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Eine gute Idee: im Winter mal nach Langeoog

Das Wahrzeichen von Langeoog: der Wasserturm
Das Wahrzeichen von Langeoog: der Wasserturm

Langeoog? Was ist denn das werdet Ihr Euch fragen. Fährt sie nicht sonst immer auf eine andere ostfriesische Insel? Ja, tut sie. Aber gerade wenn man älter wird ist es wichtig, Veränderungen zuzulassen. Schließlich will ich doch flexibel, neugierig und veränderungsbereit bleiben. Und so bin ich in diesem Januar einmal auf der Nachbarinsel unterwegs gewesen.

 

Langeoog ist friesisch und heißt lange Insel. Und diese Insel liegt als eine der ostfriesischen Inseln zwischen Spiekeroog im Osten und Baltrum im Westen. Sie hat immerhin mehr als 1.500 Stunden Sonne im Jahr, sie hat keinen Autoverkehr. Erlaubt sind nur Fahrräder, Pferdefuhrwerke, Elektrofahrzeuge und Transportfahrzeuge der Inselgemeinde, Rettungsdienst und Freiwillige Feuerwehr.

 

Und an einer Stelle unterscheiden sich die Inseln mal überhaupt nicht: auch hier ist die ganze Insel am werkeln, von Neu- bis Umbau, von Hämmern bis Malern und Neu-Einrichtung, alle sind sie dabei, die Insel für die nächste Saison fit zu machen!

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Wie überwintern auf Langeoog die Strandkörbe?

Strandkorboberteil mit Werkzeug
Strandkorboberteil mit Werkzeug

Ihr wisst es ja, im Januar bin ich ein paar Tage auf der ostfriesischen Insel Langeoog gewesen und mir hat es dort sehr gut gefallen. Eines allerdings ist mir wieder einmal aufgefallen, dieses Mal sogar ganz besonders (vielleicht, weil ich auch im Sommer an der See gewesen bin?):

 

Wo sind denn bloß all die Strandkörbe hin?

 

Ihr kennt das, dieses spezielles Sitzmöbel für den Strand? Diese  gemütliche Sitznische, die vor Sonne, Wind, Regen und fliegendem Sand schützt, wenn man sich am Strand aufhält?

Strandkörbe sind in nahezu allen Urlaubsorten an Nord- und Ostsee in Norddeutschland zu finden. Üblicherweise kann man sie während der Saison bei Strandkorbwärtern mieten. Sie sind wahre Kultobjekte deutscher Gemütlichkeit. Als ihr Erfinder gilt der Rostocker Korbmachermeister Wilhelm Bartelmann, der den ersten Strandkorb schon 1882 baute.

 

Mehrere Tausend Strandkörbe werden jährlich produziert und verkauft, nicht allein in die Küstenorte, sondern immer mehr auch ins Binnenland, wo sie auf Terrassen und im Garten in Mode gekommen sind. Die Vermietung Strandkörbe ist eine feste Einnahmequelle im Saisongeschäft, die sowohl den Strandkorbvermietern oder auch, wie auf Langeoog, den Haushalten der Badeorte zu gute kommt.

 

Und dann kommt man im Januar auf die Insel und was ist? Kein einziger Strandkorb weit und breit, verschwunden, alle miteinander - als hätte es sie nie gegeben.

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Ostfriesentee, Süßwasserlinsen - warum der Tee auf Langeoog besonders gut schmeckt

Der Wasserturm auf Langeoog
Der Wasserturm auf Langeoog

Was ich bisher nicht wusste, aber bei meinem Januar Besuch auf der Insel Langeoog gelernt habe: fünf der sieben ostfriesischen Inseln schaffen es, sich selber mit Süßwasser zu versorgen. Nur Wangerooge und Baltrum müssen ihr Trinkwasser vom Festland aus beziehen. Langeoog gehört zu den glücklichen, die das Trinkwasser aus der Süßwasserlinse (auch Ghyben-Herzberg-Linse genannt) unter der Insel bekommen.

 

Diese linsenförmige Ansammlung von Grundwasser findet sich unter den Dünen der ostfriesischen Insel. Durch eine Brackwasserzone von immerhin 2 - 3 Metern Breite wird diese vom Salzwasser der Nordsee abgeschottet. Das Grundwasser dieser Linse resultiert allein aus Niederschlägen. Da Süßwasser leichter ist als Salzwasser schwimmt das Süßwasser wie ein Fettauge auf dem Salzwasser. Und dieses Süßwasser ist lecker und weich - etwas, das insbesondere Teetrinker sehr zu schätzen wissen!

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