Auf dem Sky Tower in Auckland

Sky Tower, Auckland
Sky Tower, Auckland

Der Sky Tower in Auckland mit seiner Höhe von 328 Metern ist der höchste Fernsehturm der südlichen Hemisphäre. Ein Restaurant dreht sich in einer Stunde einmal um den gesamten Turm.

 

Wir haben ihn an unserem letzten Abend in Auckland besucht, die Aussicht genossen, zugeschaut, wie die Sonne langsam unterging und das Ende unserer Neuseelandreise mit einem schönen Abendessen im Restaurant Orbit 360° Dining beschlossen.

 

Den Tisch im Sky Tower hatten wir bereits von zu Haus aus reserviert. Unsere beiden letzten Tage in Neuseeland waren furchtbar verregnet. Es gab wahre Wolkenbrüche und so haben wir tatsächlich praktisch unseren ganzen letzten Neuseeland-Tag in unserem Hotelzimmer verbracht. Wir hatten die Sorge, dass wir auch das Abendessen wegen des Regens nicht schaffen könnten.

"From where I stand" auf dem Sky Tower, Auckland
"From where I stand" auf dem Sky Tower, Auckland

Aber, Glück gehabt. Kurz bevor wir eigentlich los mussten, hat es dann tatsächlich aufgehört zu regnen. Und wir hatten nochmals Glück, weil genau gegenüber von unserem Hotel der Inner Link Bus hielt, der uns innerhalb von 10 Minuten genau vor dem Sky Tower wieder abgesetzt hat. Aufgrund der Reservierung konnten wir bereits eine dreiviertel Stunde vorher die Aussichtsplattform in etwas über 192 m besuchen.

 

Obwohl es den ganzen Tag geregnet hatte, hatten sich nun alle Wolken nahezu vollständig verzogen und wir hatten von dort oben eine klare und hervorragende Aussicht über die gesamte Stadt. An einigen Stellen der Plattform war der Boden aus Glas und man konnte senkrecht nach unten sehen. Zu meinem Glück gab es aber zwei Stufen zu dieser Glasbodenversion, so dass ich nicht drüber fahren musste. Ulli hat ein Bild mit ihren Füßen davon gemacht nach dem Motto, „wo stehe ich gerade“. Allein als ich dieses Bild gesehen habe, ist mir schon ein wenig schwindelig geworden. Aber es ist ja alles nur eine Kopfsache, oder???

Skyjump

Blick vom Sky Tower, Auckland
Blick vom Sky Tower, Auckland

Eine Attraktion des Sky Towers ist der Skyjump, der von der höchsten Beobachtungsplattform aus erfolgt. Mit einem speziellen Hüft- und Brustgurt gesichert, werden diejenigen, die an die Reißfestigkeit glauben, an drei Seilen mit hoher Tragkraft befestigt. Die Seitenkabel stabilisieren, so dass selbst bei starken Winden der Springer nicht zu nah an den Turm gerät oder gar dagegen prallt. Das mittlere Seil läuft in einer Kabeltrommel, an dessen Achse ein Flügelrad befestigt ist, das durch den Luftwiderstand das Seil abbremst. Ein Reduktionsgetriebe sorgt dafür, dass ca. 10 Meter über dem Boden langsam abgebremst wird.

 

Im Gegensatz zum Bungee-Springen wird der Körper nicht wieder nach oben zurückgeschleudert und deshalb nur wenig belastet. Während des SkyJumps aus einer Höhe von 192 Metern wird eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 85 km/h erreicht. Der Fall dauert etwa 11 Sekunden. Alles in allem dauert das Ganze ca. 45 Minuten und ist zu einem Preis ab 113 € (Sonderangebot) zu haben. Der Sprung kann (und sollte) über das Internet rechtzeitig gebucht werden. Zum Glück wird diese „Attraktion“ täglich schon um 18 Uhr geschlossen, so dass ich, als wir dort ankamen, nicht mehr zugucken musste, wie sich jemand von da oben runter stürzt.

Aussicht in alle Richtungen

Blick vom Sky Tower, Auckland
Blick vom Sky Tower, Auckland

Wie vom Eiffelturm auf Paris oder vom Empire State Building auf New York ist auch der Blick vom Sky Tower auf das unten liegende Auckland wunderbar und wirklich sehenswert.

 

Das gilt vor allem dann, wenn der Tag langsam in Dämmerung und Nacht übergeht und immer mehr Lichter angehen. Durch das sich drehende Restaurant breitet sich die gesamte Stadt mehrfach unter den Gästen aus und es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Auch wenn sich nicht alle Wolken verzogen hatten, tat das dem Blick keinen Abbruch.

 

An einem Gebäude gab es auch eine Leuchtschrift, die für den Beruf des Polizisten geworben hat. Offensichtlich ist Neuseeland hier unterbesetzt?

Orbit 360° Dining

Abend vom Sky Tower, Auckland
Abend vom Sky Tower, Auckland

Rechtzeitig um 19:30 Uhr sind wir von der Aussichtsplattform in das eine Etage tiefer befindliche Restaurant Orbit 360° Dining gefahren.

 

Unser Tisch stand zum Glück nicht ganz nah am Fenster, sodass ich es trotz Höhenangst gut aushalten konnte. Außerdem ging vor dem Fenster noch so eine Art „Fußweg“ entlang, der mich auch davon abhielt, direkt senkrecht nach unten sehen zu können. Anmerken muss ich unbedingt auch, dass in dem Restaurant ein Hublift für Rollstuhlfahrer war, da die Ebene mit den Tischen ein paar Stufen niedriger lag als der Eingangsbereich. Etwas Derartiges dürfte bei uns hier eher die riesige Ausnahme darstellen.

 

Wir haben uns für ein 3-Gänge-Menü für $ 75 pro Person entschieden, bei dem wir alle drei Gänge aus der normalen Speisekarte aussuchen konnten. Leider weiß ich schon nicht mehr was wir im Einzelnen gegessen haben. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich zum Nachtisch ein Erdbeer-Pavlova gegessen habe. Insgesamt war das Essen sehr gut und hat wirklich hervorragend geschmeckt. Während der ganzen Zeit haben wir immer wieder den Ausblick über die Stadt in unterschiedlichen Richtungen genossen. Spannend war eben, dass sich der Teil des Restaurants, auf dem die Tische standen, gedreht hat.

Informationen und Barrierefreiheit

Der Skytower ist geöffnet

  • an 365 Tagen im Jahr
  • Mai bis Oktober 9 – 22 Uhr
  • November bis April:
    Sonntag bis Donnerstag 8.30 bis 22.30 Uhr
    Freitag und Samstag 8.30 bis 23.30 Uhr

Der Sky Tower ist in vollem Umfang barrierefrei. Sowohl auf der Aussichtsplattform als auch im Restaurant gab es Toiletten für Rollstuhlfahrer und der Zugang ist ohnehin ebenerdig.

 

Solltet Ihr oben im Sky Tower essen wollen: es empfiehlt sich dringend, rechtzeitig einen Tisch zu reservieren.

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Kommentare: 4
  • #1

    Beate (Donnerstag, 15 Juni 2017 09:09)

    Schön, dass es mit dem Blog weitergeht; ich bekam schon langsam Entzugserscheinungen!
    Schön auch, wie Ihr Euren letzten Abend in NZ zelebriert habt, und dass sogar der Wettergott mitspielte! Wenigstens ein bisschen Herzklopfen gehört unbedingt dazu; ein Erlebnis, das wir 2012 auf dem 447 Meter hohen Aussichtsdeck des CN Towers in Toronto hatten. Auch hier gibt es teilweise Glasboden ("alles Kopfsache!" sagte auch ich mir damals und schoss ein ähnliches Beweisfoto wie Ulli) – und der Blick aus der Vogelperspektive über eine Stadt bei Sonnenuntergang ist einfach atemberaubend.
    Was jedoch das "Orbit 360° Dining" betrifft; das hättet Ihr preiswerter haben können - und ohne ans andere Ende der Welt reisen zu müssen :-)
    im Drehrestaurant des Fernsehturms in Düsseldorf kann man auf 172,5 Metern Höhe hervorragend dinieren – und das bei einem stets wechselnden, großartigen Blick auf die Stadt und den Rhein. Besonders interessant, wenn auf den Oberkasseler Festwiesen die alljährliche Düsseldorfer Kirmes stattfindet. Dieses Jahr vom 14. bis zum 23. Juli. Aber das wisst Ihr bestimmt schon …

  • #2

    Zypresse (Donnerstag, 15 Juni 2017 09:19)

    Hihi... der Fernsehturm in Düsseldorf. Ja, den kennen wir. Ehrlich gesagt: dort haben wir einmal gegessen, vor inzwischen ungefähr 15 Jahren. Damals haben wir uns mächtig geärgert: hohe Parkgebühren, muffeliger Service, der über lange Zeiten gar nicht am Tisch auftauchte, teures und wirklich nicht gutes Essen (wir waren zu fünft, keinem hat es geschmeckt, zu viel Convenience im Einsatz...)und dann noch: je abgegebenem Mantel, das waren damals vier, 1 € Garderobengebühr (und das bei einer Gesamtrechnung von damals weit über 200 €). Seither geht es da nur noch hoch um die Aussicht zu beschauen, gegessen wird unten...

    Und da, das muss ich sagen, war das Essen in Auckland um Klassen besser, der Service freundlich und aufmerksam, die Zutaten frisch, es gab einen Gruß aus der Küche und zum Schluss eine nette Verabschiedung - so muss das sein!

  • #3

    Beate (Donnerstag, 15 Juni 2017 11:05)

    Wenn ich jetzt so drüber nachdenke: stimmt! Ich war vor 8 Jahren auf dem Rheinturm und kann mich weder an das Essen noch an den Service erinnern. Beides war also weder hervorragend noch grottenschlecht. Aber an unsere Stimmung erinnere ich mich genau: schönes Wetter, liebe Freunde, toller Blick …
    Vielleicht sollte man dort nur zum Sonnenuntergang auf einen Cocktail in der Bar aufkreuzen und dann im Medienhafen gut essen gehen.

  • #4

    Zypresse (Donnerstag, 15 Juni 2017 17:06)

    Genauso machen wir's!