{ROUND UP} Lieblingsrezepte aus Europa

{ROUND UP} Lieblingsrezepte aus Europa
{ROUND UP} Lieblingsrezepte aus Europa

Corona-bedingt ist ja in Sachen Reisen (obwohl immer mehr von Euch langsam wieder anfangen, Reisen zu planen ...) immer noch nicht allzu viel los, deshalb habe ich noch einmal Lieblingsrezepte aus der internationalen Küche zusammengetragen.

 

Denn das kennen wir doch alle, es gibt Gerichte und Köstlichkeiten, die versetzen uns auch zu Haus sofort zurück in die allerbeste Urlaubsstimmung. Ich freue mich deshalb über die Beiträge zu meinem Round Up zu den Lieblingsrezepten aus Europa von einigen Bloggerkolleg*Innen, genauer

  1. Spanische Empanadas von mallorcafuerkinder
  2. Britische Scones von A decent cup of tea
  3. Schottisches Shortbread von Kekse & Koffer
  4. Französischen Salade à l'ancienne von kuechekochenglueck
  5. Sizilianische Cannoli von mobilista 

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Klar gehören Kochen und Reisen zusammen. In jedem bereisten Land (oder auch in jedem Sehnsuchtsland) haben wir unsere Lieblingsgerichte. Klar, dass wir die auch zu Hause kochen wollen. Ein tolles Kochbuch dazu ist Global Cooking von Julia Morat.

 

Welches sind Kochbücher, die man haben muss, wenn man Rezepte aus den Küchen der Welt zu Hause kochen will? Diese Frage beantworten Monika und Petar von TravelWorldOnline in ihrem Beitrag Kochbücher, die ein Genuss Reisender haben muss.

... und wenn wir wieder reisen dürfen: hier gibt es Touren für Foodies in Italien*

Spanien

Empanadas

Empanadas – mallorquinische Teigtaschen (C) mallorcafuerkinder
Empanadas – mallorquinische Teigtaschen (C) mallorcafuerkinder

Überall auf der Welt kennt man gefüllte Teigtaschen. Jedes Land hat seine eigene Variationen: die Franzosen ihre Pastete, die Schwaben die Maultaschen und die Italiener Ravioli. Die älteste bildliche Überlieferung stammt jedoch aus Spanien. Auf einem Relief in der Kathedrale von Santiago de Compostela wird der Apostel mit Empanadas Gallegas abgebildet – den spanischen Teigtaschen.

 

Aus dem spanischen Alltagsleben sind die Empanadas schwer wegzudenken. Auf Mallorca, wo wir leben, sind sie ein für Ostern typischer Snack. Traditionell wird die Teigtasche mit Lammfleisch gefüllt. Es gibt aber auch Varianten mit Huhn, Fisch oder Vegetarisch. Früher wurden die Empanadas am Karfreitag gebacken. Die gesamte Familie versammelte sich dazu. In der traditionellen Variante kommt Schweineschmalz zum Einsatz. Die Mallorquiner finden fast in jedem ihrer Gerichte Anwendung dafür, auch in Süßspeisen. Wir mögen es nicht so sehr und verzichten darauf.

 

Nachdem der Teig vorbereitet wurde, wird er von den älteren Frauen und Kindern ausgerollt, während die Männer das Feuer im Kamin schüren. Aus dem Teig werden kleine und größere Kugeln geformt, aus denen kreisförmige Teigstücke ausgerollt werden. Auf den größeren Teil kommt die Füllung, die vorher zubereitet wurde. Dann wird eine Dose geformt, die mit einem Deckel (dem kleineren Teig-Kreis) geschlossen wird. Um die Empanada richtig zu verschließen, werden beide Teile durch einen kunstvollen Kranz aneinander gepresst. Oben auf wird mit einer Erbse oder einem Symbol aus der verbliebenen Teigmasse die jeweilige Füllung markiert. Danach werden die Teigtaschen im Kamin am offenen Feuer gebacken.

 

Empanadas schmecken am besten warm, frisch aus dem Ofen, eignen sich aber genauso gut am nächsten Tag kalt aus dem Kühlschrank. Obwohl sie nach wie vor besonders in der Zeit um Ostern überall zu erhältlich sind, findet man sie ganzjährig in vielen mallorquinischen Brotdosen, Arbeitstaschen und Picknickkörben.

 

Über mallorcafuerkinder

Der Blog mallorcafuerkinder.de richtet sich an Eltern, die mit ihren Kindern Mallorca entdecken wollen. Um die Insel möglichst authentisch kennenzulernen, werden neben Ausflügen und Wanderungen auch regelmäßig Legenden, spanische Feiertage und lokale Gerichte vorgestellt.

Großbritannien

Scones

Das englische Kultgebäck Scones (C) A decent cup of tea
Das englische Kultgebäck Scones (C) A decent cup of tea

Das englische Kultgebäck Scones (das es natürlich auch in anderen Teilen des Vereinigten Königreichs gibt) ist ein wichtiger Bestandteil bei einem traditionell britischen Afternoon Tea und für die britische Küche mindestens so wichtig wie Fish & Chips oder das Full English Breakfast.

 

Kleine, süße Brötchen (oder sind es Kuchen? Da streiten sich die Geister), die bei der Tea Time nicht fehlen dürfen und klassisch mit Clotted Cream – einer dicken, gekochten Sahne – sowie Erdbeermarmelade gereicht werden. Ideal sind die Scones, wenn sie innen weich und ein wenig krümelig sind – ihre besondere Konsistenz erreichen sie dadurch, dass kalte Butter in den Teig eingearbeitet wird. Wie man Scones richtig zu sich nimmt, daran scheiden sich die Geister: zuerst die Clotted Cream oder zuerst die Marmelade? Ich persönlich bevorzuge letzteres, auch bekannt als die „Cornish“ Methode. Nicht etwas, weil Queen Elizabeth II. Höchstpersönlich ihre Scones genau so isst, sondern ganz einfach, weil man so noch mehr von der leckeren Cream auf sein Scone packen kann! Auf meinem Blog erfährst du noch mehr kuriose Fakten über Scones und mit meinen Scones Rezept kannst du die Leckerei ganz einfach nachbacken.

 

Über A decent cup of tea

Sandra schreibt auf ihrem Großbritannien Blog A decent cup of tea über „everything British“: Reisetipps, britische Rezepte und alles, was im Vereinigten Königreich spannend und wichtig ist.

Schottland

Shortbread

Shortbread zur Teatime (C) Kekse & Koffer
Shortbread zur Teatime (C) Kekse & Koffer

Was wäre ein Blog, der „Kekse & Koffer“ heißt, ohne ein Keksrezept? Hier kommt es! Für mich als UK-Fan fiel die Wahl nicht schwer: schottisches Shortbread. Weltberühmte Kekse aus Mürbeteig, von denen wahrscheinlich die meisten Schottland-Besucher ein paar Packungen als Souvenir in den Koffer packen. Und ein Beispiel für höchst erfolgreiches Storytelling. Denn ehrlich gesagt erinnerten mich die wunderbar buttrigen Schottland-Kekse beim ersten Biss vor vielen Jahren stark an das deutlich weniger glamouröse Sandgebäck meiner Mutter ;-).

 

Seit wann man Shortbread (short steht in diesem Zusammenhang für „mürbe, zerbrechlich“) in Schottland zum Tee genießt, ist nicht eindeutig belegt. In manchen Quellen ist vom 12. Jahrhundert die Rede. Andere erzählen, dass ein französischer Bäcker am Hofe Maria Stuarts (1542–1587) die buttrige Verführung erfand. Die Queen of Scots, heißt es, verliebte sich auf Anhieb in die feinen Kekse und blitzschnell erfasste der Shortbread-Hype auch den Adel. Die Variante fürs einfache Volk – ohne Zucker und mit dem für Schottland typischen Hafermehl – war deutlich bescheidener. Eher ein Zwieback als eine Gebäckspezialität. Aus Kostengründen kam das Original bei der arbeitenden Bevölkerung nur zu Festtagen auf den Tisch. Das wundert heutige Backfans möglicherweise, denn Shortbread besteht nur aus drei Zutaten: Zucker, Butter und Weizenmehl (im Verhältnis 1:2:3). Die waren jedoch damals allesamt für das Gros der Bevölkerung kaum erschwinglich. 

 

Der bekannteste Shortbread-Lieferant ist zweifellos die Firma Walkers, die seit 1898 im Dorf Aberlour in der schottischen Speyside ihr Shortbread produziert und sogar Hoflieferant ist. Zum 90. Geburtstag der Queen vor ein paar Jahren spendierte Walkers ihr eine Special Edition. Kein Wunder – schließlich gehört Elisabeth II. zu den Fans der schottischen Kekse und wird nicht nur in den Sommerferien in ihrem schottischen Schloss Balmoral (nicht so weit von Walkers entfernt) genussvoll am Shortbread knabbern. Bei einer guten Tasse Tee selbstverständlich. Welche der klassischen Formen die königliche Influencerin wohl bevorzugt – runde Taler, rechteckige Finger oder dreieckige Mini-Tortenstücke („Petticoat Tails“)?

 

Über Kekse & Koffer
Der Reise- und Foodblog Kekse & Koffer erblickte während der Pandemie das Licht der Welt. Deshalb schreibt Elke – Reisejournalistin und Reisebuchautorin – vor allem über kleine Fluchten vor der Haustür in deutschen Landen. Mit viel Kultur und Frischluft. Das Kontrastprogramm: Rezepte aus aller Welt gegen das Fernweh.

Frankreich

Salade à l'ancienne

Salade à l'ancienne (C) kuechekochenglueck.de
Salade à l'ancienne (C) kuechekochenglueck.de

Der „Salade à l'ancienne“ schmeckt nicht nur sehr gut, sondern steht für mich auch für einen sehr besonderen Abend im französischen Albi, der hübschen Stadt Toulouse-Lautrecs.

 

Tagsüber hatten wir selbstverständlich das gleichnamige Künstler-Museum besucht, ich war außerdem über die große Freitreppe in die beeindruckend riesige Kathedrale geklettert und kam vor lauter Staunen und Fotografieren kaum mehr da raus – doch nun, für französische Gepflogenheiten viel zu früh, saßen wir müde geguckt und hungrig in dem kleinen Restaurant „Lou Sicret“, das uns als Geheimtipp empfohlen worden war. Ich bestellte den Salat als vermeintliche Vorspeise und danach noch die Kalbsniere, ahnungslos, aber erwartungsfroh – wir lieben Nierchen… Es kam dieser wirklich riesige Teller mit dem köstlichen Salat, den ich mir dann mit dem Mann teilen wollte, weil ich das unter keinen Umständen alleine schaffen konnte, denn es kam doch schließlich noch das Hauptgericht… Als das dann fast zeitgleich noch dazu serviert wurde, waren wir allerdings sehr perplex: auf dem Teller lag tatsächlich eine ganze Kalbsniere mit diesen vielen typischen kleinen Knubbeln, zwar gegart, aber nicht ganz durch. Urgs. Das ging gar nicht!

 

Also habe ich meinen „Salade à l'ancienne“ dann doch alleine gegessen, die erschreckende Niere ließen wir zurückgehen zum Durchgaren, dann hat der liebe Gatte sie gegessen. Das Rezept vom Salat mit den vielen Radieschen habe ich später erfolgreich nachgebaut und dann natürlich auch in meinem Online-Kochbuch aufgeschrieben. Es ist wirklich mal ganz etwas anderes für ein sommerliches Abendessen.

 

Und wenn ich ihn zubereite, dann fällt mir immer dieser schöne Abend in Albi ein – und die drei Wochen Urlaub, die drumherum außerdem noch stattfanden… Der Salat steckt also für mich voller Frankreich-Liebe.

 

Über kuechekochenglueck.de

Diese Website ist Uschis Online-Kochbuch, dort sammelt und teilt sie kontinuierlich ihre erprobten (!) Rezepte. Uschi kocht privat-vergnüglich und mit ihrem Mann als erstem Testesser. Der verspeist (fast) alles mit Genuss, aber auch in erstaunlichem Tempo… Darum mag sie vor allem Rezepte, die nicht ewig viel Arbeit machen.

Italien

Cannoli

Cannoli (C) Mobilista.eu
Cannoli (C) Mobilista.eu

2015 haben wir sie bei unserem ersten Besuch auf unserer Liebesinsel Sizilien entdeckt: Cannoli (Übrigens Einzahl: Il Cannolo)! Kleine oder große Röllchen aus frittiertem Teig, gefüllt mit verschiedensten Ricotta-Cremes. Knusprig-süß, frisch und einfach lecker, sind sie aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

 

Obwohl wir in der glücklichen Position sind, in Berlin-Friedrichshain zu leben, das eine lebhafte italienische (und sizilianische!) Community aufweist und hier ständig frische Cannoli bekommen können, haben wir später auf Sizilien einen Kochkurs absolviert, um uns selbst mit Leckereien wie Bruschetta alla Trapanese, Arancini oder eben Cannoli versorgen zu können,

 

Fertige Cannoli-Röllchen sind in brauchbarer Qualität übrigens inzwischen auch in Deutschland zu bekommen, für ganz Experimentierfreudige gibt es im Online-Handel oder in italienischen Feinkostgeschäften Formen*, um die Röllchen selbst zu frittieren. Die Röllchen selbst werden aus einem widerspenstigen Teig frittiert, der aus Mehl, Kakao, Zucker, Butter, Marsala und Balsamico besteht. Darauf verzichten wir ehrlich gesagt dann doch und greifen auf Fertigprodukte zurück.

 

Jetzt aber zu unserem Lieblingsrezept:

 

Cannoli-Röllchen*

1 Packung Ricotta (den Weichen, nicht den schnittfesten Salat-Ricotta!), abgetropft

Zucker

1 Zitrone, abgerieben und gepresst

Zartbitter-Schokolade, gehackt

Pistazien, gehackt

 

Die Ricotta wird mit Zucker und einem Spritzer Zitronensaft glatt gerührt, bis eine feste Creme entsteht, die süß ist und zugleich ein wenig Säure aufweist. Anschließend werden Schoko-Raspel mit eingerührt.

 

Mit einem Esslöffel oder einem Spritzbeutel werden die Röllchen nun vorsichtig von beiden Seiten gefüllt, bis keine Luft mehr enthalten ist. Anschließend die Creme-Enden mit Pistazien und übrig gebliebenen Schokoraspeln bestreuen, servieren und dazu einen frischen Espresso genießen, Augen schließen und in die sizilianische Sonne träumen!

 

Bravo!

 

Und ein letzter Tipp, auch wenn die Gefahr eher gering ist: schnell verzehren und nicht zu lange liegen lassen, sonst werden die knusprigen Röllchen matschig.

 

Über Mobilista.eu

Adina und Timo reisen seit  über zehn Jahren gemeinsam, Adina als Rollstuhlfahrerin und Grafikerin, Timo als Ehemann, Fotograf und Autor. Auf Mobilista berichten sie von ihren Erlebnissen und geben Erfahrungen weiter – objektiv, journalistisch aufbereitet, mit Praxistipps versehen. Die Besonderheit an Mobilista ist, dass  die beiden sowohl aus der Perspektive des Rollstuhlfahrers als auch des Begleiters berichten.

 

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Kommentare: 4
  • #1

    uschi59@googlemail.com (Monday, 14 June 2021 10:01)

    Sooo tolle Blogs entdecke ich hier in Deinem Post - danke dafür, liebe Ulrike! Deine schöne Reisen-geht-durch-den-Magen-Idee gefällt mir ausgesprochen gut...

  • #2

    Vera (Monday, 21 June 2021 12:04)

    Oh...das Sconesrezept werde ich auf jeden Fall mal probieren! Leckerrrr....

  • #3

    Stefan (Monday, 21 June 2021 13:10)

    Boah, du machst uns ganz schön die Zunge lang, wie meine Mutter das immer sagt. Bin gespannt auf weitere Kontinente :-)

  • #4

    Silke (Monday, 21 June 2021 13:40)

    Das mit den Teigtaschen (dass irgendwie jedes Land welche hat), dachte ich auch schon. Wir sind in der Türkei und da sind es z.B. „Ci Börek“ :-)