In Planung: Neuseeland

Auckland (Foto: Tourism New Zealand)
Auckland (Foto: Tourism New Zealand)

Das war eine ganz schnelle Entscheidung: vormittags gesehen, dass es bei Qatar Airways Sondertarife nach Neuseeland gab und am frühen Nachmittag gebucht. Das sind sie, die Vorteile des höheren Lebensalters, die Vorteile, wenn man nicht mehr bzw. "nur" freiberuflich arbeitet: niemand da, mit dem man Urlaubszeiten abstimmen müsste.

 

Und so beginne ich mit den ersten Überlegungen: wo wollen wir denn hin, was wollen wir denn sehen. Reisen wir mit einem Camper (au weh, die für Rollstuhlfahrer umgebauten sind höllisch teuer) oder nehmen wir einen Mietwagen und fahren von Hotel zu Motel zu B&B... Beschränken wir uns auf die Nordinsel oder wollen wir beide Inseln sehen? Nehmen wir die Fähre zwischen Süd- und Nordinsel oder fliegen wir?

 

Ihr seht, die Vorfreude, der mindestens ebenso schöne Teil des Reisens, die Vorbereitung hat schon begonnen.

 

Ach, und für die Flugjunkies unter Euch:

wir werden damit auf der Strecke von Doha nach Auckland (und später zurück) mit

14.538 Streckenkilometern den längsten Nonstop-Flug der Welt erleben dürfen.

Neuseeland

Eastwoodhill Arboretum, Eastland (Foto: Tourism Eastland Inc)
Eastwoodhill Arboretum, Eastland (Foto: Tourism Eastland Inc)

Tragen wir einfach mal zusammen, was ich schon über Neuseeland weiß:

  • Das Land ist mit 268.107 km²relativ klein, kleiner als z. B. Italien. Die Hauptstadt ist Wellington und insgesamt leben nur rund 4,66 Mio. Einwohner im Land. Dabei lebt alleine in der Stadt Auckland fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Landes.
  • Staatsoberhaupt ist Ihre Majestät Königin Elizabeth II., Königin von Neuseeland - das Land ist eine parlamentarisch-demokratische Monarchie im Commonwealth of Nations.
  • Nationalsport ist Rugby (und ich finde die All-Blacks schon deshalb klasse, weil sie vor ihren Spielen immer einen furchterregenden Haka aufführen - unten seht Ihr ein Video des All Blacks Haka vs. South Africa (Durban - 2016) *editiert am 22.10.2016.
  • Neuseeland befindet sich in einer seismisch sehr aktiven Zone (dem pazifischen Feuerring) und Erdbeben sind an der Tagesordnung. Da werden wir uns wohl mit Verhaltensregeln bei Erdbeben vertraut machen müssen.

Und was hab ich in den letzten Tage dazu gelernt:

  • Neuseeland hat zwei nur Amtssprachen: Te Reo Māori und die neuseeländische Gebärdensprache (also Barrierefreiheit für alle nicht hörenden Menschen!). Die englische Sprache ist, ich konnte es gar nicht glauben, keine offizielle Amtssprache. Dabei sprechen es rund 96 % der neuseeländischen Bevölkerung und englisch wird quasi überall verwendet.
  • Die Zeitverschiebung zu Deutschland beträgt 12 Stunden (Winterzeit) und 13 Stunden (Sommerzeit).
  • Die Sommermonate sind in Neuseeland Dezember bis Februar und sie bringen hohe Temperaturen und viel Sonnenschein. Die Tage sind lang und sonnig, die Nächte sind mild. Die durchschnittliche Regenmenge in Neuseeland ist hoch, zwischen 640 mm und 1500 mm, und gleichmäßig über das Jahr verteilt. Diese große Regenmenge führt zu Gebieten mit fantastischen einheimischen Wäldern und macht Neuseeland zu einem idealen Ort für die Landwirtschaft und den Gartenbau.

Autofahren in Neuseeland

Arthur's Pass National Park (Foto: Tourism New Zealand)
Arthur's Pass National Park (Foto: Tourism New Zealand)

Neuseeland hat Linksverkehr - aber das kennen wir ja bereits aus dem südlichen Afrika. Dennoch, in letzter Zeit wurden ausländische Reisende, die mit Mietwagen oder Campervans in Neuseeland unterwegs sind, immer wieder in schwere Verkehrsunfälle verwickelt. Der ungewohnte Linksverkehr und die oft unübersichtlichen Landstraßen mit teils starkem Schwerlastverkehr tragen zu der hohen Zahl der Unfälle bei. Insbesondere nach dem langen Flug sollte man nicht sofort losfahren, hier macht es Sinn, zunächst einmal auszuschlafen. Und später dann darf man die Entfernungen und entsprechenden Fahrzeiten im Land nicht unterschätzen.

 

Es gibt sowohl eine Webseite zur Straßenverkehrssicherheit in Neuseeland und auch ein Merkblatt zu den wichtigsten neuseeländischen Verkehrsregeln.

Welche Reiseroute für Neuseeland?

Karte: Tourism New Zealand
Karte: Tourism New Zealand

Ob wir dort starten, wo wir nach unserem langen Flug ankommen? Wir wissen es noch nicht, da müssen wir jetzt mal drüber nachdenken.

 

Die Stadt Auckland ist der größte Ballungsraum Neuseelands, wo mit 1,3 Millionen Einwohnern fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Landes lebt. Auckland gilt als die lebenswerteste Stadt der Südhalbkugel. Eine 2008 veröffentlichte Studie ergab, dass die neuseeländische Metropole unter allen Städten der Welt die fünft-höchste Lebensqualität hat. Wenn das kein Grund ist, Auckland zu besuchen…

 

Der Norden des Landes ist subtropisch geprägt während im Süden gemäßigtes Klima vorherrscht. Die großen Höhenunterschiede in Neuseeland von Meeresniveau bis zu Neuseelands höchstem Berg, dem Mount Cook mit 3.754m sorgen nicht zuletzt auch klimatisch für Abwechslung in jeder Hinsicht.

 

Flora und Fauna Neuseelands gehören aufgrund der isolierten Lage zu den außergewöhnlichsten der Erde. Die Vegetation konnte sich unabhängig von anderen Einflüssen entwickeln und so sind 85% der Pflanzenarten Neuseelands endemisch – also nur dort vorkommend.

Neuseeland bei Zypresse unterwegs

Wenn es Euch gefällt: bitte teilen:

Ich bin als @zypresse3 bei Instagram.

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Janine (Samstag, 14 Mai 2016 23:06)

    Wow, was für ein tolles Ziel! Dort möchte ich auch unbedingt nochmal hin. Viel Spaß bei der Planung und ich bin schon ganz gespannt auf Deinen Reisebericht (auch wenn das noch was dauert...)
    LG aus den Staaten, Janine

  • #2

    eine ehemalige Neuseelandreisende (Samstag, 14 Mai 2016 23:06)

    Neuseeland … wie schön! Da werden Erinnerungen wach an die vier Wochen, die wir auf Nord- und Südinsel unterwegs waren. 6050 Kilometer mit dem Camper. Der war zwar nicht viel größer als ein alter VW-Bus, aber man konnte das Dach hochstellen. Mir als einziger Minuspunkt in Erinnerung geblieben: wildes Campen war oft unmöglich, da überall Schafzäune im Weg waren. Aber die Campgrounds lagen meist auch sehr schön, und heute ist das wilde Campen wahrscheinlich eh' verboten.
    Ich wünsche Euch viel Spaß und Vorfreude beim Planen und Entscheiden. Ich bin sicher, Ihr findet genau die richtige Reise für Euch; zumal Ihr ja auch einen Informanten habt, der das Land gut kennengelernt hat, und dessen Erfahrungen neueren Datums sind.
    Liebe Grüße
    Beate

  • #3

    Zypresse (Montag, 30 Mai 2016 19:42)

    Im Moment komme ich nicht so Recht zum weiteren Planen - aber ich halte Euch auf dem Laufenden, sobald es Neuigkeiten gibt.
    Beate: Camper in rollstuhlgerecht sprengt unser Budget - wir werden einen Kleinwagen mieten und häufig auf Selbstversorgerunterkünfte setzen, so wie es aktuell aussieht.
    Janine: Danke für die Wünsche - ich hoffe aber doch, wir sehen uns vorher noch...