Neuseeland - unsere Reiseroute für 21 Tage Roadtrip steht fest

Milford Sound, Fiordland   (C)Rob Suisted  - Tourism New Zealand
Milford Sound, Fiordland (C)Rob Suisted - Tourism New Zealand

Es dauert nicht mehr lang, dann geht es los auf Reise nach Neuseeland. Inzwischen ist die Planung unseres barrierefreien Roadtrips mit Rollstuhl abgeschlossen, Hotels sind gebucht, Aktivitäten reserviert, gebucht, angemeldet.

 

Wir werden nach unserer Landung in Auckland noch am gleichen Tag weiter fliegen nach Queenstown auf der neuseeländischen Südinsel. Von dort "arbeiten" wir uns dann gemütlich in den Norden des Landes vor. In Auckland werden wir nach 21 Tagen die Reise beenden.

 

Das starke Erdbeben in Neuseeland vor einigen Wochen hatte uns noch einmal ein wenig Kopfzerbrechen gemacht. Am Ende haben wir entschieden, dass wir schweren Herzens Christchurch, Kaikoura und die Küstenstraße nach Norden auslassen werden. Auch wenn Christchurch kaum betroffen war, die Inlandstrasse nach Kaikoura inzwischen wieder geöffnet ist, der Ort auf Touristen hofft - der State Highway 1 von Kaikoura Richtung Norden bleibt momentan noch geschlossen. Das hätte auch für uns einen ziemlichen Umweg bedeutet. Da wir auch davon ausgehen, dass die Wege und Straßen auch ansonsten in diesem vom Erdbeben besonders betroffenen Gebiet weiterhin recht holprig und damit nicht wirklich rollstuhlgeeignet sind, nehmen wir den Weg die Westküste der Südinsel hinauf.

 

Alle Blogbeiträge zu Neuseeland findet Ihr übrigens unter Ozeanien/Australien/Neuseeland. Und bei 2onthego habe ich eine spannende Aufstellung zu deren Reisekosten in Neuseeland gefunden.

Neuseeland: unsere geplante Route

Neuseelands Südinsel

Milford Sound, Fiordland - (C)Southern Discoveries, Mark Clinton
Milford Sound, Fiordland - (C)Southern Discoveries, Mark Clinton

Und so sieht sie aktuell aus,

unsere geplante Route:

 

Von Queenstown fahren wir entlang des Te Anau Sees. Am nächsten Tag geht es dann über die Berge und durch den aus dem Fels geschlagenen Homer Tunnel hinunter zum Milford Sound. Die Strecke gilt als landschaftlich besonders spektakulär und unterwegs gibt es immer mal wieder kurze barrierefreie Spazierwege in die Natur und zu Aussichtspunkten. An der Westküste der Südinsel liegend, bietet der Milford Sound ganz viel Natur und bestimmt tolle Fotomotive. Am Wasser angekommen werden wir mit Southern Discoveries eine Schiffstour durch den Fjord machen. Und vielleicht sehen wir Pinguine, Delphine und womöglich sogar Wale?

 

Weiter geht es via Wanaka und den Fox Glacier zum Franz Josef Glacier und von dort weiter die Westküste hinauf. Die West Coast ist ein wilder Ort mit Flüssen und Regenwäldern, Gletschern und geologischen Besonderheiten. Überall auf der Welt gehen die Gletscher zurück, doch an der Westküste der Südinsel gibt es noch welche, die bis fast zum Meeresspiegel abfallen. Das gemäßigte Klima bedeutet, dass der Franz Josef Gletscher relativ leicht und bequem erreichbar ist. Und auch hier: die neuseeländischen Nationalparks bieten den ein oder anderen barrierefreien Spazierweg für Rollstuhlfahrer mit Blick auf Berge, Seen, Flüsse und Gletscher.

Arthur's Pass National Park, Canterbury - (C)Tourism New Zealand
Arthur's Pass National Park, Canterbury - (C)Tourism New Zealand

Hokitika wurde erstmals im Jahr 1860, nach der Entdeckung des Golds an der Westküste, besiedelt. Der Ort diente als wichtiger Binnenhafen, doch die berüchtigte „Hokitika Bar“, eine Sandbank, die sich mit den Gezeiten stetig veränderte, führte zu vielen Schiffsbrüchen. Hier gibt es hübsche, alte Gebäude und Galerien, die auf Schmuck und Kunsthandwerk aus Pounamu (Jade) spezialisiert sind. Und einen für Rollstuhlfahrer geeigneten Weg zum Blick in die Hokitika Gorge gibt es auch!

 

Dann geht es weiter über Greymouth und Westport nach Blenheim. Mindestens den Pancake Rocks und Blowholes Walk bei Punakaiki werden wir machen - es soll sich lohnen (Barrierefrei).

 

Marlborough liegt an der Spitze der Südinsel, ist Neuseelands größte Weinregion und die Heimat des weltbekannten Sauvignon Blancs. In der Region gibt es über 40 Weingüter mit eigenen Kellern. Hier haben wir uns also folgerichtig  Besuche auf Weingütern vorgenommen, bevor es weiter geht mit der Interislander Ferry nach Wellington.

 

Wir haben uns (ich werde leider sehr schnell seekrank...) für Interislander entschieden, die haben die etwas größeren Schiffe. Dabei war für uns auch der Service wichtig, der für Rollstuhlfahrer (und andere gehbehinderte Passagiere) angeboten wird: man bekommt einen Parkplatz nahe bei den Aufzügen und hat auch ein wenig mehr Platz, damit das Aussteigen mit Rollstuhl einfacher ist. Die Anmeldung klappt problemlos (ich hatte die deutsche blaue Parkberechtigung als Scan beigefügt), man erhält eine Betätigung und den Hinweis, bei der Ankunft auf dem Fährplatz nochmals darauf hinzuweisen. Jetzt sind wir neugierig, wie es denn tatsächlich laufen wird!

Neuseelands Nordinsel

Kelburn Hill, Wellington  - (C) Ian Trafford
Kelburn Hill, Wellington - (C) Ian Trafford

Unsere Tour der Nordinsel starten wir mit einem Tag in Wellington und einem Besuch des Nationalmuseums. Die neuseeländische Hauptstadt liegt an der südlichen Spitze der Nordinsel, eingebettet zwischen Hafen und grünen Hügeln. Und ganz sicher werden wir hier auch mit der berühmten Cable Car fahren.

 

Von Wellington  geht es dann weiter nach Napier mit dem National Aquarium of New Zealand. Die Hawke’s Bay Region kombiniert Art-Deco mit Landwirtschaft und Weinbergen. Eine Naturkatastrophe hat dazu geführt, dass Napier zu einer der unverfälschtesten Art-déco-Städte weltweit wurde. Am 3. Februar 1931 erschütterte ein heftiges Erdbeben Hawke's Bay. Knapp 260 Menschen kamen dabei ums Leben und der Großteil der Gebäude im Stadtzentrum von Napier wurde entweder durch das Erdbeben selbst oder durch die anschließenden Brände zerstört. Der Wiederaufbau begann unmittelbar danach und spiegelt die Architektur der damaligen Zeit wider: Klassizistisch, spanischer Missionsstil und Art déco.

Te Puia, Rotorua  - (C)  Destination Rotorua
Te Puia, Rotorua - (C) Destination Rotorua

Als nächstes Ziel steht Rotorua, nach einem Abstecher in den Orakei Korako Cave & Thermal Park, auf dem Plan. Und vielleicht schaffen wir es ja unterwegs auch an den Lake Taupo und zu den Huka Falls - auch hier gibt es barrierefreie kurze Wanderungen für Rollstuhlfahrer.

 

Rotorua ist ein Ort der heißen Quellen, Geysire und blubbernden Schlammlöcher und die Heimat der Maori-Kultur. Wir werden Whakarewarewa The Living Maori Village besuchen und dort sogar ein echtes Hāngi genießen dürfen.

 

Den Besuch beim Hobbiton™ Movie Set haben wir von unserem Plan gestrichen. Dort ist ein Besuch mit Rollstuhl zwar grundsätzlich möglich, der größte Teil ist allerdings nicht barrierefrei zugänglich und den vollen Preis bezahlen muss ein Rollstuhlfahrer dennoch (auch wenn er nur einen kleinen Bruchteil zu sehen bekäme).

Waitangi, Northland  - (C) James Heremaia
Waitangi, Northland - (C) James Heremaia

An Auckland vorbei geht es in den Norden nach Russell. Die Bay of Islands liegt weit oben auf der Nordinsel und besteht aus 144 Inseln. Das subtropische Klima ist ein wahres Paradies für Boote. Wir werden hier zunächst ein wenig in Geschichte machen: ein Besuch der Waitangi Treaty Grounds steht auf unserem Reiseprogramm. Am 6. Februar 1840 wurde hier der Vertrag von Waitangi von Vertretern Großbritanniens und einigen Maoriführern geschlossen. Dieses Datum wird als „Geburtsstunde“ des modernen Neuseeland gesehen.

 

Aufs Wasser geht es dann am nächsten Tag: mit dem Zweimastschoner R. Tucker Thompson werden wir über das hoffentlich blaue Meer segeln. Betrieben wird diese Tour von einer Non-Profit Stiftung mit der Mission „Learning for Life through the Sea“. Neben dem Transport der Touristen im Sommer bringt diese jungen Leuten und auch Schulklassen auf speziellen Fahrten das Segeln, die Natur und das Meer näher.

 

Mit zwei Tagen in Auckland werden wir unsere Reise beschließen. Und hier stehen natürlich die Aussicht vom Sky Tower und ein Besuch des Auckland Fish Market auf der Wunschliste.

 

In der Vorbereitung unserer Reise haben mich bereits einige Organisationen und Veranstalter unterstützt. Ich bedanke mich ganz besonders bei

  • Southern Discoveries
  • Villa Maria Blenheim
  • R. Tucker Thompson Trust
  • Discover Wellington
  • Waitangi Treaty Grounds
  • Whakarewarewa und
  • Orakei Korako
  • Yealands Estate Blenheim

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Kommentare: 3
  • #1

    Beate (Montag, 09 Januar 2017 06:58)

    Was für ein hervorragend ausgearbeiteter, großartiger Reiseplan! Auch nach über 32 Jahren erinnere ich mich noch lebhaft an unsere eigene einmonatige Campertour über die beiden Inseln und freue mich mit Euch. So richtig beneiden tue ich Euch jedoch um den Segeltörn auf dem Zweimaster: da wäre ich gerne dabei!
    Viel Spaß bei den letzten Vorbereitungen und
    Liebe Grüße, Beate

  • #2

    vielweib (Mittwoch, 11 Januar 2017 07:26)

    Was eine Traumroute! Ich bin gespannt auf Deine Berichte. Magst DU mich mitnehmen? :-)

  • #3

    Zypresse (Sonntag, 22 Januar 2017 12:47)

    Liebe Beate & Tanja, Danke für Eure netten Worte. Ja, wir sind schon ganz gespannt auf die Reise und was wir so alles sehen und erleben werden. Und ich verspreche: Berichte werden folgen!