Meine 7 Top-Tipps zu einer Reiseroute durch Australiens Südosten

Meine 7 Top-Tipps zu einer Reiseroute durch Australiens Südosten
Meine 7 Top-Tipps zu einer Reiseroute durch Australiens Südosten

Ist es eigentlich in Ordnung, jetzt schon wieder einen Beitrag zu Australien zu veröffentlichen? Die Grenzen sind nach wie vor für alle Touristen geschlossen, es macht also aktuell leider nicht so viel Sinn, eine Reise zu planen.

 

Meine Antwort bleibt: Ich bin sicher, es gibt unter Euch den einen oder die andere, die sich genauso über Reiseerinnerungen freuen wie ich. Und schließlich kommt auch wieder eine Zeit, in der wir reisen können – und da findet Ihr hier sicher Anregungen und vor allem auch Tipps zur Barrierefreiheit.

 

Ich habe Euch also 7 Highlights unseres Roadtrips im Südosten Australiens zusammengestellt: Die Bundesstaaten im Südosten Australiens, von Victoria bis nach Südaustralien, bieten auf überschaubarem Raum eine reiche Auswahl an Naturschönheiten und lebendigen Städten. Wir besuchten Nationalparks, fuhren entlang der abwechslungsreichen Great Ocean Road und durch berühmte Weinanbaugebiete mit Zeit für Weinproben. Ich serviere Euch kleine "Appetithäppchen" zu meinen ausführlicheren Blogbeiträgen zu

  • Barossa Valley und Adelaide Hills
  • Blue Mountains
  • Ikara Flinders Ranges National Park
  • Great Ocean Road
  • Wilsons Promontory
  • Yarra Valley
  • Adelaide

Informationen und Hinweise zur aktuellen Coronalage für internationale Reisende

Als Reaktion auf COVID-19 (Coronavirus) sind die australischen Grenzen zurzeit geschlossen. Aktuell dürfen ausschließlich australische Einwohner und Bürger, sowie ihre unmittelbaren Verwandten nach Australien einreisen. 

 

Jeder, der nach Australien einreist, ist dazu verpflichtet, sich ab dem Tag der Einreise für 14 Tage in einer dafür geeigneten Einrichtung (z.B. einem Hotel) im Einreiseort selbst zu isolieren.

 

Besuchen Sie für weitere Informationen bitte die Website des australischen Gesundheitsamtes.

Australien: das war unsere Route!

Wir sind ab und bis Sydney geflogen. Von dort beschrieb unser Roadtrip im Südosten Australiens im Grundsatz ein "O". Dieser fast klassischen Route sind wir gegen den Uhrzeigersinn gefolgt.

1. Barossa Valley und Adelaide Hills

Adelaide Hills und Barossa Valley: Autos, Wein und deutsche Siedler
Adelaide Hills und Barossa Valley: Autos, Wein und deutsche Siedler

Unser Roadtrip im Südosten Australiens startete in Sydney. Nach ein paar Tagen hier ging es mit dem Mietwagen zunächst in die Blue Mountains. Von dort fuhren wir in das australische Outback zum Ikara Flinders Ranges National Park. Via Adelaide kamen wir dann in die Adelaide Hills und ins Barossa Valley.

 

Mehr Weingüter haben wir im weiteren Verlauf unseres Roadtrips übrigens im Yarra Valley erkundet.

 

Die Adelaide Hills östlich von Adelaide sind eine Weinregion mit kühlem Klima. Die höchsten Weinberge liegen zwischen 600 und 650 Metern Höhe. Sie grenzen im Norden an das Barossa Valley und im Süden an McLaren Vale und Langhorne Creek.

2. Blue Mountains

Blue Mountains
Blue Mountains

Die Ausläufer der Blue Mountains beginnen ca. 60 km westlich von Sydney. Große Teile der Berge wurden im Dezember 2000 vor allem wegen der Artenvielfalt der Eukalyptusbäume zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt. Die Blätter der Bäume verdunsten das ätherische Eukalyptusöl, dessen feiner Dunst über den Bergen liegt und den Bergen die bläuliche Tönung verleiht, die ihnen den Namen gab.

 

Geologisch handelt es sich bei den Blue Mountains um ein auch heute noch sichtbares Sandstein-Plateau, in das Flüsse tiefe Täler gegraben haben.  Heute ist das Gebiet touristisch bestens erschlossen, es gibt Aussichtspunkte, Restaurants, Hotels, Freizeitparks.

 

Von Sydney aus führte uns der erste Abschnitt unseres Roadtrips mit dem für Rollstuhlfahrer umgebauten Mietwagen im Südosten Australiens genau hier hin und ich habe Euch im Blog mitgenommen zu einigen Attraktionen der australischen Blue Mountains.

3. Ikara Flinders Ranges National Park

Australien: Ikara Flinders Ranges National Park
Australien: Ikara Flinders Ranges National Park

Unser Roadtrip im Südosten Australiens startete in Sydney. Nach ein paar Tagen hier ging es mit dem Mietwagen zunächst in die Blue Mountains. Von dort ging es hinein in das australische Outback, nämlich über Dubbo, Cobar und Broken Hill zum Ikara Flinders Ranges National Park, ein rund 950 km² großes Naturschutzgebiet. Die Flinders Ranges sind ein Gebirgszug im Norden des australischen Bundesstaates South Australia, der sich fast 500 km in nordsüdliche Richtung erstreckt.

 

Und nicht immer hatten wir auf unserem Weg dorthin ein Wetter, welches zu Unternehmungen einlud. Es gab Regen (gut für die von den Buschfeuern geplagten Landstriche); an einem Morgen so stark, dass wir glatt unsre Abreise ein Stündchen nach hinten geschoben haben. Und zu Mittag hatten wir dann 35° C und Sonnenschein. Unser Weg führte uns über die A32, eine gut ausgebaute, schnurgerade und sehr leere Straße mitten durchs Outback. Unterwegs bekamen wir, außer dem großen Nirgendwo, nicht viel zu sehen, gelegentlich einen Bahnübergang, ab und an eine Tankstelle oder eine kleine Ansiedlung, Farmen in riesigen Abständen links und rechts der Straße, manches Mal nur an einem Gatter mit Postbox zu erkennen.

Was kann man alles unternehmen*?

4. Great Ocean Road

 Australien Roadtrip Highlight: Great Ocean Road
Australien Roadtrip Highlight: Great Ocean Road

Sie gehört ohne Zweifel zu jeder Australien Rundreise im Süden: die Great Ocean Road. Wir sind diese Strecke von West nach Ost gefahren, auf unserem Weg von Mount Gambier und Warrnambool entlang der Meeresküste,

bevor es dann weiterging in die Metropole Melbourne.

 

Und dass diese Strecke ein touristisches Highlight ist, das merkt man sehr deutlich. An jeder Auffahrt von Parkplätzen zurück auf die Great Ocean Road Hinweisschilder: in Australien fährt man links. Die Straße war recht voll, die Aussichtspunkte sehr belebt, ja teilweise sogar überfüllt: Einzelreisende wie auch wir auf Roadtrip, Minibusse mit (den zur Zeit unseres Aufenthaltes eigentlich wegen Corona schon selten gewordenen) asiatischen Touristen, große Reisebusse. Da kann man schon einmal die hohe Zahl der uns umgebenden Touristen als störend empfinden. Überall erlebten wir Überfüllung und quasi die Steigerung des Massentourismus.

 

Lohnt es sich dem Overtourism zum Trotz, diese Strecke zu fahren und sie in den eigenen Roadtrip einzubauen? Kommt mit und ich erzähle ein wenig von unseren Erfahrungen mit dem Australien Roadtrip Highlight: Great Ocean Road.

5. Wilsons Promontory

Wilsons Promontory
Wilsons Promontory

Wilsons Prom - davon hatten wir vor der Planung unseres Australien-Roadtrips noch nicht gehört. Ja, ich gestehe, ich musste sogar nachschauen, wie Promontory zu übersetzen ist (promontory heißt Landspitze, Landzunge, Vorgebirge oder Kap, im Binnenland kann es auch Felsvorsprung bedeuten).

 

Zur kurz und knackig auch Prom Coast genannten Halbinsel kamen wir auf dem Weg von Melbourne und dem Yarra Valley nach Ulladulla, Wollongong und zurück nach Sydney. Es war schon März 2020 und das Thema Covid-19 wurde immer präsenter auch in Australien. Zudem war die Ferienzeit der Australier vorbei, der Sommer ging zu Ende und weiter Richtung Norden an der Küste lag ein von den Buschfeuern in der Saison 2019/2020 besonders betroffenes Gebiet auf unserer geplanten Route.

 

Dennoch, die Ecke bedeutete für uns zwar einen Umweg auf der Weiterreise, gelohnt hat es sich dennoch. Das hatte verschiedene Gründe: die traumhafte Natur und Landschaft, die Abgelegenheit auf der einen Seite und eine wirklich tolle Unterkunft auf dem Lande zum anderen. Die Wilsons Promontory ist also eine Halbinsel in South Gippsland, dem südlichsten Teil des australischen Kontinents. Am South Point befindet sich bei 39° 08' S der Wilsons-Promontory-Leuchtturm. Die Küstenlandschaft der Landzunge ist von Wattlandschaften, sandigen Stränden und geschützten Buchten geprägt, die von graniten Landzungen und Klippen im Süden und dahinter liegenden Küstendünen und Sümpfen unterbrochen werden. Besiedelt ist diese Landschaft von verschiedenen Aborigines  nachweislich seit 6500 Jahren.

 

Aber lest doch einfach mal selbst!

6. Yarra Valley

Wein im australischen Yarra Valley
Wein im australischen Yarra Valley

Wein stand durchaus öfters auf der Agenda unserer Australienreise. Tatsächlich haben wir schon ausgedehnt die Weingüter in den Adelaide Hills und dem Barossa Valley erkundet, bevor es dann später über die Great Ocean Road weiter ging.

 

Nach der Großstadt Melbourne ging es für uns wieder aufs Land. Weniger als eine Stunde nordöstlich von Melbourne liegen das sanft hügelige Yarra Valley, eine der bekanntesten Weinregionen Australiens, und die üppig grünen Yarra Ranges, das Reich der Farne und imposanter Eukalyptusbäume. Der Yarra Ranges National Park liegt zwischen Melbourne und den viktorianischen Alpen und bietet tolle Ausblicke und Regenwaldlandschaften. Die Yarra Ranges erstrecken sich über ein ausgedehntes, bergiges Gebiet mit kühlen, gemäßigten Wäldern. Im Nationalpark gibt es klare Bäche, die den Yarra River speisen, und große Stauseen, aus denen Melbourne sein Trinkwasser bezieht.

 

Wir haben hier ein paar Tage rund um den Geburtstag des Gatten verbracht. Dazu hatte ich uns nicht nur ein nettes Hotel ausgesucht, wir wollten auch lecker essen. Und schließlich gibt es im Yarra Valley rund 70 Weingüter, von kleinen Familienbetrieben bis hin zu großen Weingütern. Damit standen die Chancen gut für Weinproben, leckere Imbisse in Weinrestaurants, manche mit Gourmetstatus. Und wir wurden nicht enttäuscht!

7. Adelaide

 Adelaide, australische Metropole am Saint Vincent Golf
Adelaide, australische Metropole am Saint Vincent Golf

Eine der Metropolen, die wir bei unserem Australien Roadtrip besucht haben, war Adelaide, die Hauptstadt des Bundesstaates South Australia. Adelaide ist eine Küstenstadt am Saint-Vincent-Golf, benannt nach der britischen Königin Adelaide. Die Besonderheit dieser Stadt: sie ging im Gegensatz zu Städten wie Sydney oder Hobart nicht aus einer Sträflingskolonie hervor.

 

Adelaide galt als verschlafen, das trifft aber so nicht mehr zu: Es gibt Festivals, Kunst, Musik, Bars und Restaurants. Und es gibt die State Library of South Australia oder SLSA.  Hier werden alle im Bundesstaat veröffentlichten gedruckten und audiovisuellen Materialien verwahrt. Soweit so gut - aber das ist ja nun für Besucher aus Übersee nicht unbedingt so spannend. Dafür lohnt die Bibliothek aus einem anderen Grund aber einen (kostenlosen und barrierefreien) Besuch.

 

Das heute als Mortlock Wing bekannte Gebäude wurde 1884 als „Öffentliche Bibliothek, Museum und Kunstgalerie für die Kolonie Südaustralien“ eröffnet und 1985 renoviert. Es ist ein auch von außen durchaus hübsches Gebäude im Stil der französischen Renaissance mit einem Mansardendach. Besonders beeindrucken fanden wir allerdings den Innenraum mit seinen zwei Galerien.

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