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Neuseeland: 1 Roadtrip - 10 Bilder

An der Blogparade: Roadtrip in Bildern von Kind im Gepäck - da muss ich mich doch mal wieder beteiligen. Und von unserem diesjährigen Roadtrip in Neuseeland 10 Bilder zu finden, ja das sollte mir doch wohl gelingen?

 

Schließlich gilt auch für Zypresse unterwegs: Wir lieben Roadtrips. Auf Reisen erkunden wir das Reiseland  am liebsten im Auto - sicher nicht zuletzt deshalb, weil dies für den Gatten ein ganzes Stück mehr Mobilität bedeutet. Klar verbringen wir damit viel Zeit im Auto sitzend, über staubige Landstraßen oder volle Autobahnen fahrend. Aber so können wir beide gemeinsam in der uns zur Verfügung stehenden Zeit vielfältige Eindrücke sammeln.

Parkendes Auto mit offener Tür und Fahrer

Unser Mietwagen auf einem Parkplatz am Lake Hawea
Unser Mietwagen auf einem Parkplatz am Lake Hawea

Von diesen Fotos habe ich ziemlich viele in unserem Bestand. Wieso? Ganz einfach. Der Gatte fährt. Der Gatte hält an Aussichtspunkten und ich steige aus, schaue, fotografiere, mache vielleicht einen kleinen Spaziergang.

 

Der Gatte bleibt derweil im Auto. Warum? Weil das Ein- und Aussteigen etwas mühsam ist. Also bleibt er im Auto, genießt, was er vom Parkplatz aus entdecken kann, liest (deshalb ist sein eReader immer im Handschuhfach) oder plaudert mit anderen Parkenden.

 

Dieses Foto entstand entlang der SH6 auf der Südinsel am Lake Hawea.

Über Nacht ...

früh am Morgen auf dem Walker Creek Campground an der Milford Road
früh am Morgen auf dem Walker Creek Campground an der Milford Road

Ja, so würden wir auch gern einmal Reisen. Mit einem Mietcamper ungebunden in der freien Natur übernachten, aufwachen und sogleich den Blick in die Natur genießen. Alles dabei zu haben und völlig frei und ungebunden durchs Land fahren können.

 

Mit Rollstuhl leider nicht so einfach zu realisieren. Zunächst ist es schon schwierig genug, überhaupt umgebaute Camper mieten zu können. Falls man sie findet: ein großer Anteil sind dann sogenannte Passiv-Fahrer. Was das bedeutet? Der Rollstuhlfahrer wird irgendwo hinten festgeschnallt, das Fahren erledigt ein anderer. Für uns (der Gatte ist leidenschaftlicher Autofahrer) keine Option. Für Kanada haben wir vor einigen Jahren einmal Selbstfahrer Campervans gefunden, die vermietet wurden. Allein: der Preis war jenseits von gut und böse, sprich: uns war das definitiv zu teuer. Zumal hinzu kam: es gab diese Camper dann nur in der Familiengröße, sprich > 13 Meter lang und für uns zwei viel zu groß.

Blick auf unsere Selbstversorgereinheit in Te Anau
Blick auf unsere Selbstversorgereinheit in Te Anau

Stattdessen geht es in Motels, Hotels oder B&B's, immer mit einem Blick auf barrierefreie Zimmer. Das ist nicht überall auf der Welt ganz einfach, so sind passende Unterkünfte in Namibia eher rar, sehr einfach ist das Reisen mit Rollstuhl in den USA.

 

In Neuseeland waren wir häufig auf Campingplätzen unterwegs, nicht alle aber doch einige verfügen über Einheiten für Selbstversorger, die dann auch noch barrierefrei ausgestattet sind. Der Ausblick allerdings ist dann meist nicht so naturbelassen wie in den Nationalparks...

Unterwegs

Warten vor dem Homer Tunnel auf der Milford Road
Warten vor dem Homer Tunnel auf der Milford Road

Immer wieder entstehen Fotos dann, wenn wir unterwegs anhalten müssen und es nicht weitergeht. In Südafrika sind das häufig Stop&Go Baustellen mit Wartezeiten von bis zu 20 Minuten. In diesem Jahr waren es neben den einspurigen Brücken, von denen es vor allem auf der Südinsel zahlreiche gibt zum Beispiel der Homer Tunnel auf der Milford Raod. Auch hier ist der Verkehr immer nur in eine Richtung möglich und so haben wir einige Minuten parken müssen bevor es weiter ging.

Warten vor der Fähre Okiato - Opua
Warten vor der Fähre Okiato - Opua

Schöner ist das Warten auf eine Fähre. Denn ich mag Fähren. Einmal, und sei es noch so kurz, mit einem Schiff einen Fluss oder das Meer zu überqueren, das ist pures Reisefeeling. Lacht nicht, aber manchmal mache ich extra einen Umweg, um statt der Rheinbrücken, von denen wir in Düsseldorf zahlreiche haben, dann doch lieber die Fähre zu nehmen. Und da hatte Neuseeland durchaus auch das ein oder andere zu bieten. Wenn auch nicht so spektakulär wie die Malgas Ferry in Südafrika - aber in unseren Tagen an der Bay of Islands haben wir die kleine Fähre 'rüber nach Pahia durchaus zu schätzen gelernt.

Warten auf die Fähre zwischen Süd- und Nordinsel Neuseelands
Warten auf die Fähre zwischen Süd- und Nordinsel Neuseelands

Ein Fähre war Pflicht auf unserem Roadtrip durch Neuseeland: wir mussten ja irgendwie von der Süd- auf die Nordinsel übersetzen. Große Pötte, viele Autos, eine Menge Passagiere und natürlich auch eine etwas längere Verladezeit. Aber: wunderbar zu nutzen, auch auf Rollstuhlfahrer wurde geachtet. Wir bekamen einen extra Sticker, einen Parkplatz in der Fähre nahe zum Aufzug und wurden rundum bei Be- und Entladung betreut.

Entlang der Strassen

Gibbston Valley Cheese an der SH 6 zwischen Queenstown und Cromwell
Gibbston Valley Cheese an der SH 6 zwischen Queenstown und Cromwell

Genuss gibt es natürlich auch immer wieder wenn wir auf einem Roadtrip unterwegs sind. Ob es ein Restaurant ist oder ein kleiner Farmladen - wir lieben es, lokale Spezialitäten zu kosten und vielleicht auch ein wenig einzukaufen. Da war Gibbston Valley Cheese an der SH 6 zwischen Queenstown und Cromwell für uns ein willkommener Ort zum Stoppen - zumal es dort auch noch Wein gab. Was haben wir dort einen wunderbaren Mittagsimbiss genossen, auf der Terrasse sitzend, über Weinberge schauend und eine tolle Cheese Platter genießend.

Obst-Hauptstadt Cromwell
Obst-Hauptstadt Cromwell

Manchmal entdecken wir dann allerdings auch Absonderliches, Merkwürdiges oder einfach nur Komisches entlang der Strecke. Und dieser Riesenobst in Cromwell gehörte auf Neuseelands Südinsel ganz sicher dazu.

 

Cromwell und sein Umland leben von der Landwirtschaft, vor allem vom Obstanbau, der die Werbeexperten der Stadt dazu veranlasste, die Stadt als die „Fruchtschale des Südens“ anzupreisen. Entscheidet selbst, ob Euch die Invasion des Riesen-Obstes positiv anspricht oder eher belustigt.

Das Ziel erreichen

Ausblick vom Mount Victoria auf Wellington
Ausblick vom Mount Victoria auf Wellington

Für uns ist das Auto bei einem Roadtrip aber auch, wenn nicht sogar vor allem, die Möglichkeit, Ort zu erreichen, die man ansonsten mit dem Rollstuhl nicht oder nur sehr schwer besuchen könnte.

 

Das gilt natürlich für Selbstfahrer-Touren durch die verschiedenen südafrikanischen Nationalparks, Reisen in Europa oder auch Amerika - und klar, in diesem Jahr Neuseeland.

Blick auf Orakei Korako auf Neuseelands Nordinsel
Blick auf Orakei Korako auf Neuseelands Nordinsel

Meist, oft aber nicht immer erreichen wir ein Reiseziel und alles ist prima auch für mobilitätsbehinderte Menschen zu erreichen. Eine Erfahrung, die wir vor allem in den USA gemacht haben. Dort ist es auch bei der Reiseplanung am einfachsten, zuverlässige und umfassende Informationen schon von hier aus im Netz zu finden. In Europa ist dies manches Mal schwieriger, erfordert Nachfragen und führt nicht immer zum Erfolg. Auch Neuseeland war da nicht so ganz einfach für uns. Es gab einige Ziele, die wir von vornherein bei unseren Planungen ausgeklammert haben - Hobbiton ist z. B. in keiner Weise auch nur annähernd barrierefrei. Zahlreiche Nationalparks sind nur zu Fuß erreichbar - und selbst wenn die Wege als easy ausgewiesen sind: mit dem Rollstuhl noch lange nicht zu nutzen. Was machen wir dann? Entweder ganz auslassen oder aber ich ziehe im gemeinsamen Urlaub auch einmal allein los. So war es in diesem Jahr: während ich das Gebiet zu Fuß erkundet habe, hat der Gatte gemütlich bei Kaffee und eReader gesessen und seinen Blick auf Orakei Korako auf Neuseelands Nordinsel genossen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Beate (Mittwoch, 29 November 2017 12:36)

    Auch ich liebe Fähren, und auch für mich bedeuten sie "pures Reisefeeling". Dass Du in Düsseldorf oft die Fähre nimmst, kann ich daher gut verstehen: das Übersetzen von oder nach Kaiserswerth ist eine kleine Auszeit mit Urlaubsgefühl - mitten im hektischen Alltag.
    Dass ein Roadtrip für einen Rollifahrer (und seine Begleitung) zwangsläufig anders aussieht, das ist mir jetzt wieder einmal bewusst geworden. Danke für den Denkanstoß und noch viele weitere schöne Roadtrips für Euch Zwei!

  • #2

    Zypresse (Mittwoch, 29 November 2017 12:50)

    Liebe Beate,
    ich nehme ganz oft die Fähre von Urdenbach nach Zons, da gibt es auf beiden Rheinseiten auch noch was zu schauen.
    Ja, eine Reise mit Rollstuhl ist schon anders, bedingt mehr Planung und stößt natürlich auch an Grenzen. Aber das wichtigste ist doch: raus aus dem Alltag, auf in die Fremde, Neues entdecken. Und diese Begeisterung teilen wir ja mit vielen anderen Menschen auf dieser Welt - oder?
    Liebe Grüße nach Hessen!