Mal eben kurz nach Regensburg {Werbung ohne Auftrag}

Mal eben kurz nach Regensburg
Mal eben kurz nach Regensburg

Vielleicht erinnert Ihr Euch? Im vergangenen Jahr waren wir im (verregneten) Sommer mal kurz für drei Nächte in Regensburg. Zugeben muss ich: diese Stadt hatte ich bislang überhaupt nicht als Reiseziel auf dem Schirm, erst kurz vorher hatte ich gelernt, dass die Regensburger Altstadt zum Welterbe zählt.  Schon damals hatte ich über unseren Ausflug zum Donaudurchbruch zwischen Weltenburg und Kelheim, eine Engstelle des Donautals, berichtet.

 

Heute soll es dann endlich um Regensburg, die Hauptstadt des Regierungsbezirks Oberpfalz in Ostbayern, gehen. Seit dem 13. Juli 2006 gehört die Regensburger Altstadt samt Stadtamhof mit ihren historischen Ensembles und Baudenkmälern zum UNESCO-Welterbe. Insgesamt gibt es hier  über 1500 denkmalgeschützte Gebäude. Damit ist Regensburg die größte mittelalterliche Stadtanlage nördlich der Alpen.

 

Regensburg war seit dem Mittelalter eine Handelsstadt von europäischer Bedeutung. Das sieht man im Stadtbild: mächtige Patrizierburgen stellen die Macht des Geldes, des Handels eindrucksvoll zu Schau. Und es gibt zahlreiche Speicherbauten, in denen das Handelsgut gelagert wurde.

Regensburger Dom

Regensburger Dom (aus 12 Einzelaufnahmen zusammengesetzt)
Regensburger Dom (aus 12 Einzelaufnahmen zusammengesetzt)

Natürlich war er unser erstes Ziel: der Regensburger Dom St. Petrus. Er beherrscht nicht nur das Stadtbild, er gehört neben dem Kölner Dom auch zu den bedeutendsten gotischen Kathedralen in Deutschland. Der Regensburger Dom ist auch die Heimat des traditionsreichen Domchores, der Regensburger Domspatzen.

 

Nachdem der alte Dom 1273 infolge eines Stadtbrands zerstört worden war, wurde im Jahr 1275 mit dem Bau des heutigen Domes begonnen. Über die Jahrhunderte gab es aus Gründen - Krieg, Geldmangel, fehlendes Interesse - immer wieder Verzögerungen beim Bau. Und so wurde der Dom erst mit der Fertigstellung der Querhausgiebel 1872 nach 600 Jahren vollendet.

 

Der Regensburger Dom ähnelt den „klassischen“ gotischen Kathedralen Frankreichs. Imposant ist er, mit seinem dreigeschossigen Mittelschiff, dem Querhaus und der Westfassade mit zwei Türmen.

 

Leider war der Dom bei unserem Besuch immer noch ein wenig durch Bauzäune versperrt. Schon seit 1989 wird der Dom außen gereinigt. Inzwischen ist man am 1415 fertig gestellten Westportal angelangt.

 

Der Dom St. Peter ist geöffnet:

April, Mai & Oktober: 6.30 Uhr - 18 Uhr

Juni - September: 6.30 Uhr - 19 Uhr

November - März: 6.30 Uhr - 17 Uhr

Steinerne Brücke

Steinerne Brücke in Regensburg
Steinerne Brücke in Regensburg

Vom Dom ging es dann weiter zum nächsten bekannten Regensburger Bauwerk, der Steinerne(n) Brücke. Sie ist das zweite bedeutende Wahrzeichen der Stadt Regensburg. Die Brücke verbindet die Altstadt von Regensburg mit dem Stadtteil Stadtamhof auf der nördlichen Seite des Flusses und überquert dabei zwei Arme der Donau und den Mühlkanal.  Sie ist die älteste erhaltene Brücke Deutschlands, mit ihrem Bau wurde bereits 1135 begonnen. Bei ihrer Eröffnung war sie die einzige Donaubrücke zwischen Ulm und Wien.

 

Etwas schmunzelnd wurde uns die Sage um den Bau der Brücke erzählt. Der Brückenbaumeister habe mit dem Dombaumeister gewettet, wessen Bauwerk zuerst fertiggestellt sei. Zunächst hatte der Dombaumeister die Nase vorn, dort ging es schnelle voran. Schlechter Verlierer, der er war, schloss der Brückenbaumeister einen Pakt mit dem Teufel. Für die ersten drei Seelen, die über die Brücke gingen wollte der ihn beim Bau unterstützen. Anders als bei BER ging es damit auf einmal zügig voran und die Brücke war als erstes fertiggestellt. Als der Teufel seinen Lohn einforderte, ließ der kluge Brückenbaumeister bei der Eröffnung erst einen Hahn, eine Henne und schließlich einen Hund über die Brücke jagen. Aus Wut darüber soll der Teufel versucht haben, die Brücke zu zerstören. Deshalb hätte die Brücke einen Buckel.

 

Wenn Ihr aufmerksam gelesen habt, ist es euch aufgefallen: es ist tatsächlich nur eine Sage , denn die Brücke war bereits einige Jahre fertiggestellt, als 1275 mit dem Bau des Domes begonnen wurde.

 

Und ebenso wie der Dom hat die alte Brücke Sanierungen nötig, seit 2010 wird daran gearbeitet.  Und wie bei vielen öffentlichen Bauten gibt es auch hier Ärger:  2013 hat die Stadt Regensburg der mit dem ersten Bauabschnitt beauftragten Firma wegen Bauzeitüberschreitungen gekündigt. Die Sanierung der Brücke sollte ursprünglich Ende 2014 abgeschlossen sein; inzwischen geht die Stadt von einer Fertigstellung im Jahr 2018 aus. Bei unserem Besuch waren allerdings immer noch Arbeiten zu sehen...

Regensburg hat Charme

Am Neupfarrplatz
Am Neupfarrplatz

Bei unserem weiteren Stadtbummel konnte wir feststellen: Die Altstadt von Regensburg ist auf jeden Fall schon mal ein optischer Genuss. Daneben gibt es aber auch zahlreiche Cafés, Restaurants, viele große und zahlreiche kleine Läden mit einem breiten Angebot - als Besucher*In kommt man auf jeden Fall auf seine Kosten. Die engen Gassen der Altstadt laden zum Bummeln ein. Es ist richtig was los auf vielen Wegen der Altstadt. Besucher*innen bewundern die tollen Gebäude und genießen die zahlreichen Angebote in der Altstadt. Und dann wieder findet man auch die kleinen Gassen, die sehr ruhig und fast schon ausgestorben ein wenig geheimnisvolles Flair verströmen.

 

Die komplette Altstadt lässt sich übrigens am besten zu Fuß erkunden und für Rollstuhlfahrer gibt es einen speziellen Plan mit den besten Wegen über das Kopfsteinpflaster, welches in weiten Teilen die Altstadt prägt.

Ergänzende Informationen und Barrierefreiheit

Altes Rathaus und Tourist Information
Altes Rathaus und Tourist Information

Touristische Informationen gibt es bei der Regensburg Tourismus GmbH (RTG) und in der

Tourist Information

Altes Rathaus

Rathausplatz 4
93047 Regensburg

Tel.: +49 941 507-4410

 

Hier und auch online gibt es einige Informationen unter dem Stichwort Barrierefreies Regensburg

  • Ratschläge für einen barrierefreien Aufenthalt in Regensburg
  • Stadtplan mit barrierefreien Informationen

Angeboten wird ebenfalls ein Rundgang in Deutscher Gebärdensprache.

 

Seit 2010 ist der Dom St. Peter mit einem rollstuhlgerechten Eingang ausgestattet. Der Weg führt über den Domgarten an der Dombauhütte vorbei. Das Pflaster ist hier durch große Steinplatten ausgetauscht, sodass die Fahrt mit dem Rollstuhl erleichtert wird. Sie finden den Eingang an der Nordostecke des Doms beim Eselsturm. Die Tür ist mit einem Sensor ausgestattet und öffnet automatisch.

Pension am Donaubogen

Pension am Donaubogen
Pension am Donaubogen

Ein großzügiges und barrierefreies Zimmer bezogen wir in der Pension am Donaubogen in Sarching bei Regensburg. Das Haus liegt ruhig, 8 km von der Regensburger Innenstadt entfernt und fast schon ländlich, es gibt freies WLAN und ein wirklich abwechslungsreiches Frühstücksbuffet.

 

Pension am Donaubogen

Obere Dorfstraße 28

93092 Barbing-Sarching

09403-962441

Dicker Mann

Gastststube im "Dicker Mann"
Gastststube im "Dicker Mann"

Am Abend haben wir urig und lecker gegessen - in einer Gaststätte mit dem anheimelnden Namen Dicker Mann.

 

Die Gaststube ist urig alt und ein wenig verwinkelt - mit einem Rollstuhl kommt man sicher nicht überall hin, wir fanden aber ohne Probleme einen netten Tisch. Das junge  Personal begrüßte uns freundlich und aufmerksam - auch nach unserer Bestellung und während des Essens wurde nachgefragt, ob alles in Ordnung sei und ob wir noch Wünsch hätten. Und geschmeckt hat es uns sehr gut, das  Brotzeitbrett für zwei mit Wacholderschinken, Knacker, kaltem Braten, Obazdem, Emmentaler, Radieschen, Ei, Essiggurke, Tomaten, Senf, Butter und Brotkorb - und satt geworden sind wir ebenfalls.

Gasthof-Restaurant  Dicker Mann

Krebsgasse 6 (Haidplatz)

93047 Regensburg

Tel.: +49 (0)941 - 57 370

Fax: +49 (0)941 - 58 61 24 28

Täglich von 9:00 Uhr - 1:00 Uhr

Dicker Mann, Regensburg
Brotzeitbrett mit Wacholderschinken, Knacker, kaltem Braten, Obazdem, Emmentaler, Radieschen, Ei, Essiggurke, Tomaten, Senf, Butter und Brotkorb

Wurstkuchl

historische Wurstkuchl
historische Wurstkuchl

Sie wurde uns empfohlen, andere Blogger haben sie auch schon getestet - wir hingegen können Euch nur darauf hinweisen: Am Donaustrudel, gleich neben der Steinernen Brücke, steht seit über 500 Jahren die historische Wurstkuchl. Seit dem Mittelalter gab es hier für Regensburger Steinmetze und Hafenarbeiter Stärkung und heute für jedermann Leckeres vom offenen Holzkohlengrill. Berühmt sind die hausgemachten Würstl, das Sauerkraut und der Senf.

 

Historische Wurstküche
Thundorferstr. 3
93047 Regensburg
Tel (0941) 466 21-0
Fax (0941) 466 21-21

Offenlegung: Unseren Besuch in Regensburg haben wir vollständig (Anreise, Übernachtung, Essen, Eintrittsgelder usw.) selbst organisiert und bezahlt. Da wir das Ausflugsziel usw. bewerben bzw. einen Besuch dort empfehlen, meinen nun verbraucherschützende Gerichte, wir müssten diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen.

... noch mehr Bayern gibt es hier

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