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Reisen mit Rollstuhl planen - so gehts!

Reisen mit Rollstuhl planen - so gehts!
Reisen mit Rollstuhl planen - so gehts!

Ihr habt es sicher schon bemerkt: wir gehören zu den Urlaubs-Planern. Klar, das ist angesichts unserer Situation nicht wirklich verwunderlich.

 

Reisen mit Rollstuhl braucht nun einmal, falls es nicht echt stressig (und manchmal auch schwierig) werden soll, einiges, was vorher überlegt sein will. Also bleibt nicht viel anders, als im Vorfeld zu recherchieren, welche Hotels barrierefreie Zimmer haben, welche Restaurants lecker und barrierearm sind, wo man umgerüstete Fahrzeuge anmieten kann, welche Attraktionen wie mit einem Rollstuhl erreichbar sind, und und und …

 

Reisen als Rollstuhlfahrer ist nicht schwierig und schon gar nicht unmöglich! Man kann fast überall auf der Welt Urlaub machen. Und an allen Orten trifft man auf hilfsbereite Menschen, selbst wenn es keine barrierefreie Infrastruktur geben sollte. Diese Erfahrungen haben wir immer wieder auf unseren Reisen gemacht. Ein Paradies für Rollstuhlfahrer sind ohne Zweifel die USA – hier haben, was „Accessibility“ angeht, mehrere Kriege mit behinderten Veteranen, die man nicht ausgrenzen konnte (wollte) und die Bürgerrechtsbewegung ganze Arbeit geleistet. Aber auch sonst haben wir festgestellt, dass außerhalb Deutschlands, im Süden Europas oder gar in den sogenannten Entwicklungsländern die Menschen sehr hilfsbereit und offen dafür sind, uns bei der Bewältigung kleinerer oder größerer Hindernisse zu unterstützen. Sind Stufen da, finden sich rasch ein paar starke Jungs und helfen nach oben (und auch wieder nach unten), bauen vielleicht zum Hotelzimmer rasch eine kleine Holzrampe. Sind Türen zu schmal oder im Weg – dann werden sie halt ausgehängt.

Wie wir planen und reisen

Havel
Havel

Seit inzwischen fast 40 Jahren reisen wir gemeinsam, der Gatte und ich. Zu Beginn ging es erst einmal ganz vorsichtig auf Reisen: ein paar Tage nach Holland, in ein spezielles Hotel in Italien. Dann wurden wir immer mutiger und auch neugieriger. Und so gehören zu den gemeinsam und mit Rollstuhl bereisten Kontinenten Europa, Asien, Amerika, Ozeanien und Afrika.

 

Einige Male mit Reiseveranstaltern, ein einziges Mal in einer Gruppe, aber am liebsten und deshalb fast immer: allein, auf eigene Faust, mit dem eigenen Auto, mit Mietwagen, geflogen, mit der Bahn oder auf dem Boot.

 

Warum? Ganz einfach: wenn ich mit Hotels, B&Bs, mit Autovermietern kommuniziere, dann kann ich ganz klar meine speziellen Bedürfnisse (oder besser: die des Gatten) formulieren. Ich kann nachfragen und konkret beschreiben oder eventuell um Fotos bitten. Damit lässt sich vieles klären, falls Vermieter vor Ort und wir uns nicht sicher sind, ob es passen wird. Und nicht selten entsteht aus diesen Mails schon vorab ein freundlicher Kontakt, der vor Ort dazu führt, dass wir (fast) wie alte Freunde begrüßt werden. Wir erhalten zahlreiche Tipps und Informationen aus erster Hand – das konnte uns ein Tourveranstalter bisher noch nie bieten.

 

Schließlich haben wir durch Erfahrung gelernt,  ein paar Tage, bevor es losgeht bzw. bevor wir am nächsten, übernächsten Ziel ankommen, dort nochmal daran zu erinnern, dass wir kommen und dass wir wegen des Rollstuhls besondere Wünsche haben. Nur zur Sicherheit, denn man weiß ja nie …

Rom
Rom

Freunde und Bekannte, ja auch Unbekannte fragen uns immer: wie macht ihr das bloß? Solche Reisen, allein und dann noch mit dem Rollstuhl? Wir würden das ja noch nicht einmal ohne die Behinderung wagen.

 

Unsere Antwort: wir haben bisher kaum negative Reiseerlebnisse gehabt. Im Gegenteil, wir stellen immer wieder fest, dass man in anderen Ländern mit behinderten Menschen selbstverständlicher umgeht, dass man hilfsbereiter ist als in unserer Heimat. So manches Mal hat sich die Behinderung auch als Schlüssel zu ganz besonderen Einblicken in ein Land erwiesen.

 

Klar, wenn man auf Reisen geht ist es nicht wie zu Hause. Aber soll es das denn sein? Wir reisen, um Neues zu sehen, Unbekanntes zu entdecken. Und natürlich muss man sich manchmal auf Unbequemlichkeiten einstellen, klappt nicht alles – aber es finden sich immer Lösungen.

 

Und um anderen Menschen im Rollstuhl Mut zu machen, auch auf Reisen zu gehen, ist unter anderem diese Seite entstanden. 

Unterschiede zwischen zu Hause und auf Reisen?

Dom zu Aachen
Dom zu Aachen

Gibt es Unterschiede mit dem Rollstuhl zwischen zu Hause und auf Reisen? Ganz klar und eindeutig gibt es sie. Zumindest für uns sind Unterschiede im Alltag und in der Art, wie wir aufgenommen werden, erkennbar. Grob gesagt: in vielen Ländern ist es einfacher, angenehmer, selbstverständlicher, auch als Rollstuhlfahrer zu reisen.

 

Beginnen wir mit einer kurzen Skizze der Situation zu Haus, der in Deutschland oft gemachten Erfahrungen. Hier passiert es uns immer wieder, wenn wir beispielsweise:

  • Einkaufen gehen, dass nicht mit meinem Gatten geredet wird, der neue Hemden kaufen will – sondern ich ganz selbstverständlich über seinen Kopf hinweg befragt werde: „Das könnte ihm doch passen?“
  • Auf einem Behindertenparkplatz parken möchten, diesen von offenbar nicht mobilitätsbehinderten Menschen belegt finden, die darauf angesprochen auch noch pampig reagieren: „ich warte hier doch nur auf …“
  • Bei der Bahn zum wiederholten Mal die Einstiegshilfe trotz rechtzeitiger Anmeldung nicht vorfinden oder der rollstuhlgerechte Großraumwagen nicht in den Zuge eingekoppelt wurde und Reisepläne damit ein jähes Ende finden
  • ein Hotel suchen und die rollstuhlgeeigneten Zimmer nur in Vier- oder Fünf-Sterne-Häusern zu entsprechend horrenden Preisen zu bekommen sind (und dass es dann oft genug nur ein barrierefreies Einzelzimmer mit unbequemem Zustellbett für die Begleitperson ist – geschenkt)
Alahambra
Alahambra

Im Urlaub und auf Reisen mit dem Rollstuhl hingegen? Es scheint uns in vielen Ländern auf der Welt viel natürlicher, dass auch behinderte Menschen am Alltagsleben teilnehmen. Beispiele?

  • Wir stehen vor dem Dom in Siena, betrachten die Stufen, die zum Portal hinauf führen und überlegen, wie wir denn wohl gemeinsam den Dom besichtigen könnten. Noch während wir da stehen, kommen drei junge Männer auf uns zu, die vorher auf den Stufen gesessen hatten und fragen – auf Englisch – ob sie meinen Mann die Stufen hinauftragen dürfen, damit er den Dom besuchen kann. Und selbstverständlich wären sie so lange hier, bis wir auch gut wieder hinausgekommen seien. Ganz einfach so, ohne dafür ein Trinkgeld zu erwarten, ja sogar, ohne überhaupt um Hilfe gebeten worden zu sein.
  • Ich werde auf einer Reise in die Türkei krank. Als es mir langsam ein wenig besser geht, beschließt der Gatte, mir ein kräftiges Süppchen kochen zu wollen und macht sich allein vom Ferienhaus aus auf den Weg ins Dorf zum Einkaufen. Kaum dort angekommen findet er sich umringt von netten Menschen wieder. In Deutsch, mit seinen Brocken türkisch, mit Händen und Füßen wird er gefragt, was er benötige. Dann bringt ein Junge Tee für alle, mein Mann soll es sich bequem machen und zwei andere Jungs werden mit konkreten Aufträgen zum Einkaufen geschickt. Sie kehren nach und nach zurück: mit Rindfleisch, mit Suppengrün, mit Brot … derweil plaudert der Gatte mit den Männern, über das Leben, über Deutschland und die Türkei, warum er im Rollstuhl sitzt … All dies unter allgemeinem Gelächter, mit viel Spaß.
  • Wir machen eine Reise durch Indonesien und übernachten mehrere Nächte auf einer Kakaoplantage. Zu unserem Zimmer im Gartenhaus geht es zwei Stufen hoch. Nachdem wir eingetroffen sind, erscheint der Handwerker und baut eine passende Rampe aus ein paar einfachen Holzbrettern. Dann lässt er den Gatten ein paar mal testen, scherzt mit uns, ändert noch die ein oder andere Kleinigkeit. Und wir haben für die Dauer unseres Aufenthaltes ein perfekt rollstuhlgeeignetes Zimmer.
  • In den USA, in Südafrika ist das Anmieten eines behindertengerecht mit Handgas und -bremse ausgestatteten Fahrzeuges ohne Mehrkosten kein Problem. Selbst wenn, wie wir es mehrfach erlebt haben, deutsche Reiseveranstalter den von ihnen bestätigten Sonderwunsch doch nicht an den Zielort weiter geleitet haben: nach spätestens zwei Tagen (in Südafrika, und das Fahrzeug konnten wir dann unterwegs austauschen, mussten also nicht an den ursprünglichen Anmietort zurück!), in den USA aber auch innerhalb einer knappen Stunde haben wir ein Auto wie gewünscht.
Denia
Denia

Auf Reisen erleben wir die Menschen vor Ort freundlich, aufgeschlossen, aufmerksam und hilfsbereit. Gern zu einem Schwätzchen aufgelegt. Wir reden gern mit Menschen, erfahren von ihnen aus ihrem Leben, hören über das Bild von Deutschland in der Welt. Wir erleben die Menschen natürlich und wissbegierig im Umgang mit dem Gatten im Rollstuhl, manchmal ein wenig neugierig, immer aber zu Hilfe und Unterstützung bereit. Vielleicht liegt es auch an uns, weil wir in Urlaubslaune sind? Eigentlich glaube ich eher, es liegt an der doch mehr reservierten, professionell höflichen Art der Deutschen, wenn wir uns zu Hause oft genug weniger willkommen, manchmal sogar als belastende, ungelegen kommende Gäste mit besonderen Anforderungen fühlen.

Unsere Planung unterscheidet sich je nach Reise

Kapstadt
Kapstadt

Auch für uns gibt es kein Patentrezept für die Planung unserer barrierefreien Reisen. Und als Blaupause übertragbar ist das, was wir machen, sicher auch nicht auf jeden – egal ob behinderter Mensch oder nicht. Dafür sind die Vorlieben, Erwartungen und Vorstellungen einfach viel zu unterschiedlich. Auch tragen das Reiseland, die Bedingungen vor Ort und die Zeit und das Geld, die einem zur Verfügung steht, erheblich dazu bei, wie man seine Reise gestalten kann oder sogar muss.

 

Unsere Reiseplanungen für die Touren mit dem Rollstuhl sind sehr unterschiedlich: mal buchen wir fast alles im Voraus, ein anderes Mal lassen wir etliches auf uns zukommen. Hier ein paar Beispiele: 

  • Städtetrip: Nur Flug oder Bahn und Hotel buchen, der Rest ergibt sich vor Ort. Wobei ich bereits von zu Haus aus recherchiere, welche Museen und Attraktionen wie erreichbar sind, ob sich z. B.  Rollstuhlfahrer vorher anmelden müssen.
  • 1-2 Wochen am Strand: Flug und Hotel buchen, weitere Verkehrsmittel ergeben sich nach Bedarf vor Ort: Bus, Taxi oder nicht umgerüstetes Mietauto
  • 2-3 Wochen (oder gar mehr?) Reise: ggf. Flug buchen, komplette Route planen, auf Handbetrieb für den Rollstuhlfahrer umgerüsteten ("paraplegic hand controls") Mietwagen und ggf. andere Transfers buchen und alle Unterkünfte buchen

Wovon die Reiseplanung abhängt

Great Ocean Road
Great Ocean Road

Oder anders gesehen: ob wir Reisedetails vorher planen und buchen, hängt neben unseren persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben von einigen weiteren Faktoren ab:

  • Reisen wir nur an einem Ort oder geht es auf eine Rundreise? Wenn wir nur an einem Ort bleiben, reicht es aus, die Anreise und die Unterkunft zu buchen. Alles Weitere ergibt sich dann vor Ort. Bei einer Rundreise brauchen wir ganz klar wesentlich mehr an Planung.
  • Reisen wir in der Haupt- oder Nebensaison? Nicht nur bei beliebten Reisezielen, häufig bei den von uns benötigten erschwinglichen Hotels mit barrierefreien Zimmern (von denen es nicht so viele gibt – leider) kann es vorkommen, dass vieles bereits ausgebucht und/oder wesentlich teurer ist. Also bleibt nur: planen und vorbuchen.
  • Wie viel Zeit steht mir zur Verfügung? Je mehr Zeit ich für eine Reise habe, umso weniger muss ich vorher planen, denn nicht jeder Tag zählt. Wenn wir aber einiges sehen möchten und nur begrenzt Zeit haben, wird die Planung sicher sinnvoller.
  • Haben wir unterwegs Internetzugang? Dann können wir uns unter Umständen auf kurzfristige Buchungen für die Weiterreise einlassen.

Reiseplanung im Detail

Die Excel-Tabelle mit der Planung unserer Südafrika-Reise 2012
Die Excel-Tabelle mit der Planung unserer Südafrika-Reise 2012

Vom Grundsatz her ist die Planung einer Reise auch per Rollstuhl recht einfach. Unser erster Schritt, nachdem das Ziel klar ist, ist die Buchung der Flüge. Damit haben wir den fix vorgegebenen zeitlichen (und evtl. auch örtlichen) Rahmen.

 

Dann erstelle ich eine Excel-Liste mit allen Tagen, die wir „vor Ort“ sind. Auf diese Tage verteile ich dann geografisch sinnvoll die Orte, die wir auf jeden Fall sehen möchten. Nicht nur, wenn es besonders viel zu sehen gibt, auch weil wir nicht gern tagtäglich neu ein- und auspacken wollen, versuchen wir, an den meisten Orten für mindestens zwei Nächte zu bleiben.

 

In der Tabelle jongliere ich dann manchmal noch ein wenig mit den Daten, etwa nach Verfügbarkeit von Unterkünften oder weil an einem bestimmten Tag ein besonderes Fest irgendwo stattfindet. Irgendwann kommt der Punkt, wo wir dann einfach wissen: ja, das ist es, das ist unsere Reise.

Was kann schiefgehen bei Reisen mit Rollstuhl?

Neuseelands Fiordland
Neuseelands Fiordland

Ist bei unseren Planungen auch schon einmal etwas gründlich schiefgegangen?  Klar, so ist das Leben.

  • Einmal habe ich den Fehler gemacht und zwei rollstuhlgerechte Hotels in Australien in der falschen Reihenfolge gebucht. Das hätte uns knappe 1.000 km zusätzliche Fahrtstrecke für Hin- und Rückfahrt eingetragen. Zum Glück haben wir vor Ort auf halber Strecke ein nettes und geeignetes (Privat-)Zimmer gefunden und konnten so die falsche Buchung einfach verfallen lassen. Und ich schaue seither lieber einmal mehr auf die Landkarte und bin etwas sorgfältiger bei der Routenplanung.
  • Einmal stimmte die Bezeichnung des rollstuhlgeeigneten Bungalows in einem Restcamp des Mapungubwe Nationalparks nicht und wir waren in einen nicht geeigneten, nur über (gefühlte 10) Stufen erreichbaren Bungalow eingebucht. Der „universally accessible“ Bungalow war belegt und die dortigen Gäste waren auch nicht bereit, zu unseren Gunsten umzuziehen. Aber sogar dieses Problem hat sich vor Ort lösen lassen. Wir bekamen einen großen Familienbungalow mit nur einer Stufe und haben unseren Aufenthalt dennoch genießen können.
  • Die größte Pleite war ohne jeden Zweifel, dass wir am 27. März 2008, dem Eröffnungstag des damals neuen Terminal 5 über Heathrow nach Südafrika fliegen wollten und British Airways nicht nur unser Gepäck, sondern auch den Rollstuhl verloren hatte. Das bedeutete dann in der Tat das Aus für diesen Urlaub, denn er traf erst nach knapp drei Wochen (dann allerdings unversehrt und gemeinsam mit dem restlichen Gepäck) wieder bei uns zu Haus ein.

Die Vorzüge der Reiseplanung

Jasper Nationalpark
Jasper Nationalpark

Planung hat noch einige weitere Vorteile: 

  • Wir erfahren durch das Lesen von Reiseführern, von Reiseberichten anderer Urlauber, durch Recherchen im Internet bereits im Vorfeld viel über unser Urlaubsziel. Das ist übrigens schon fast so schön wie das Reisen selbst!
  • Durch die vorherige Planung haben wir das Gefühl, viel mehr zu erleben als ohne.
  • Wir können in Ruhe nach schönen und barrierefreien Unterkünften Ausschau halten, in Ruhe die Preise vergleichen und Anfragen nach Details (wie Türbreiten, Badausstattung oder ähnliches) per Mail klären.
  • Die Planung bietet uns eine gewisse Sicherheit und gewährleistet auch die Entspannung im Urlaub. Diese Zeit ist ja kostbar und kommt uns ohnehin immer schon recht kurz vor, wir wollen sie nicht noch mit nervendem Suchen und Organisationsfragen vor Ort vertun.

Und wie haltet Ihr es auf Euren Reisen? Plant Ihr oder lasst Ihr Euch treiben?

Wie sind Eure Erfahrungen, seid ihr schon einmal mit einer geplanten Reise hereingefallen

oder habt ungeplant etwas besonders Schönes erlebt?

3 Kommentare

Sparen und Reisen

Sparen und Reisen
Sparen und Reisen

Reisen kostet Geld – da beißt die Maus keinen Faden von ab. Das ist auch das einzige, was mir am Reisen nicht gefällt, glaub ich. Wir werden häufig staunend, verwundert, manchmal auch neidisch gefragt, wie wir das eigentlich machen, mit dem Reisen:

 

„Wie könnt Ihr Euch das eigentlich leisten?“

 

Diese Frage zu beantworten, dazu habe ich mal überlegt und einige Tipps zusammengestellt. Und hier sind sie, meine ganz und gar subjektiven, nicht abschließenden, nicht vollständigen Tipps zum Sparen und Reisen. Die Tipps sind natürlich gebührenfrei und unentgeltlich, gratis, geschenkt, für nichts, umsonst.

 

Und wenn Ihr, liebe Leserinnen und Leser, noch mehr Ideen habt: immer her damit!

 

Dieser Beitrag wurde bereits 2013/2014 veröffentlicht und ist jetzt für die Neu-Veröffentlichung ergänzt und hinsichtlich der Links aktualisiert worden.

Monatlich Sparen

Die Reisekasse in Neuseeland
Die Reisekasse in Neuseeland

Da bin ich ganz „schwäbisch“: monatlich legen wir einen bestimmten Betrag zurück, sparen und finanzieren so quasi die Reisen über die nicht gereisten Monate vor. Klar, wenn es „nur“ um den Jahresurlaub geht, dann bringt dies nicht so viel ein, bei der derzeitigen Lage was die Sparzinsen angeht schon mal sowieso nicht. Und trotzdem bleibt es dabei: „Sparen ist das Zurücklegen momentan freier Mittel zur späteren Verwendung.“ Gerade bei „Traumreisen“ kann man durch wiederholte Rücklage über längere Zeit einen Betrag aufsummieren, der dann für eben diese Reise verwendet werden kann. Ein Beispiel für die extremen Beträge, die durch die Annahme von über lange Zeit gleichbleibenden Wachstumsraten aufgrund von Zinseszinseffekten rechnerisch erhalten werden, ist der im Jahr Null angelegte Josephspfennig.

 

Und klar, wir setzen Prioritäten: unser TV-Gerät ist inzwischen fast 20 Jahre alt, statt eines supermodernen und riesigen Flachbildschirms leisten wir uns lieber eine Reise.

Früh planen und dabei flexibel sein

Abendliche Stimmung über der Waterfront von Kapstadt
Abendliche Stimmung über der Waterfront von Kapstadt

Unsere Erfahrung zeigt auch: mit langfristiger Planung kann man auf Reisen eine Menge Geld sparen. Klingt wie eine Binsenweisheit, ist aber so. Es scheint vielleicht paradox, aber sparen kann man bei frühzeitiger Planung des Urlaubs, wenn man dabei ebenso flexibel bleibt wie es die Reisepreise sind.

  • Für Familien ist ein früh gebuchter All-Inclusive-Pauschalurlaub oft die günstigste Variante zu reisen
  • Singles oder Pärchen, die nicht an die Schulferien gebunden sind, flexibel mit den Zeiten sind, können außerhalb der Hochsaison Schnäppchen für den Urlaub ergattern
  • Legt Euch nicht auf einen bestimmten An- bzw. Abreisetag eurer Reise fest. Schon 2 Tage Spielraum können einen deutlich niedrigeren Reisepreis bedeuten (z.B. sind Flüge unter der Woche meist günstiger als Wochenend-Flüge)
  • Auch bei der Wahl des Abflughafens kann man Geld sparen. Der Abflug im Nachbar-Bundesland kann günstiger sein, wenn dort noch keine Schulferien sind. (Aber nicht vergessen: die Kosten für An- und Abreise zum Flughafen mit einkalkulieren)
  • Die Preise werden - auch bei Suche und Buchung via Internet - je nach Nachfrage und Verfügbarkeit regelmäßig angepasst. Sollte der Preis für ein bestimmtes Hotel auf Eurer Reise zu hoch sein, kann eine spätere Abfrage auch einen günstigeren Preis bringen. (Aber Achtung: Der Preis kann auch steigen!)

Nicht nur nach Billigflügen schauen

der Weg... (hier auf Spiekeroog)
der Weg... (hier auf Spiekeroog)

Der Trend beim Reisen geht zu den sogenannten low-cost-carriern oder auch Billig-Airlines. Aber Achtung! Nicht immer sind die Angebote so günstig, wie sie aussehen. Zusatzkosten für Gepäck, Kreditkartenzahlung, Check-in usw. gehen häufig ins Geld und machen den Flug letzten Endes teurer als die Nutzung der „normalen“ Linienflüge. Hinzu kommt häufig, dass die Anfahrt zum weit abgelegenen Abflughafen bzw. die Fahrt zwischen Zielflughafen und Hotel kostspieliger werden können, als mit einem normalen Linienflug, der auf dem Stadtflughafen landet. Daher: immer auch Zusatzkosten und Lage der Flughäfen in die Vergleichsberechnung einbeziehen.

 

Und natürlich: Alternativen für eure geplante Reise prüfen. Vielleicht geht es mit der Bahn preiswerter? Denn Bahnreisen können, wenn man früh bucht und flexibel ist, durchaus günstig sein. Ich denke hier an Angebote wie den

Auch Nachtzüge sind günstig zu buchen, außerdem spart man dabei noch eine Übernachtung im Hotel. Bei den Nachtverbindungen im ICE und IC gelten Super Sparpreis und Sparpreis ebenfalls.

 

Schließlich gibt es noch die gute alte Mitfahrzentrale und zahlreiche interessante Verbindungen zu kleinen Preisen mit Fernbussen quer durch Deutschland oder über den Kontinent.

Prioritäten setzen

Leckeres Essen! (hier im La Colombe in Kapstadt)
Leckeres Essen! (hier im La Colombe in Kapstadt)

Gerade wenn man sich nicht alles leisten kann oder will, hilft es, sich auch für Urlaub und Reise zu überlegen, wofür man sein Geld ausgibt. Dann kommt auch nicht das Gefühl auf, im Urlaub ständig sparen zu müssen, auf etwas verzichten zu müssen, schließlich gönnt man sich dafür ja etwas anderes. Man sollte sich also die Frage beantworten „Was ist mir wichtiger?“:

  • Worauf kann ich bei der Wahl einer Unterkunft eher verzichten, auf die Nähe zum Stadtzentrum oder meinen nächtlichen (Schönheits-)Schlaf?
  • Was will ich: ein gutes Essen in einem schönen, aber teuren Restaurant oder den Bootsausflug, der genauso viel kostet?
  • Möchte ich günstige Shopping-Gelegenheiten nutzen oder eher nicht einkaufen und stattdessen viel unternehmen?

Übernachten und ÖPNV nutzen

Übernachten (hier in Rom)
Übernachten (hier in Rom)

Sparen kann man auch bei der Übernachtung. So geht es preiswerter: Privatzimmer sind preiswerter als Hotels (und längst nicht immer schlechter!), in Ferienwohnungen kann man auch auf Städtereisen ganz in der City, aber doch sehr privat wohnen. Und es gibt viele, die berichten lobend und begeistert vom Couchsurfing.

 

ÖPNV nutzen, auch das gehört beim Sparen dazu: in fernen Ländern, fremden Städten, unterwegs nicht nur das eigene oder Mietauto nutzen, Taxi fahren gar - nein, den öffentlichen Personennahverkehr nutzen. Das spart Geld, beschert uns Einblicke in den Alltag und sorgt auch immer wieder für Kontakte. Denn meistens sind die Begegnungen durch Hilfsbereitschaft und freundliche Neugier gekennzeichnet.

Preise vor Ort recherchieren und die Nebenkosten nicht vergessen

Hummer Picknick (USA, Neuenglandstaaten)
Hummer Picknick (USA, Neuenglandstaaten)

Günstige Angebote im Internet können dazu verführen, unüberlegt sofort zu buchen. Damit Euch die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, solltet Ihr auch beim feinsten Schnäppchen vorher recherchieren, wie teuer es vor Ort sein wird!

 

Vergessene Zahnpasta nachkaufen, unterwegs einen Cappuccino oder eine Cola trinken, nach Hause telefonieren, den Mietwagen betanken, Eintrittsgelder für Museen oder Freizeitparks - solche Kosten sind von Land zu Land oft sehr verschieden.

 

Wer es höchst offiziell möchte: Die OECD veröffentlicht Informationen zu den Kaufkraftparitäten in ihren "Comparative Price Levels (CPL)". In einem monatlichen Vergleich wird dabei das Preisniveau der privaten Konsumausgaben betrachtet. Jede Spalte zeigt die Anzahl der angegebenen monetären Einheiten erforderlich ist, um in jedem der aufgeführten Länder den gleichen repräsentativen Korb von Konsumgütern und Dienstleistungen zu kaufen.

 

Ein populäres Beispiel für Kaufkraftparitäten auf einer alternativen Basis ist der von der Zeitschrift The Economist regelmäßig veröffentlichte Big-Mac-Index. Dabei wird ermittelt, wie viel ein Big Mac in einem McDonald’s-Restaurant in den verschiedenen Ländern der Welt kostet. Diese Preise werden zur Grundlage einer Währungsumrechnung gemacht.

 

Kostenfallen lauern auch bei Roaming-Gebühren beim Telefonieren oder Surfen im Ausland. Gerade, wenn man länger durch ein Land reist, kann sich der Kauf einer Prepaid-SIM-Karte lohnen.

Dinge mitnehmen und Gutscheine nutzen

On the Road (hier unterwegs in die Flinders Ranges, Australien)
On the Road (hier unterwegs in die Flinders Ranges, Australien)

Manches ist vor Ort viel teurer als zu Hause. Kleinvieh macht auch Mist, viele kleine Summen ergeben eine große, also nehmen wir einiges mit:

  • eine Familienflasche Sonnenmilch vom heimischen Discounter
  • Müsliriegel für Heißhungerattacken
  • was gegen lästige Mücken
  • Ziploc-Tüten, um Essen unterwegs auslaufsicher einzupacken und um Kleinigkeiten auffindbar zu verstauen
  • Genial fand ich diesen Tipp: Für kleine (und teure) Reisehandtücher aus Mikrofaser gibt es eine ziemlich gute und preiswerte Alternative, nämlich Mikrofaser-Bodentücher aus dem Drogeriemarkt

  • Eine leere Wasserflasche, die man morgens im Hotel und bei Gelegenheit unterwegs auffüllt, spart das ständige (und teure) Einkaufen von Getränken unterwegs

Dies sind nur ein paar Beispiele für Dinge, die man mitnehmen und dabei sparen kann. Aber Vorsicht bei Flugreisen: beachtet die maximalen Gewichtsgrenzen für das Gepäck. Denn die Kosten fürs Übergepäck sprengen die sauberste Kalkulation (und zwar egal ob Hin- oder Rückflug).

 

Vielfach (vor allem in den USA, aber auch anderswo) gibt es eine ausgeprägte Coupon-Kultur. Also heißt es Gutscheine, Coupons, Rabatthefte nutzen. Damit kann man verbilligten Eintritt erhalten, ein two-for-one-Dinner essen, billiger übernachten und und und. Die sollte man nutzen ohne falsche Scham. Ähnliche Rabatte gibt es z. B. auch von den großen Automobilclubs.

 

Und vielleicht hilft ja auch: handeln, feilschen wie auf dem orientalischen Basar.

Fragen, fragen, fragen...

kann man die Dame auch was fragen???
kann man die Dame auch was fragen???

Klar, Essen muss man – auch oder besser gerade auch auf Reisen. Trotzdem, so manches Mal, wenn wir bei einem der netten Restaurants unterwegs auf die Karte sahen, fielen wir vor Schreck fast um. Hier hilft es, zu fragen.

 

Wir fragen viel vor Ort die Einheimischen: an der Hotelrezeption nach Restaurantempfehlungen, bei der Touristeninformation, die nette Polizistin oder den Schaffner im Zug. Und die Empfehlungen, die wir dabei bekommen sind nie die schlechtesten. Häufig besuchen wir so Restaurants, die wir allein nie gefunden hätten.

 

In vielen Ländern – vor allem im asiatischen Raum – bekommt man in kleinen Restaurants, Essensständen und Garküchen leckere Gerichte für sehr wenig Geld geboten. Hier lohnt es sich nicht nur kulinarisch, auf die Verpflegung im Hotel zu verzichten und stattdessen die landestypische Küche preiswert zu genießen. Auch wichtig: ruhig mal etwas aus dem Touristenrummel entfliehen! Das beste und günstigste Essen bekommt man nämlich häufig abseits der Touristenzentren.

 

Zu meinen schönsten Urlaubs-Erinnerungen gehören unsere Picknicks: Im Supermarkt oder in einem kleinen Laden um die Ecke kaufen wir leckere regionale Spezialitäten (Obst, Wurst, Käse, frisches Brot – und auch mal eine Flasche Wein). Um die Mittagszeit packen wir die landestypischen Naschereien an einem charmanten Plätzchen aus und genießen! Sehr romantisch, schön ruhig, häufig mit guter Aussicht und immer: sehr erschwinglich.

 

Die besten Dinge kosten oft nichts, auch beim Reisen. Versucht also, das Gratis-Sightseeing zu entdecken. Kirchen und Parks sind fast überall auf der Welt kostenlos anzusehen. Auch der Eintritt in wichtige Museen und Galerien ist oft an bestimmten Wochentagen frei, ebenso der Besuch berühmter Attraktionen wie z. B. die Schlüsselzeremonie vor dem Tower of London. Weitere kostenfreie Attraktionen:

  • Amsterdam: Für Fans der klassischen Musik spielt jeden Mittwoch um 12:30 Uhr das Orchester des Concertgebouw ein freies halbstündiges „Lunchkonzert“. Diesen und noch 9 weitere Tipps findet Ihr bei "nach holland"
  • In Berlin für "umme": die Lunchkonzerte in der Berliner Philharmonie jeweils am Dienstag um 13 Uhr (Aber Achtung: gerade finden die Lunchkonzerte in der Philharmonie Berlin aufgrund der Corona-Eindämmungsverordnung nicht statt.)
  • In Italien gibt es freies Essen. Bestellt man abends so ab 18 Uhr in einer der zahllosen Bars mit Blick auf Meer oder Piazza einen Drink, dann profitiert man von italienischer Aperitif-Kultur. An den köstlichen Snacks und Salaten, die gratis dazu gereicht werden, kann man sich nämlich ganz gut satt essen.
  • London: viele Museen kann man kostenlos besuchen, so unter anderem die National Gallery oder das Tate Modern
  • Madrid: Über 10.000 Werke aus den verschiedensten Epochen können im Museo del Prado von Montag bis Samstag (18:00 – 20:00 Uhr) sowie an Sonn- und Feiertagen (17:00 – 19:00 Uhr) vom Publikum kostenlos in Augenschein genommen werden.
  • Paris: den Louvre und Mona Lisa kann man von Oktober bis März an jedem ersten Sonntag im Monat und am 14. Juli umsonst besuchen
  • Washington hat ganz viel für umsonst (oder kleines Geld) zu bieten, das findet sich hier.
  • Bei Teilzeitreisen.de gibt es ebenfalls weitere Tipps zu Städten wie Berlin, Düsseldorf, München, London wo man Sehenswürdigkeiten gratis anschauen kann.

Beim Planen der Reise lese ich: Reiseführer, am besten mehrere (die leihe ich in meiner Stadtbücherei), im Internet. Und unterwegs? Da hilft natürlich das Smartphone, mit dem man Wikipedia als Reiseführer benutzen kann. Da ist eigentlich fast jede Stadt ist verzeichnet und meist gibt es sogar einen Abschnitt „Sehenswürdigkeiten“, von denen man oft auch weiter verlinkt wird. Das ist meist kostengünstig – aber Achtung: hier schlummert mal wieder die Kostenfalle Roaming-Gebühren.

 

Für Leserinnen und Leser, die einen eBook-Reader besitzen, gibt es noch einen besonderen „Leckerbissen“: Man kann die Wikipedia-Einträge als PDF herunterladen (am linken Rand eines Artikels „Drucken/exportieren -> als PDF herunterladen“) und dann auf den eBook-Reader packen. So hat man seinen Reiseführer immer dabei.

Budget bestimmen und einhalten

Rom - ein tolles und leider auch teures Reiseziel
Rom - ein tolles und leider auch teures Reiseziel

Klar, im Urlaub will man nicht ständig rechnen und Geld zähen. Aber wenn man mit seinem Geld auskommen muss, sollte man schon vor der Reise ein Budget festsetzen: Wie viel will ich pro Tag ausgeben? Und jeden Tag dann die abendliche Kontrolle

  • Habe ich mein Budget eingehalten?
  • Wenn nicht: Kann ich es ausgleichen, indem ich morgen etwas einspare?

Die regelmäßige Kontrolle verhindert ein böses Erwachen am Ende des Urlaubs. Hilfreich dabei außerhalb der Eurozone: ein Währungsrechner und der regelmäßige Blick auf den aktuellen Wechselkurs.

 

 

Und wie spart Ihr für oder auf Reisen? Habt Ihr noch Tipps und Ideen, vielleicht sogar Adressen zum Sparen?

Ich freue mich auf Eure Kommentare!

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7 gute Gruende für Kapstadt

7 gute Gruende für Kapstadt
7 gute Gruende für Kapstadt

Seit Jahren schon ist unser liebstes Reiseziel Südafrika. Wen wundert’s, wenn ich am Kap auch meine Lieblingsstadt am Meer gefunden habe: die "Mothercity" Kapstadt.

 

Kapstadt liegt im Südwesten der Republik Südafrika unmittelbar an der Tafelbucht des Atlantischen Ozeans und ist nach Johannesburg und Durban die drittgrößte Stadt Südafrikas. Die Stadt dehnt sich über eine Fläche von 2.455 Quadratkilometern aus und hatte 2007 3,4 Millionen Einwohner. Ihren Namen erhielt sie nach dem Kap der guten Hoffnung, das etwa 45 km südlich liegt und früher eine Hauptgefahr auf dem Seeweg nach Indien darstellte. Als „Mothercity“ wird sie gelegentlich bezeichnet weil Kapstadt die erste Stadtgründung der südafrikanischen Kolonialzeit war.

 

Berühmt ist Kapstadt unter anderem durch sein Wahrzeichen, den Tafelberg. Seine markante, plateau-förmige Oberfläche dominiert zusammen mit Signal Hill, Lion’s Head und Devil’s Peak das gesamte Stadtbild und macht die Skyline weltweit so unverwechselbar. Das Meer an der Kap-Halbinsel ist als unruhig bekannt, was dazu führte, dass das Kap der guten Hoffnung auch unter dem Beinamen „Kap der Stürme“ bekannt wurde.

 

Warum diese Stadt für mich eine der schönsten der Welt und meine liebste Stadt am Meer ist? Das erkennt man am besten am frühen Abend vom Signal Hill. Der Blick von dort ober auf die Stadt in der Dämmerung und später das funkelnde Lichtermeer ist einfach wunderschön. Diese Stadt ist wie ein riesiges Amphitheater.

 

Und wie erkundet man dieses Theater? Am einfachsten, so finde ich, mit dem City Sightseeing Bus. Mit dem Hop on Hop off Bus gelangt man gut und bequem kreuz und quer durch die Stadt zu allen touristischen Höhepunkten. Es gibt zwei verschiedene Routen, die über zwanzig Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele Kapstadts anfahren, darunter Kirstenbosch Botanical Gardens, den Tafelberg, die V & A Waterfront, Camps Bay und Sea Point.

 

Dieser Beitrag wurde erstmals 2013/2015 veröffentlicht und ist für die Neu-Veröffentlichung mit einem neuen Highlight ergänzt und hinsichtlich der Links aktualisiert worden.

 

Und das sind sie, meine 7 guten Gründe für Kapstadt:

Blick auf Kapstadt vom Signal Hill
Blick auf Kapstadt vom Signal Hill

1. Der Tafelberg

Tafelberg - ohne "Tischtuch"
Tafelberg - ohne "Tischtuch"

Der Tafelberg gehört zu den meistbesuchten Touristenattraktionen in Südafrika und gilt als eines der 7 neuen Naturwunder. Dort mit der Seilbahn hochzufahren ist ein besonderes Erlebnis – eines, das wir nur bei unserem allerersten Kapstadt-Besuch 2001 genießen konnten. Danach hüllte sich der Berg jedes Mal in Wolken, wenn wir in der Stadt waren. Neben einigen Wanderwegen führt seit 1929 eine Seilbahn auf den Tafelberg. Seit 1997 gibt es neue Gondeln direkt aus der Schweiz, die den Spitznamen „Fondue-Topf“ in Kapstadt erhalten haben. Diese modernen Gondeln drehen sich während der 5-minütigen Auffahrt einmal um ihre eigene Achse und erlauben so allen Passagieren eine herrliche Rundsicht auf Kapstadt und die Umgebung. Die Table Mountain Aerial Cableway überwindet einen Höhenunterschied von 700 Metern. Auf der 1200 Meter langen Strecke gibt es keine Stützen. Die Seilbahn kann 900 Personen pro Stunde befördern.

2. Der botanische Garten von Kirstenbosch

Botanischer Garten Kirstenbosch
Botanischer Garten Kirstenbosch

Ebenfalls auf meiner Liste der Must-sees in Kapstadt: ein Besuch im botanischen Garten von Kirstenbosch. Er liegt am Osthang des Tafelberges und gilt als einer der schönsten botanischen Gärten der Welt. Er ist mit 36 Hektar der größte von neun Nationalen botanischen Gärten in Südafrika. Er wurde 1913 gegründet, um die einzigartige Artenvielfalt der Kapregion zu erhalten. Dieser Grundsatz wird auch heute noch beibehalten, indem nur heimische Pflanzen gezeigt werden. So finden sich hier die südafrikanischen Silberbaumgewächse oder Proteen, Heidekräuter und Palmfarne. Daneben gibt es Sukkulenten, den Mathew’s Steingarten, ein Arboretum, eine Nutzpflanzenabteilung, ein Duftbeet und einen Blindenpfad. Auch wird mit dem „water-wise garden“ versucht, wassersparende Pflanzen für Gärten attraktiv zu machen. Das Gewächshaus am Haupteingang zeigt Pflanzen der wichtigsten Vegetationsformen Südafrikas, wie die Karoo, den Fynbos und die Savanne.

3. Die Kaphalbinsel

34° 21′ 25″ S, 18° 28′ 26″ O
34° 21′ 25″ S, 18° 28′ 26″ O

Und dann sollte man unbedingt eine Rundfahrt über die Kaphalbinsel auf dem Programm haben. Die Kaphalbinsel ist eine rund 35 Kilometer lange Halbinsel südlich von Kapstadt. An ihrem südlichen Ende liegen das Kap der Guten Hoffnung und der Cape Point. Sie besteht aus vorwiegend mit Fynbos-Vegetation bewachsenen Höhenzügen und steinigen Flächen, ein großer Teil gehört zum Table-Mountain Nationalpark.

 

Dabei kann es zunächst nach Constantia gehen, dem vor allem durch seine Weingüter bekannten Vorort Kapstadts. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen, besonders die sogenannte Constantia Wine Route, an der die bekannten Weingüter Groot Constantia, Klein Constantia, Buitenverwachting, Constantia Uitsig und Steenberg liegen. Auf Groot Constantia begann Simon van der Stel, der erste Gouverneur der niederländischen Kapkolonie, die ersten Weinstöcke einzupflanzen. Das Weingut ist ein Beispiel für den Baustil der Kapholländer und eine bekannte architektonische Sehenswürdigkeit.

 

Von hier geht es weiter zum Boulder’s Beach. Das ist ein Strandabschnitt in Simon’s Town auf der Kaphalbinsel, etwa 20 Autominuten von Kapstadt entfernt. Bekannt ist er für seine eine Brillenpinguin-Kolonie. Zwei Stege, die die dortigen ca. 3000 Brillenpinguine vor allem vor den Besuchern schützen sollen, führen zum Strand. Die Brillenpinguine sind die einzigen heute noch in freier Wildbahn lebenden Pinguine Afrikas.

 

Und von dort geht es am Meer entlang und hoch zur Nationalpark-Einfahrt. Der Park ist bekannt für seine reiche, vielfältige und einzigartige Fauna und Flora und die Naturlandschaft mit ihren schroffen Klippen, den steilen Hängen und Sandbänken. Was man gesehen haben muss? Natürlich das Kap der Guten Hoffnung, ein sehr markantes, früher wegen seiner Klippen gefürchtetes Kap nahe der Südspitze Afrikas. Es ist der südwestlichste, nicht der südlichste Punkt Afrikas (das ist das Kap Agulhas), und damit jenes Kap, an dem die afrikanische Küste ihren Schwenk nach Osten beginnt und die Passage in den Indischen Ozean anzeigt. Die auf einem breiten Holzpaneel nahe am Wasser angezeigten geografischen Koordinaten lauten: 34° 21′ 25″ S, 18° 28′ 26″ O.

... was noch in Kapstadt*?

4. Das Two Oceans Aquarium

im Two Oceans Aquarium
im Two Oceans Aquarium

Und wenn es – was tatsächlich vorkommen kann – einmal regnet in Kapstadt? Dann ist das Wetter gerade recht für einen Besuch des Two Oceans Aquarium. Es hat seinen Namen aufgrund der Lage am Atlantischen und Indischen Ozean. Das 1995 eröffnete Aquarium beherbergt in über 30 Becken 300 Fischarten aus beiden Ozeanen, dazu kommen wirbellose Tiere wie Anemonen, Quallen, Röhrenwürmer, Muscheln, Schnecken und Krebse. Besondere Attraktionen sind der 2 Mio. Liter fassende Open Ocean Tank, in dem Haie und Rochen zu sehen sind, und der Living Kelp Forest (Seetang-Wald), der die Tierwelt an der Küste widerspiegelt. An einem Sandstrand mit Pinguinen und Robben werden Ebbe und Flut am Kap simuliert.

5. Der Greenmarket Square

Greenmarket Square
Greenmarket Square

Ein Ort, der in jedem Fall einen Besuch lohnt, ist der Greenmarket Square in Kapstadt. Er gilt als einer der schönsten Plätze der Stadt. Hier findet jeden Tag ein Flohmarkt statt, umgeben von prächtigen Häuserfassaden der alten Gebäude, Cafés und Hotels. Hierher kommen Händler aus den verschiedensten Ländern Afrikas. Der Platz ist voll mit den hölzernen Giraffen, Puppen, bunten Ketten, Steinen und Masken der Souvenirverkäufer. In den Verkaufsständen hängen farbige Shirts und Tücher. Die Atmosphäre ist aufregend: bei den Klängen von afrikanischen Trommeln kann um Textilien, Lederartikel, Schmuck und Kunsthandwerk gefeilscht werden. Zwischen den Ständen beginnen Menschen zu klatschen und zu tanzen, die Zuschauer werden vom Rhythmus in den Bann gezogen. Man kann nicht nur, man muss handeln – sonst sind die Preise zu hoch.

6. Das Zeitz MOCAA Museum

Zeitz MOCAA Museum in Kapstadt
Zeitz MOCAA Museum in Kapstadt

Das Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (kurz Zeitz MOCAA) ist ein noch recht neues Kunstmuseum für zeitgenössische afrikanische Kunst in Kapstadt in Südafrika. Es steht auf dem Gelände der V&A Waterfront und gilt als das weltweit größte Museum zeitgenössischer afrikanischer Gegenwartskunst. Die Eröffnung fand am 22. September 2017 statt. Wir hatten es noch nicht besucht und so stand es bei unserem Kapstadt Aufenthalt im September 2019 ganz oben auf der Liste unserer Ziele.

 

Das Zeitz MOCAA Museum in Kapstadt wurde im Auftrag des deutschen Managers und Kunstsammlers Jochen Zeitz in öffentlich-privater Partnerschaft errichtet. Zeitz präsentiert dort seine umfangreiche Sammlung afrikanischer Kunst, die er seit 2002 aufkauft. Er stellt dem Museum seine Sammlung leihweise zur Verfügung, kommt über die Zeitz Foundation für die laufenden Kosten des Museumsbetriebs auf und finanziert den Etat für Neuanschaffungen.

7. Der Weinbau am Kap

Weingut "Yonder Hill"
Weingut "Yonder Hill"

Wenn man schon in Kapstadt ist, dann sollte man unbedingt ein oder mehrere Weingüter besuchen, sich den Weinbau am Kap erklären lassen. Und natürlich probieren, schmecken … und einkaufen.

 

Bei unseren häufigen Südafrika Aufenthalten wird es niemanden wundern: auch der südafrikanische Wein steht bei mir hoch in Kurs. Abends beim Braai gibt es (natürlich) ein Glas Wein für mich. Sind wir in Kapstadt, muss mindestens ein Ausflug in das Weinanbaugebiet eingeplant werden. Das Gebiet um Stellenbosch und Paarl ist das Zentrum des Weinbaus am Kap. Dabei verlagert sich das Zentrum des Weinbaus in Südafrika zunehmend in Richtung der kühleren Einflüsse der False Bay und der Universitätsstadt Stellenbosch.

Noch mehr über Kapstadt gibt es hier:

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7 gute Gruende für Kapstadt
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Meine 7 Top-Tipps zu einer Reiseroute durch Australiens Südosten

Meine 7 Top-Tipps zu einer Reiseroute durch Australiens Südosten
Meine 7 Top-Tipps zu einer Reiseroute durch Australiens Südosten

Ist es eigentlich in Ordnung, jetzt schon wieder einen Beitrag zu Australien zu veröffentlichen? Die Grenzen sind nach wie vor für alle Touristen geschlossen, es macht also aktuell leider nicht so viel Sinn, eine Reise zu planen.

 

Meine Antwort bleibt: Ich bin sicher, es gibt unter Euch den einen oder die andere, die sich genauso über Reiseerinnerungen freuen wie ich. Und schließlich kommt auch wieder eine Zeit, in der wir reisen können – und da findet Ihr hier sicher Anregungen und vor allem auch Tipps zur Barrierefreiheit.

 

Ich habe Euch also 7 Highlights unseres Roadtrips im Südosten Australiens zusammengestellt: Die Bundesstaaten im Südosten Australiens, von Victoria bis nach Südaustralien, bieten auf überschaubarem Raum eine reiche Auswahl an Naturschönheiten und lebendigen Städten. Wir besuchten Nationalparks, fuhren entlang der abwechslungsreichen Great Ocean Road und durch berühmte Weinanbaugebiete mit Zeit für Weinproben. Ich serviere Euch kleine "Appetithäppchen" zu meinen ausführlicheren Blogbeiträgen zu

  • Barossa Valley und Adelaide Hills
  • Blue Mountains
  • Ikara Flinders Ranges National Park
  • Great Ocean Road
  • Wilsons Promontory
  • Yarra Valley
  • Adelaide

Informationen und Hinweise zur aktuellen Coronalage für internationale Reisende

Als Reaktion auf COVID-19 (Coronavirus) sind die australischen Grenzen zurzeit geschlossen. Aktuell dürfen ausschließlich australische Einwohner und Bürger, sowie ihre unmittelbaren Verwandten nach Australien einreisen. 

 

Jeder, der nach Australien einreist, ist dazu verpflichtet, sich ab dem Tag der Einreise für 14 Tage in einer dafür geeigneten Einrichtung (z.B. einem Hotel) im Einreiseort selbst zu isolieren.

 

Besuchen Sie für weitere Informationen bitte die Website des australischen Gesundheitsamtes.

Australien: das war unsere Route!

Wir sind ab und bis Sydney geflogen. Von dort beschrieb unser Roadtrip im Südosten Australiens im Grundsatz ein "O". Dieser fast klassischen Route sind wir gegen den Uhrzeigersinn gefolgt.

1. Barossa Valley und Adelaide Hills

Adelaide Hills und Barossa Valley: Autos, Wein und deutsche Siedler
Adelaide Hills und Barossa Valley: Autos, Wein und deutsche Siedler

Unser Roadtrip im Südosten Australiens startete in Sydney. Nach ein paar Tagen hier ging es mit dem Mietwagen zunächst in die Blue Mountains. Von dort fuhren wir in das australische Outback zum Ikara Flinders Ranges National Park. Via Adelaide kamen wir dann in die Adelaide Hills und ins Barossa Valley.

 

Mehr Weingüter haben wir im weiteren Verlauf unseres Roadtrips übrigens im Yarra Valley erkundet.

 

Die Adelaide Hills östlich von Adelaide sind eine Weinregion mit kühlem Klima. Die höchsten Weinberge liegen zwischen 600 und 650 Metern Höhe. Sie grenzen im Norden an das Barossa Valley und im Süden an McLaren Vale und Langhorne Creek.

2. Blue Mountains

Blue Mountains
Blue Mountains

Die Ausläufer der Blue Mountains beginnen ca. 60 km westlich von Sydney. Große Teile der Berge wurden im Dezember 2000 vor allem wegen der Artenvielfalt der Eukalyptusbäume zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt. Die Blätter der Bäume verdunsten das ätherische Eukalyptusöl, dessen feiner Dunst über den Bergen liegt und den Bergen die bläuliche Tönung verleiht, die ihnen den Namen gab.

 

Geologisch handelt es sich bei den Blue Mountains um ein auch heute noch sichtbares Sandstein-Plateau, in das Flüsse tiefe Täler gegraben haben.  Heute ist das Gebiet touristisch bestens erschlossen, es gibt Aussichtspunkte, Restaurants, Hotels, Freizeitparks.

 

Von Sydney aus führte uns der erste Abschnitt unseres Roadtrips mit dem für Rollstuhlfahrer umgebauten Mietwagen im Südosten Australiens genau hier hin und ich habe Euch im Blog mitgenommen zu einigen Attraktionen der australischen Blue Mountains.

3. Ikara Flinders Ranges National Park

Australien: Ikara Flinders Ranges National Park
Australien: Ikara Flinders Ranges National Park

Unser Roadtrip im Südosten Australiens startete in Sydney. Nach ein paar Tagen hier ging es mit dem Mietwagen zunächst in die Blue Mountains. Von dort ging es hinein in das australische Outback, nämlich über Dubbo, Cobar und Broken Hill zum Ikara Flinders Ranges National Park, ein rund 950 km² großes Naturschutzgebiet. Die Flinders Ranges sind ein Gebirgszug im Norden des australischen Bundesstaates South Australia, der sich fast 500 km in nordsüdliche Richtung erstreckt.

 

Und nicht immer hatten wir auf unserem Weg dorthin ein Wetter, welches zu Unternehmungen einlud. Es gab Regen (gut für die von den Buschfeuern geplagten Landstriche); an einem Morgen so stark, dass wir glatt unsre Abreise ein Stündchen nach hinten geschoben haben. Und zu Mittag hatten wir dann 35° C und Sonnenschein. Unser Weg führte uns über die A32, eine gut ausgebaute, schnurgerade und sehr leere Straße mitten durchs Outback. Unterwegs bekamen wir, außer dem großen Nirgendwo, nicht viel zu sehen, gelegentlich einen Bahnübergang, ab und an eine Tankstelle oder eine kleine Ansiedlung, Farmen in riesigen Abständen links und rechts der Straße, manches Mal nur an einem Gatter mit Postbox zu erkennen.

Was kann man alles unternehmen*?

4. Great Ocean Road

 Australien Roadtrip Highlight: Great Ocean Road
Australien Roadtrip Highlight: Great Ocean Road

Sie gehört ohne Zweifel zu jeder Australien Rundreise im Süden: die Great Ocean Road. Wir sind diese Strecke von West nach Ost gefahren, auf unserem Weg von Mount Gambier und Warrnambool entlang der Meeresküste,

bevor es dann weiterging in die Metropole Melbourne.

 

Und dass diese Strecke ein touristisches Highlight ist, das merkt man sehr deutlich. An jeder Auffahrt von Parkplätzen zurück auf die Great Ocean Road Hinweisschilder: in Australien fährt man links. Die Straße war recht voll, die Aussichtspunkte sehr belebt, ja teilweise sogar überfüllt: Einzelreisende wie auch wir auf Roadtrip, Minibusse mit (den zur Zeit unseres Aufenthaltes eigentlich wegen Corona schon selten gewordenen) asiatischen Touristen, große Reisebusse. Da kann man schon einmal die hohe Zahl der uns umgebenden Touristen als störend empfinden. Überall erlebten wir Überfüllung und quasi die Steigerung des Massentourismus.

 

Lohnt es sich dem Overtourism zum Trotz, diese Strecke zu fahren und sie in den eigenen Roadtrip einzubauen? Kommt mit und ich erzähle ein wenig von unseren Erfahrungen mit dem Australien Roadtrip Highlight: Great Ocean Road.

5. Wilsons Promontory

Wilsons Promontory
Wilsons Promontory

Wilsons Prom - davon hatten wir vor der Planung unseres Australien-Roadtrips noch nicht gehört. Ja, ich gestehe, ich musste sogar nachschauen, wie Promontory zu übersetzen ist (promontory heißt Landspitze, Landzunge, Vorgebirge oder Kap, im Binnenland kann es auch Felsvorsprung bedeuten).

 

Zur kurz und knackig auch Prom Coast genannten Halbinsel kamen wir auf dem Weg von Melbourne und dem Yarra Valley nach Ulladulla, Wollongong und zurück nach Sydney. Es war schon März 2020 und das Thema Covid-19 wurde immer präsenter auch in Australien. Zudem war die Ferienzeit der Australier vorbei, der Sommer ging zu Ende und weiter Richtung Norden an der Küste lag ein von den Buschfeuern in der Saison 2019/2020 besonders betroffenes Gebiet auf unserer geplanten Route.

 

Dennoch, die Ecke bedeutete für uns zwar einen Umweg auf der Weiterreise, gelohnt hat es sich dennoch. Das hatte verschiedene Gründe: die traumhafte Natur und Landschaft, die Abgelegenheit auf der einen Seite und eine wirklich tolle Unterkunft auf dem Lande zum anderen. Die Wilsons Promontory ist also eine Halbinsel in South Gippsland, dem südlichsten Teil des australischen Kontinents. Am South Point befindet sich bei 39° 08' S der Wilsons-Promontory-Leuchtturm. Die Küstenlandschaft der Landzunge ist von Wattlandschaften, sandigen Stränden und geschützten Buchten geprägt, die von graniten Landzungen und Klippen im Süden und dahinter liegenden Küstendünen und Sümpfen unterbrochen werden. Besiedelt ist diese Landschaft von verschiedenen Aborigines  nachweislich seit 6500 Jahren.

 

Aber lest doch einfach mal selbst!

6. Yarra Valley

Wein im australischen Yarra Valley
Wein im australischen Yarra Valley

Wein stand durchaus öfters auf der Agenda unserer Australienreise. Tatsächlich haben wir schon ausgedehnt die Weingüter in den Adelaide Hills und dem Barossa Valley erkundet, bevor es dann später über die Great Ocean Road weiter ging.

 

Nach der Großstadt Melbourne ging es für uns wieder aufs Land. Weniger als eine Stunde nordöstlich von Melbourne liegen das sanft hügelige Yarra Valley, eine der bekanntesten Weinregionen Australiens, und die üppig grünen Yarra Ranges, das Reich der Farne und imposanter Eukalyptusbäume. Der Yarra Ranges National Park liegt zwischen Melbourne und den viktorianischen Alpen und bietet tolle Ausblicke und Regenwaldlandschaften. Die Yarra Ranges erstrecken sich über ein ausgedehntes, bergiges Gebiet mit kühlen, gemäßigten Wäldern. Im Nationalpark gibt es klare Bäche, die den Yarra River speisen, und große Stauseen, aus denen Melbourne sein Trinkwasser bezieht.

 

Wir haben hier ein paar Tage rund um den Geburtstag des Gatten verbracht. Dazu hatte ich uns nicht nur ein nettes Hotel ausgesucht, wir wollten auch lecker essen. Und schließlich gibt es im Yarra Valley rund 70 Weingüter, von kleinen Familienbetrieben bis hin zu großen Weingütern. Damit standen die Chancen gut für Weinproben, leckere Imbisse in Weinrestaurants, manche mit Gourmetstatus. Und wir wurden nicht enttäuscht!

7. Adelaide

 Adelaide, australische Metropole am Saint Vincent Golf
Adelaide, australische Metropole am Saint Vincent Golf

Eine der Metropolen, die wir bei unserem Australien Roadtrip besucht haben, war Adelaide, die Hauptstadt des Bundesstaates South Australia. Adelaide ist eine Küstenstadt am Saint-Vincent-Golf, benannt nach der britischen Königin Adelaide. Die Besonderheit dieser Stadt: sie ging im Gegensatz zu Städten wie Sydney oder Hobart nicht aus einer Sträflingskolonie hervor.

 

Adelaide galt als verschlafen, das trifft aber so nicht mehr zu: Es gibt Festivals, Kunst, Musik, Bars und Restaurants. Und es gibt die State Library of South Australia oder SLSA.  Hier werden alle im Bundesstaat veröffentlichten gedruckten und audiovisuellen Materialien verwahrt. Soweit so gut - aber das ist ja nun für Besucher aus Übersee nicht unbedingt so spannend. Dafür lohnt die Bibliothek aus einem anderen Grund aber einen (kostenlosen und barrierefreien) Besuch.

 

Das heute als Mortlock Wing bekannte Gebäude wurde 1884 als „Öffentliche Bibliothek, Museum und Kunstgalerie für die Kolonie Südaustralien“ eröffnet und 1985 renoviert. Es ist ein auch von außen durchaus hübsches Gebäude im Stil der französischen Renaissance mit einem Mansardendach. Besonders beeindrucken fanden wir allerdings den Innenraum mit seinen zwei Galerien.

Mehr Australien gibt es hier

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In und um Ulladulla an der Südküste von NSW
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Meine 7 Lieblings Highlights in Italien

Highlights in Italien
Highlights in Italien

Ihr merkt es seit einiger Zeit: Der Schwerpunkt meines Blogs hat sich verschoben. Beiträge und Berichte zu neuen Reisezielen gibt es selten bis gar nicht mehr (Corona bedingt ist bei uns immer noch nicht viel los in Sachen Reise), es mehren sich kulinarische Beiträge, Zusammenfassungen von Blogbeiträgen zu bestimmten Themen und zahlreiche Round Ups. Hier reiht sich nun auch der heutige Beitrag ein.

 

Ich habe Euch nämlich 7 Highlights aus einem unserer Lieblings-Reiseländer zusammengestellt:

Italien, Land im Süden Europas, Land mit langer Mittelmeerküste. Wir alle wissen und spüren es immer wieder: das Land hat unsre Kultur und Küche nachhaltig geprägt. Denken wir nur an die wechselvolle Geschichte Roms, an Kunstwerke von Weltrang und Ruinen antiker Bauwerke, an den Vatikan und so vieles mehr. Ich serviere Euch kleine "Appetithäppchen" zu meinen ausführlicheren Blogbeiträgen zu

  1. Bologna
  2. Florenz
  3. Montefalco
  4. Loreto
  5. Ascoli Piceno
  6. Rom
  7. Sizilien

Fakten über Italien

Autokennzeichen eines erömischen Autos
Autokennzeichen eines erömischen Autos

Italien, die Repubblica Italiana, hat rund 60 Mio. Einwohner*innen und eine Fläche von etwas über 300.000 km². Rund 2/3 der Bevölkerung, vornehmlich im Norden, leben in Städten.  Beim häufigen Wechsel macht ein Hinweis auf die Regierenden vielleicht nicht so viel Sinn, aktuell ist das italienische Staatsoberhaupt der Präsident Sergio Mattarella, derzeitiger Regierungschef der Ministerpräsident Mario Draghi.

 

Italien liegt zum größten Teil auf der Apennin­halbinsel und der Po-Ebene sowie den südlichen der Alpen. Gemeinsame Grenzen gibt es mit Frankreich, der Schweiz, Österreich und Slowenien. Vatikanstadt und San Marino sind vollständig vom italienischen Staatsgebiet umschlossen.

 

Das Gebiet Italiens war in der Antike die Kernregion des Römischen Reiches, die  Toskana war das Kernland der Renaissance, von Rom ging die Epoche des Barock aus. Alles Beiträge zum kulturellen und historischen Erbe Europas und der Welt. Italien ist ein römisch-katholisch geprägtes Land, hat zahlreiche Institutionen, die konfessionell angebunden sind. Die römisch-katholische Kirche in Italien ist traditionell einflussreich.

COVID-19 - nützliche Informationen für Reisende

Nützliche Informationen für Reisende zu COVID-19 findet Ihr auf der Seite von ENIT - Italienische Zentrale für Tourismus.

  • Vorlegen müsst Ihr aktuell ein digitales COVID-Zertifikat der EU bei der Einreise. Wer kein EU-Staatsbürger ist, kann das grüne COVID-19-Zertifikat in digitaler oder Papierform vorweisen, das von den Gesundheitsbehörden seines Lands ausgestellt wurde und den Nachweis eines negativen Testergebnisses, der Genesung oder einer durchgeführten Impfung mit einem von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassenen Impfstoff enthält.
  • Wer nach Italien reist, muss derzeit im Vorfeld ein digitales Einreiseformular ausfüllen.
  • Für die Einreise in die autonome Provinz Bozen muss unter Umständen ein eigenes Einreiseformular ausgefüllt werden.

Bologna

Bologna
Bologna übers Wochenende

Mal eben fürs Wochenende dem grauen Alltag entfliehen und Urlaubsluft schnuppern. Anfang März 2009 sind wir dem nasskalten Wetter entflohen und verbrachten drei schöne Tage in Bologna.

 

Bologna ist die Hauptstadt der Emilia Romagna. Die Stadt der schönen Künste und mit einer Universität ist vor allem auch wegen ihrer ausgezeichneten Küche bekannt. Bologna ist Gastgeberin von Messen und der Name gehört zu den ganz großen, wenn es um Autos und Motoren geht. Ducati, Lamborghini und Maserati wurden alle hier in Bologna geboren und der Firmensitz von Ferrari ist nicht weit weg, in Modena.


Die Italiener klassifizieren Bologna gern als
• „la dotta“ – eine studierte Stadt,
• „la grassa“ – eine fette Stadt und
• „la rossa“ – eine rote Stadt.


Das Etikett der Gelehrtheit bezieht sich auf die älteste Universität der Welt (1088 gegründet). Das Etikett Fett bezieht sich auf das reichhaltige Bologneser Essen, wie Tagliatelle oder Tortellini. Und letztendlich kommt das rote Etikett sowohl von der Farbe der Ziegelhäuser als auch der traditionellen politischen Richtung seiner Stadtverwaltung bis 1999.

Florenz

Blick über Piazzale Michelangelo in Florenz
Blick über Piazzale Michelangelo in Florenz

Florenz ist eine der schönsten Städte Italiens (glaube ja nicht nur ich…), wir haben sie schon mehrfach besucht. Und ein Ort darf bei keinem Besuch in dieser Stadt fehlen. Mag er noch so touristisch sein, für uns atmet er all das, was Florenz ausmacht.

 

Mein Lieblingsort dort? Das ist ganz klar.

 

Der Piazzale Michelangelo (ja, das ist korrekt: Piazzale ist maskulinum und heißt großer Platz auf Italienisch, Piazza ist femininum und heißt Platz - im Italienischen steht also Größe für männlich) ist ein großer, zum Teil verkehrsberuhigter Platz, auf der gegenüberliegender Seite des Arnoflusses zum Florenzer Stadtzentrum. Vom Platz aus hat man einen der schönsten, unverbauten Ausblicke auf die Stadt.

Touren in Italien*

Montefalco

Palazzo Comunale an der Piazza del Comune in Montefalco
Palazzo Comunale an der Piazza del Comune in Montefalco

Schön in Italien sind gerade auch die kleineren Örtchen. Dazu gehört Montefalco, eine kleine Gemeinde mit weniger als 6000 Einwohnern in Umbrien. "Klein, aber oho" kann man sagen, denn Montefalco lohnt auf jeden Fall einen Besuch.

 

Der Ort liegt – wie sollte es auch anders sein - auf einem Hügel. Wegen der wunderschönen Aussichten in alle Richtungen über die Ebene nach Perugia und Assisi, Foligno und Spello, Trevi und Spoleto nennt man ihn auch den „Balkon Umbriens“. Von hier hat man nicht nur tolle Ausblicke, die Altstadt ist auch von einer Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert mit vier Toren umgeben.

 

Übersetzt ins Deutsche heißt Montefalco Falkenberg, man sieht es am Stadtwappen, das ein Falke ziert. Und man sagt, Kaiser Friedrich II. (genau, der Staufer, der am 26. Dezember 1194 auf dem Marktplatz von Jesi geboren wurde) sei hier öfter zur Falkenjagd gewesen.

Loreto

Loreto - die Basilika der Santa Casa
Loreto - die Basilika der Santa Casa

Auch Loreto ist nicht besonders groß, eher eine kleine Stadt. Sie liegt knapp 20 km südöstlich von Ancona im Vorland des Gran-Sasso-Gebirges. Bedeutsam ist diese Stadt dennoch, denn Loreto steht für die Verehrung der Heiligen Maria und des Hauses der Heiligen Familie zu Nazareth. Die Santa Casa in der Basilika ist der Legende nach das Haus, in dem Maria aufwuchs und die Verkündigung des Herrn empfing. Es soll von Engeln nach Loreto getragen worden sein.

 

Loreto liegt auf einem Bergrücken. Rollstuhlfahrer können mit dem Auto gut bis zur Porta Marina fahren, hier gibt es zahlreiche Behindertenparkplätze. Durch das Tor hindurch rechts halten, dann erreicht man die Basilika an der Piazza und kann rechts zurück durch die Arkaden die Basilika stufenlos betreten.

 

Die Stadt selbst kann man auf einem Spaziergang durch den Corso Traiano Boccalini mit zahlreichen Geschäften, Devotionalienhändlern, Restaurants und Cafes auch im Rollstuhl gut erkunden.

Ascoli Piceno

der erste Blick über die Piazza del Popolo auf den Palazzo dei Capitani
der erste Blick über die Piazza del Popolo auf den Palazzo dei Capitani

Die Marken sind, das werde ich nicht müde, immer wieder zu schreiben, ein deutlich unterschätztes Stück Italien. Und mit der Stadt Ascoli Piceno ist das im Besonderen so. Ganz bestimmt: Wer „bella Italia“ liebt, wird sich in Ascoli Piceno verlieben. Die italienische Partnerstadt von Trier ist ein Geheimtipp für alle Italienfans.

 

Sie liegt in einer Mulde des fruchtbaren Tronto-Tals und ist von einer abwechslungsreichen Hügellandschaft mit Olivenhainen umgeben. Ascoli Piceno ist eine Stadt der Kunst und Kultur, Harmonie und Eintracht kennzeichnen das Stadtbild. Dies liegt daran, dass fast durchgehend als Baumaterial Travertin genutzt wurde: für die schlichte Häuser ebenso wie für Adelssitze oder Kirchen und zum Pflastern der Plätze.

 

Der alte und der moderne Teil Ascolis haben zwei verschiedene Zentren, die Piazza del Popolo und die Piazza Arringo. Auf dem ersten Platz befand sich das alte Forum und der Sitz der Capitani del Popolo, der zweite hat sich später als wirtschaftlich-politisches Zentrum entwickelt und hier befinden sich der Dom und der Bischofspalast.

Rom

Piazzale Garibaldi mit seinem Reiterstandbild
Piazzale Garibaldi mit seinem Reiterstandbild

Rom wurde, das wissen wir alle, auf sieben Hügeln erbaut. Klar, dass es da den ein oder anderen Aussichtspunkt gibt, von dem aus man einen atemberaubenden Blick auf die Stadt werfen kann. Einen möchte ich Euch ans Herz legen, er ist gut erreichbar, hat eine wunderbare Atmosphäre und lohnt auf jeden Fall einen Besuch. Ja, eigentlich kann er fast meinem bisherigen italienischen Lieblingsaussichtsplatz den Rang ablaufen (aber, nun ja, wirklich nur fast!).

 

Worum geht es? Um den Piazzale Giuseppe Garibaldi, erreichbar mit den Bussen der ATAC Linien 115 und 870.

Der Piazzale Garibaldi mit seinem Reiterstandbild bietet eine wundervolle Aussicht über Rom. Unterhalb befindet sich die Parkanlage der Botanischen Gärten, deren Besuch sich ebenfalls lohnen soll. Auf dem Spazierweg „Gianicolense“ kann man vorbei am Denkmal Anita Garibaldis, der Eiche des Tasso, dem Leuchtturm Faro della Vittoria, dem Amphiteatro del Tasso zum Kloster Sant’Onofrio al Gianicolo laufen. Dort befindet sich das Museum des Dichters Torquato Tasso, der wenige Stunden vor seiner Krönung zum „unsterblichen Dichter“ starb.

Sizilien

Mietauto vor Ätna
Mietauto vor Ätna

Gehofft hatten wir, ihn zu treffen, den Frühling. Auch wenn unser Winter seinen Namen nicht wirklich verdient hatte, auch wenn es sich manches Mal zu Haus nach Frühling anfühlte. Aber auf Sizilien, das haben wir gehofft, treffen wir ihn… oder besser sie - denn la Primavera ist ja eine kapriziöse Dame und noch dazu: eine Italienerin.

 

So haben wir in der Sonne auf unserer Terrasse gesessen, frisch vom Baum gepflückte Orangen geschmaust, Knoten geübt (der nächste Urlaub wirft seine Schatten voraus) und auch einfach nur gelesen. Genauso gut aber sind wir bei einem Ausflug nach Enna praktisch über unter Wasser stehende Landstraßen geschwommen und konnten die Besichtigung der wirklich spektakulär auf einem Bergrücken liegenden Stadt unter „ins Wasser gefallen“ verbuchen. Den Ätna (der auf Italienisch im übrigen - weil wohl auch recht kapriziös - weiblichen Geschlechts ist) haben wir umrundet. Dabei haben wir nicht nur sehr unterschiedliche Vegetationszonen gesehen - mit Orangen- und Zitronenhainen, mit Pistaziengärten, mit Waldgebieten und erkalteten Lavaströmen - sondern sind bei unserer Fahrt in Richtung Gipfel auch in ein rechtes Schneetreiben mit nur 0 °C geraten.

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