Geschichten unterm Baobab? Hier geht es doch um Reisen, um Reisen nicht nur in Länder mit Baobabs?  Nun, Afrika ist unser liebstes (wenn auch nicht einziges) Reiseziel. Ähnlich wie früher in Europa die Linde im Dorf, spielt der Affenbrotbaum im afrikanischen Leben eine große Rolle. An zentral gelegenen Bäumen trifft man sich. Das dabei erzählt, gesungen, getanzt, gegessen, getrunken und gefeiert wird - das versteht sich fast von selbst. Und eben dies wünsche ich mir für diese Seite: hier wird erzählt, gelacht, das Leben und Reisen gefeiert - und am liebsten gemeinsam mit Anderen.

 

Der Baobab oder Afrikanische Affenbrotbaum (Adansonia digitata) gehört zu den charakteristischen Bäumen des tropischen Afrika. Aufgrund seines Aussehens ranken sich zahlreiche Legenden um den Baobab.

  • In Afrika glaubt man z. B. dass der Teufel den Baum ausriss und ihn anschließend mit den Zweigen zuerst in den Boden steckte, so dass die Wurzeln nun in die Luft ragen.
  • Einer anderen Erzählung zufolge wollte der Baum bei seiner Entstehung schöner als alle anderen Bäume werden. Als ihm dies jedoch nicht gelang, steckte er seinen Kopf in die Erde und das Wurzelwerk ragte gegen den Himmel.
  • Ein Schöpfungsmythos bietet eine weitere Erklärung: Als am Anbeginn der Welt die Hyäne beim ersten Blick ins spiegelnde Wasser ihre eigene Hässlichkeit erkannte, war sie darüber sehr erzürnt. Sie riss einen Baobab aus und schleuderte ihn gen Himmel, um ihren Schöpfer zu treffen, der ihr dies angetan hatte. Der Baum jedoch verfehlte sein Ziel, stürzte zurück zur Erde, blieb dort umgekehrt im Boden stecken und wächst seither mit den Wurzeln nach oben.
  •  Als Sitz von Göttern und Geistern spielt er außerdem in einer Reihe weiterer afrikanischer Legenden und Sagen eine Rolle.
  • In der modernen westafrikanischen Literatur steht der Baobab häufig als ein Symbol des traditionellen afrikanischen Lebens und der unberührten, ewigen Natur. Orte mit "heiligen" Baobabs werden oftmals als Sinnbild des Garten Eden verwendet.

In Antoine de Saint-Exupérys Geschichte Der Kleine Prinz sorgt sich dieser, dass Baobabs seinen kleinen Asteroiden überwuchern und mit ihrem Wurzelwerk sprengen könnten: „Die Affenbrotbäume beginnen damit klein zu sein, bevor sie groß werden.“

Hier findet Ihr alle Blogbeiträge mit Bezug zu Afrika