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6 Fragen an Thomas und Ines von www.gindeslebens.com (Sat, 18 Apr 2020)
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6 Fragen an Gina und Marcus von 2 on the go – Reisen, besser spät als nie (Sat, 22 Feb 2020)
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Welche Reiseerfahrungen ich nicht gebraucht hätte (Thu, 09 Jul 2015)
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6 Fragen an Thomas von Reisen-Fotografie.de (Tue, 15 Jul 2014)
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Nautische Reisetipps Zeeland Niederlande

Nautische Reisetipps Zeeland Niederlande
Nautische Reisetipps Zeeland Niederlande

Corona hat unseren Alltag, unser gesamtes Leben im zurückliegenden Jahr bestimmt und durcheinander gebracht. Zu den am stärksten betroffenen Wirtschaftszweigen gehört die Reisebranche. Das gilt für Reiseblogger, aber natürlich noch viel mehr für Reiseführerverlage und Reisebuchautoren. Dennoch geht es weiter und in den Verlagen erscheinen Neuauflagen bewährter und auch neue Reiseführer.

 

Für uns ist es seit unserer Reise in Australien im Jahr 2020 nichts gewesen mit dem Reisen. Und auch in diesem Jahr gehören wir zu denen, die bisher keine Reisen planen. Jedenfalls nichts Größeres, vielleicht eine Woche mit dem Hausboot in Brandenburg im Oktober und es geht hoffentlich im August, eine im letzten Jahr ausgefallene Hochzeitsfeier nachzuholen. Was gehört für uns bei der Reisevorbereitung unbedingt immer dazu? Richtig, ein guter "old school" Reiseführer in ordentlicher Buchform. Natürlich nutzen wir auch das WWW, Instagram, zahlreiche Blogs oder Reiseforen – aber an einer traditionellen Grundlage zum Stöbern, Nachschlagen und aufs Reisen Lust machen, da kommen wir nicht vorbei.

 

Heute möchte ich Euch den Reiseführer Nautische Reisetipps Zeeland vorstellen. Im Buch findet Ihr wertvolle Tipps wenn Ihr das Wasserrevier erkunden wollt, für die Törnplanung sogar konkrete Routenvorschlägen und ein nützliches Nachschlagewerk ist das Buch alle Male.

Ich habe vom Hayit Verlag ein Rezensionsexemplar des Reiseführers erhalten. Vielen Dank dafür. Das hier ist meine persönliche Meinung.

... und sonst in Zeeland?*

Die Autoren: Detlef H. Krügel und Gisela Krügel

Die Autoren: Detlef H. Krügel und Gisela Krügel (C) Hayit Verlag
Die Autoren: Detlef H. Krügel und Gisela Krügel (C) Hayit Verlag

Detlef H. Krügel ist mehr als drei Jahrzehnten auf niederländischen Gewässern mit seiner Frau und Familie unterwegs. In den Niederlanden gehört er der WV Wolphaartsdijk, in Deutschland dem Düsseldorfer Yachtclub an. Von seinen Reisen berichtete er in verschiedenen Zeitschriften und gewann für einen mehrmonatigen Törn durch die Niederlande die „Lübecker Kanne“ des DYC.

 

Gisela Krügel ist mit Ehemann Detlef H. Krügel genauso lange auf eigenem Kiel in den Niederlanden unterwegs. Durch ihre Fotografien veranschaulicht sie die Texte ihres Mannes. Der Düsseldorfer Yachtclub, dem sie angehört, zeichnete sie für ihre seglerische Leistung mit dem begehrten Eva-Preis aus.

 

Die Segelyacht der beiden hat ihren Heimathafen in Zeeland / Niederlande

Nautische Reisetipps Zeeland / Niederlande

Detlef H. und Gisela Krügel  Nautische Reisetipps Zeeland / Niederlande
Detlef H. und Gisela Krügel Nautische Reisetipps Zeeland / Niederlande

Der Reiseführer „Nautische Reisetipps Zeeland“ richtet sich speziell an alle, die die Gewässer Zeelands auf eigene Faust befahren möchten. Im Buch findet Ihr wertvolle Tipps für die Törnplanung mit konkreten Routenvorschlägen und ein nützliches Nachschlagewerk ist das Buch ebenfalls.

 

Ihr findet hier:

  • detaillierte Beschreibungen der Ausstattung der einzelnen Häfen und Marinas
  • Öffnungszeiten der Brücken und Schleusen
  • praktische Informationen zu nautischen Besonderheiten
  • sowie zu die Themen Wetterbericht und Seekarten

aber auch

  • typisch touristische Informationen wie
  • Beschreibungen der einzelnen Städte und Orte wie Middelburg, der Vlissingen oder Terneuzen
  • praktische Tipps zu Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Fahrradverleihern

Zeeland, das Land im Meer ist eine Provinz im Südwesten der Niederlande. Sie besteht mit Goeree-Overflakkee, Schouwen-Duiveland, Walcheren, Nord- und Süd-Beveland sowie Tholen aus einer Reihe von Inseln und Halbinseln, die durch Brücken und Kanäle miteinander verbunden sind. Von der Nordsee durch Dämme abgeschlossen, bilden Grevelingenmeer und Veerse Meer gezeitenfreie Wassersportgebiete. Oosterschelde und Westerschelde sind Gezeitenreviere. 
Grevelingen, Veerse Meer, Oosterschelde, Westerschelde

 gerne genannt.

 

Dazwischen erfahrt Ihr auch Wissenswertes zum Delta-Plan, der zum Schutz vor Sturmfluten das Abschließen aller Meeresarme der Provinzen Zeeland und Süd-Holland zum Ziel hatte. Das größte aller Deichbauprojekte wurde mit dem Oosterschelde-Sturmflutwehr als letztem Teilstück im Jahre 1986 beendet.

 

Nautische Reisetipps Zeeland / Niederlande

Grevelingen, Veerse Meer, Oosterschelde, Westerschelde

1. Auflage 2021 / 2022

Autor: Detlef H. Krügel

Fotos: Gisela Krügel

188 Seiten, mit Farb- und s-w Fotos, Übersichtskarten

Hayit Wassersport

ISBN: 978-3-87322-304-2

Mehr Blogbeiträge auf dem Wasser findet Ihr auch hier:

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Nautische Reisetipps Zeeland Niederlande (Tue, 27 Jul 2021)
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Hausboot Überführung in Brandenburg (Fri, 18 May 2018)
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Wir haben den Sportbootführerschein auf der Havel gemacht (Fri, 28 Oct 2016)
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Was uns an einem Hausboot-Törn mit einem BunBo so gefällt (Mon, 24 Aug 2015)
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{Essen auf Reisen} Bräuhaus Kneipe Pur in Plaue (Sat, 11 Jul 2015)
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Einkaufsliste für eine Hausboottour (Wed, 14 Jan 2015)
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Bräuhaus Kneipe Pur in Brandenburg Plaue (Wed, 16 Apr 2014)
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{ROUND UP} Lieblingsrezepte auf Reisen um die Welt

{ROUND UP} Lieblingsrezepte auf Reisen um die Welt
{ROUND UP} Lieblingsrezepte auf Reisen um die Welt
Corona-bedingt ist ja in Sachen Reisen (hoffentlich nicht mehr so lang...) nicht allzu viel los, deshalb habe ich Lieblingsrezepte aus der internationalen Küche zusammengetragen.

 

Denn das kennen wir doch alle, es gibt Gerichte und Köstlichkeiten, die versetzen uns auch zu Haus sofort zurück in die allerbeste Urlaubsstimmung. Ich freue mich deshalb über die Beiträge zu meinem Round Up zu den Lieblingsrezepten auf Reisen um die Welt von zahlreichen Bloggerkolleg*Innen. Welche Rezepte findet Ihr hier?

  1. Blini aus Russland von Konpasu
  2. Massaman-Curry aus Thailand von Stefan
  3. Laksa aus Singapur von Kekse&Koffer
  4. GadoGado aus Indonesien von Kekse&Koffer
  5. Gooey Butter Cake aus den USA von Tracks and the city
  6. S'mores aus den USA von Travelsanne
  7. Poutine aus Kanada von Snoopsmaus
  8. Tajine aus Marokko von 2 on the go

Lasst es Euch schmecken und reist mit dem Gaumen um die Welt!

Klar gehören Kochen und Reisen zusammen. In jedem bereisten Land (oder auch in jedem Sehnsuchtsland) haben wir unsere Lieblingsgerichte. Klar, dass wir die auch zu Hause kochen wollen. Welches sind Kochbücher, die man haben muss, wenn man Rezepte aus den Küchen der Welt zu Hause kochen will?

Übrigens: Links, die mit einem * gekennzeichnet sind, sind Affiliate Links oder Werbelinks. Entweder bekomme ich bei einem Kauf nach einem Klick auf einen solchen Link eine Provision oder ich habe einen Betrag für die Veröffentlichung des Links bekommen. Meine Meinung bleibt davon immer unbeeinflusst. Ich verlinke ausschließlich Produkte und Seiten, von denen ich selbst überzeugt bin.

Asien

Russland

Blini

Russische Blini (C) Konpasu
Russische Blini (C) Konpasu

Blini oder liebevoll Blintschiki sind die dünnen Pfannkuchen aus Russland. Sobald man an die russische Küche denkt, fallen einem neben Pelmeni oft Blini als Erstes ein. In Russland werden die Blinis mit verschiedenen Füllungen gefaltet und mit saurer Sahne, Marmelade oder Kondensmilch serviert.

 

Das Rezept für Blini ist eigentlich ganz einfach. Der Teig wird mit Hefe, Mehl und Wasser angesetzt. Die Blinis werden danach in einer Pfanne gebraten. Dann kommen nach Belieben verschiedenste Füllungen dazu, sie können sowohl süß als auch deftig sein. Die Luxusvariante von Blini sind auf jeden Fall Blini mit Roten oder Schwarzen Kaviar.

 

Gegessen werden Blinis in Russland gerne als Frühstück oder auch als süße Nachspeise. Mit deftiger Füllung wie zum Beispiel Hackfleisch kann man sie auch als Hauptgericht essen. Meine Lieblingsfüllung sind Blinis mit Hackfleisch, am besten von Mama gemacht. Dafür muss man das Hackfleisch in der Pfanne anbraten, dann füllt man die fertigen Blini mit dem gebratenen Hackfleisch und serviert sie mit einer sauren russischen Sahne.

 

In Russland kannst du auch fertige tiefgefrorene Blini kaufen und in einer Filiale der beliebten Fastfoodkette Teremok Blini mit verschiedensten Füllungen bestellen. Hier habe ich mehr Ideen zu Rezepten aus der russischen Küche gesammelt, mit vielen von meinen anderen Lieblingsgerichten.

 

Über Konpasu

Daria kommt aus Russland. Sie lebt aber schon ihr halbes Leben lange in Wien. Zusammen mit ihrem Freund Thomas schreibt sie von dort aus den Reiseblog Konpasu.de.

... und wenn wir wieder reisen dürfen: hier gibt es Touren für Foodies*

Thailand

Massaman-Curry

Massaman Curry vegetarisch (C) STEFAN inTHAILAND
Massaman Curry vegetarisch (C) STEFAN inTHAILAND

Das war ja klar. Mein Lieblings-Curry wurde von CNN Travel zum „world‘s best food“ gekürt. Noch vor Sushi, Pizza und Peking-Ente.

 

Wow! So gut? Na ja, ich liebe ja die Vielfalt und von daher würde ich mich nicht so festlegen wollen. Klar ist, dass Massaman-Curry wirklich köstlich und für uns Farang (weiße Ausländer) gut zu genießen ist. Es ist weniger scharf als seine Verwandten in den Farbvarianten rot, grün und gelb. Kokusnuss-süßlich und nussig, dabei würzig und voller thailändischer Aromen. So würde ich den Geschmack des cremigen Massaman beschreiben.

 

Jahrelang habe ich jeden Winter ein paar Wochen am Meer in Thailand verbracht. Meist auf kleineren Inseln im Süden wurde der Ladestand meiner arbeitstechnisch stark in Anspruch genommenen Batterien wieder auf 100 % gehoben. Da stand Massaman ständig auf meiner Speisekarte.

 

Mittlerweile lebe ich im Norden Thailands. Da gibt es andere Arten von Curries. Dennoch esse ich Massaman immer noch sehr gerne. Auch wegen der Kartoffeln. Denn sonst gibt es hier nur Reis, Reis und zur Abwechslung auch mal Klebreis.

 

„Das ist bestimmt sauschwer und nur mit großem Aufwand zuzubereiten“ geht dir jetzt durch den Kopf? Nein, es ist tatsächlich überraschend einfach. Die Basis ist eine Currypaste, die gemeinsam mit der Kokosnussmilch für den exotischen Geschmack sorgt. Diese Paste ist leicht zu bekommen in Asia-Shops oder in großen Supermärkten.

 

Du kannst selbst herausfinden, wie du dein Massaman am liebsten magst. Cremiger oder schärfer, mit Hühnchenfleisch wie die Originalversion oder vegan mit Tofu.

 

Lies hier weiter und erfahre,

  • wie du dir dein Lieblings-Massaman kreieren kannst
  • welche beliebten Thai Curries es noch gibt
  • wie die weniger bekannten Verwandten aus Nordthailand schmecken.

Über STEFAN inTHAILAND.de

Seit 2014 berichtet Stefan authentisch von Leben, Reisen und Radfahren in Thailand. Wertvolle Tipps für Reisende und unterhaltende Infos über Land und Leute finden sich auf Stefan in Thailand genauso wie 10 Wege zum Thai lernen und etliche Buchempfehlungen zu Thailand.

Singapur

Laksa

Laksa (C) Kekse & Koffer
Laksa (C) Kekse & Koffer

Laksa gehört zu den Nationalgerichten in Multikulti-Singapur und ist für mich eine der wunderbarsten Suppenkreationen Asiens.

 

Basis ist eine Gewürzpaste, in der sich die Aromen aufs Feinste vereinen: Die Süße der Kokosmilch trifft auf Chilischärfe und die fruchtige Säure von Limetten.

 

In Vollendung kocht man Laksa in Katong (Joo Chiat), einem Stadtteil Singapurs, der schon einiges erlebt hat und sich vom Villenviertel zum Schmuddelviertel wandelte. Vor ein paar Jahren küssten Trendsetter das alte Katong mit seiner traditionellen Architektur und reichen Küchenkultur wieder wach, sodass sich heute hippe Shops und Cafés mit Katongs Old-World-Charme mischen.

 

Die beste Laksa meines Lebens habe ich mitten in Katong gegessen – bei 328 Katong Laksa in der East Coast Road. Das Ambiente des Lokals ist sehr bescheiden, geradezu steril. Hierher kommt niemand, um einen schönen Abend zu verbringen, sondern um sich zwischendurch etwas Gutes zu gönnen. Für viele Singapurer ist das unscheinbare Restaurant die beste Suppenküche der Stadt – nicht erst, seit die Besitzer den britischen Sternekoch Gordon Ramsay in einem Kochwettbewerb schlugen. So musste ich erstmal Schlange stehen, bevor ich meine Laksa schlürfen durfte.

 

Im Original kommen Garnelen in die Suppe. Wenn du vegetarisch oder vegan isst – kein Problem. Fischiges kannst du prima durch frittierten Tofu ersetzen.

 

Früher war ich als Reiseleiterin und Reisejournalistin mehrmals im Jahr in Singapur. Noch 2019 habe ich intensiv für meinen Reiseführer dort recherchiert. Ob er jemals erscheinen wird? Seit Corona ist die Stadt erstmal unerreichbar.

 

Wenn ich Sehnsucht habe, koche ich Laksa zu Hause und träume mich in ferne Welten.

 

Über Kekse & Koffer

Der Reise- und Foodblog Kekse & Koffer erblickte während der Pandemie das Licht der Welt. Deshalb schreibt Elke – Reisejournalistin und Reisebuchautorin – vor allem über kleine Fluchten vor der Haustür in deutschen Landen. Mit viel Kultur und Frischluft. Das Kontrastprogramm: Rezepte aus aller Welt gegen das Fernweh.

Indonesien

Gado Gado

Typischer Warung in Yogyakarta, an dem Streetfood serviert wird (C) Kekse & Koffer
Typischer Warung in Yogyakarta, an dem Streetfood serviert wird (C) Kekse & Koffer

Resteküche mit Soße habe ich als Kind geliebt. Daran erinnert mich das indonesische Gado Gado („Mischmasch“), das Gemüse, Sprossen und Tofu mit superköstlicher Erdnusssoße vereint und zu den Streetfood-Klassikern auf der Insel Java gehört.

 

Die Kinder in Indonesien mögen ihr Gado Gado wie ich damals Mutters Mischmasch mit Soße. Es gehört zu den fleischlosen Klassikern in einem Land, in dem es weniger Vegetarier gibt als in buddhistisch oder hinduistisch geprägten Ländern Asiens. Die Mehrheit der über 200 Millionen Indonesier sind nämlich Muslime. Sie verzichten auf Schweinefleisch, mögen aber Rindfleisch oder Hühnchengerichte ausgesprochen gern.

 

So wurde Gado Gado, als ich in den 1980er-Jahren zum ersten Mal auf der indonesischen Hauptinsel Java unterwegs war und Gerichte ohne Fleisch suchte, schnell mein Lieblingsessen. Neben Gemüse und Sojaprodukten gehören traditionell hartgekochte Eier dazu, die für Farbe auf dem Teller sorgen. Wer vegan lebt, lässt sie einfach weg. Als kleine Beilage gibt es in Indonesien Krupuk, Krabbencracker. Auch die lassen alle, die auf Fleisch verzichten, einfach weg.

 

Wie die Einheimischen habe ich es mir damals in Yogyakarte an einem der Warungs entlang der Hauptstraße Malioboro geholt. Diese mehr oder weniger improvisierten Stände oder mobilen Restaurants sind das Zentrum der indonesischen Esskultur – die Kneipe oder das Café des Indonesiers. Oft serviert ein Warung nur ein einziges Gericht, das aber in Vollendung. Man hockt sich auch heute mit seinem Essen auf Bänke oder auf den Boden, hält ein Schwätzchen mit dem Nachbarn und zieht weiter. Wer nach einem Gado Gado noch hungrig ist, holt sich vielleicht noch ein paar Sate-Spieße am Warung nebenan oder gebratene Bananen zum Dessert.

 

Über Kekse & Koffer

Der Reise- und Foodblog Kekse & Koffer erblickte während der Pandemie das Licht der Welt. Deshalb schreibt Elke – Reisejournalistin und Reisebuchautorin – vor allem über kleine Fluchten vor der Haustür in deutschen Landen. Mit viel Kultur und Frischluft. Das Kontrastprogramm: Rezepte aus aller Welt gegen das Fernweh.

Nordamerika

USA

Gooey Butter Cake

Gooey Butter Cake (C) Tracks and the City
Gooey Butter Cake (C) Tracks and the City

Allein schon beim Namen dieses buttrigen Kuchens läuft einem das Wasser im Mund zusammen: „Klebriger Butterkuchen“, der im Mund zerfließt und ein wohlig-warmes Gefühl verursacht, wie es nur ein echtes Comfort Food kann.

 

Ein Versehen, oder besser eine Verwechslung ist schuld daran, dass der Gooey Butter Cake erfunden wurde, als in den 1930er Jahren ein Bäcker in St. Louis, Missouri die verschiedenen Fett-Arten, mit denen man backen, braten oder frittieren kann, verwechselte. Gar kein Versehen ist der fulminante Erfolg des Kuchens, der es im Aussehen vielleicht nicht mit der hohen Patissierskunst aufnehmen kann, mit dem Geschmack aber schnell alle Foodie-Herzen für sich gewinnen konnte. Doch vor allem die Konsistenz ist es, die so charakteristisch für den Gooey Butter Cake ist – zähflüssig, klebrig, noch schlotziger, als ein Brownie. Um in den Genuss dieser Köstlichkeit zu kommen, musst du allerdings tatsächlich St. Louis im mittleren Westen der USA besuchen – denn nur hier kennt man das Original. Oder du backst den Kuchen einfach nach meinem Gooey Butter Cake Rezept nach.

 

Über Tracks and the City

Sandra schreibt auf ihrem Slow Travel Reiseblog Tracks and the City über „alles, was man zu Fuß machen kann“: Laufen, Wandern, Spazieren und Flanieren. Dabei ist sie immer auf der Jagd nach dem schönsten Sonnenaufgang und der leckersten Zimtschnecke.

S’mores, das süße Lagerfeuer-Dessert

S'mores (C) Travelsanne
S'mores (C) Travelsanne

Du hast noch nie von S’mores gehört? Genauso ging es uns vor unserem ersten Kanada Roadtrip. Doch wenn du in den USA oder Kanada unterwegs bist, wirst du diesem nicht nur bei Kindern sehr beliebten amerikanischen Snack unter Garantie begegnen.

 

Zu einem Amerika Urlaub gehören gemütliche Abende am Lagerfeuer einfach dazu. Man trifft sich auf den Campingplätzen oder in den Lodges draußen am Feuer zum Geschichten erzählen, Musik machen und sehr oft auch zum Marshmallows grillen. Diese weiche weiße Schaumzuckerware wird bei uns meist „Mäusespeck“ genannt.

 

Für S’mores benötigst du neben den gegrillten Marshmallows nur noch zwei Butterkekse und ein Stück Schokolade, am besten zartbitter. Der gegrillte Marshmallow wird dann mit der Schokolade zwischen die beiden Kekse gepackt. Fertig ist das süße Lagerfeuer-Sandwich. Das musst du unbedingt ausprobieren!

 

In vielen der Hotels und Lodges auf unseren Kanada Reisen mit Familie gab es für die kleinen (und großen) Gäste gratis „S’mores Kits“. Sozusagen als Dessert zum Selbermachen.

 

Wir haben diese typisch amerikanische Tradition auch zu Hause eingeführt. Oft feuern wir unsere kleine Feuerschale im Garten an und grillen gemeinsam mit den Kindern Marshmallows. Ein echter Spaß!

 

Auf unserem Blog findest du unser S’mores Rezept für zu Hause und weitere amerikanische Lagerfeuer-Rezepte.

 

Über Travelsanne

Kanada ist das Sehnsuchtsziel von Sanne, die auf ihrem Familien-Reiseblog Travelsanne übers Reisen, Wandern & Genießen mit Kindern und Teenagern berichtet. Auf ihrem Blog findest du neben spannenden Reiseberichten auch ihre liebsten Rezepte aus der Heimat und aller Welt.

Kanada

Poutine – mein Lieblingsessen aus Kanada

hausgemachte Poutine (C) Snoopsmaus
hausgemachte Poutine (C) Snoopsmaus

Poutine ist mittlerweile das inoffizielle québécoise, wenn nicht sogar das kanadische Nationalgericht schlechthin. Ich bin seit meinem ersten Kanadabesuch 2012 dem Gericht verfallen und teste mich durch das deutsche Angebot, welches aktuell stetig wächst. Doch auf die Kalorien solltest Du dabei nicht achten, denn Poutine ist Soul oder Comfy Food vom Feinsten. Wenn Du es magst, dann ist es einfach gut für die Seele.

 

Poutine besteht dabei aus mindestens doppelt frittierten Pommes frites, bedeckt mit einer guten Portion sog. Cheese Curds und „ertränkt“ in einer Bratensoße. Diese kann auch vegetarisch sein. Der Käse muss durch die heiße Soße leicht anschmelzen, dennoch müssen die Käsestückchen noch eine gewisse Konsistenz behalten, die Halloumi ähnelt. Auch das leichte Quietschgefühl wie Halloumi sollten die Cheese Curds noch haben – ein Zeichen von Frische und ein Teil des „Zaubers“ von Poutine.


Von Poutine gibt es zahlreiche Variationen, die aber normalerweise auf diesen drei Zutaten aufbauen. Alles andere ist bloß „loaded fries“. ;)

 

Du willst Poutine selber zubereiten? Bei den Cheese Curds wirst Du in Deutschland auf Schwierigkeiten stoßen. In Nordamerika bekommst Du den Käsebruch in fast jedem Kühlregal, in Deutschland hingegen ist es sehr schwer, dieses Zwischenprodukt der Cheddarproduktion zu bekommen. Es gibt meines Wissens nach nur eine Käserei in der Uckermark, die die Curds herstellt sowie auch online verkauft. Daher benutzen die wenigen Restaurants und Fast-Food-Anbieter oftmals hochwertigen Mozzarella als Alternative.

 

Alles Weitere zu Poutine – wo Du sie in Deutschland bekommst, wo das Gericht seinen Ursprung und Namen her hat und wie Du sie Zuhause zubereiten kannst – findest Du auf snoopsmaus.de.

 

Über Snoopsmaus

snoopsmaus.de ist ein Kultur- und Reiseblog von Romy Mlinzk aus Dortmund. Es soll eine Inspirationsquelle für alle Singles und Paare sein, die dem Backpacking entwachsen sind, nicht die größten Outdooraktivisten, aber gerne etwas Luxus und Kultur mögen. Dazu kommt eine heimliche Leidenschaft der Autorin für Poutine (ein kanadisches Fast Food), die sie auch im Blog verarbeitet.

Afrika

Marokko

Tajine

Köstliche Tajine im Wüstencamp (C) 2 on the go
Köstliche Tajine im Wüstencamp (C) 2 on the go

Tajine heißt auf Arabisch Kasserolle und bezeichnet die typischen Kochgefäße aus gebranntem Ton. Wenn du in Marokko unterwegs bist, wirst du sie auf jedem Markt sehen.

 

Das ebenfalls Tajine genannte Schmorgericht, das in der keramischen Form zubereitet wird, gibt es überall in Marokko. Dabei wird es nicht schnell langweilig, denn in die Tajine kommen die verschiedensten Zutaten.

 

Traditionell wird die Tajine auf dem Holzkohlefeuer gegart. Die dicken Wände des Lehmgefäßes schützen dabei den Inhalt vorm Verbrennen, die Hitze verteilt sich schön gleichmäßig. Innerhalb der Tajine entsteht durch das im Gargut vorhandene Wasser Dampf, der sich unter dem Deckel verteilt und die Zutaten sanft schmoren und garen lässt.

 

Welche Zutaten kommen in eine typische Tajine? Klassisch ist eine Tajine mit Lammfleisch oder mit Huhn. Immer dazu gehören Gemüse wie Möhren und Kartoffeln und natürlich die aromatischen arabischen Gewürze. Es heißt, dass jede Familie ihr eigenes Rezept für die Gewürzmischung der Tajine hat, das sie als Geheimnis bewahrt.

 

Eine typische Tajine ist die mit Zitronenhuhn. Dabei kommen Salzzitronen mit in den Schmortopf und es ist eine köstliche Mahlzeit. Natürlich gibt es auch vegetarische Tajines. In Marokko heißt das allerdings oft, dass vor dem Servieren das mitgegarte Fleisch rausgefischt wird. Denn traditionell ist die Tajine ein Fleischgericht. Apropos Fisch: Auch Tajine mit Fisch ist ein sehr schmackhaftes Gericht.

 

Da wir zu Hause üblicherweise nicht auf dem Holzfeuer kochen, haben wir die Tajine im gusseisernen Schmortopf nachgekocht. Das ist sehr gut gelungen. Wenn du einen Römertopf hast, funktioniert es damit genauso gut. Auf unserem Blog findest du drei verschiedene Rezepte für Tajine, mit denen wir uns unser Marokko-Urlaubsgefühl nach Hause holen.

 

Über 2 on the go

Gina und Marcus schreiben auf ihrem Blog 2 on the go über individuelle Reisen und richten sich damit besonders an Menschen im mittleren Lebensalter. Neben dem Bericht über ihre Weltreise gibt es Artikel zu Fernreisen, Kurzreisen, Wandern und viele Tipps rund ums Thema Reisen.

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{ROUND UP} 8 Roadtrips in Spanien und Portugal

{ROUND UP} Roadtrips in Spanien und Portugal
{ROUND UP} Roadtrips in Spanien und Portugal

Auch in 2021 ist es ja nun so, dass viele von uns nicht verreisen, zumindest nicht in die Ferne – nein, wir bleiben, wenn schon nicht im Lande, dann jedenfalls innerhalb Europas.

 

Wenn auch Ihr hier neue Ecken entdecken möchtet, dann habe ich bei Bloggerkolleg*Innen Vorschläge für 8 Roadtrips in Spanien und Portugal für Euch eingesammelt. Wir stellen Euch hier also zahlreiche sehenswerte Touren und Ecken auf der iberischen Halbinsel vor, diese Touren findet Ihr: 

  1. Von A Coruña nach Santiago de Compostela mit Ahoi und Moin Moin
  2. Ein genussvoller Roadtrip auf dem Jakobsweg oder Pilgern für Faule mit Kekse und Koffer
  3. Roadtrip an der Costa Blanca mit Places of Juma
  4. Andalusien-Roadtrip mit Weltwunderer
  5. Roadtrip entlang des Douro mit Bullitour
  6. Lissabon - Sintra - Nazare - Porto mit Snoopsmaus
  7. Genusstour entlang der Rota do Peixe, dem Fischerpfad in Portugal mit Travelworldonline
  8. Faro bis Lissabon mit Planet Hibbel

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Spanien

Von A Coruña nach Santiago de Compostela

Nordspanischer Jakobsweg (C) Ahoi und Moin Moin
Nordspanischer Jakobsweg (C) Ahoi und Moin Moin

Im Herbst 2018 war ich auf einer mehrtägigen Rundreisereise rund um den Jakobsweg in Nordspanien unterwegs. Ich starte meine Route aus der Innenstadt von A Coruña in Richtung Bergondo mit einem Abstecher zum Herkulesturm (Torre de Hércules). Der Leuchtturm wurde von den Römern erbaut und ist der zweithöchste Spaniens mit einer Höhe von 55 Metern. Er liegt an der Spitze eines weitläufigen Parks mit wunderschönen Skulpturen. Die UNESCO hat den Herkulesturm im Jahr 2009 ins Weltkulturerbe aufgenommen.

 

In Bergondo besuche ich das alte galizische Herrenhaus Pazo de Mariñán mit seinem wunderschönen Garten mit Blick auf den Meeresarm von Betanzos. Zu den schönsten regionalen Sehenswürdigkeiten zählt der kleine Fischerort Pontedeume. Ein charmanter Ort, der zum Bummel und Kaffee an der Praza do Pan einlädt. Weiter ging es nach Bruma (Meson do Vento) und San Vicente de Marantes. Von dort aus erreichte ich voller Vorfreude das Ziel meiner Reise Santiago de Compostela. Über 100 Kilometer erstreckt sich der letzte Abschnitt des Jakobswegs und die beste Jahreszeit ist von April bis Ende Oktober. In den großen Ferien und heißen Sommermonaten empfehle ich jedoch besser nicht zu wandern.

 

Die prächtige romanische Kathedrale ist das absolute Highlight in Santiago de Compostela und mehr als 800 Jahre alt ist. Stärke dich nach deiner Pilger-Ankunft im Parador de Santiago de Compostela mit einer genussvollen Pause. Wenn Du keine Höhenangst hast, empfehle ich Dir eine Besichtigung des imposanten Kathedralendachs. Du kannst fast über alle Dächer Santiago de Compostela schauen. Die Altstadt, ebenso wie das Gotteshaus, sind beides Weltkulturerbe und Du solltest Sie auf Deiner Erkundungstour durch die Stadt nicht verpassen. Schau Dir das bunte Markttreiben auf einer entspannten Schlendertour durch die Markthalle am Vormittag an, bevor Du Dich auf den Rückweg nach A Coruña machst.

 

Über Ahoi und Moin Moin

Auf Ahoi und Moin Moin zeigt Dir Kathy die traumhaftesten Städtereisen und schönsten Kreuzfahrtziele mit den dazugehörigen barrierearmen Landausflüge weltweit. Gleichzeitig erfährst du, wie du sie mit Rollstuhl, Rollator oder Buggy/Kinderwagen unbeschwert genießen kannst. Ihr Erfahrungsschatz umfasst mehr als 150 besuchte Kreuzfahrthäfen weltweit.

Ein genussvoller Roadtrip auf dem Jakobsweg oder Pilgern für Faule

Pilgersouvenirs in Santiago de Compostela (C) Kekse und Koffer
Pilgersouvenirs in Santiago de Compostela (C) Kekse und Koffer

Wir sind dann mal weg! Unterwegs in Nordspanien auf dem Jakobsweg von Bilbao nach Santiago de Compostela. Nicht mit Wanderstiefeln und Pilgerstab, sondern ganz schnöde mit dem Mietwagen. Eine praktikable Alternative für alle, die ein begrenztes Urlaubsbudget haben und trotzdem Pilgeratmosphäre, Kunst sowie Land und Leute entlang des „Camino“ schnuppern möchten. In meinem Blogartikel gibt es Tipps für einen rund zweiwöchigen Roadtrip und Lesenswertes zur Geschichte des Pilgerwegs zwischen dem Mittelalter und dem 21. Jahrhundert.

 

Die Route beginnt im baskischen Bilbao, macht einen Schlenker gen Osten ins Seebad San Sebastián mit reichlich Belle-Epoque-Flair und führt weiter nach Kastilien mit Stationen in Burgos, León und im ländlichen Monforte de Lemos. In Galicien erreichen wir den Atlantik und mit dem umtosten Kap Finisterre das Ende des Jakobswegs. Hier kannst du dich durchpusten lassen, bevor Höhepunkt und Finale der Tour warten: Santiago de Compostela mit dem Grab des Apostels Jakobus in der Kathedrale. Hier feiern die Pilger in der Heiligen Messe das glückliche Ende ihrer Reise.

 

Zu sehen und erleben gibt es unterwegs die grünen Hügel des Baskenlandes, die kargen Hochebenen Kastiliens, quirlige Städte und verträumte Dörfer, denen der Tourismus entlang des Jakobswegs neues Leben einhauchte. Dazu Kunstschätze erster Güte: romanische Figurenkapitelle, gotische Glaskunst, aber auch kühne Bauten des 21. Jahrhunderts wie das Guggenheim-Museum in Bilbao. Wer ein bisschen Komfort beim Reisen schätzt, findet neben Pilgerherbergen auch Historienflair und bequeme Betten in Paradores – Hotels in ehemaligen Klöstern, Palästen oder Hospizen. Und neben karger Pilgerkost gibt es in der Feinschmeckerregion Nordspanien auch gute Weine, Tapas satt und feines Seafood.

 

Über Elke von Kekse und Koffer

Der Reiseblog Kekse & Koffer erblickte während der Pandemie das Licht der Welt. Deshalb stehen kleine Fluchten vor der Haustür zwischen Bayern und Ostsee im Fokus – mit Kultur, Frischluft und Genuss. Nach und nach kommen Individualreisziele in Europa und Asien dazu – für Flashpacker, die gern mit allen Sinnen unterwegs sind. Slow Travelling ist dabei Programm, denn ich bin gern so langsam und so nachhaltig wie möglich unterwegs. In der reiselosen Zeit entstand außerdem eine Kollektion von Rezepten gegen das Fernweh – von Cakes & Cookies für die britische Teatime bis zu Asia-Currys aus der Heimat von Zimt und Pfeffer.

Roadtrip an der Costa Blanca

Calpe (C) Jürgen Reichenpfader
Calpe (C) Jürgen Reichenpfader

Ein echtes Reisehighlight und absolut empfehlenswert für alle, die gerne Roadtrips unternehmen, ist eine Tour entlang der Costa Blanca. Die sogenannte Weiße Küste Spaniens liegt in der Provinz Alicante, und auf einer Länge von rund 200 Kilometern reihen sich nicht nur grandiose Strände, auch unzählige fantastische Sehenswürdigkeiten und romantische Ortschaften gibt es bei einer Rundreise zu entdecken. Für einen Roadtrip schlagen wir rund 7 Tage vor, wobei sich ein paar Tage mehr, zum Entspannen und Baden, definitiv lohnen!

Deine Tour startest du am besten im Norden der Region. Unbedingt einplanen solltest du einen Stopp bei Xabia, oder auch Javea geschrieben, denn hier sind die Strände richtig spektakulär. Entlang der malerischen Steilklippenküste entdeckst du absolute Traumstrände, wie beispielsweise die Bucht Granadella oder den Cala del Moraig, nur um ein paar zu verraten.

Weiter geht’s am besten nach Calpe, eines unserer persönlichen Highlights der Costa Blanca. Berühmt ist die Küstenstadt für seinen Berg Penon Ifach - ein Naturpark, der das Landschaftsbild der malerischen Küste prägt. Nicht verpassen sollte man zudem die rosa Flamingos, die im kleinen Salzsee inmitten der Stadt ihr Zuhause haben, und natürlich die kunterbunte Altstadt, die im starken Kontrast zu den modernen Hochhäusern steht.

Danach geht’s weiter nach Altea, der weißen Stadt. Hier erkundet man eine wunderhübsche Altstadt mit Blick aufs Meer und mit bezaubernden schneeweißen Häuschen, die Altea so berühmt gemacht haben. Wer mehr Action braucht, der unternimmt von dort aus noch einen Abstecher nach Benidorm, wo dich das „Manhattan Spaniens“ mit unzähligen Hochhäusern, Clubs und Vergnügungsparks empfängt.

Unbedingt sehenswert und auf jeden Fall einen Besuch wert, ist das kunterbunte Städtchen Villajoyosa. Es ist noch wenig besucht und daher ein Geheimtipp an der Costa Blanca. Last but not least, empfehlen wir noch die Stadt Alicante zu besichtigen. Auch dort erwartet dich eine fantastische Altstadt und traumhafte Strände zum Relaxen!

Über Places of Juma

Auf PlacesofJuma schreiben Martina & Jürgen über ihre schönsten Reisen rund um den Globus. Die beiden lieben Fotografie und sind daher stets auf der Suche nach den schönsten Plätzen und Orten.

Andalusien Roadtrip

Der Osborne-Stier, der 21mal an Andalusiens Straßenrändern steht (C) Jenny Menzel, Weltwunderer
Der Osborne-Stier, der 21mal an Andalusiens Straßenrändern steht (C) Jenny Menzel, Weltwunderer

Unser Andalusien-Roadtrip führte uns in einer Woche quer durch die südlichste Provinz Spaniens. Start war in Malaga, wo die Billigflieger aus Deutschland landen – und gleichzeitig eine tolle Einführung in die Kultur Andalusiens. Wir kamen in Malaga zu Ostern an, am Beginn der Semana Santa, und wurden unverhofft Zeugen der Osterprozessionen, bei denen riesige Sänften mit Heiligenfiguren von vermummten Männern durch die Straßen getragen werden. Ein unvergessliches Erlebnis!

 

Wir hielten uns trotzdem nur kurz auf und fuhren ins bergige Landesinnere nach Granada, wo die majestätische Alhambra wartete. Dank weise vorgebuchten Tickets genossen wir die Schönheit dieses Palastes, wo der letzte der Mauren in Europa herrschte, und die verwinkelten Gassen des arabisch anmutenden Albaycin.

 

Unser nächster Stopp: Cordoba, mit seiner fantastischen Kirche, die in eine Moschee hineingebaut wurde, und überhaupt einer superhübschen Altstadt. Durch endlose Olivenhaine ging es weiter nach Sevilla. Das Grabmal von Christoph Kolumbus in der Kathedrale mit dem Glockenturm, der einmal ein Minarett war, der Alcázar-Palast mit seinen königlichen Gärten, in denen Anakin Skywalker im Film wandelte, oder der geschwungene „Metropol Parasol“ sind nur eine kleine Auswahl der Orte, die man sich in Sevilla unbedingt anschauen sollte.

 

Ernsthafte Konkurrenz bekommt Sevilla in unseren Augen durch Cadiz, die weiße Schönheit am Atlantik – oder ist das kleine, hippiemäßig angehauchte Tarifa genau gegenüber von Afrika die schönste Stadt Andalusiens? Spätestens jetzt ärgerten wir uns, dass wir uns nicht viel mehr Zeit genommen hatten; denn Andalusien hat noch so viel mehr zu bieten!

 

Über Weltwunderer

Jenny und ihre Familie, die Weltwunderer, erkunden die Welt am liebsten an Bord eines Campers, als Rucksackreisende oder mit Auto und Zelt – Hauptsache individuell. Zurück in ihre Heimatstadt Dresden kehren sie immer wieder gern, denn auch hier gibt es eine Menge zu erleben.

... noch mehr Spanien-Touren*

Portugal

Roadtrip entlang des Douro - Von Porto zur Quelle in Spanien

Übernachtung mit Blick auf den Douro (C) Bullitour
Übernachtung mit Blick auf den Douro (C) Bullitour

Der Douro – oder Duero wie er im Spanischen heißt – ist der drittlängste Fluss der iberischen Halbinsel. Er entspringt in den “Picos de Urbion” in Spanien und mündet bei Porto in den Atlantik. Er ist fast 900 Kilometer lang. Wie wäre es also mit einem Roadtrip entlang dieses Flusses? Eine Reise entlang des Douro ist unglaublich vielseitig und wunderschön. Das Douro-Tal in Portugal überrascht mit tollen Ausblicken, leckerem Wein und wunderschönen kleinen Städten und Dörfern.


Los geht es in der wunderschönen Stadt Porto. Eine Portweinprobe mit Käsehäppchen ist die perfekte Einstimmung auf diesen wundervollen Roadtrip.
Die Highlights der Reise sind neben der wundervollen Landschaft, eine Bootstour in Pinhão, der Halt inklusive Weinprobe an einem der vielen Weingüter und schließlich die Wanderung zur Quelle in den Picos de Urbion in Spanien. Es ist faszinierend zu sehen wie der in Porto so mächtige Douro schließlich als kleiner Gebirgsbach gemütlich vor sich hin plätschert. Den würdigen Abschluss dieses Roadtrips bietet dann das frische Quellwasser, das hoch in den Bergen aus der Quelle sprudelt. Das Quellwasser ist für mich sogar noch besser als der Portwein zum Start der Reise.

 

Über Bullitour
bullitour.com ist ein Reise- und Vanlife-Blog, auf dem du Reiseberichte und Tipps rund um’s Vanlife sowie Infos über Anjas Leben als digitale Nomadin findest. Anja hat ihren 9 to 5 Job Mitte 2018 gekündigt und reist seit Anfang 2019 mit
ihrem Sohn dauerhaft mit VW-Bus Paul durch Europa.

Lissabon - Sintra - Nazare - Porto

Portugals Atlantikküste bei Nazaré (C) Snoopsmaus
Portugals Atlantikküste bei Nazaré (C) Snoopsmaus

Portugal ist so viel mehr als Lissabon, Porto und die Algarve. Alles zauberhafte Orte, ohne Zweifel. Dennoch bietet das Landesinnere, das zentrale Portugal noch viel mehr. Da wäre der kleine Ort Óbidos, der nur aus weißen Häusern innerhalb einer gewaltigen Mauer besteht, und der mir bei einer Woche Aufenthalt in Centro de Portugal als Ausgangsort für Tagestouren diente.

 

Gestartet bin ich aber in Lissabon, wo ich zuerst ein paar Tage verbrachte, bevor ich mich mit dem Mietwagen auf den Weg nach Óbidos machte. Dazu wählte ich die szenige Route entlang der Atlantikküste. Selbst im März war es hier schon angenehm warm und zwischen Sintra und Peniche bot sich mir ein traumhafter Sonnenuntergang.

 

Zwischen Peniche und Nazaré, weiter die Küste hinauf gen Norden, finden sich unglaubliche Steilküsten und Wellen, die diese Orte zum Surferparadies machen. Dazu zauberhafte kleine Orte und Lagunen mit schier endlosen Sandstränden.

 

Für Kultur ist auch gesorgt, denn Centro de Portugal ist der Hotspot der portugiesischen UNESCO-Welterbestätten. Unweit von Óbidos befinden sich die Klöster Alcobaça, Batalha und Tomar, die jede auf ihre Art einzigartig und eine Reise wert sind. Vor allem der Roadtrip nach Tomar über die Hügelketten rund um den Wallfahrtsort Fátima und den Parque Natural das Serras de Aire e Candeeiros (Nationalpark) fand ich landschaftlich sehr reizvoll.

 

Für einen Tagesauflug nach Coimbra, um dort die berühmte Universität und die unglaubliche Bibliothek „Biblioteca Joanina“ zu besuchen, habe ich aufgrund der Strecke doch eher die Autobahn genommen. Denn vor Ort wartet mehr als eine der ältesten Universitäten Europas auf Besucher. Ein großzügig gestalteter botanischer Garten unweit der Universität spendet viel Schatten und lädt zum langen Verweilen ein. Daneben erstreckt sich ein altes Aquädukt und der Blick vom Berg, auf dem die Universität thront, lohnt allemal.

 

Centro de Portugal atmet Geschichte und bietet von bergigen Landschaften bis hin zu Stränden sowie kleinen Dörfern so viel, was einen guten Roadtrip ausmacht – und ich würde es jederzeit wieder machen.

 

Über Snoopsmaus

snoopsmaus.de ist ein Kultur- und Reiseblog von Romy Mlinzk aus Dortmund. Es soll eine Inspirationsquelle für alle Singles und Paare sein, die dem Backpacking entwachsen sind, nicht die größten Outdooraktivisten, aber gerne etwas Luxus und Kultur mögen. Dazu kommt eine heimliche Leidenschaft der Autorin für Poutine (ein kanadisches Fast Food), die sie auch im Blog verarbeitet.

Genusstour entlang der Rota do Peixe, dem Fischerpfad in Portugal

Fischerhafen von Sines (C)Travelworldonline
Fischerhafen von Sines (C)Travelworldonline

Eines brauchst Du für einen Roadtrip auf der Rota do Peixe: viel Zeit. Denn auf dieser Tour gibt es viel zu entdecken und vor allem viel zu genießen. Ein Fischessen pro Tag, das auf dieser Route für Genießer unbedingt dazu gehört, dauert lang. Ich kann mich an ein Mittagessen erinnern, für das wir mehrere Stunden benötigten. Dabei hat man uns köstliche regionale Spezialitäten aufgetischt.

 

Die Route der Fischer beginnt in Èvora im Alentejo und führt ab Cais Palafítico immer am Meer entlang. Kein Wunder! Folgt man doch den Fischerhäfen, die sich entlang der Lagune bis hin zur Atlantikküste und weiter über die Costa Vicentina bis zum Cabo Sardao aneinanderreihen.

 

Am besten beginnt man die Tour mit einem Aufenthalt in Èvora. Diese Stadt gehört zum Weltkulturerbe Portugals und bietet einiges, das sich zu entdecken lohnt: vom römischen Tempel über schöne Aussichten von der Stadtmauer und einem Stadtplatz, auf dem man bei einer Tasse Kaffee dem Treiben im Ort zuschauen kann. Da wir auf der Fischerroute unterwegs sind, darf ein Abendessen mit typischen Fischgerichten der Region nicht fehlen.

 

Während des Roadtrips entdeckt man neben alten Fischerhäfen vieles, das einem das Leben der Fischer näherbringt. In der Lagune beobachten wir sie, wie sie den Fang mit ihren kleinen Fischerbooten an Land bringen. Am Atlantik sehen wir den Booten zu, wie sie durch spektakuläre Brandung hinausfahren zu den Fischgründen. An anderer Stelle beobachten wir sie, wie sie vor der Küste ihre Netze auswerfen. Noch spannender sind die Fischer, die über die steilen Klippen im Alentejo hinunterklettern und von wackligen Felsen ihre Angel in die Brandung werfen, um Fische zu fangen. Auf dem Fischmarkt in Sines schauen wir schließlich zu, wie der frische Fang an den Meistbietenden verkauft wird.

 

Monika und Petar von TravelWorldOnline

Monika und Petar Fuchs veröffentlichen seit 2001 Reisetipps für Genießer und für alle, die ihre Reiseziele intensiv kennenlernen wollen, in ihrem Slow Travel und Genuss Reiseblog TravelWorldOnline. Dabei lieben sie es, hinter die Kulissen zu schauen, und die Menschen vor Ort, deren Lebensart und Alltag zu erleben. Diese Erlebnisse stellen sie in Routenempfehlungen, City Guides und Outdoor Tipps auf ihrem Blog vor.

Faro bis Lissabon

Praia de Arrifana im Alentejo (C) Frau Hibbel
Praia de Arrifana im Alentejo (C) Frau Hibbel
Portugal gehört, allein schon wegen der traumhaften Strände und Sonnenuntergänge, zu unseren liebsten Reisezielen in Europa. Wir waren schon mehrfach in dem kleinen Land sowie auf den Azoren unterwegs, dass mich landschaftlich auch immer ein wenig an Kalifornien oder Australien erinnert. Vor ein paar Jahren haben wir, mit unserem damals fünfjährigen Sohn, einen 10-tägigen Roadtrip von Faro nach Lissabon gemacht. Die gesamte Strecke entlang der Küste, ist nur 415 km lang. Man kann den Trip also entspannt angehen und immer kleine Abschnitte fahren. Das ist gerade mit Kind ein großer Vorteil. In den Regionen Algarve und Alentejo reiht sich ein Bilderbuchstrand an den Nächsten. Traumhaft sind z.B. der Praia des Centianes, der Praia de Monte Clerigo oder der Praia de Arrifana. Im Städtchen Silves kann man auf den Spuren der Mauren wandern, in Sagres seinem Surferglück fröhnen und am Cabo de São Vicente, dem südwestlichsten Punkt Europas, die „letzte deutsche Bratwurst vor Amerika" essen.
Verlässt man die sehr touristische Algarve, geht es durch unendlich duftende Korkeichen- und Eukalytptuswälder, in die etwas ursprünglichere Region Alentejo. Das Städtchen Aljezur eignet sich perfekt, um jeden Tag einen anderen herrlichen Strand abzuklappern. Sehr hübsch ist auch der Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina, durch den sich der Rio Mira zieht. An der Flussmündung in Vila Nova de MIlfontes findet man ebenfalls wunderschöne Strände. Ein Stop lohnt sich auch in Sesimbra, dass 40 km südlich von Lissabon liegt. Hier urlauben eher Einheimische und es gibt die herrlichste Auswahl an Seafood. Das Beste kommt zum Schluss: Lissabon! Eine absolute Traumstadt am Atlantik, die auf 7 Hügeln liegt. Durch die Gassen der Alfama bummeln, Pasteis de Nata essen und das portugiesische Saudade-Feeling genießen. Unbezahlbar! Von Lissabon kann man dann in einem Rutsch in 2 1/2 Stunden über die A2 zurück nach Faro fahren. Die Strecke ist 278 km lang und mautpflichtig. 
Über Planet Hibbel:

Nadine aka Frau Hibbel ist Familienreisebloggerin mit grünem Herz, nordisch-norwegischen Wurzeln und Mama von zwei Söhnen. Sie berichtet seit 2011 auf ihrem Blog Planet Hibbel über die großen und kleinen Abenteuer mit ihren drei Männern. Vor der Haustür und um die Welt.

Hier findet Ihr noch mehr Blogbeiträge aus Spanien:

www.zypresseunterwegs.de Blog Feed

{ROUND UP} 8 Roadtrips in Spanien und Portugal
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{ROUND UP} Lieblingsrezepte aus Europa
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Córdoba und seine Mezquita-Catedral
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Sevilla: Real Alcazar
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Kathedrale von Sevilla
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{ROUND UP} Lieblingsrezepte aus Europa

{ROUND UP} Lieblingsrezepte aus Europa
{ROUND UP} Lieblingsrezepte aus Europa

Corona-bedingt ist ja in Sachen Reisen (obwohl immer mehr von Euch langsam wieder anfangen, Reisen zu planen ...) immer noch nicht allzu viel los, deshalb habe ich noch einmal Lieblingsrezepte aus der internationalen Küche zusammengetragen.

 

Denn das kennen wir doch alle, es gibt Gerichte und Köstlichkeiten, die versetzen uns auch zu Haus sofort zurück in die allerbeste Urlaubsstimmung. Ich freue mich deshalb über die Beiträge zu meinem Round Up zu den Lieblingsrezepten aus Europa von einigen Bloggerkolleg*Innen, genauer

  1. Spanische Empanadas von mallorcafuerkinder
  2. Britische Scones von A decent cup of tea
  3. Schottisches Shortbread von Kekse & Koffer
  4. Französischen Salade à l'ancienne von kuechekochenglueck
  5. Sizilianische Cannoli von mobilista 

Übrigens: Links, die mit einem * gekennzeichnet sind, sind Affiliate Links oder Werbelinks. Entweder bekomme ich bei einem Kauf nach einem Klick auf einen solchen Link eine Provision oder ich habe einen Betrag für die Veröffentlichung des Links bekommen. Meine Meinung bleibt davon immer unbeeinflusst. Ich verlinke ausschließlich Produkte und Seiten, von denen ich selbst überzeugt bin.

Klar gehören Kochen und Reisen zusammen. In jedem bereisten Land (oder auch in jedem Sehnsuchtsland) haben wir unsere Lieblingsgerichte. Klar, dass wir die auch zu Hause kochen wollen. Ein tolles Kochbuch dazu ist Global Cooking von Julia Morat.

 

Welches sind Kochbücher, die man haben muss, wenn man Rezepte aus den Küchen der Welt zu Hause kochen will? Diese Frage beantworten Monika und Petar von TravelWorldOnline in ihrem Beitrag Kochbücher, die ein Genuss Reisender haben muss.

... und wenn wir wieder reisen dürfen: hier gibt es Touren für Foodies in Italien*

Spanien

Empanadas

Empanadas – mallorquinische Teigtaschen (C) mallorcafuerkinder
Empanadas – mallorquinische Teigtaschen (C) mallorcafuerkinder

Überall auf der Welt kennt man gefüllte Teigtaschen. Jedes Land hat seine eigene Variationen: die Franzosen ihre Pastete, die Schwaben die Maultaschen und die Italiener Ravioli. Die älteste bildliche Überlieferung stammt jedoch aus Spanien. Auf einem Relief in der Kathedrale von Santiago de Compostela wird der Apostel mit Empanadas Gallegas abgebildet – den spanischen Teigtaschen.

 

Aus dem spanischen Alltagsleben sind die Empanadas schwer wegzudenken. Auf Mallorca, wo wir leben, sind sie ein für Ostern typischer Snack. Traditionell wird die Teigtasche mit Lammfleisch gefüllt. Es gibt aber auch Varianten mit Huhn, Fisch oder Vegetarisch. Früher wurden die Empanadas am Karfreitag gebacken. Die gesamte Familie versammelte sich dazu. In der traditionellen Variante kommt Schweineschmalz zum Einsatz. Die Mallorquiner finden fast in jedem ihrer Gerichte Anwendung dafür, auch in Süßspeisen. Wir mögen es nicht so sehr und verzichten darauf.

 

Nachdem der Teig vorbereitet wurde, wird er von den älteren Frauen und Kindern ausgerollt, während die Männer das Feuer im Kamin schüren. Aus dem Teig werden kleine und größere Kugeln geformt, aus denen kreisförmige Teigstücke ausgerollt werden. Auf den größeren Teil kommt die Füllung, die vorher zubereitet wurde. Dann wird eine Dose geformt, die mit einem Deckel (dem kleineren Teig-Kreis) geschlossen wird. Um die Empanada richtig zu verschließen, werden beide Teile durch einen kunstvollen Kranz aneinander gepresst. Oben auf wird mit einer Erbse oder einem Symbol aus der verbliebenen Teigmasse die jeweilige Füllung markiert. Danach werden die Teigtaschen im Kamin am offenen Feuer gebacken.

 

Empanadas schmecken am besten warm, frisch aus dem Ofen, eignen sich aber genauso gut am nächsten Tag kalt aus dem Kühlschrank. Obwohl sie nach wie vor besonders in der Zeit um Ostern überall zu erhältlich sind, findet man sie ganzjährig in vielen mallorquinischen Brotdosen, Arbeitstaschen und Picknickkörben.

 

Über mallorcafuerkinder

Der Blog mallorcafuerkinder.de richtet sich an Eltern, die mit ihren Kindern Mallorca entdecken wollen. Um die Insel möglichst authentisch kennenzulernen, werden neben Ausflügen und Wanderungen auch regelmäßig Legenden, spanische Feiertage und lokale Gerichte vorgestellt.

Großbritannien

Scones

Das englische Kultgebäck Scones (C) A decent cup of tea
Das englische Kultgebäck Scones (C) A decent cup of tea

Das englische Kultgebäck Scones (das es natürlich auch in anderen Teilen des Vereinigten Königreichs gibt) ist ein wichtiger Bestandteil bei einem traditionell britischen Afternoon Tea und für die britische Küche mindestens so wichtig wie Fish & Chips oder das Full English Breakfast.

 

Kleine, süße Brötchen (oder sind es Kuchen? Da streiten sich die Geister), die bei der Tea Time nicht fehlen dürfen und klassisch mit Clotted Cream – einer dicken, gekochten Sahne – sowie Erdbeermarmelade gereicht werden. Ideal sind die Scones, wenn sie innen weich und ein wenig krümelig sind – ihre besondere Konsistenz erreichen sie dadurch, dass kalte Butter in den Teig eingearbeitet wird. Wie man Scones richtig zu sich nimmt, daran scheiden sich die Geister: zuerst die Clotted Cream oder zuerst die Marmelade? Ich persönlich bevorzuge letzteres, auch bekannt als die „Cornish“ Methode. Nicht etwas, weil Queen Elizabeth II. Höchstpersönlich ihre Scones genau so isst, sondern ganz einfach, weil man so noch mehr von der leckeren Cream auf sein Scone packen kann! Auf meinem Blog erfährst du noch mehr kuriose Fakten über Scones und mit meinen Scones Rezept kannst du die Leckerei ganz einfach nachbacken.

 

Über A decent cup of tea

Sandra schreibt auf ihrem Großbritannien Blog A decent cup of tea über „everything British“: Reisetipps, britische Rezepte und alles, was im Vereinigten Königreich spannend und wichtig ist.

Schottland

Shortbread

Shortbread zur Teatime (C) Kekse & Koffer
Shortbread zur Teatime (C) Kekse & Koffer

Was wäre ein Blog, der „Kekse & Koffer“ heißt, ohne ein Keksrezept? Hier kommt es! Für mich als UK-Fan fiel die Wahl nicht schwer: schottisches Shortbread. Weltberühmte Kekse aus Mürbeteig, von denen wahrscheinlich die meisten Schottland-Besucher ein paar Packungen als Souvenir in den Koffer packen. Und ein Beispiel für höchst erfolgreiches Storytelling. Denn ehrlich gesagt erinnerten mich die wunderbar buttrigen Schottland-Kekse beim ersten Biss vor vielen Jahren stark an das deutlich weniger glamouröse Sandgebäck meiner Mutter ;-).

 

Seit wann man Shortbread (short steht in diesem Zusammenhang für „mürbe, zerbrechlich“) in Schottland zum Tee genießt, ist nicht eindeutig belegt. In manchen Quellen ist vom 12. Jahrhundert die Rede. Andere erzählen, dass ein französischer Bäcker am Hofe Maria Stuarts (1542–1587) die buttrige Verführung erfand. Die Queen of Scots, heißt es, verliebte sich auf Anhieb in die feinen Kekse und blitzschnell erfasste der Shortbread-Hype auch den Adel. Die Variante fürs einfache Volk – ohne Zucker und mit dem für Schottland typischen Hafermehl – war deutlich bescheidener. Eher ein Zwieback als eine Gebäckspezialität. Aus Kostengründen kam das Original bei der arbeitenden Bevölkerung nur zu Festtagen auf den Tisch. Das wundert heutige Backfans möglicherweise, denn Shortbread besteht nur aus drei Zutaten: Zucker, Butter und Weizenmehl (im Verhältnis 1:2:3). Die waren jedoch damals allesamt für das Gros der Bevölkerung kaum erschwinglich. 

 

Der bekannteste Shortbread-Lieferant ist zweifellos die Firma Walkers, die seit 1898 im Dorf Aberlour in der schottischen Speyside ihr Shortbread produziert und sogar Hoflieferant ist. Zum 90. Geburtstag der Queen vor ein paar Jahren spendierte Walkers ihr eine Special Edition. Kein Wunder – schließlich gehört Elisabeth II. zu den Fans der schottischen Kekse und wird nicht nur in den Sommerferien in ihrem schottischen Schloss Balmoral (nicht so weit von Walkers entfernt) genussvoll am Shortbread knabbern. Bei einer guten Tasse Tee selbstverständlich. Welche der klassischen Formen die königliche Influencerin wohl bevorzugt – runde Taler, rechteckige Finger oder dreieckige Mini-Tortenstücke („Petticoat Tails“)?

 

Über Kekse & Koffer
Der Reise- und Foodblog Kekse & Koffer erblickte während der Pandemie das Licht der Welt. Deshalb schreibt Elke – Reisejournalistin und Reisebuchautorin – vor allem über kleine Fluchten vor der Haustür in deutschen Landen. Mit viel Kultur und Frischluft. Das Kontrastprogramm: Rezepte aus aller Welt gegen das Fernweh.

Frankreich

Salade à l'ancienne

Salade à l'ancienne (C) kuechekochenglueck.de
Salade à l'ancienne (C) kuechekochenglueck.de

Der „Salade à l'ancienne“ schmeckt nicht nur sehr gut, sondern steht für mich auch für einen sehr besonderen Abend im französischen Albi, der hübschen Stadt Toulouse-Lautrecs.

 

Tagsüber hatten wir selbstverständlich das gleichnamige Künstler-Museum besucht, ich war außerdem über die große Freitreppe in die beeindruckend riesige Kathedrale geklettert und kam vor lauter Staunen und Fotografieren kaum mehr da raus – doch nun, für französische Gepflogenheiten viel zu früh, saßen wir müde geguckt und hungrig in dem kleinen Restaurant „Lou Sicret“, das uns als Geheimtipp empfohlen worden war. Ich bestellte den Salat als vermeintliche Vorspeise und danach noch die Kalbsniere, ahnungslos, aber erwartungsfroh – wir lieben Nierchen… Es kam dieser wirklich riesige Teller mit dem köstlichen Salat, den ich mir dann mit dem Mann teilen wollte, weil ich das unter keinen Umständen alleine schaffen konnte, denn es kam doch schließlich noch das Hauptgericht… Als das dann fast zeitgleich noch dazu serviert wurde, waren wir allerdings sehr perplex: auf dem Teller lag tatsächlich eine ganze Kalbsniere mit diesen vielen typischen kleinen Knubbeln, zwar gegart, aber nicht ganz durch. Urgs. Das ging gar nicht!

 

Also habe ich meinen „Salade à l'ancienne“ dann doch alleine gegessen, die erschreckende Niere ließen wir zurückgehen zum Durchgaren, dann hat der liebe Gatte sie gegessen. Das Rezept vom Salat mit den vielen Radieschen habe ich später erfolgreich nachgebaut und dann natürlich auch in meinem Online-Kochbuch aufgeschrieben. Es ist wirklich mal ganz etwas anderes für ein sommerliches Abendessen.

 

Und wenn ich ihn zubereite, dann fällt mir immer dieser schöne Abend in Albi ein – und die drei Wochen Urlaub, die drumherum außerdem noch stattfanden… Der Salat steckt also für mich voller Frankreich-Liebe.

 

Über kuechekochenglueck.de

Diese Website ist Uschis Online-Kochbuch, dort sammelt und teilt sie kontinuierlich ihre erprobten (!) Rezepte. Uschi kocht privat-vergnüglich und mit ihrem Mann als erstem Testesser. Der verspeist (fast) alles mit Genuss, aber auch in erstaunlichem Tempo… Darum mag sie vor allem Rezepte, die nicht ewig viel Arbeit machen.

Italien

Cannoli

Cannoli (C) Mobilista.eu
Cannoli (C) Mobilista.eu

2015 haben wir sie bei unserem ersten Besuch auf unserer Liebesinsel Sizilien entdeckt: Cannoli (Übrigens Einzahl: Il Cannolo)! Kleine oder große Röllchen aus frittiertem Teig, gefüllt mit verschiedensten Ricotta-Cremes. Knusprig-süß, frisch und einfach lecker, sind sie aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

 

Obwohl wir in der glücklichen Position sind, in Berlin-Friedrichshain zu leben, das eine lebhafte italienische (und sizilianische!) Community aufweist und hier ständig frische Cannoli bekommen können, haben wir später auf Sizilien einen Kochkurs absolviert, um uns selbst mit Leckereien wie Bruschetta alla Trapanese, Arancini oder eben Cannoli versorgen zu können,

 

Fertige Cannoli-Röllchen sind in brauchbarer Qualität übrigens inzwischen auch in Deutschland zu bekommen, für ganz Experimentierfreudige gibt es im Online-Handel oder in italienischen Feinkostgeschäften Formen*, um die Röllchen selbst zu frittieren. Die Röllchen selbst werden aus einem widerspenstigen Teig frittiert, der aus Mehl, Kakao, Zucker, Butter, Marsala und Balsamico besteht. Darauf verzichten wir ehrlich gesagt dann doch und greifen auf Fertigprodukte zurück.

 

Jetzt aber zu unserem Lieblingsrezept:

 

Cannoli-Röllchen*

1 Packung Ricotta (den Weichen, nicht den schnittfesten Salat-Ricotta!), abgetropft

Zucker

1 Zitrone, abgerieben und gepresst

Zartbitter-Schokolade, gehackt

Pistazien, gehackt

 

Die Ricotta wird mit Zucker und einem Spritzer Zitronensaft glatt gerührt, bis eine feste Creme entsteht, die süß ist und zugleich ein wenig Säure aufweist. Anschließend werden Schoko-Raspel mit eingerührt.

 

Mit einem Esslöffel oder einem Spritzbeutel werden die Röllchen nun vorsichtig von beiden Seiten gefüllt, bis keine Luft mehr enthalten ist. Anschließend die Creme-Enden mit Pistazien und übrig gebliebenen Schokoraspeln bestreuen, servieren und dazu einen frischen Espresso genießen, Augen schließen und in die sizilianische Sonne träumen!

 

Bravo!

 

Und ein letzter Tipp, auch wenn die Gefahr eher gering ist: schnell verzehren und nicht zu lange liegen lassen, sonst werden die knusprigen Röllchen matschig.

 

Über Mobilista.eu

Adina und Timo reisen seit  über zehn Jahren gemeinsam, Adina als Rollstuhlfahrerin und Grafikerin, Timo als Ehemann, Fotograf und Autor. Auf Mobilista berichten sie von ihren Erlebnissen und geben Erfahrungen weiter – objektiv, journalistisch aufbereitet, mit Praxistipps versehen. Die Besonderheit an Mobilista ist, dass  die beiden sowohl aus der Perspektive des Rollstuhlfahrers als auch des Begleiters berichten.

 

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Noch einmal: Kochen und Backen in Corona-Zeiten
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Julia Morat Global Cooking

Julia Morat Global Cooking
Julia Morat Global Cooking

Corona hat unseren Alltag, unser gesamtes Leben im zurückliegenden Jahr bestimmt und durcheinander gebracht. Leckeres Essen hat gerade im Lockdown erheblich dazu beigetragen, alle im Haushalt bei Laune zu halten und sie nicht nur zu versorgen. Gemeinsames Essen ist schöner Alltag geworden und gibt uns eine Tagesstruktur. Dabei verlangt jeden Tag etwas anderes zu kochen,  von uns allen ganz schön viel Kreativität. Unsere Lieblingsrezepte zum Kochen und Backen in Corona-Zeiten hatte ich für Euch schon zwei Mal zusammengestellt:

Und noch etwas hat Corona nachhaltig beeinflusst: Nicht nur für uns ist es seit unserer Reise in Australien im Jahr 2020 nichts gewesen mit dem Reisen. Auch in diesem Jahr gehören wir wie viele von uns zu denen, die bisher kaum Reisen planen. Jedenfalls nichts Größeres, vielleicht eine Woche mit dem Hausboot in Brandenburg im Oktober und es geht hoffentlich im Sommer eine im letzten Jahr ausgefallene Hochzeitsfeier in Mainfranken nachzuholen.

 

In der Zwischenzeit, das kennen wir doch alle, gibt es zum Glück Gerichte und Köstlichkeiten, die versetzen uns auch zu Haus sofort zurück in die allerbeste Urlaubsstimmung! Ich freue mich deshalb auf Round Ups zu den Lieblingsrezepten auf Reisen um die Welt von zahlreichen Bloggerkolleg*Innen, die Ihr in den nächsten Wochen hier erwarten könnt. So gehören Kochen und Reisen für uns weiterhin zusammen. In jedem Land oder Sehnsuchtsland haben wir unsere Lieblingsgerichte. Klar, dass wir die auch zu Hause kochen wollen. 

 

Ein tolles Kochbuch dazu ist Global Cooking* von Julia Morat.

Ich habe vom Raetia Verlag ein Rezensionsexemplar des Kochbuchs erhalten. Vielen Dank dafür. Das hier ist meine persönliche Meinung.

Die Autorin: Julia Morat

Julia Morat (C) Raetia
Julia Morat (C) Raetia

Julia Morat, Italienerin mit deutscher Muttersprache, ist Bloggerin. Auf PassioneCooking verbloggt sie alle zwei Tage neue und alltagstaugliche Rezepte (leider nur auf Italienisch). Sie selbst sagt über sich: "Es gibt Leute, die zum Friseur gehen, um sich zu entspannen, ich entspanne mich am Herd."

 

Die Leidenschaft für das Kochen wurde von ihrer Mutter an sie weitergegeben. Schon als kleines Mädchen half sie ihr, war neun, als sie den ersten Kuchen ohne Hilfe backte. Es gibt aber auch etwas, das sie nicht besonders gut kann: den Rezepten buchstabengetreu folgen. Zum Herumstöbern in Kochbüchern ist  später auch das Internet mit all seinen Blogs und Kochseiten hinzugekommen. Daraus entstand die Idee zum eigenen Blog, der im  Mai 2015 mit dem ersten Rezept online ging.

 

Im März 2020 erschien ihr erstes Kochbuch mit Familienrezepten, einfache und schnelle Rezepte für jeden Tag, aber auch Rezepte für besondere Anlässe:

nachgekocht: Zucchini Hasselbacks

nachgekocht: Zucchini Hasselbacks
nachgekocht: Zucchini Hasselbacks

Kann man ein Kochbuch besprechen und für gut befinden, ohne etwas daraus nachgekocht zu haben? Ich finde: nein.

 

Also gab es letztens bei uns zum Abendessen Zucchini Hasselbacks aus Global Cooking, dem zweiten Kochbuch von Julia Morat (ich habe das Rezept auch auf ihrem Blog gefunden: Zucchine Hasselback con pancetta, leider nur auf Italienisch). Gemüse aus dem Backofen geht eigentlich immer, Hasselback Kartoffeln mögen wir seit wir sie bei Freunden in Washington zum ersten Mal serviert bekamen.

 

Und wie war es mit Julia Morats Hasselback Zucchinis? Sie sind würzig pikant und schmecken ausgesprochen gut! Vielleicht war die Zubereitung ein bisschen aufwändiger, so werden die Zucchini zunächst fächerförmig eingeschnitten und mit Öl bepinselt im Backofen gegart. Nach einem halben Stündchen dann geht es an das Füllen und das fand ich durchaus ein bisschen tricky: zwar ist das Gemüse schon weich, die Fächer daher beweglich - aber Feta, Frühlingszwiebelröllchen und Speckwürfelchen in das sehr heiße Grünzeug zu füllen - das war für meine Finger nicht so ganz ohne.

 

Nach weiteren 10 Minuten im Ofen habe ich uns die Zucchini Hasselbacks serviert und wir haben es uns schmecken lassen. Dazu gab es eine geröstete Brotscheibe für ein zufriedenstellendes, sättigendes Hauptgericht! Wir werden diese Zucchini ganz sicher noch einmal nachkochen!

Meine variierten Zucchini Hasselbacks
Meine variierten Zucchini Hasselbacks

*Editiert am 05.06.2021

 

Heute gab der Kühlschrank nicht nur zwei Zucchini her, im Garten ist der Salbei ziemlich gewuchert, zwei frische Mettwürstchen mussten gegessen werden und ein Rest Bergkäse war ebenfalls übrig. Was habe ich als gemacht? Das Rezept von Julia Morats Zucchini Hasselbacks variiert:

 

Statt mit Öl habe ich die Zucchini mit hausgemachtem Salbeipesto eingepinselt und gebacken. Gefüllt wurde nach der ersten Garzeit mit dünnen Scheiben Mettwurst und bestreut mit geriebenem Bergkäse. Uns hat es wunderbar geschmeckt, würzig und lecker war es! Kann ich Euch nur zum Nachkochen empfehlen.

Julia Morat: Global Cooking

Julia Morat Global Cooking (C) Raetia
Julia Morat Global Cooking (C) Raetia

Klar, dass wir unsere Lieblingsgerichte aus den bereisten Ländern (oder jedem Sehnsuchtsland) zu Hause kochen wollen. Ein tolles Kochbuch dazu ist Global Cooking*, das zweite Kochbuch der Autorin.

 

Ihr findet hier raffinierte internationale Rezepte für den heimischen Esstisch. Und keine Angst, die Zutaten dazu gibt es überall, die Zubereitung ist schnell und unkompliziert. So einfach und abwechslungsreich kann internationale Küche sein!


Julia Morat kocht sich in ihrem Kochbuch von Europa über Indien, Japan, Amerika, Afrika bis nach Ozeanien durch. Vor allem Gewürze wie Kurkuma, Garam Masala oder  Chili sind dabei ihre Reisebegleiter. Dabei stellt sie uns Rezepte vor, die durchaus in die schnelle Küche passen und dabei dennoch exotisch und  kreativ kombiniert sind.


Wichtig und praktisch beim Kochen aus dem Kochbuch sind auf jeden Fall die nützlichen Tipps zum einfachen Nachkochen: zum Beispiel, wie man verhindert, die Hasselback Zucchini ganz durchzuschneiden (zwischen zwei Holzstäbchen legen).

 

Gefunden habe ich Rezepte für fast alle Gelegenheiten: Vorspeisen oder Beilagen, opulente Hauptgerichte oder sättigende Eintöpfe, Cookies und aufwändige Desserts. Allen gemeinsam ist: Sie sind sorgfältig Schritt für Schritt beschrieben, es gibt immer Tipps, wie man bestimmte Zutaten ersetzen kann (zur Abwechslung, um ein Gericht vegetarisch zuzubereiten oder weil man etwas nicht bekommt), oft genug findet man sogar alle Zutaten bereits im heimischen Kühlschrank und kann so gegen Heißhungerattacken angehen. Und den neuesten "heißen Sch…" (auf TikTok oder Instagram), nämlich Baked Feta findet man - allerdings ohne Pasta, da bleibt die Italienerin sich treu - im Kochbuch ebenso wie Fisch Gemüse Bowl aus Hawaii, Klassiker wie Chili con Carne aus der TexMex-Küche oder Baba Ganoush, die orientalisch gewürzte Auberginencreme.

 

Mein Fazit: Schön und liebevoll gestaltet, mit immer wieder ganz persönlichen Worten und Erinnerungen hat Julia Morat mit Global Cooking ein attraktives und vor allem alltagstaugliches Kochbuch vorgelegt. Mir hat es Appetit gemacht auf eine Gaumenreise in die Welt. Die pfiffigen, kreativen und gleichzeitig gut nach kochbaren Rezepte habe ein Übriges getan! Ich freue mich sehr über diesen Zuwachs in unserem Kochbuchregal. 

Julia Morat

Global Cooking

Meine besten Rezepte aus aller Welt

272 Seiten

ISBN: 978-88-7283-765-8

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