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Stapelweise Pfannkuchen - Die Pancake Rocks in Neuseeland

Pancake Rocks in Neuseeland
Pancake Rocks in Neuseeland

Mit ein wenig Fantasie ist es wirklich so: wie mehrere Stapel Pfannkuchen sehen diese Felsen an der Westküste der neuseeländischen Südinsel aus. Schmale Rillen durchziehen sie. Daher haben sie jedenfalls ihren englischen Namen: Pancake Rocks.

 

Wir erreichten die markante Felsformation im Paparoa-Nationalpark auf unserer Fahrt die Westküste hoch etwa 40 Kilometer nördlich von Greymouth. Touristisch würde es werden, das war uns klar. Mit soviel Andrang hatten wir allerdings nicht gerechnet: riesige Parkplätze, Reisebusse, Reisegruppen mit Reiseleiter*in … Voll war es.

 

Dennoch fanden wir einen nah zum Besucherzentrum und dem Eingang gelegenen Behindertenparkplatz und machten uns neugierig auf den Weg. Würde die Realität den Fotos gerecht werden? Und würden wir hier auch mit dem Rollstuhl etwas zu sehen bekommen?

Pancake Rocks in Neuseeland
Pancake Rocks in Neuseeland

Und nein, wir wurden nicht enttäuscht, aber überhaupt nicht. Ein wunderbarer kleiner Rundweg (reine Gehzeit etwa 20 Minuten, aber man schaut so viel, bleibt stehen, macht Fotos – man braucht also länger) führt auf die Felsen über der blauen und ein wenig rauen Tasmanischen See. Es rauscht, es zischt, der Wind bläst und manchmal erzeugt er Töne durch Löcher in der Felsformation.

 

Und ja, die Felsen sehen wirklich ein wenig wie ein Stapel Pfannkuchen aus. Immer wieder gibt es kleine Plattformen, Aussichtspunkte und immer wieder bleiben wir stehen, genießen den Blick in das weite Blau oder auch nach unten, dorthin wo es brodelt und zischt.

 

Die Pancake Rocks sind vor rund 30 Millionen Jahren entstanden. Übereinander geschichtete Ablagerungen von Kalksedimenten (Meerestiere, Pflanzen) und Tonmineralien erodierten unterschiedlich schnell. Seit sie durch eine Landhebung an die Oberfläche kamen, sind sie Wellen, Wind und Regen ausgesetzt. Und außerdem bricht sich das Wasser der Brandung an den zahlreichen Felsnasen, in Höhlen und Ausspülungen und drückt zurück fließendes Wasser und durch strömende Luft durch enge Löcher und Röhren im Felsen. Das erzeugt die Geräusche, die uns immer wieder erstaunen und amüsieren. Was da aus den Blowholes sichtbar wird und tönt erinnert mich manchmal an einen schlafenden Riesen (der zusätzlich von Alpträumen geplagt wird, weil er manchmal stöhnt …).

 

Statt der angeschlagenen 20 Minuten halten wir uns fast 1 1/2 Stunden auf dem Rundweg auf, verweilen hier, sitzen dort ein wenig in der Sonne, staunen über die Brandung. Ein rundum tolles Erlebnis, die Pancake Rocks. Und den Besuch der Pancake Rocks können wir Euch nur empfehlen – man vergisst, wie viele Menschen dort hinströmen und ein wenig verteilen sich auch die Menschenmengen an der Steilküste.

Information und Barrierefreiheit

Pancake Rocks in Neuseeland
Pancake Rocks in Neuseeland

Für uns das barrierefrei Highlight auf der Südinsel, einfach toll auch mit dem Rollstuhl zu besuchen.

 

Hier führt ein 1.1 km langer, überwiegend behindertengerecht ausgebauter Rundweg durch die Felsformationen. Von verschiedenen Plattformen aus hat man einen direkten Einblick in die tosenden und spritzenden Brandungslöcher.

 

Das Informationszentrum des Paparoa National Park mit Material, Rangern, die Fragen beantworten und rollstuhlgerechten Toiletten befindet sich direkt am Eingangsbereich der Pancake Rocks. Ein Parkplatz und einige Shops und ein Café befinden sich ebenfalls direkt gegenüber dem Zugang am vorbeiführenden State Highway 6. 

 

Paparoa National Park Visitor Centre

4294 Coast Road

Punakaiki

RD 1

Runanga 7873

Phone: +64 3 731 1895

 

Geo hatte kürzlich auch von den Pancake Rocks berichtet.

 

Offenlegung: Wir haben unsere Reise nach Neuseeland, Unterkünfte und Verpflegung aus eigener Tasche bezahlt. Unser Besuch der Pancake Rocks ist nicht gesponsert worden. Da wir das Reiseziel, Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Hotels usw. bewerben bzw. einen Besuch dort empfehlen, meinen nun verbraucherschützende Gerichte, wir müssten diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen.

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Kommentare: 4
  • #1

    Beate (Mittwoch, 18 Oktober 2017 13:14)

    Ich liebe diese kleinen, immer sehr interessanten und reich bebilderten Berichte von Dir und finde es besonders gut, dass sie nicht in chronologischer Reihenfolge erscheinen. So bleibt die Spannung erhalten, was als Nächstes kommt.
    Liebe Grüße
    Beate

    Ach ja, ich erinnere mich noch gut an die Küste in der Nähe von Greymouth: traumhaft schön, aber voller Sandfliegen. Tagebuchnotiz vom 17. Januar 1985: "Wie gut, dass wir gestern Abend Black Flag gesprüht haben ..."

  • #2

    Zypresse (Sonntag, 22 Oktober 2017 23:22)

    Zum Glück hatten wir hier - vielleicht wegen des stetigen Windes? - überhaupt keine Probleme mit den lästigen Sandflies. Sonst haben sie uns wirklich oft gequält, aber hier blieben wir verschont und konnten genießen. An anderen Orten auf der Südinsel haben Sie uns auch wie toll gebissen, längst zurückgekehrt nach Hause hab ich mich noch gekratzt. Ein echter Wermutstropfen bei einer Neuseelandreise, diese bissigen Biester.

  • #3

    Clemens (Montag, 30 Oktober 2017 22:57)

    Wah, die kannte ich noch gar nicht. Ist auf meiner Liste fürs nächste mal Neuseeland!

  • #4

    Zypresse (Dienstag, 31 Oktober 2017 09:11)

    Na, dann nichts wie los, Clemens!