#DIY - Keramik bemalen bei „Eigenlob“ in Düsseldorf

Eigenlob in Düsseldorf-Friedrichstadt
Eigenlob in Düsseldorf-Friedrichstadt

Vor Weihnachten packt’s ja fast alle, das Selbermach-Fieber. Geschenke, Kleinigkeiten, was Schönes… zum Verschenken, anderen Freude machen oder auch einfach mal selbst behalten. Und ich bin - schon Ende Oktober, zugegeben - auch mal wieder in Sachen „Sei doch mal kreativ“ unterwegs gewesen. Ich hatte zuvor mehrere Düsseldorfer Freundinnen gefragt, ob sie auch Lust hätten… aber ne.


So habe ich mich dann an einem Donnerstagabend allein auf den Weg in die Stadt gemacht, genauer in die Düsseldorfer Friedrichstadt. Dort, am Fürstenplatz, dem historischen Platz, der das ansonsten in der Friedrichstadt dominierende Schachbrettmuster der Straßenzüge auflockert, liegt ein kleines Ladenlokal mit dem kuriosen Namen „Eigenlob“.


Das Eigenlob ist ein Keramikmalatelier, in dem man Rohkeramiken selbst bemalen kann. Das Prinzip ist recht einfach. Es gibt ein Sortiment von ungefähr 180 verschiedenen Keramik-Formen. Hinzu kommen an die 50 verschiedene keramische Malfarben (lebensmittelecht und natürlich kadmium- und bleifrei). Und die Kosten sind simpel zu kalkulieren: man zahlt nur einen Preis und alles ist drin. Die Alles-Inklusive-Preise beinhalten den Keramikrohling, die keramischen Farben, das Glasieren und Brennen (jeweils inkl. MwSt.).

Ladies Night im Eigenlob

Wanddeko im Eigenlob
Wanddeko im Eigenlob

Immer am letzten Donnerstag im Monat gibt es die Ladies Night im Eigenlob. Das ist eine schöne Möglichkeit von 19:00 bis 22:00 Uhr in netter Frauen-Runde Keramik zu bemalen. Wir waren sicher eine Gruppe von ungefähr zwanzig Frauen, mehrere kamen zu zweit, einige als Gruppe und andere wiederum, so wie ich, auch allein. Die Stimmung war fröhlich und locker, wir kamen schnell ins Plaudern. Mit einem Glas Begrüßungssekt wurden die Teilnehmerinnen begrüßt, das lockerte die Stimmung sicher zusätzlich.


Dann bekamen wir eine freundliche und kurze Einführung in Farben und verschiedene Techniken. Und so geht es:

man sucht sich einen Rohling und die Farben aus. Dann beginnt der kreative Teil. Man kann z. B. mit dem Bleistift eine Vorzeichnung machen. Die Bleistiftstriche verschwinden beim Brennen. Wenn man nicht selbst zeichnen kann oder möchte, gibt es zahlreiche Inspirationen in Keramik-Malbüchern, auf Fotografien und Musterbeispielen.


Es gibt unterschiedliche Maltechniken und Materialien (Stempel, Schwämmchen und ähnliches), die den „ungeschickten“ Künstlern helfen, dennoch hübsche Keramiken zu gestalten.

Wie man Keramik bemalt

grundiert - zur Hälfte
grundiert - zur Hälfte

Ich habe mich für einen kleinen Asia Teller entschieden (bei dem ich Sushi im Hinterkopf hatte) und mich entschlossen, ein relativ simples Muster verschiedener farbiger Punkte auf einen einfarbigen Grund zu setzen. Die Farben habe ich nach der Umgebung unseres Esstisches ausgewählt: grau, apricot, weiß und ein warmes rot.

 

Erster Schritt: den Teller in grau von allen Seiten grundieren. Das Keramikmaterial ist recht saugfähig und so brauchte ich sicherlich drei Schichten, bevor ich mit der Deckkraft zufrieden war. Glücklicherweise trocknet die Farbe recht schnell, die Wartezeiten waren nicht lang. Im zweiten Schritt folgte dann das Aufbringen der Punkte. Dazu gab es kleine Fläschchen mit Farbe und einer Tropfenspitze - also alles recht easy. Zwischendurch musste ich mir meine gewählte rote Farbe von einem Nachbartisch holen - so kommt man auch ganz einfach mit anderen Teilnehmerinnen ins Gespräch. Das alles ging recht zügig und so bin ich nach der Fertigstellung meines ersten Tellers der Anregung meiner Tischnachbarin gefolgt: „Mach doch noch einen zweiten, es ist immer nett, wenn man so etwas im Paar hat.“ Und so hatte ich nach drei Stunden, am Ende des kreativen Abends zwei zueinander passende Sushi Teller gestaltet wie es sie kein zweites Mal gibt.

Sie sahen schon jetzt recht gut aus, aber ich war doch sehr neugierig, wie sie sich nach dem Glasieren und Brennen darstellen würde. Das gehört zum Angebot dazu: die bemalte Keramik wird vom Eigenlob-Team glasiert und gebrannt. Nach drei bis fünf Tagen ist sie abholfertig. Was soll ich sagen? Am folgenden Mittwoch habe ich meine Teller abgeholt, sie sehen toll aus und sie waren auch bereits im Einsatz.


Mein Fazit nach diesem Abend ist rundweg positiv. Mir hat das Keramik bemalen viel Spaß gemacht. Ich fand es toll, am Schluss etwas selbst gestaltet zu haben, was einzigartig ist. Und die Ausführung ist wirklich recht einfach. Ein schöner, runder, kreativer Abend, den ich sicher noch einmal wiederholen werde.


Habt Ihr so etwas auch schon einmal gemacht? Wie hat es Euch gefallen?

Oder haltet Ihr es mit meinen Freundinnen, die auf so etwas keine große Lust hatten?

Nachtrag (*editiert am 18.03.2016)

schaut auch mal hier:

Offenlegung: Meinen Besuch der "Ladies Night" im "Eigenlob" habe ich selbst in voller Höhe bezahlt. Meine Meinung ist ausschließlich meine eigene.

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Kommentare: 4
  • #1

    Beate (Montag, 16 November 2015 22:16)

    Tolle Idee und ein prima Ergebnis! Ich verstehe allerdings nicht, warum Du keine "Mittäterinnen" finden konntest; ich wäre sofort dabei gewesen. Obwohl … 19 bis 22 Uhr ist für mich early bird arg spät; um 22 Uhr bin ich meist schon im Schlaf-Modus.
    Ich liebe es, neue Techniken auszuprobieren, und Keramik habe ich noch nie bemalt. Solltest Du also mal vormittags oder am frühen Nachmittag nicht alleine kreativ werden wollen (ich habe gesehen, dass beispielsweise auch am Wochenende geöffnet ist), dann frag' doch mal bei mir nach!
    LG Beate; ausnahmsweise noch wach :-)

  • #2

    vielweib (Samstag, 21 November 2015 09:42)

    Wie toll! Steht auch schon lange auf meiner ToDoListe :-)

  • #3

    Heike (Samstag, 27 Februar 2016 13:12)

    Letzten Donnerstag konnten wir das gemeinsam noch einmal austesten. Das hat so viel Spaß gemacht und war ein toller Abend. Mit Quatschen, kreativ sein und einem leckeren Prosecco. Ich kann mich Dir nur anschließen: Mädels, das müsst ihr unbedingt machen.

  • #4

    Zypresse (Samstag, 27 Februar 2016 15:48)

    Oh ja, mir (und der Nichte) hat es auch gut gefallen - Danke an Heike und Tanja für die nette Gesellschaft!