Tulpenfieber im Keukenhof

Keukenhof, direkt hinterm Eingang
Keukenhof, direkt hinterm Eingang

Zum zweijährigen Bestehen ihres Niederlandeblog  hat Katharina einige schöne Dinge verlost… unter anderem gemeinsam mit dem Keukenhof Tickets für einen Besuch dort. Und, was soll ich sagen, ich, die ich nie etwas gewinne, bei Spielen immer verliere: ich hatte das Glück, zwei Tickets für einen Besuch in Keukenhof zu gewinnen.

 

Und dann war noch wunderbares Frühlingswetter an einem Samstag, der Gatte hatte Lust auf einen Ausflug und so haben wir uns am Samstagvormittag auf den Weg gemacht. Vom Dorf an der Düssel aus sind es runde 250 km Fahrstrecke über gut ausgebaute Autobahnen. Und bis kurz vor dem Ziel war die Anreise auch völlig unproblematisch. Für die letzten fünf Kilometer haben wir dann allerdings noch einmal fast 40 Minuten benötigt.

 

Merke: falls möglich, sollte man Keukenhof am Wochenende meiden oder mit öffentlichen Verkehrsmittel anreisen.

Keukenhof

strahlend farbige Hyazinthen
strahlend farbige Hyazinthen

Die Ausschilderung der Anfahrt zum Keukenhof vor Ort ist wunderbar, man kann sein Ziel nicht verfehlen und die Verteilung auf die zahlreich vorhandenen Parkplätze klappt ebenfalls dank zahlreicher freundlicher Ordner rasch und freundlich. Zahlreiche Parkplätze für mobilitätsbehinderte Gäste sind nahe dem Extra Eingang ausgewiesen. Sie kosten - wie die übrigen Parkplätze auch - pauschal 6,00 €.

 

Keukenhof ist 2015 geöffnet vom 20 März bis 17 Mai. Die Kasse ist geöffnet von 08:00 bis 18:00 Uhr. Karten kosten für Erwachsene 16,00 €, Kinder bis 3 Jahre dürfen kostenlos mit und von 4 bis 11 Jahre kostet es für sie 8,00 €. Keukenhof ist für jedermann zugänglich, die Wege sind eben, geteert, gepflastert und leicht befahrbar. In jedem Pavillon findet man behindertengerechte Toiletten.

Ein farbenfroher Tulpenpark

Blick in den Tulpenpark
Blick in den Tulpenpark

Was kann ich sagen? Unser Tagesauflug zum Keukenhof war schön und vor allem: farbenfroh. Die Statistiker sagen, hier blühen mehr als 7 Millionen Zwiebelblumen in 800 verschiedenen Sorten.

 

Schon direkt hinter dem Eingang prangten sie in kräftigen Farben, Hyazinthen, Narzissen und auch Tulpen. So zahlreich, kräftig und farbig habe ich die Zwiebelpflanzen noch nicht gesehen.

 

Die Geschichte von Keukenhof geht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Gräfin Jakoba von Bayern holte aus Keukenduin ihre Kräuter und Gemüse für die Küche von Schloss Teylingen. 1857 gestalteten die Landschaftsarchitekten Jan David Zocher und sein Sohn den Garten nach dem Vorbild eines englischen Landschaftsgartens. Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte eine Gruppe von Blumenzwiebelzüchtern die Idee, auf dem Gelände eine Frühjahrsblumenausstellung zu veranstalten. 1950 öffnete Keukenhof zum ersten Mal, in 2015 steht es ganz im Zeichen Van Goghs.

Blick über die Picknickwiese zur Windmühle
Blick über die Picknickwiese zur Windmühle

 

Im Park kann man auf 32 Hektar Blumen bestaunen. Außer uns taten dies an diesem Samstag zahllose andere Besucher. Ein buntes Gemisch unterschiedlicher Nationalitäten, jeden Alters, allein oder in Gruppen, als Familien waren sie unterwegs durch das wunderschön gestaltete Gelände.

 

Uns führte unser Weg durch den Hauptpavillon Willem-Alexander zunächst zur Windmühle. Auf der Wiese vor der Mühle ist ein Picknickplatz ausgewiesen - und der war zur Mittagszeit gut belagert von hungrigen Menschen, die Brote, Würstchen, Eis und Getränke und natürlich den herrlichsten Sonnenschein genossen.

 

Es gibt im Geländer verteilt immer wieder spezielle Fotografen-Spots mit besonders schönen Motiven, mit Einblicken oder besonders gepflanzten Motiven. Unterschiedlichste Anregungen zur Gartengestaltung kann man sich holen. Zum ernsthaften Fotografieren war es an diesem Tag leider zu voll, kein Gedanke daran, ein Stativ aufbauen zu wollen oder gar das Makro-Objektiv zum Einsatz zu bringen.

 

Merke: für Fotografen ist es sicher auch besser, während der Woche vor Ort zu sein, dann sind die Chance auf ungestörte und ruhige Motive sicher sehr viel größer.

gelb unter Bäumen im Keukenhof
gelb unter Bäumen im Keukenhof

Es war eine wunderbare Auszeit, die wir im Park verbrachten, über die Wege spazierten, uns Blumen ansahen, Menschen beobachteten und die Gartenkunst bewunderten. In jedem Fall ist Keukenhof ein sehr sehr lohnendes und sehenswertes Ausflugsziel. Ein Höhepunkt (den wir leider versäumt haben) wäre sicher auch das aus Tausenden Tulpen gepflanzte Blumenmosaik eines Selbstportraits Vincent van Gogh's gewesen.

 

Wart Ihr schon einmal im Keukenhof und hat es Euch dort gefallen? Oder seid Ihr schon einmal bei einer Landes- oder Bundesgartenschau gewesen und könnt dazu berichten?

Hinterlasst doch einfach einen Kommentar!

 

*editiert am 01.05.2016

Im BBC World Book Club berichtet Deborah Moggach über ihr Buch Tulip Fever - ein 50minütiger und kurzweiliger Podcast zum herunterladen.

Hinweis: Die Tickets zum Besuch des Tulpenparks habe ich bei Niederlandeblog in Kooperation mit Keukenhof gewonnen. Der Artikel gibt meine eigene Meinung wieder.