Alle Blogbeiträge des Jahres 2015

Wie war mein Bloggerjahr 2014?

Rein statistisch betrachtet durchaus zufriedenstellend, das war das Jahr 2014. Nehmen wir die Zahlen, die mir Google Analytics verraten hat.

 

Im gesamten Jahr 2014 hatte ich 13.419 Sitzungen, das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 83,30 %. Betrachtet man die Nutzerzahlen, so waren dies im Jahr 2014 11.063 Nutzer und damit im Vergleich zum Vorjahr immerhin 106,22 % mehr. Und schließlich hat sich auch die Zahl der aufgerufenen Seiten gesteigert. Es waren in 2014 immerhin 22.135 und damit 44,76 % mehr. Oder anders betrachtet: im Schnitt habe ich 31 Besucher täglich. Diese Zahlen finde ich für ein nicht professionelles sondern von mir als reines Hobby betriebenes Blog gar nicht so schlecht, oder?

 

Und wer dann schon einmal hier war hat rein statistisch gesehen pro Besuch 1,65 Seiten in durchschnittlich 01:09 Minuten betrachtet. Übers Jahr gesehen war mein definitiv bestes Quartal das erste des Jahres 2014, mit 3.900 Sitzungen durch 3.266 Nutzer mit 6.518 Seitenaufrufe.

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Einkaufsliste für eine Hausboottour

BunBos an der Marina Brandenburg Plaue
BunBos an der Marina Brandenburg Plaue

Wir tun es, mal wieder. Wir haben ein Hausboot auf der Havel gechartert und werden dort für eine Woche herumschippern. Im Juni hoffen wir auf trockenes, gutes Wetter und vielleicht sogar Wassertemperaturen, die es möglich machen, einmal in die Havel zu springen? Drückt uns die Daumen.

 

Bei den Vorbereitungen und Planungen fiel mir dann auch unsere Einkaufsliste der früheren Hausboottouren (2012 und 2014) in die Hände. Wer mit dem Hausboot auf der brandenburgischen Havel unterwegs ist hat natürlich die Möglichkeit, an vielen Stellen an Land zu gehen, frische Lebensmittel einzukaufen und auch Restaurants aufzusuchen. Wir allerdings genießen beim geruhsamen Dahinschwimmen durchaus die „Selbstversorgung“.

 

Die Zusammenstellung einer Einkaufsliste (und die Mengen) hängen natürlich vom eigenen Geschmack und der Personenzahl ab. Wichtig ist auch, bei der Planung zu beachten, was hält sich, wann und  wo kann man frische Lebensmittel nachkaufen. Hilfreich (und zeitsparend) ist eine Einkaufsliste auf jeden Fall. Man will im Urlaub natürlich nicht nur lecker essen, auch Kerzen, Alufolie oder ein paar Gewürze dürfen einfach nicht fehlen.

 

*Diesen Blogbeitrag habe ich editiert und aktualisiert am 21.09.2020.

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Unsere Packliste - optimiert für Selbstversorger-Safaris in Südafrika {enthält Werbung}

Löwe im Kgalagadi Transfrontier Park
Löwe im Kgalagadi Transfrontier Park

Auch im Jahr 2015 zieht es uns wieder in den Süden Afrikas. Im September geht es für drei Wochen auf Safari-Tour. Dieses Gefühl kennen wir doch alle: Die Vorfreude auf die bevorstehende Reise wird durch ein gewisses Unsicherheitsgefühl getrübt. Haben wir an alles gedacht, bleibt nicht das Wichtigste zurück? Und ist alles erledigt?

 

Man muss schon mächtig vom virus africanus befallen sein, wenn man wie wir seine Reise plant: wir werden uns praktisch nur in Nationalparks aufhalten, uns selbst versorgen, morgens und nachmittags auf Pirschfahrt gehen und hoffentlich afrikanische Natur, Landschaft und Tierwelt genießen können.

 

Dabei sind wir – bis auf einige Nächte am Anfang und am Ende der Reise – in den Restcamps der Nationalparks. Die haben zwar meist Restaurants, kleine Shops und auch eine Tankstelle – aber groß, vielseitig und günstig ist deren Angebot nicht. Also sind wir auf unserer Selbstfahrersafari auch Selbstversorger. Die Unterkünfte haben eine Küchenzeile, zumeist mit Kühlschrank, 2-Platten-Kocher und Spüle sowie den wichtigsten Küchenutensilien. Und es gibt immer einen Grill. Damit ist es kein Problem, sich täglich mit schmackhaften Mahlzeiten zu versorgen. Und doch …

 

The same procedure as every year – die Frage nach dem was eingepackt werden muss beschäftigt uns in der Tat vor jeder Tour aufs Neue. Wir haben schon seit Jahren eine immer wieder ergänzte, überarbeitete Liste /Packliste, optimiert für Selbstversorger bzw. Selbstfahrer Safaris in Südafrika im PC gespeichert, damit wir wirklich nichts Wichtiges vergessen!

 

Das ist unsere Merkliste:

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Neues von der Insel: Spiekeroog im Januar

Dünenweg an der Hermann Lietz Schule
Dünenweg an der Hermann Lietz Schule

Auch wenn üblicherweise Sommer und Strandurlaub als Inbegriff des Inselurlaubes gelten, für uns gilt dies nicht. Dieses Jahr war es das 16. Mal das wir Spiekeroog in der kalten Jahreszeit besuchten, abseits der Hochsaison und ganz bewusst auf der Suche nach Ruhe und Abgeschiedenheit.

Ein Strandspaziergang, sich den Wind um die Nase wehen lassen, die besondere Frische der See einatmen, am Abend dann in die Sauna oder ein leckeres Abendessen, Inbegriffe der Ruhe und Erholung -  Möglichkeiten, sich selbst „zu erden“ und wiederzufinden - vom Alltag Abstand zu nehmen.

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Autofahren in den USA

Moose Crossing
Moose Crossing

Das Autofahren in den USA. In der Tat, dazu gibt es einiges zu bemerken. Das Tanken hatte mich ja aus anderen Gründen schon einmal zu einem Beitrag veranlasst.

 

Ja es stimmt, Autofahren in den USA ist viel entspannter als auf verstopften deutschen Autobahnen. Es ist auch nicht schwieriger als anderswo (vor allem gibt es keinen Linksverkehr - aber das wäre ein anderes Thema), aber es gibt kleine Unterschiede. Interessant auch, was Janine dazu aus Washington berichtet.

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Einkaufsliste für eine Selbstversorger bzw. Selbstfahrer Safari in Südafrika {Werbung}

Blick auf das Restcamp Lower Sabie im Kruger Nationalpark
Blick auf das Restcamp Lower Sabie im Kruger Nationalpark

Unsere Südafrika-Reise im September ist noch im Planungsstadium - obwohl Flüge gebucht sind und die Unterkünfte in den Nationalparks bereits gebucht und bestätigt sind. Bei den Vorbereitungen und Planungen fiel mir dann auch unsere Einkaufsliste für eine Selbstversorger-Safari in Südafrika der früheren Reisen in die Hände.

 

Wer in den Nationalparks reist hat natürlich in den großen Camps die Möglichkeit, die dortigen Restaurants und die kleinen Shops zu nutzen. Groß, vielseitig und günstig ist deren Angebot zwar nicht. Dennoch: die Unterkünfte haben eine Küchenzeile, zumeist mit Kühlschrank, 2-Platten-Kocher und Spüle sowie den wichtigsten Küchenutensilien. Und es gibt immer einen Grill. Damit ist es kein Problem, sich täglich mit schmackhaften Mahlzeiten zu versorgen.

 

Wir genießen auf unseren Reisen durchaus die „Selbstversorgung“. Und wenn man am frühen Morgen oder auch tagsüber auf Pirschfahrt im Park unterwegs ist braucht man in jedem Fall Proviant im Auto - mindestens also Wasser und kleine Snacks. Und im Auto ist durchaus wörtlich zu nehmen: da man unterwegs nicht aussteigen darf bzw. nur an gekennzeichneten Plätzen, bitte nichts in den Kofferraum packen. Da käme man im Zweifel ja nicht dran. Und wenn man lange ein Löwenrudel beobachtet ist ein kühles Getränk nicht zu verachten.

 

Editiert am 01.01.2019

Dieser Beitrag aus dem Jahr 2015 war auch in 2018 ein sehr oft gelesener Beitrag auf dem Blog, er fand fast 800 Leserinnen und Leser und wurde über 900mal angesehen. Danke an Euch dafür!

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Über das Reisen als Paar

Löwen im Kgalagadi Transfrontier Park
Löwen im Kgalagadi Transfrontier Park

Wie ist das eigentlich mit dem gemeinsam reisen, mit dem Reisen als Paar? Was macht dies mit einer Beziehung, was tut dies für eine Ehe? Ein Thema, über das ich immer mal wieder nachdenke.

 

Klar, wir leben seit mehr als 30 Jahren zusammen (was jetzt auch einen Rückschluss auf unser Alter zulässt… Gratulation an den Jubilar), seither reisen wir meist (aber nicht immer!) gemeinsam.

 

Haben wir schon einmal die Sorge gehabt, uns auf einer Reise zu trennen, Dinge zu erleben, die unsere Beziehung gefährden könnten? Nicht wirklich und nicht ernsthaft.

 

Vielmehr ist es so, dass wir uns auf Reisen gegenseitig beeinflussen, uns immer wieder anregen, neue Dinge auszuprobieren. Gegenseitig überzeugen wir einander, Neues zu entdecken, Dinge auszuprobieren, an die der einzelne von uns wohl nicht gedacht hätte. Wir teilen einmalige Erfahrungen und sprechen auch nach der Heimkehr über unsere gemeinsamen Erinnerungen.

 

Was ich damit sagen möchte: es ist nicht immer einfach und es ist nicht immer konfliktfrei. Ein Zusammensein 24/7 ist ein Beziehungstest, Tag für Tag in der Zweisamkeit, möglicherweise unter nicht ganz optimalen Reisebedingungen ist eine Herausforderung. Aber es ist eine, an der wir gereift sind, an der unsere Beziehung gewachsen ist.

 

Gibt es Tipps für ein harmonisches Reisen zu zweit, für das Reisen als Paar?

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7 gute Gruende für Kapstadt

Blick auf Kapstadt vom Signal Hill
Blick auf Kapstadt vom Signal Hill

Seit Jahren schon ist unser liebstes Reiseziel Südafrika. Wen wundert’s, wenn ich am Kap auch meine Lieblingsstadt am Meer gefunden habe: die "Mothercity" Kapstadt.

 

Kapstadt liegt im Südwesten der Republik Südafrika unmittelbar an der Tafelbucht des Atlantischen Ozeans und ist nach Johannesburg und Durban die drittgrößte Stadt Südafrikas. Die Stadt dehnt sich über eine Fläche von 2.455 Quadratkilometern aus und hatte 2007 3,4 Millionen Einwohner. Ihren Namen erhielt sie nach dem Kap der guten Hoffnung, das etwa 45 km südlich liegt und früher eine Hauptgefahr auf dem Seeweg nach Indien darstellte. Als „Mothercity“ wird sie gelegentlich bezeichnet weil Kapstadt die erste Stadtgründung der südafrikanischen Kolonialzeit war.

 

Berühmt ist Kapstadt unter anderem durch sein Wahrzeichen, den Tafelberg. Seine markante, plateau-förmige Oberfläche dominiert zusammen mit Signal Hill, Lion’s Head und Devil’s Peak das gesamte Stadtbild und macht die Skyline weltweit so unverwechselbar. Das Meer an der Kap-Halbinsel ist als unruhig bekannt, was dazu führte, dass das Kap der guten Hoffnung auch unter dem Beinamen „Kap der Stürme“ bekannt wurde.

 

Warum diese Stadt für mich eine der schönsten der Welt und meine liebste Stadt am Meer ist? Das erkennt man am besten am frühen Abend vom Signal Hill. Der Blick von dort ober auf die Stadt in der Dämmerung und später das funkelnde Lichtermeer ist einfach wunderschön. Diese Stadt ist wie ein riesiges Amphitheater.

 

Und wie erkundet man dieses Theater? Am einfachsten, so finde ich, mit dem City Sightseeing Bus. Mit dem Hop on Hop off Bus gelangt man gut und bequem kreuz und quer durch die Stadt zu allen touristischen Höhepunkten. Es gibt zwei verschiedene Routen, die über zwanzig Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele Kapstadts anfahren, darunter Kirstenbosch Botanical Gardens, den Tafelberg, die V & A Waterfront, Camps Bay und Sea Point.

 

Und das sind sie, meine 7 guten Gründe für Kapstadt:

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Autofahren in Südafrika - auch als Rollstuhlfahrer

Auto am Strassenrand in der Karoo
Auto am Strassenrand in der Karoo

Auf eigene Faust mit dem Auto durch Südafrika? Und das als Rollstuhlfahrer? Auf jeden Fall! Autofahren in Südafrika macht Spaß. Mit einem Auto hat man so viel Unabhängigkeit und Freiheit zu tun, was man möchte. Wir sind bisher bei all unseren Reisen nach Südafrika mit einem Mietauto auf eigene Faust unterwegs gewesen und haben das nie bereut.

 

Allerdings: Das Land am Kap ist groß. Die Reiseziele in Südafrika liegen oft hunderte Kilometer voneinander entfernt. Das macht aber nichts: das Straßennetz ist gut ausgebaut, die Straßen oft schnurgerade und der Verkehr ist längst nicht so dicht wie hier in Deutschland. Mietwagen sind nicht so teuer, am besten bucht man das Auto vor der Reise von zu Haus aus. 

 

Und es ist kein Problem, ein behindertengerecht umgebautes Auto zu mieten. Alle großen Anbieter haben Fahrzeuge mit „paraplegic handcontrols“ im Angebot, zumindest von den großen internationalen Flughäfen aus. Wenn man nach einem Nachtflug in Südafrika ankommt, kann man den gebuchten Mietwagen direkt am Flughafen in Empfang nehmen und gleich losfahren. Wir haben zuletzt unsere Autos – mit rollstuhlgerechten Einbauten von Handgas und -bremse bei AVIS Südafrika gemietet (Achtung: über die deutsche Seite von AVIS bekommt man die in Südafrika verfügbaren paraplegic hand controls nicht).

 

Wobei… Einiges gibt es dann doch zu beachten:

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Wenn das Wetter schlecht ist: zu Ostern ins Rautenstrauch Joest Museum

Rautenstrauch Joest Museum in Köln
Rautenstrauch Joest Museum in Köln

Beate hat ja Recht, wenn sie in ihrem Kommentar zu meinen Osterausflugsvorschlägen (schönes langes Wort, das gibt Punkte beim Scrabble) fragt, was man denn unternehmen könnte, wenn das Wetter nass, trüb und kalt ist. Klar habe ich da auch einen Vorschlag.

 

Dann machen wir eine kleine Weltreise ins Rautenstrauch-Joest-Museum nach Köln.

 

Seit über hundert Jahren vermittelt es mit seinem breit gefächertem Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm  Aspekte außereuropäischer Geschichte, Kultur und Kunst. Wir erfahren auf 3.600 qm Ausstellungsfläche viel über andere Kulturen und andere Lebensentwürfe, lernen so uns gegenseitig zu verstehen.

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Wie schmeckt Düsseldorf? {Blogparade}

Düsseldorf - abends am Rheinufer
Düsseldorf - abends am Rheinufer

KüchenAtlas und Eat-The-World wollen erfahren, was Städte, Dörfer und Gegenden so besonders macht und vielleicht auch ein Bisschen unseren “Lokalpatriotismus” wachkitzeln. Den verschiedenen Regionen und Lebensarten wollen sie sich mit einer Blogparade über regionale Spezialitäten nähern.

 

Also versuche auch ich mich einmal als kulinarischer Städteguide und weihe Euch in "meine" drei geschmacklichen Geheimnisse und Besonderheiten Düsseldorfs, mein Düsseldorf-ABC

 

A - ABB Mostert

B - Brauhaus Schumacher

C - Carlsplatz

 

ein.

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Mein schönster Reisemoment {Blogparade}

Sabine von GeckoFootsteps hat sich an einen Sonnenuntergang in Kambodscha erinnert. Dieser Moment war für sie das vollkommende Glücksgefühl. Inspiriert durch diese Erinnerung, möchte sie nun von anderen Bloggern wissen, was ihr schönster Reisemoment war. Also hat sie zu einer Blogparade aufgerufen.

 

Klar sind mir ganz viele tolle Erlebnisse eingefallen, von denen ich erzählen könnte. Es gab tolle Orte und Sehenswürdigkeiten, die ich immer schon sehen wollte oder die mich besonders beeindruckt haben. Gerade in Afrika gab es immer wieder spektakuläre Sonnenuntergänge oder auch ein Unwetter in der Kalahari. Aber mein ganz spezieller Reisemoment, den ich teilen möchte, war dann doch ein anderer.

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Piazzale Michelangelo in Florenz {Blogparade}

Blick über Piazzale Michelangelo in Florenz
Blick über Piazzale Michelangelo in Florenz

Ilona vom Blog "wandernd" hat beschlossen eine Blogparade zum Thema: Florenz ins Leben zu rufen.

 

Dazu habe ich, wie ich finde, etwas beizutragen. Florenz ist eine der schönsten Städte Italiens (glaube ja nicht nur ich…), wir haben sie schon mehrfach besucht. Und ein Ort darf bei keinem Besuch in dieser Stadt fehlen. Mag er noch so touristisch sein, für uns atmet er all das, was Florenz ausmacht.

 

Der Piazzale Michelangelo (ja, das ist korrekt: Piazzale ist maskulinum und heißt großer Platz auf italienisch, Piazza ist femininum und heißt Platz - im italienischen steht also Größe für männlich) ist ein großer, zum Teil verkehrsberuhigter Platz, auf der gegenüberliegender Seite des Arnoflusses zum Florenzer Stadtzentrum. Vom Platz aus hat man einen der schönsten, unverbauten Ausblicke auf die Stadt.

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Tulpenfieber im Keukenhof

Keukenhof, direkt hinterm Eingang
Keukenhof, direkt hinterm Eingang

Zum zweijährigen Bestehen ihres Niederlandeblog  hat Katharina einige schöne Dinge verlost… unter anderem gemeinsam mit dem Keukenhof Tickets für einen Besuch dort. Und, was soll ich sagen, ich, die ich nie etwas gewinne, bei Spielen immer verliere: ich hatte das Glück, zwei Tickets für einen Besuch in Keukenhof zu gewinnen.

 

Und dann war noch wunderbares Frühlingswetter an einem Samstag, der Gatte hatte Lust auf einen Ausflug und so haben wir uns am Samstagvormittag auf den Weg gemacht. Vom Dorf an der Düssel aus sind es runde 250 km Fahrstrecke über gut ausgebaute Autobahnen. Und bis kurz vor dem Ziel war die Anreise auch völlig unproblematisch. Für die letzten fünf Kilometer haben wir dann allerdings noch einmal fast 40 Minuten benötigt.

 

Merke: falls möglich, sollte man Keukenhof am Wochenende meiden oder mit öffentlichen Verkehrsmittel anreisen.

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Schokolade, Schokolade...

von Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen
von Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen

All denen, die nicht nur die Berichte übers Reisen verfolgen sondern ebenso viel Interesse an meinen Rezepten haben wird es schon aufgefallen sein: Zypresse gehört definitiv zu den Schokoladenjunkies. Und das schon lange, nicht erst seit einem Aufenthalt auf einer Kakaoplantage im Osten Javas.

 

Ich bekenne: ich esse sie gern, dunkel und auch mit Extra-Zutaten. Ich liebe beispielsweise dunkle Schokolade mit Chili oder mit ein wenig Meersalz. Und da habe ich doch tatsächlich Glück, oder?

 

Denn bis ins 19. Jahrhundert hinein war Schokolade ein Luxusgut für die Reichen. Erst als Maschinen zur Verarbeitung des Kakaos erfunden wurden und die Erträge im Kakaoanbau stiegen, konnten sich auch ärmere Bevölkerungsschichten Schokolade leisten. 1848 brachte eine englische Firma zum ersten Mal eine essbare Schokolade aus Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker auf den Markt. Bis dahin konnte man Schokolade nur trinken.

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Reisen zu Hause: essen im Buddha's Eye, Köln

BUDDHA'S EYE, MARIENGARTENGASSE 5, 50667 KÖLN
BUDDHA'S EYE, MARIENGARTENGASSE 5, 50667 KÖLN

In ziemlich regelmäßigen Abständen treffen wir uns mit Kölner Freunden zu einem Ausflug in die kulinarische Landschaft der Stadt. Beim letzten Mal waren wir nepalesisch-tibetisch im "Buddha's Eyes" essen. Wenn das mal nicht ein schöner Anlass ist, über eine kleine Reise zu Haus zu schreiben.

 

Die nepalesische Küche bildet sie ganz klar ab: die einfachen Lebensverhältnisse im Himalayaland. Sie ist schlicht und bäuerlich, allerdings pikant gewürzt mit Knoblauch, Pfeffer, Chili, Ingwer, Senföl und weiteren Gewürzen. Dal Bhat (Linsen mit Reis) ist das nepalesische Nationalgericht. Je nachdem gibt es vielleicht nicht nur Gemüse dazu sondern sogar Fleisch, Fisch oder Eier. Als Beilage gibt es ausserdem oft Zwiebeln und ein scharfes Chutney, das hier Achar heißt.


Und natürlich gibt es auch hier Momos – kleine Teigtaschen, die mit Fleisch oder Gemüse gefüllt sind und traditionell zur tibetischen Küche gehören. Sie werden gedämpft oder gebraten. Momos werden aus einem nudelähnlichen Teig mit Mehl und Wasser hergestellt. Runde Teigstücke werden dann mit unterschiedlichen Füllungen zu Teigtaschen geformt. Neben vegetarischen Füllungen gibt es auch Fleischfüllungen aus Rind-, Hühner- oder Schweinefleisch. Ich habe sie in Nepal geliebt - und ich wurde auch in Köln nicht enttäuscht. Momos sind einfach lecker!

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Marktbummel in Matelica

auf dem Wochenmarkt in Matelica
auf dem Wochenmarkt in Matelica

Definitiv ist es für mich ein Muss im Urlaub, ganz besonders, wenn der Urlaub in Italien stattfindet: der Marktbummel. Hier gibt es so viel zu sehen, zu entdecken, zu riechen und zu schmecken.

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Autotour durch die sibyllinischen Berge und nach Norcia

auf dem Weg nach Castelluccio
auf dem Weg nach Castelluccio

Ich hoffe, Ihr seht mir nach, dass ich in der letzten Zeit ein wenig still war mit den Berichten von unserer Reise in die italienischen Marken. Offenbar hatten wir beide, ich genauso wie der Gatte, Ruhe und Erholung bitter nötig. Daher gab es nur wenig Zeit online, mehr Zeit gemeinsam, mehr Zeit zum Entspannen, Lesen, Nichtstun.

 

Heute nun aber soll es weiter gehen mit Impressionen, Informationen und Bericht aus diesem zu Unrecht verkannten Teil Italiens. Denn wir haben die Locanda tatsächlich auch gelegentlich verlassen um ein wenig Land und Leute zu erkunden. Und einer unserer ersten Ausflüge führte uns in den Nationalpark Monti Sibillini (Parco nazionale dei Monti Sibillini). Der ca. 70.000 ha große Park ist Teil des Apennin. Er liegt im Herzen Italiens, zwischen den Marken und Umbrien, in den Monti Sibillini. Der 1993 gegründete Park erschließt einen Bereich, geformt von der Natur und gezeichnet von Geschichte und Kultur.

 

Die Erdbeben im August und Oktober 2016 haben diese Region schwer getroffen. Dies gilt für Castelluccio ebenso wie für Norcia, aber auch andere Orte in dieser Gegend. Sie leiden selbst heute, vier Jahre später, noch unter den Folgen, die italienischen Regierungen haben sie mit der Verwüstung ziemlich alleine gelassen.

 

Nachdem Ilona von wandernd.de selbst einige Geheimtipps in Italien, oder doch zumindest Städte und Orte abseits der gewohnten Touristenroute, besucht hat, hat sie beschlossen, zur Blogparade aufzurufen:

Italien geht auch anders! Geheimtipps und Reiseziele abseits des Gewohnten

An der Blogparade nehme ich mit diesem Beitrag teil.

 

*Diesen Blogbeitrag habe ich editiert und aktualisiert am 21.09.2020.

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Auf nach Ascoli Piceno

der erste Blick über die Piazza del Popolo auf den Palazzo dei Capitani
der erste Blick über die Piazza del Popolo auf den Palazzo dei Capitani

Die Marken sind, das werde ich nicht müde, immer wieder zu schreiben, ein deutlich unterschätztes Stück Italien. Und mit der Stadt Ascoli Piceno ist das im Besonderen so. Ganz bestimmt: Wer „bella Italia“ liebt, wird sich in Ascoli Piceno verlieben. Die italienische Partnerstadt von Trier ist ein Geheimtipp für alle Italienfans.

 

Sie liegt in einer Mulde des fruchtbaren Tronto-Tals und ist von einer abwechslungsreichen Hügellandschaft mit Olivenhainen umgeben. Ascoli Piceno ist eine Stadt der Kunst und Kultur, Harmonie und Eintracht kennzeichnen das Stadtbild. Dies liegt daran, dass fast durchgehend als Baumaterial Travertin genutzt wurde: für die schlichte Häuser ebenso wie für Adelssitze oder Kirchen und zum Pflastern der Plätze.

 

Der alte und der moderne Teil Ascolis haben zwei verschiedene Zentren, die Piazza del Popolo und die Piazza Arringo. Auf dem ersten Platz befand sich das alte Forum und der Sitz der Capitani del Popolo, der zweite hat sich später als wirtschaftlich-politisches Zentrum entwickelt und hier befinden sich der Dom und der Bischofspalast.

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Wenn man in Italien auf einen Aperitif geht

Abendlicher Blick über die Piazza in San Severino - natürlich aus der Bar
Abendlicher Blick über die Piazza in San Severino - natürlich aus der Bar

Es gibt eine spezielle Besonderheit in Italien, zumindest da, wo Italien nicht nur touristisch ist, die ich sehr mag. Was das ist? Ganz einfach „prendiamo un aperitivo nel bar“ - einen Aperitif in einer netten Bar zu nehmen. Und damit ist eine typische italienische Bar gemeint, die, in der es morgens das Frühstück gibt (oder das, was Italiener für Frühstück halten: Kaffee und ein Hörnchen), in der es tagsüber den immer gegenwärtigen Espresso gibt und wo es auch Softdrinks, Wasser, Wein und eben den Aperitivo gibt.

 

Auch Ilona von wandernd.de trinkt gerne einen aperitivo, zum Beispiel in Florenz Essen, Trinken und Wohnen in Florenz – Restaurant- und Hoteltipps

 

*Diesen Blogbeitrag habe ich editiert und aktualisiert am 21.09.2020.

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Welcher Reisetyp wir sind {Blogparade}

Malgas Ferry in Südafrika
Malgas Ferry in Südafrika

Thomas und Melanie von Reisen-Fotografie-Blog veranstalten grad eine Blogparade. Was sie wissen möchten?

„Welcher Reisetyp seid ihr?“

 

Tja, habe ich schon einmal nachgedacht darüber? Ehrlich gesagt, eher nein. Mir war auch nicht wirklich bewußt, dass man auch Reisende in verschiedene Schubladen stecken kann (wobei: warum nun ausgerechnet die nicht?).

 

Aber egal. Was ich sicher beschreiben kann ist, wie wir reisen, wie sich unsere Art zu reisen verändert hat und welche Art zu reisen wir nun überhaupt nicht mögen.

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Rheingau - Auf den Spuren des Rieslings - Schloss Johannisberg

Blick über den Rheingau - natürlich vom Schloss Johannisberg
Blick über den Rheingau - natürlich vom Schloss Johannisberg

Für einen Termin musste ich am letzten Wochenende nach Frankfurt. Das Wetter war gut, ich hatte ein wenig freie Zeit und so entschloss ich mich, nicht den direkten und schnellsten Weg in die Mainmetropole zu nehmen sondern stattdessen: schon am Freitag langsam und gemütlich mit dem Cabrio am Rhein entlang nach Hessen zu fahren.

 

Eine gute und sehr richtige Entscheidung. Abgefahren zur Mitte des Vormittags waren die Autobahnen staufrei, die Sonne schien, die Temperaturen waren hochsommerlich warm und ab Koblenz folgte ich dem Rhein aufwärts auf der Bundesstraße, genoss die Ausblicke auf das UNESCO Weltkulturerbe Mittelrhein, sah die Loreley, erfuhr Einblicke in große und kleine, ruhige und trubelige Orte wie St. Goarshausen, Kaub, Lorch oder Rüdesheim.

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Rheingau - Auf den Spuren des Rieslings - Kloster Eberbach

Kloster Eberbach im Rheingau
Kloster Eberbach im Rheingau

Vom Schloss Johannisberg ging es bei meinem netten Umweg Richtung Frankfurt gemütlich weiter, durch die sonnigen Weinberge und auch noch ein Stückchen am Rhein entlang. Mein nächstes Ziel am Nachmittag war Kloster Eberbach. Bekannt ist es vielen von uns aus der Verfilmung von Umberto Ecos „Der Name der Rose“. Als eine der wenigen fast vollständig erhaltenen Zisterzienserabteien Europas bildete das Kloster die beeindruckende Kulisse für William von Baskervilles Ermittlungen.

 

Aber zurück in die Realität. Wenn der Rheingau dem Traum eines Dichters entsprungen sein könnte, wie einst Heinrich von Kleist formulierte, dann gilt dies für ein weiteres seiner berühmtesten Wahrzeichen, das Kloster Eberbach, nur umso mehr. Es liegt wunderbar eingeschmiegt in ein lauschiges Tal, thront über den Weinbergen und man fühlt sich sofort um mehrere Jahrhunderte zurückversetzt.

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Ein Nachmittag in Magdeburg

Magdeburger Dom - St. Mauritius und Katharina
Magdeburger Dom - St. Mauritius und Katharina

Auf dem Weg an die Havel, wo wir zu unserem diesjährigen BunBo-Törn starten wollten haben wir noch eine Nacht und einen Nachmittag in Magdeburg verbracht. Die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt an der Elbe gelegen war bisher für uns nur eine Abfahrt von der Autobahn, eine von vielen, die wir achtlos an uns vorüber ziehen ließen. Dieses Mal nun wollten wir wenigstens ein wenig von der Stadt sehen: Dom und Hundertwasser waren uns für eine kurze Nachmittags-Stippvisite empfohlen worden.

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Wie ich schon als Kind zum Reisen kam {Blogparade}

Collage Kindheitsferien
Wie ich schon als Kind zum Reisen kam

*editiert am 04.07.2019

Um mich an den Paraden beteiligen zu können habe ich in alten Fotoalben geschmökert. Schon dafür gebührt den beiden ein fettes Dankeschön. Was habe ich da nicht für Schätzchen entdeckt!

 

So viele Erinnerungen kamen wieder in meinen Kopf. An lang vergessene Freunde und Bekannte habe ich mich erinnert und gestaunt, wie ähnlich meine Großeltern meiner Erinnerung immer noch sind. Meine Mutter hat zumindest in den ersten Jahren meines Lebens akribisch Fotoalben gestaltet und aussagekräftig beschriftet, später teilte sie diese Aufmerksamkeit auf die Alben beider Töchter auf – und dann begann mein Vater Dias zu fotografieren. Das zeigt sich in immer größeren Lücken in der Dokumentation. Und mit der Pubertät kam die Zeit, in der ich nicht mehr fotografiert werden mochte – da fehlen jegliche Fotos von mir oder aus unseren Urlauben.

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Welche Reiseerfahrungen ich nicht gebraucht hätte

Dune 45 (Sossusvlei, Namibia)
Dune 45 (Sossusvlei, Namibia)

Vor knapp zwei Jahren habe ich sie schon beantwortet, die Frage Gibt es eine Reise, die deine Erwartungen komplett enttäuscht hat? Meine Antwort bleibt:

 

Nein, auch bei langem Nachdenken – komplett enttäuscht hat mich bisher keine Reise. Es gab immer Neues zu sehen, zu entdecken, überraschende Einblicke, schöne, fröhliche, beeindruckende Erlebnisse. Und auch wenn wir schlechte Erfahrungen machen mussten – zum Reisen gehört wie zum Leben eben immer Sonne und Schatten, Glück und Pech, Frohsinn und traurige Momente.

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{Essen auf Reisen} Bräuhaus Kneipe Pur in Plaue

Karola in ihrer "Küche" (fotografiert 2014)
Karola in ihrer "Küche" (fotografiert 2014)

Wie schon 2014 verbrachten wir den vorletzten Abend unserer BunBo-Woche an einem ganz besonderen Ort im Brandenburger Vorort Plaue, wo sich auch die BunBo-Marina befindet.

 

Die "Gartenstadt Plaue" wurde zwischen 1915 und 1918 im Auftrag des Reichsamtes des Innern als Werksiedlung für die Facharbeiter der Königlichen Pulverfabrik errichtet. Die von dem Architekten Paul Schmitthenner gebaute Siedlung, ist eine wohl sanierte, geschlossen wirkende Anlage mit eingeschossigen, bunten Reihenhäusern, dazu Stallanbauten und Nutzgärten. Die ursprüngliche Idee einer Gartenstadt stammt von dem Engländer Ebenezer Howard, der im späten 19. Jahrhundert Gartenstädte als Lösung für die Misere der Industriearbeiter sah: er wollte sie raus aus den übervölkerten Vierteln der Industriestädte schaffen und die Arbeiterfamilien in grüne Vorstadtsiedlungen umsiedeln. Von der Gartenstadt auf der grüne Wiese erhoffte man sich einen weiteren Vorzug: die Arbeiter dem sozialdemokratischen Einfluss zu entziehen und an Werk und Vaterland zu binden.

 

Und mitten in dieser Siedlung liegt das „Bräuhaus Kneipe Pur“. Es hat keine Speisekarte, hier kocht Köchin Karola im sommerlichen Blümchenkleid und mit Strohhütchen auf dem Kopf für ihre Gäste. Ihre „Cuisine à la Biere“ verdankt ihr Dasein den Franzosen und Belgiern, zwei Völkern also, die an der geographischen Schnittstelle der Vorlieben für feines Essen und gutes Bier zusammentreffen. Sie tut es großartig und mit Leidenschaft und das schmeckte man: in Bier geschmortes Kassler oder Rind in Rot- und Portwein, Kartoffelstampf, Möhren mit Ingwer, spannend panierte Schnitzelchen, frisches Spargelragout und zum Nachtisch hausgemachten Griespudding mit Beeren - ach, war das gut. Und das ganze gibt es als Portionsgröße und -zusammenstellung nach eigenem Gusto 100gr-weise berechnet - dieses Essen war nicht nur göttlich, es war auch günstig.

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Warum gibt es diesen Blog eigentlich?

Henrichshütte Hattingen
Henrichshütte Hattingen

Kurz betrachtet könnte ich diese Frage schnell beantworten:

  • macht Spaß,
  • habe Zeit,
  • suche Öffentlichkeit.

Damit könnte ich diesen Post auch beenden.

 

Die Frage hat mich aber doch länger beschäftigt und zum Nachdenken angeregt. Dabei war der Schwerpunkt meiner Überlegungen die Frage des „warum“ – nicht zuletzt, weil ich dies auch von Freunden, Familie, Bekannten immer wieder einmal gefragt werde.

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Was ist Heimkommen?

Sonnenuntergang über Duisburg
Sonnenuntergang über Duisburg

Ariane von Heldenwetter hat festgestellt, dass Reiseblogger immer davon berichten , wie es ist, aufzubrechen und unterwegs zu sein, von Reisen erzählen oder davon, wie das Fernweh sich anfühlt. Für eine Blogparade will sie nun wissen, wie es ist, wieder zu Hause anzukommen. Janine wollte genau das schon vor zwei Jahren von mir wissen "Was bedeutet für Dich „nach Hause kommen“, „heimkommen“?" Sie hat bestimmt die Seite ... wo wir wohnen gelesen und fragt nicht zuletzt deshalb nach. Was für eine schöne, wenn auch schwer zu beantwortende Frage. 

 

Im Mittelalter war „Heimat“ ein klar definierter Rechtsbegriff. Das Heimatrecht konnte man auf verschieden Weise erhalten:

  1. durch Geburt
  2. durch Heirat oder
  3. (der sicherlich schwierigste Weg) durch eine offizielle Gestattung der Niederlassung.

Hatte man eine Heimat, hatte man Haus und Hof in einer Gemeinde, durfte sich an einem Ort mit anderen niederlassen, dort leben und arbeiten. Man hatte allerdings auch Verpflichtungen gegenüber dem Gemeinwesen – und, im Falle unverschuldeter Not, auch Unterstützungsansprüche.

 

Der Duden macht es sich recht einfach. Nach Hause kommen bedeutet, so steht es dort  „heimkommen, an seinen Heimatort, in die Heimat zurückkommen“. Seltsam finde ich die Kontextbeispiele, die die Duden Redaktion dazu gewählt hat. Sind sie doch alle ein wenig traurig, negativ behaftet wenn man liest „müde, niedergeschlagen heimkommen, von der Arbeit heimkommen, er wird bald heimkommen“. Sollte es denn nicht anders sein? Sollte nicht das Heimkommen von Freude begleitet sein?

 

Und schon sind wir drin, mitten in meiner Antwort: nach Hause kommen heißt für mich,

  • zurückkehren an einen vertrauten Ort
  • an dem Menschen sind, die ich mag
  • an dem ich mich auskenne
  • an dem man mich mag und kennt

Ihr merkt es schon, für mich ist das Heimkommen nicht nur oder ausschließlich mit einem Ort verbunden, eher mit Beziehungen, Verbindungen. Meine Heimat ist kein Ort, meine Heimat ist ein Gefühl. Meine Erinnerung gehört aber auch dazu, wenn es um die Frage geht, was heimkommen heißt. Denn da haben sich doch einige Dinge fest in mein unterbewusstes Gedächtnis eingebrannt.

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Mein Lieblingsgericht - mitgebracht aus Südafrika

"meine" Hähnchen vom Blech
"meine" Hähnchen vom Blech

Simone hatte schon vor zwei Jahren einmal nachgehakt:  Liebe Ulrike, hast du schon mal ein Essen auf Reisen kennengelernt, ohne das du heute nur noch schwer auskommst und regelmäßig bei dir zu Hause auf den Tisch kommt?

 

Diese Frage musste ja kommen, sie war irgendwie doch schon fällig – und das ausgerechnet Simone sie stellt, das passt auch - denn auch sie schätzt reisen, fotografieren und in fremde Küchen schauen...

 

Essen auf Reisen (und nicht nur da, auch Essen zu Haus…) das ist ja ohne Zweifel ein mir ganz besonders liebes Thema. Deshalb findet sich dazu auch so viel auf meiner Seite:

  • Unter dem Titel Picknick etliches rund um's Essen und Trinken, auf Reisen, unterwegs, zu Haus, im Freien oder auch in Restaurants. Ebenfalls hier findet ihr Berichte über Kochkurse, die ich - gemeinsam mit Freunden - besucht habe.
  • Weil man zwischen den Reisen schon mal vom Fernweh geplagt wird gibt es eine Rubrik zum Essen aus aller Welt "Reisen zu Hause".
  • Es ist aber auch etwas Wunderbares wenn nette Menschen zu Besuch kommen. Wenn es Zeit gibt für gute Gespräche, gemeinsames Lachen ... und natürlich auch Essen und Trinken. Was es dann bei uns geben könnte findet – stetig wachsend – eine Sammlung von verschiedenen Rezepten aus unserer Küche: das Kochen für Freunde.
  • Auch in meinen Blogbeiträgen spiegelt sich das Thema Essen wieder – schaut mal, wie viele Beiträge es zu diesem Stichwort bereits gibt.

Und nicht nur in den Linktipps findet Ihr immer wieder Hinweise zu aus unserer Sicht empfehlenswerte Restaurants, auch in Reiseberichten könnt ihr wiederholt über unsere kulinarischen Erfahrungen nachlesen.

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Die bergische Antwort auf den Eiffelturm

Eingang zum Brückenpark, Haus Müngsten und die Müngstener Brücke
Eingang zum Brückenpark, Haus Müngsten und die Müngstener Brücke

Am Wochenende verlockte das schöne Sommerwetter doch zu einem Ausflug. Und sie stand schon lange auf meinem Wunschzettel: die Müngstener Brücke. Sie ist die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Die stählerne Bogenbrücke ist Teil der Bahnstrecke Wuppertal-Oberbarmen–Solingen und überspannt zwischen den Städten Remscheid und Solingen in 107 m Höhe das Tal der Wupper. Sie gehört zu den typischen Ausflugszielen meiner Kindheit, egal ob mit Familie und Freunden oder als Ziel des Schulausflugs. Aber seit Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts war ich nicht mehr dort. Dabei hatte ich immer wieder gehört und gelesen, wieviel sich dort verändert habe. Und was soll ich sagen: unser Besuch hat sich gelohnt, nehmt Brücke und Park unbedingt auch auf Eure Ausflugszielliste.

 

Der Bau der Brücke am Ende des 19. Jahrhunderts war eine erstaunliche Ingenieursleistung. Sie verwunderte die Menschen damals und galt als deutsche Antwort auf den Pariser Eiffelturm. Schnell entstanden im Zusammenhang mit dem Bauwerk Mythen und Legenden, die sich bis heute als wahre Geschichten erhalten haben. Eine dieser Legenden ist die des goldenen Niets, der angeblich als letzter geschlagen wurde, aber bis heute nicht gefunden wurde. Ein weiterer Mythos ist die angebliche Fehlberechnung der Brücke durch den Konstrukteur Anton von Rieppel. So erzählt man sich immer noch, dass eine Hälfte der von beiden Seiten zugleich gebauten Brücke wieder abgerissen werden musste, da sie nicht in der Mitte zusammenpassten. Andere wiederum behaupten, dass von Rieppel bei Nachberechnungen fälschlicherweise feststellte, dass die Hälften sich nicht zusammenfügen lassen werden oder die fertige Brücke den Belastungen nicht standhalten würde und sich aus Scham darüber von der unfertigen Brücke in den Tod stürzte. Beides ist falsch. Alle Berechnungen waren von Anfang an vollkommen richtig und Anton von Rieppels Leben starb 30 Jahre nach dem Bau der Brücke.

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Wo ich (nicht) hinreisen möchte {Bucketliste}

Carcassonne - lohnt einen Besuch!
Carcassonne - lohnt einen Besuch!

Vor knapp zwei Jahren hatte mich Tina gefragt "In welches Land würdest du noch nicht mal dann reisen, wenn du die gesamte Tour sogar bezahlt bekämest?"

 

Es gibt hier, wie auf viele Fragen eine kurze Antwort: mir fällt keines ein. Also dann nicht, wenn ich mich an die aktuellen Reisewarnungen der Auswärtigen Amtes halten darf. Klar ist: in ein Land mit ausgesprochener Reisewarnung reise ich sicherlich nicht. Aber das tun wohl die meisten von uns nicht, das ist ja auch nur vernünftig.

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Barrierefreiheit - was wir uns von Hotels, Restaurants und anderen wünschen

Accessible - Icon
Accessible - Icon

Auf Reisen, aber auch im Alltag, stoßen wir mit dem Rollstuhl (stoßen aber auch Reisende mit anderen Behinderungen) immer wieder auf Hürden. Viele davon wären nicht nötig, etliche wären recht einfach zu überwinden. Bei anderen braucht es nur ein wenig Nachdenken bei der Planung und sie würden nicht existieren. Ganz oft aber sind es auch einfach nur Gedankenlosigkeit, Nachlässigkeit oder fehlende Informationen, die das Reisen für uns schwieriger machen als es nötig wäre.

 

Ich habe daher einmal zusammengefasst, was wir uns von Reiseprofis wie Hotels, Veranstaltern, Tourismusbüros, Restaurants, Fluggesellschaften, Autovermietern usw. wünschen.

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Tanken in den USA

Foto von Billy Hathorn (I took photo with Canon camera in Shamrock, TX, on old Route 66)
Foto von Billy Hathorn (I took photo with Canon camera in Shamrock, TX, on old Route 66)

EO hatte nachgehakt: "Du bist in Texas an einer Tankstelle und der Tankwart fragt, ob du in Deutschland immer noch diesen verrückten Kanzler hast. Der Mann scheint gesprächig zu sein und ein „no“ wird nicht reichen. Was antwortest du?". Was antwortet man auf eine solche Frage denn bloß?

 

Oh, in der Vorbereitung auf unsere letzte USA Reise hatte ich mich mit dem Tanken in den Staaten ja schon beschäftigt. Also folgt hier eine kurze Einführung in den nicht ganz so einfachen Alltag des Tanken in den USA.

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Ich liebe Picknick!

idealer Picknickplatz
idealer Picknickplatz

Zu meinen schönsten Urlaubs-Erinnerungen gehören unsere Picknicks: Im Supermarkt oder in einem kleinen Laden um die Ecke kaufen wir leckere regionale Spezialitäten (Obst, Wurst, Käse, frisches Brot – und auch mal eine Flasche Wein). Um die Mittagszeit packen wir die landestypischen Naschereien an einem charmanten Plätzchen aus und genießen! Sehr romantisch, schön ruhig, häufig mit guter Aussicht und immer: sehr erschwinglich.

 

Die ersten Urlaubsreisen allein und ohne Eltern waren durch notorische Geldknappheit gekennzeichnet. Essen gehen war da, zumindest regelmäßig, nicht drin. Es wurde eingekauft: vor der Reise Nudeln, Reis, Dosen beim Discounter des Vertrauens und im alten Käfer verstaut und vor Ort gab es aus dem Angebot des örtlichen Supermarktes Brot, Käse, Wein und frisches Obst und Gemüse. Verzehrt wurde dies vor dem Zelt auf dem Boden sitzend, am Strand – natürlich vorzugsweise bei Sonnenuntergang - oder auch unterwegs auf Treppen und Kaimauern, in Parks oder stehend am Auto auf Autobahnrastplätzen. Dennoch gibt es kulinarische Highlights, die ich erinnre: frische Pasta eingekauft und auf dem Campingplatz in Castiglione della Pescara mit auf dem Campingkocher aus frischen Tomaten gekochtem Sugo und Pecorinoraspeln – das war super lecker.

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Was uns an einem Hausboot-Törn mit einem BunBo so gefällt

Die BunBo Marina in Brandenburg-Plaue
Die BunBo Marina in Brandenburg-Plaue

Was uns an einem Hausboot-Törn mit einem BunBo Bungalowboot auf der Havel in Brandenburg so gefällt habe ich einmal in fünf Punkten zusammengestellt. Vielleicht inspiriert Euch dies, auch einmal einen Hausboot-Urlaub auszuprobieren?

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Die Küche in den Marken

Antipasti
Antipasti

Auch wenn unsere diesjährige Reise in die italienischen Marken schon länger zurückliegt denken wir immer wieder daran zurück. Natürlich liegt es daran, dass wir uns wieder einmal in der Locanda dell‘Istrice rundum wohl gefühlt haben. Hier kocht Diego jahreszeitliche und regionale Gerichte. Beate und Diego sind aufmerksame, liebevolle Gastgeber, denen man anmerkt, wie sehr ihnen das Wohl ihrer „hospiti“ am Herzen liegt. Man kommt als Gast und geht (und kehrt zurück!) als Freund.

 

Die Marken sind eine Region in Mittelitalien, gelegen zwischen adriatischem Meer, der Emilia-Romagna, der Toskana, Umbrien, den Abruzzen und der Republik San Marino. Als Urlaubsregion sind die Marken, bis auf ein paar Städte an der Adria-Küste wie Pesaro oder Ancona, noch recht unbekannt und werden völlig zu Unrecht übersehen.

 

Fernab ausgetretener Touristenpfade lassen sich in den Marken ursprüngliche und authentische Ortschaften, eine wundervolle Landschaft, beeindruckende Burgen, Kirchen und Ausgrabungsstätten, sowie eine ausgezeichnete Küche entdecken. Den Vergleich mit den Touristik-Hochburgen braucht diese nicht zu scheuen. Man kann hier die typischen Produkte mitten in der Natur in Restaurants, Agroturismi, probieren.

 

Man kann im Grunde nicht von einer regionaltypischen Küche der Marken sprechen, sondern von einem vielfältigen Nebeneinander unterschiedlicher regionaler Spezialitäten mit eignen Unterschieden. Im Landesinnern überwiegen deftige Speisen wie Spanferkel und mariniertes Lamm. Begehrte Zutaten sind neben verschiedenen Pilzen die berühmten Trüffel aus Acqualanga und Sant’Agata Feltria. Zu den „primi piatti“ zählen Tagliatelle (Bandnudeln), Strozzapreti und Vincisgrassi, der Urahn der Lasagne.

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Zypresse unterwegs
Zypresse unterwegs

Ihr alle, die Ihr mich hier regelmäßig besuchen kommt, wisst es - das ist klar. Mein Blog ist ein Reiseblog mit einem Schwerpunkt auf barrierefreie Reisen in Europa, Südafrika und der Welt. Daneben sammele ich Informationen, die irgendwie nützlich oder hilfreich in diesem Zusammenhang sein könnten. Aus persönlicher Begeisterung gibt es auch eine ganze Reihe von Rezepten und Berichten rund um landestypische Küche oder Essen auf Reisen.


Meine Seite ist seit 2010 online, zunächst als statische Seite mit Schwerpunkt auf Reiseberichte und Fotos von unseren Reisen - als Möglichkeit, Euch von dem zu berichten, was wir gesehen und erlebt hatten.


Erst seit Ende 2012 gibt es Zypresse unterwegs als Blog. Und was sich da so tut kann sich durchaus sehen lassen, schaut nur einmal auf die Zahl der veröffentlichten Beiträge

  • 2014 Januar bis Dezember: 80 Beiträge
  • 2015 Januar bis Juni: 44 Beiträge

Im Ergebnis heißt das: es gibt pro Woche mindestens einen neuen Beitrag.

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Familienreise nach Japan

Japan ist ein ungewohntes Thema für Zypresse unterwegs, nicht wahr? Daher: Für diesen Gastbeitrag danke ich dem Berliner Zweig der Zypressen Familie, ganz besonders Leuchtbiene.

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Dieser verdammte Jetlag

vor dem Start in LHR
vor dem Start in LHR