USA - Der Osten 2014

Washington, D.C.
Washington, D.C.

Eigentlich, ja eigentlich wollten wir angesichts der immer größeren Einreisehürden und Datensammelwut der Amerikaner im Moment die USA nicht bereisen. Nun aber werden Freunde aus beruflichen Gründen für drei Jahre nach Washigton ziehen - und da wollen wir sie dann auch einmal besuchen.

 

Also ein Grund, langsam mit den Überlegungen und Planungen für eine Reise in den Osten der USA im Jahr 2014 zu beginnen.

Reiseroute

Capitol in Washington, D.C.
Capitol in Washington, D.C.

Die Reisezeit soll nach den Sommerferien der Amerikaner liegen, also erst nach dem Labor Day im September.

Und nun, Mitte Oktober 2013, habe wir auch unsere Flüge gebucht. Da wir erflogene Bonusmeilen einsetzen, mussten wir ein wenig flexibel sein... was Termin und Zielflughafen angeht. Aber nun ist es gut, wie es ist: wir fliegen via London nach Washington Dulles International Airport und von dort auch wieder via London zurück.

 

Damit hat sich unsere Routenüberlegung ein wenig verändert - und New York ist dieses Mal dann nicht dabei. So sieht es aus, das wollen wir sehen:

USA Der Osten
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Unsere Washington, DC Highlights

Washington Capitol
Washington Capitol

2014 waren wir zuletzt in den USA. Gestartet bei dieser Reise sind wir in der Hauptstadt, in Washington, DC.

 

Die Stadt ist seit 1800 die Hauptstadt und der Regierungssitz der Vereinigten Staaten. Die Abkürzung D.C. steht für District of Columbia mit dem die Stadt geografisch identisch ist. Der Distrikt ist kein Bundesstaat und gehört zu keinem Bundesstaat. Er ist dem Kongress der Vereinigten Staaten direkt unterstellt - deshalb auch der Spruch auf manchem Autokennzeichen "taxation without representation". Ihren Namen verdankt sie natürlich George Washington, dem Oberbefehlshaber im Unabhängigkeitskrieg und ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten.

 

Mit dem Weißen Haus als Amts- und Wohnsitz des Präsidenten und dem Kapitol, das den Kongress (bestehend aus Senat und Repräsentantenhaus) beherbergt, sowie dem Obersten Gerichtshof befinden sich die Spitzen aller drei verfassungsmäßigen Gewalten in der Stadt. Washington ist darüber hinaus auch Sitz des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank.

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Streets of Philadelphia

Auf der Market St. in Philadelphia PA
Auf der Market St. in Philadelphia PA

Von Washington ging es bei unserer Tour durch den Osten der USA 2014 weiter Richtung Norden. Unser Ziel war ein Vorort von Philadelphia, denn auch diese Stadt mit ihrer reichen Geschichte stand auf unserer Route.

 

Am nächsten Vormittag haben wir uns auf den Weg in die Stadt gemacht. Eindrucksvoll war es schon, wie sich der Highway 95 entlang der Uferlinie mit atemberaubenden Brücken und immer wieder neuen Blicken auf Hafenanlagen, Navy Yard und auch die Skyline der Stadt schlängelt.

 

In der City eingetroffen wurde eins sehr schnell deutlich: parken kann man hier nur (ja, auch als Rollstuhlfahrer) wenn man Geld in die Hand nimmt. Parkhäuser, Tiefgaragen oder zeitlich auf die Dauer von 2, maximal 3 Stunden beschränkte und zu zahlende Parkplätze sind die einzige Möglichkeit. Also entschlossen wir uns zähneknirschend, die Tiefgarage unter dem Visitor Center der Independence Mall zu nutzen (Kostenpunkt bei mehr als 1,5 Stunden: 17 $).

 

Philadelphia, PA ist die fünftgrößte Stadt der Vereinigten Staaten und die größte des Bundesstaates Pennsylvania. Sie liegt am Delaware River im Zentrum der Metropolregion Delaware Valley. Nach New York und vor Washington war Philadelphia 1790–1800 Nationalhauptstadt und damals die größte Stadt der USA sowie nach London die zweitgrößte englischsprachige Stadt der Welt. In Philadelphia tagte der erste und teilweise auch der zweite Kontinentalkongress sowie der Verfassungskonvent von 1787, die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung wurde hier verkündet und die Verfassung beschlossen. Reichlich historischer Boden also, den wir hier betreten.

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Die Amischen im Lancaster County, PA

Junge amische Frauen in Lancaster County
Junge amische Frauen in Lancaster County

Aus der Philly Region ging es auf unserer Tour durch den Osten der USA 2014 den recht kurzen Weg weiter ins Lancaster County. Bekannt ist dies, weil hier ein Siedlungsschwerpunkt der Amischen ist (und große Teile des Films „Der einzige Zeuge“ gedreht wurden).

 

Man hatte uns gewarnt: ein Besuch lohnt sich nicht, alles nur Touristennepp, am besten sind in Lancaster die großen Outlets und ähnliches. Na ja - ganz falsch waren diese Warnungen sicher nicht. Ein Besuch bei den Amisch, ein Blick in ihre Kultur und Traditionen ist ein Anziehungsziel für Touristen. Klar doch auch, wenn man bedenkt, dass sie in vielem noch so leben wie vor Jahr(hundert)en, so eine Art lebendiges Freiluftmuseum „in echt“. Und tatsächlich, kaum näherten wir uns Lancaster sahen wir schon die ersten großen Farmen, ohne Stromleitung, aber mit riesigen Silos, sahen pferdegezogene Wagen auf den Feldern - und dann auch auf dem Highway 30. Die Frauen trugen dunkle Kleider mit Schürze, ein Häubchen und die Männer Bart, dunkle Hosen und Strohhüte.

 

Die Amischen sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft, abgespalten von den Mennoniten. Sie führen traditionell ein stark in der Landwirtschaft verwurzeltes Leben und sind bekannt dafür, dass sie viele Seiten des technischen Fortschritts ablehnen und Neuerungen nur nach sorgfältiger Überlegung akzeptieren. Die Amischen legen großen Wert auf eine heterosexuelle Familie mit klar vorgegebenen Geschlechtsrollen, Gemeinschaft und Abgeschiedenheit von der Außenwelt. Sie lehnen das staatliche Schulsystem ab und unterrichten ihre Kinder in sogenannten One-Room-Schools, einklassigen Schulhäusern. Sie stammen überwiegend von Südwestdeutschen oder Deutschschweizern ab und sprechen untereinander meist Pennsylvaniadeutsch - was wir aber nicht gehört haben.

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Skyline Drive und Blue Ridge Mountains

Auf unserer Tour 2014 durch den Osten der USA haben wir natürlich auch Natur und Berge gesehen.

 

Auf dem Weg zum Skyline Drive haben wir allerdings zunächst noch eine Besichtigung des Schlachtfeldes von Gettysburg eingeschoben. Es bot sich an, lag es doch direkt auf unserem Weg.

 

Gettysburg ist ein Military National Park. Es gibt dort ein modernes Besucherzentrum mit einem Museum verschiedenster Erinnerungsstücke an die Schlacht und es gibt einen interessanten einführenden Film, der die Schlacht von Gettysburg, ihren Verlauf, die Wende und ihre Bedeutung für die amerikanische Geschichte beleuchtet. Die Schlacht von Gettysburg fand vom 1. bis zum 3. Juli 1863 statt. Mit mehr als 43.000 Opfern, davon über 5.700 Gefallene, war sie eine der blutigsten Schlachten auf dem amerikanischen Kontinent überhaupt und gilt gemeinsam mit Vicksburg und Chattanooga und neben Antietam und Perryville 1862 sowie dem Fall von Atlanta und Philip Sheridans Feldzug im Shenandoahtal 1864 als einer der entscheidenden Wendepunkte des Amerikanischen Bürgerkrieges

 

Eindrucksvoll fanden wir das Rundbild des französischen Malers Paul Philippoteaux: The Gettysburg Cyclorama. Es ist in den Jahren 1882/83 entstanden und zeigt die Schlacht mit sehr detailreichen Einzelszenen praktisch wie ein modernes IMAX Theater in einem 360° Rundumblick.

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Carolina on my mind: die Outer Banks

South Beach Grill, Wrightsville Beach, NC
South Beach Grill, Wrightsville Beach, NC

Via Charlotte führte uns die Reise 2014 weiter Richtung Küste, auf Interstate und anderen gut ausgebauten Highways. Der Verkehr lief ruhig, mit den erlaubten maximal 65 mi per hour ( = 105 km/h) und dennoch. Irgendwo auf der Strecke passierten wir einen Unfall. Mehrere Autos waren aufeinander gefahren, ein Auto lag sicher 5 Meter tiefer in der Böschung. Rettungswagen und Polizei kamen uns entgegen, kaum dass wir die Unfallstelle hinter uns gelassen hatten. Wenn man den Verkehr auf den vollen deutschen, europäischen Straßen und die generell schnellere (und auch aggressivere) Fahrweise gewöhnt ist, wundert es schon, wie es auf freier Strecke bei mäßiger Geschwindigkeit zu solchen Unglücken kommen kann.

 

Unser Tagesziel war Wilmington, Heimat des Schlachtschiffes USS North Carolina, welches dort heute als Museum zu besichtigen ist. Es liegt im Cape Fear River. Wilmington besitzt eine historische Innenstadt, geprägt von herrschaftlichen Häusern im Antebellum-Stil. Durch die Atlantiknähe Wilmingtons gewinnt der Tourismus zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung, ebenso wie durch die seit den 1980er Jahren stark vertretene Filmindustrie.

 

Nach der langen Autofahrt war uns aber nicht nach Stadtbesichtigung zumute und so fuhren wir am späten Nachmittag an den Strand nach Wrightsville Beach. Das nette Örtchen besitzt einen 4 Meilen (knapp 6,5 km) langen Strand und eine Binneninsel. Es gibt Ferienwohnungen, Strandhotels und Beachlife - und natürlich leckeren Fisch zu essen.

 

Davon konnten wir uns im South Beach Grill überzeugen. Besonders lecker war die in Süßkartoffeln panierte Scholle mit frischen Kräutern in der Pfanne gebraten mit einer Zitronen- Thymian-Honig-Sauce. Und ein Erlebnis waren die „Southern Fried Black Eyed Peas”, gebratene Schwarzaugenbohnen (oder Kuhbohnen, Schlangenbohnen) mit Salz, Kreuzkümmel und in Bourbon kandiertem Speck gewürzt. Ich fand sie köstlich! Und dort auf der Terrasse zu sitzen, den Sonnenuntergang zu betrachten, ein kühles Glas Weißwein, ein schmackhaftes Essen - das hatte wahres Urlaubsfeeling.

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Chesapeake Bay Bridge-Tunnel und Colonial Williamsburg

Bei gutem Wetter verließen wir die Outer Banks und machten uns auf den Weg, Richtung Festland und dann nach Norden. Unser Zwischenziel war der Chesapeake Bay Bridge Tunnel, ein wahres Meisterwerk der Ingenieurskunst. Er ist mit 37 km Länge einer der größten Brücken-Tunnel-Bauten der Welt. Er verbindet den Bereich Hampton Roads, Virginia mit der Delmarva-Halbinsel über den US 13.

 

Nachdem diese Fahrt mit einem erheblichen Umweg von mehreren hundert Kilometern um die Chesapeake Bay verbunden war, wurde in der Zeit von 1930 bis 1954 ein Fährverkehr für die direktere, rund 30 km lange Überfahrt eingerichtet. Mit wachsendem Verkehrsaufkommen war diese bald überlastet und auch zeitlich nicht mehr attraktiv. 1954 wurde der Bau einer festen Querung beschlossen. Die Konstruktion besteht aus drei Brückenteilen (zwei à 14,5 km, eines à 5 km) sowie zwei jeweils 1,7 km langen Tunneln. Der Übergang von Brücke-Tunnel wird durch vier aufgeschüttete, künstliche Inseln von je 20.000 m² bewerkstelligt. Der Baubeginn war am 7. September 1960, die Eröffnung fand am 15. April 1964 statt. 1995 bis 1999 wurden die Fahrbahnen verdoppelt.

 

Die Maut beträgt US$ 15.00, dafür kann man hin und zurück fahren, was wir an diesem Tag gemacht haben. Unterwegs gibt es tolle Ausblicke über die Chesapeake Bay, die großen Schiffe, die ein- und ausfahren und sogar ein Restaurant mit Souvenirshop. Alles in allem eine wirklich lohnende Fahrt, wenn man sich für ungewöhnliche Bauwerke interessiert.

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USA - Der Osten, ein Resumee

Es war eine schöne Reise im September 2014, wir haben viel gesehen und erlebt, wir hatten Zeit zur Erholung (die wir beide offenbar auch gebraucht haben) und wir können uns vorstellen, diese Reise so bzw. so ähnlich einmal zu wiederholen.

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ESTA Logo
ESTA Logo

Seit dem 12. Januar 2009 benötigen alle Staatsangehörigen von VWP-Ländern, die aus geschäftlichen oder privaten Gründen vorübergehend in die Vereinigten Staaten reisen, vor Reiseantritt per Flugzeug oder Schiff in die Vereinigten Staaten eine Elektronische Anreise-Genehmigung (ESTA). Deutschland ist Mitglied im Programm für visumfreies Reisen (VWP).

Reiselektüre

Reiseliteratur USA Der Osten
Reiseliteratur USA Der Osten

Endlich entschieden haben wir uns für einen Reiseführer, nämlich den

und - allen elektronischen Karten und Navigationshilfen zum Trotz - 

Und was geht mit, als Reiselektüre? Zunächst einmal etwas über die Amish People

Und vorher werden wir bestimmt noch einmal den bekannten Film von 1985 ansehen

  • Der einzige Zeuge, Regie führte Peter Weir, mit (einem noch deutlich jüngeren) Harrison Ford und Kelly McGillis

Und als literarischen "Reise"(und Architektur)führer durch Washington werden wir sicher

mitnehmen.