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Reisen mit Rollstuhl planen - so gehts!

Reisen mit Rollstuhl planen - so gehts!
Reisen mit Rollstuhl planen - so gehts!

Ihr habt es sicher schon bemerkt: wir gehören zu den Urlaubs-Planern. Klar, das ist angesichts unserer Situation nicht wirklich verwunderlich.

 

Reisen mit Rollstuhl braucht nun einmal, falls es nicht echt stressig (und manchmal auch schwierig) werden soll, einiges, was vorher überlegt sein will. Also bleibt nicht viel anders, als im Vorfeld zu recherchieren, welche Hotels barrierefreie Zimmer haben, welche Restaurants lecker und barrierearm sind, wo man umgerüstete Fahrzeuge anmieten kann, welche Attraktionen wie mit einem Rollstuhl erreichbar sind, und und und …

 

Reisen als Rollstuhlfahrer ist nicht schwierig und schon gar nicht unmöglich! Man kann fast überall auf der Welt Urlaub machen. Und an allen Orten trifft man auf hilfsbereite Menschen, selbst wenn es keine barrierefreie Infrastruktur geben sollte. Diese Erfahrungen haben wir immer wieder auf unseren Reisen gemacht. Ein Paradies für Rollstuhlfahrer sind ohne Zweifel die USA – hier haben, was „Accessibility“ angeht, mehrere Kriege mit behinderten Veteranen, die man nicht ausgrenzen konnte (wollte) und die Bürgerrechtsbewegung ganze Arbeit geleistet. Aber auch sonst haben wir festgestellt, dass außerhalb Deutschlands, im Süden Europas oder gar in den sogenannten Entwicklungsländern die Menschen sehr hilfsbereit und offen dafür sind, uns bei der Bewältigung kleinerer oder größerer Hindernisse zu unterstützen. Sind Stufen da, finden sich rasch ein paar starke Jungs und helfen nach oben (und auch wieder nach unten), bauen vielleicht zum Hotelzimmer rasch eine kleine Holzrampe. Sind Türen zu schmal oder im Weg – dann werden sie halt ausgehängt.

Wie wir planen und reisen

Havel
Havel

Seit inzwischen fast 40 Jahren reisen wir gemeinsam, der Gatte und ich. Zu Beginn ging es erst einmal ganz vorsichtig auf Reisen: ein paar Tage nach Holland, in ein spezielles Hotel in Italien. Dann wurden wir immer mutiger und auch neugieriger. Und so gehören zu den gemeinsam und mit Rollstuhl bereisten Kontinenten Europa, Asien, Amerika, Ozeanien und Afrika.

 

Einige Male mit Reiseveranstaltern, ein einziges Mal in einer Gruppe, aber am liebsten und deshalb fast immer: allein, auf eigene Faust, mit dem eigenen Auto, mit Mietwagen, geflogen, mit der Bahn oder auf dem Boot.

 

Warum? Ganz einfach: wenn ich mit Hotels, B&Bs, mit Autovermietern kommuniziere, dann kann ich ganz klar meine speziellen Bedürfnisse (oder besser: die des Gatten) formulieren. Ich kann nachfragen und konkret beschreiben oder eventuell um Fotos bitten. Damit lässt sich vieles klären, falls Vermieter vor Ort und wir uns nicht sicher sind, ob es passen wird. Und nicht selten entsteht aus diesen Mails schon vorab ein freundlicher Kontakt, der vor Ort dazu führt, dass wir (fast) wie alte Freunde begrüßt werden. Wir erhalten zahlreiche Tipps und Informationen aus erster Hand – das konnte uns ein Tourveranstalter bisher noch nie bieten.

 

Schließlich haben wir durch Erfahrung gelernt,  ein paar Tage, bevor es losgeht bzw. bevor wir am nächsten, übernächsten Ziel ankommen, dort nochmal daran zu erinnern, dass wir kommen und dass wir wegen des Rollstuhls besondere Wünsche haben. Nur zur Sicherheit, denn man weiß ja nie …

Rom
Rom

Freunde und Bekannte, ja auch Unbekannte fragen uns immer: wie macht ihr das bloß? Solche Reisen, allein und dann noch mit dem Rollstuhl? Wir würden das ja noch nicht einmal ohne die Behinderung wagen.

 

Unsere Antwort: wir haben bisher kaum negative Reiseerlebnisse gehabt. Im Gegenteil, wir stellen immer wieder fest, dass man in anderen Ländern mit behinderten Menschen selbstverständlicher umgeht, dass man hilfsbereiter ist als in unserer Heimat. So manches Mal hat sich die Behinderung auch als Schlüssel zu ganz besonderen Einblicken in ein Land erwiesen.

 

Klar, wenn man auf Reisen geht ist es nicht wie zu Hause. Aber soll es das denn sein? Wir reisen, um Neues zu sehen, Unbekanntes zu entdecken. Und natürlich muss man sich manchmal auf Unbequemlichkeiten einstellen, klappt nicht alles – aber es finden sich immer Lösungen.

 

Und um anderen Menschen im Rollstuhl Mut zu machen, auch auf Reisen zu gehen, ist unter anderem diese Seite entstanden. 

Unterschiede zwischen zu Hause und auf Reisen?

Dom zu Aachen
Dom zu Aachen

Gibt es Unterschiede mit dem Rollstuhl zwischen zu Hause und auf Reisen? Ganz klar und eindeutig gibt es sie. Zumindest für uns sind Unterschiede im Alltag und in der Art, wie wir aufgenommen werden, erkennbar. Grob gesagt: in vielen Ländern ist es einfacher, angenehmer, selbstverständlicher, auch als Rollstuhlfahrer zu reisen.

 

Beginnen wir mit einer kurzen Skizze der Situation zu Haus, der in Deutschland oft gemachten Erfahrungen. Hier passiert es uns immer wieder, wenn wir beispielsweise:

  • Einkaufen gehen, dass nicht mit meinem Gatten geredet wird, der neue Hemden kaufen will – sondern ich ganz selbstverständlich über seinen Kopf hinweg befragt werde: „Das könnte ihm doch passen?“
  • Auf einem Behindertenparkplatz parken möchten, diesen von offenbar nicht mobilitätsbehinderten Menschen belegt finden, die darauf angesprochen auch noch pampig reagieren: „ich warte hier doch nur auf …“
  • Bei der Bahn zum wiederholten Mal die Einstiegshilfe trotz rechtzeitiger Anmeldung nicht vorfinden oder der rollstuhlgerechte Großraumwagen nicht in den Zuge eingekoppelt wurde und Reisepläne damit ein jähes Ende finden
  • ein Hotel suchen und die rollstuhlgeeigneten Zimmer nur in Vier- oder Fünf-Sterne-Häusern zu entsprechend horrenden Preisen zu bekommen sind (und dass es dann oft genug nur ein barrierefreies Einzelzimmer mit unbequemem Zustellbett für die Begleitperson ist – geschenkt)
Alahambra
Alahambra

Im Urlaub und auf Reisen mit dem Rollstuhl hingegen? Es scheint uns in vielen Ländern auf der Welt viel natürlicher, dass auch behinderte Menschen am Alltagsleben teilnehmen. Beispiele?

  • Wir stehen vor dem Dom in Siena, betrachten die Stufen, die zum Portal hinauf führen und überlegen, wie wir denn wohl gemeinsam den Dom besichtigen könnten. Noch während wir da stehen, kommen drei junge Männer auf uns zu, die vorher auf den Stufen gesessen hatten und fragen – auf Englisch – ob sie meinen Mann die Stufen hinauftragen dürfen, damit er den Dom besuchen kann. Und selbstverständlich wären sie so lange hier, bis wir auch gut wieder hinausgekommen seien. Ganz einfach so, ohne dafür ein Trinkgeld zu erwarten, ja sogar, ohne überhaupt um Hilfe gebeten worden zu sein.
  • Ich werde auf einer Reise in die Türkei krank. Als es mir langsam ein wenig besser geht, beschließt der Gatte, mir ein kräftiges Süppchen kochen zu wollen und macht sich allein vom Ferienhaus aus auf den Weg ins Dorf zum Einkaufen. Kaum dort angekommen findet er sich umringt von netten Menschen wieder. In Deutsch, mit seinen Brocken türkisch, mit Händen und Füßen wird er gefragt, was er benötige. Dann bringt ein Junge Tee für alle, mein Mann soll es sich bequem machen und zwei andere Jungs werden mit konkreten Aufträgen zum Einkaufen geschickt. Sie kehren nach und nach zurück: mit Rindfleisch, mit Suppengrün, mit Brot … derweil plaudert der Gatte mit den Männern, über das Leben, über Deutschland und die Türkei, warum er im Rollstuhl sitzt … All dies unter allgemeinem Gelächter, mit viel Spaß.
  • Wir machen eine Reise durch Indonesien und übernachten mehrere Nächte auf einer Kakaoplantage. Zu unserem Zimmer im Gartenhaus geht es zwei Stufen hoch. Nachdem wir eingetroffen sind, erscheint der Handwerker und baut eine passende Rampe aus ein paar einfachen Holzbrettern. Dann lässt er den Gatten ein paar mal testen, scherzt mit uns, ändert noch die ein oder andere Kleinigkeit. Und wir haben für die Dauer unseres Aufenthaltes ein perfekt rollstuhlgeeignetes Zimmer.
  • In den USA, in Südafrika ist das Anmieten eines behindertengerecht mit Handgas und -bremse ausgestatteten Fahrzeuges ohne Mehrkosten kein Problem. Selbst wenn, wie wir es mehrfach erlebt haben, deutsche Reiseveranstalter den von ihnen bestätigten Sonderwunsch doch nicht an den Zielort weiter geleitet haben: nach spätestens zwei Tagen (in Südafrika, und das Fahrzeug konnten wir dann unterwegs austauschen, mussten also nicht an den ursprünglichen Anmietort zurück!), in den USA aber auch innerhalb einer knappen Stunde haben wir ein Auto wie gewünscht.
Denia
Denia

Auf Reisen erleben wir die Menschen vor Ort freundlich, aufgeschlossen, aufmerksam und hilfsbereit. Gern zu einem Schwätzchen aufgelegt. Wir reden gern mit Menschen, erfahren von ihnen aus ihrem Leben, hören über das Bild von Deutschland in der Welt. Wir erleben die Menschen natürlich und wissbegierig im Umgang mit dem Gatten im Rollstuhl, manchmal ein wenig neugierig, immer aber zu Hilfe und Unterstützung bereit. Vielleicht liegt es auch an uns, weil wir in Urlaubslaune sind? Eigentlich glaube ich eher, es liegt an der doch mehr reservierten, professionell höflichen Art der Deutschen, wenn wir uns zu Hause oft genug weniger willkommen, manchmal sogar als belastende, ungelegen kommende Gäste mit besonderen Anforderungen fühlen.

Unsere Planung unterscheidet sich je nach Reise

Kapstadt
Kapstadt

Auch für uns gibt es kein Patentrezept für die Planung unserer barrierefreien Reisen. Und als Blaupause übertragbar ist das, was wir machen, sicher auch nicht auf jeden – egal ob behinderter Mensch oder nicht. Dafür sind die Vorlieben, Erwartungen und Vorstellungen einfach viel zu unterschiedlich. Auch tragen das Reiseland, die Bedingungen vor Ort und die Zeit und das Geld, die einem zur Verfügung steht, erheblich dazu bei, wie man seine Reise gestalten kann oder sogar muss.

 

Unsere Reiseplanungen für die Touren mit dem Rollstuhl sind sehr unterschiedlich: mal buchen wir fast alles im Voraus, ein anderes Mal lassen wir etliches auf uns zukommen. Hier ein paar Beispiele: 

  • Städtetrip: Nur Flug oder Bahn und Hotel buchen, der Rest ergibt sich vor Ort. Wobei ich bereits von zu Haus aus recherchiere, welche Museen und Attraktionen wie erreichbar sind, ob sich z. B.  Rollstuhlfahrer vorher anmelden müssen.
  • 1-2 Wochen am Strand: Flug und Hotel buchen, weitere Verkehrsmittel ergeben sich nach Bedarf vor Ort: Bus, Taxi oder nicht umgerüstetes Mietauto
  • 2-3 Wochen (oder gar mehr?) Reise: ggf. Flug buchen, komplette Route planen, auf Handbetrieb für den Rollstuhlfahrer umgerüsteten ("paraplegic hand controls") Mietwagen und ggf. andere Transfers buchen und alle Unterkünfte buchen

Wovon die Reiseplanung abhängt

Great Ocean Road
Great Ocean Road

Oder anders gesehen: ob wir Reisedetails vorher planen und buchen, hängt neben unseren persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben von einigen weiteren Faktoren ab:

  • Reisen wir nur an einem Ort oder geht es auf eine Rundreise? Wenn wir nur an einem Ort bleiben, reicht es aus, die Anreise und die Unterkunft zu buchen. Alles Weitere ergibt sich dann vor Ort. Bei einer Rundreise brauchen wir ganz klar wesentlich mehr an Planung.
  • Reisen wir in der Haupt- oder Nebensaison? Nicht nur bei beliebten Reisezielen, häufig bei den von uns benötigten erschwinglichen Hotels mit barrierefreien Zimmern (von denen es nicht so viele gibt – leider) kann es vorkommen, dass vieles bereits ausgebucht und/oder wesentlich teurer ist. Also bleibt nur: planen und vorbuchen.
  • Wie viel Zeit steht mir zur Verfügung? Je mehr Zeit ich für eine Reise habe, umso weniger muss ich vorher planen, denn nicht jeder Tag zählt. Wenn wir aber einiges sehen möchten und nur begrenzt Zeit haben, wird die Planung sicher sinnvoller.
  • Haben wir unterwegs Internetzugang? Dann können wir uns unter Umständen auf kurzfristige Buchungen für die Weiterreise einlassen.

Reiseplanung im Detail

Die Excel-Tabelle mit der Planung unserer Südafrika-Reise 2012
Die Excel-Tabelle mit der Planung unserer Südafrika-Reise 2012

Vom Grundsatz her ist die Planung einer Reise auch per Rollstuhl recht einfach. Unser erster Schritt, nachdem das Ziel klar ist, ist die Buchung der Flüge. Damit haben wir den fix vorgegebenen zeitlichen (und evtl. auch örtlichen) Rahmen.

 

Dann erstelle ich eine Excel-Liste mit allen Tagen, die wir „vor Ort“ sind. Auf diese Tage verteile ich dann geografisch sinnvoll die Orte, die wir auf jeden Fall sehen möchten. Nicht nur, wenn es besonders viel zu sehen gibt, auch weil wir nicht gern tagtäglich neu ein- und auspacken wollen, versuchen wir, an den meisten Orten für mindestens zwei Nächte zu bleiben.

 

In der Tabelle jongliere ich dann manchmal noch ein wenig mit den Daten, etwa nach Verfügbarkeit von Unterkünften oder weil an einem bestimmten Tag ein besonderes Fest irgendwo stattfindet. Irgendwann kommt der Punkt, wo wir dann einfach wissen: ja, das ist es, das ist unsere Reise.

Was kann schiefgehen bei Reisen mit Rollstuhl?

Neuseelands Fiordland
Neuseelands Fiordland

Ist bei unseren Planungen auch schon einmal etwas gründlich schiefgegangen?  Klar, so ist das Leben.

  • Einmal habe ich den Fehler gemacht und zwei rollstuhlgerechte Hotels in Australien in der falschen Reihenfolge gebucht. Das hätte uns knappe 1.000 km zusätzliche Fahrtstrecke für Hin- und Rückfahrt eingetragen. Zum Glück haben wir vor Ort auf halber Strecke ein nettes und geeignetes (Privat-)Zimmer gefunden und konnten so die falsche Buchung einfach verfallen lassen. Und ich schaue seither lieber einmal mehr auf die Landkarte und bin etwas sorgfältiger bei der Routenplanung.
  • Einmal stimmte die Bezeichnung des rollstuhlgeeigneten Bungalows in einem Restcamp des Mapungubwe Nationalparks nicht und wir waren in einen nicht geeigneten, nur über (gefühlte 10) Stufen erreichbaren Bungalow eingebucht. Der „universally accessible“ Bungalow war belegt und die dortigen Gäste waren auch nicht bereit, zu unseren Gunsten umzuziehen. Aber sogar dieses Problem hat sich vor Ort lösen lassen. Wir bekamen einen großen Familienbungalow mit nur einer Stufe und haben unseren Aufenthalt dennoch genießen können.
  • Die größte Pleite war ohne jeden Zweifel, dass wir am 27. März 2008, dem Eröffnungstag des damals neuen Terminal 5 über Heathrow nach Südafrika fliegen wollten und British Airways nicht nur unser Gepäck, sondern auch den Rollstuhl verloren hatte. Das bedeutete dann in der Tat das Aus für diesen Urlaub, denn er traf erst nach knapp drei Wochen (dann allerdings unversehrt und gemeinsam mit dem restlichen Gepäck) wieder bei uns zu Haus ein.

Die Vorzüge der Reiseplanung

Jasper Nationalpark
Jasper Nationalpark

Planung hat noch einige weitere Vorteile: 

  • Wir erfahren durch das Lesen von Reiseführern, von Reiseberichten anderer Urlauber, durch Recherchen im Internet bereits im Vorfeld viel über unser Urlaubsziel. Das ist übrigens schon fast so schön wie das Reisen selbst!
  • Durch die vorherige Planung haben wir das Gefühl, viel mehr zu erleben als ohne.
  • Wir können in Ruhe nach schönen und barrierefreien Unterkünften Ausschau halten, in Ruhe die Preise vergleichen und Anfragen nach Details (wie Türbreiten, Badausstattung oder ähnliches) per Mail klären.
  • Die Planung bietet uns eine gewisse Sicherheit und gewährleistet auch die Entspannung im Urlaub. Diese Zeit ist ja kostbar und kommt uns ohnehin immer schon recht kurz vor, wir wollen sie nicht noch mit nervendem Suchen und Organisationsfragen vor Ort vertun.

Und wie haltet Ihr es auf Euren Reisen? Plant Ihr oder lasst Ihr Euch treiben?

Wie sind Eure Erfahrungen, seid ihr schon einmal mit einer geplanten Reise hereingefallen

oder habt ungeplant etwas besonders Schönes erlebt?

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Sparen und Reisen

Sparen und Reisen
Sparen und Reisen

Reisen kostet Geld – da beißt die Maus keinen Faden von ab. Das ist auch das einzige, was mir am Reisen nicht gefällt, glaub ich. Wir werden häufig staunend, verwundert, manchmal auch neidisch gefragt, wie wir das eigentlich machen, mit dem Reisen:

 

„Wie könnt Ihr Euch das eigentlich leisten?“

 

Diese Frage zu beantworten, dazu habe ich mal überlegt und einige Tipps zusammengestellt. Und hier sind sie, meine ganz und gar subjektiven, nicht abschließenden, nicht vollständigen Tipps zum Sparen und Reisen. Die Tipps sind natürlich gebührenfrei und unentgeltlich, gratis, geschenkt, für nichts, umsonst.

 

Und wenn Ihr, liebe Leserinnen und Leser, noch mehr Ideen habt: immer her damit!

 

Dieser Beitrag wurde bereits 2013/2014 veröffentlicht und ist jetzt für die Neu-Veröffentlichung ergänzt und hinsichtlich der Links aktualisiert worden.

Monatlich Sparen

Die Reisekasse in Neuseeland
Die Reisekasse in Neuseeland

Da bin ich ganz „schwäbisch“: monatlich legen wir einen bestimmten Betrag zurück, sparen und finanzieren so quasi die Reisen über die nicht gereisten Monate vor. Klar, wenn es „nur“ um den Jahresurlaub geht, dann bringt dies nicht so viel ein, bei der derzeitigen Lage was die Sparzinsen angeht schon mal sowieso nicht. Und trotzdem bleibt es dabei: „Sparen ist das Zurücklegen momentan freier Mittel zur späteren Verwendung.“ Gerade bei „Traumreisen“ kann man durch wiederholte Rücklage über längere Zeit einen Betrag aufsummieren, der dann für eben diese Reise verwendet werden kann. Ein Beispiel für die extremen Beträge, die durch die Annahme von über lange Zeit gleichbleibenden Wachstumsraten aufgrund von Zinseszinseffekten rechnerisch erhalten werden, ist der im Jahr Null angelegte Josephspfennig.

 

Und klar, wir setzen Prioritäten: unser TV-Gerät ist inzwischen fast 20 Jahre alt, statt eines supermodernen und riesigen Flachbildschirms leisten wir uns lieber eine Reise.

Früh planen und dabei flexibel sein

Abendliche Stimmung über der Waterfront von Kapstadt
Abendliche Stimmung über der Waterfront von Kapstadt

Unsere Erfahrung zeigt auch: mit langfristiger Planung kann man auf Reisen eine Menge Geld sparen. Klingt wie eine Binsenweisheit, ist aber so. Es scheint vielleicht paradox, aber sparen kann man bei frühzeitiger Planung des Urlaubs, wenn man dabei ebenso flexibel bleibt wie es die Reisepreise sind.

  • Für Familien ist ein früh gebuchter All-Inclusive-Pauschalurlaub oft die günstigste Variante zu reisen
  • Singles oder Pärchen, die nicht an die Schulferien gebunden sind, flexibel mit den Zeiten sind, können außerhalb der Hochsaison Schnäppchen für den Urlaub ergattern
  • Legt Euch nicht auf einen bestimmten An- bzw. Abreisetag eurer Reise fest. Schon 2 Tage Spielraum können einen deutlich niedrigeren Reisepreis bedeuten (z.B. sind Flüge unter der Woche meist günstiger als Wochenend-Flüge)
  • Auch bei der Wahl des Abflughafens kann man Geld sparen. Der Abflug im Nachbar-Bundesland kann günstiger sein, wenn dort noch keine Schulferien sind. (Aber nicht vergessen: die Kosten für An- und Abreise zum Flughafen mit einkalkulieren)
  • Die Preise werden - auch bei Suche und Buchung via Internet - je nach Nachfrage und Verfügbarkeit regelmäßig angepasst. Sollte der Preis für ein bestimmtes Hotel auf Eurer Reise zu hoch sein, kann eine spätere Abfrage auch einen günstigeren Preis bringen. (Aber Achtung: Der Preis kann auch steigen!)

Nicht nur nach Billigflügen schauen

der Weg... (hier auf Spiekeroog)
der Weg... (hier auf Spiekeroog)

Der Trend beim Reisen geht zu den sogenannten low-cost-carriern oder auch Billig-Airlines. Aber Achtung! Nicht immer sind die Angebote so günstig, wie sie aussehen. Zusatzkosten für Gepäck, Kreditkartenzahlung, Check-in usw. gehen häufig ins Geld und machen den Flug letzten Endes teurer als die Nutzung der „normalen“ Linienflüge. Hinzu kommt häufig, dass die Anfahrt zum weit abgelegenen Abflughafen bzw. die Fahrt zwischen Zielflughafen und Hotel kostspieliger werden können, als mit einem normalen Linienflug, der auf dem Stadtflughafen landet. Daher: immer auch Zusatzkosten und Lage der Flughäfen in die Vergleichsberechnung einbeziehen.

 

Und natürlich: Alternativen für eure geplante Reise prüfen. Vielleicht geht es mit der Bahn preiswerter? Denn Bahnreisen können, wenn man früh bucht und flexibel ist, durchaus günstig sein. Ich denke hier an Angebote wie den

Auch Nachtzüge sind günstig zu buchen, außerdem spart man dabei noch eine Übernachtung im Hotel. Bei den Nachtverbindungen im ICE und IC gelten Super Sparpreis und Sparpreis ebenfalls.

 

Schließlich gibt es noch die gute alte Mitfahrzentrale und zahlreiche interessante Verbindungen zu kleinen Preisen mit Fernbussen quer durch Deutschland oder über den Kontinent.

Prioritäten setzen

Leckeres Essen! (hier im La Colombe in Kapstadt)
Leckeres Essen! (hier im La Colombe in Kapstadt)

Gerade wenn man sich nicht alles leisten kann oder will, hilft es, sich auch für Urlaub und Reise zu überlegen, wofür man sein Geld ausgibt. Dann kommt auch nicht das Gefühl auf, im Urlaub ständig sparen zu müssen, auf etwas verzichten zu müssen, schließlich gönnt man sich dafür ja etwas anderes. Man sollte sich also die Frage beantworten „Was ist mir wichtiger?“:

  • Worauf kann ich bei der Wahl einer Unterkunft eher verzichten, auf die Nähe zum Stadtzentrum oder meinen nächtlichen (Schönheits-)Schlaf?
  • Was will ich: ein gutes Essen in einem schönen, aber teuren Restaurant oder den Bootsausflug, der genauso viel kostet?
  • Möchte ich günstige Shopping-Gelegenheiten nutzen oder eher nicht einkaufen und stattdessen viel unternehmen?

Übernachten und ÖPNV nutzen

Übernachten (hier in Rom)
Übernachten (hier in Rom)

Sparen kann man auch bei der Übernachtung. So geht es preiswerter: Privatzimmer sind preiswerter als Hotels (und längst nicht immer schlechter!), in Ferienwohnungen kann man auch auf Städtereisen ganz in der City, aber doch sehr privat wohnen. Und es gibt viele, die berichten lobend und begeistert vom Couchsurfing.

 

ÖPNV nutzen, auch das gehört beim Sparen dazu: in fernen Ländern, fremden Städten, unterwegs nicht nur das eigene oder Mietauto nutzen, Taxi fahren gar - nein, den öffentlichen Personennahverkehr nutzen. Das spart Geld, beschert uns Einblicke in den Alltag und sorgt auch immer wieder für Kontakte. Denn meistens sind die Begegnungen durch Hilfsbereitschaft und freundliche Neugier gekennzeichnet.

Preise vor Ort recherchieren und die Nebenkosten nicht vergessen

Hummer Picknick (USA, Neuenglandstaaten)
Hummer Picknick (USA, Neuenglandstaaten)

Günstige Angebote im Internet können dazu verführen, unüberlegt sofort zu buchen. Damit Euch die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, solltet Ihr auch beim feinsten Schnäppchen vorher recherchieren, wie teuer es vor Ort sein wird!

 

Vergessene Zahnpasta nachkaufen, unterwegs einen Cappuccino oder eine Cola trinken, nach Hause telefonieren, den Mietwagen betanken, Eintrittsgelder für Museen oder Freizeitparks - solche Kosten sind von Land zu Land oft sehr verschieden.

 

Wer es höchst offiziell möchte: Die OECD veröffentlicht Informationen zu den Kaufkraftparitäten in ihren "Comparative Price Levels (CPL)". In einem monatlichen Vergleich wird dabei das Preisniveau der privaten Konsumausgaben betrachtet. Jede Spalte zeigt die Anzahl der angegebenen monetären Einheiten erforderlich ist, um in jedem der aufgeführten Länder den gleichen repräsentativen Korb von Konsumgütern und Dienstleistungen zu kaufen.

 

Ein populäres Beispiel für Kaufkraftparitäten auf einer alternativen Basis ist der von der Zeitschrift The Economist regelmäßig veröffentlichte Big-Mac-Index. Dabei wird ermittelt, wie viel ein Big Mac in einem McDonald’s-Restaurant in den verschiedenen Ländern der Welt kostet. Diese Preise werden zur Grundlage einer Währungsumrechnung gemacht.

 

Kostenfallen lauern auch bei Roaming-Gebühren beim Telefonieren oder Surfen im Ausland. Gerade, wenn man länger durch ein Land reist, kann sich der Kauf einer Prepaid-SIM-Karte lohnen.

Dinge mitnehmen und Gutscheine nutzen

On the Road (hier unterwegs in die Flinders Ranges, Australien)
On the Road (hier unterwegs in die Flinders Ranges, Australien)

Manches ist vor Ort viel teurer als zu Hause. Kleinvieh macht auch Mist, viele kleine Summen ergeben eine große, also nehmen wir einiges mit:

  • eine Familienflasche Sonnenmilch vom heimischen Discounter
  • Müsliriegel für Heißhungerattacken
  • was gegen lästige Mücken
  • Ziploc-Tüten, um Essen unterwegs auslaufsicher einzupacken und um Kleinigkeiten auffindbar zu verstauen
  • Genial fand ich diesen Tipp: Für kleine (und teure) Reisehandtücher aus Mikrofaser gibt es eine ziemlich gute und preiswerte Alternative, nämlich Mikrofaser-Bodentücher aus dem Drogeriemarkt

  • Eine leere Wasserflasche, die man morgens im Hotel und bei Gelegenheit unterwegs auffüllt, spart das ständige (und teure) Einkaufen von Getränken unterwegs

Dies sind nur ein paar Beispiele für Dinge, die man mitnehmen und dabei sparen kann. Aber Vorsicht bei Flugreisen: beachtet die maximalen Gewichtsgrenzen für das Gepäck. Denn die Kosten fürs Übergepäck sprengen die sauberste Kalkulation (und zwar egal ob Hin- oder Rückflug).

 

Vielfach (vor allem in den USA, aber auch anderswo) gibt es eine ausgeprägte Coupon-Kultur. Also heißt es Gutscheine, Coupons, Rabatthefte nutzen. Damit kann man verbilligten Eintritt erhalten, ein two-for-one-Dinner essen, billiger übernachten und und und. Die sollte man nutzen ohne falsche Scham. Ähnliche Rabatte gibt es z. B. auch von den großen Automobilclubs.

 

Und vielleicht hilft ja auch: handeln, feilschen wie auf dem orientalischen Basar.

Fragen, fragen, fragen...

kann man die Dame auch was fragen???
kann man die Dame auch was fragen???

Klar, Essen muss man – auch oder besser gerade auch auf Reisen. Trotzdem, so manches Mal, wenn wir bei einem der netten Restaurants unterwegs auf die Karte sahen, fielen wir vor Schreck fast um. Hier hilft es, zu fragen.

 

Wir fragen viel vor Ort die Einheimischen: an der Hotelrezeption nach Restaurantempfehlungen, bei der Touristeninformation, die nette Polizistin oder den Schaffner im Zug. Und die Empfehlungen, die wir dabei bekommen sind nie die schlechtesten. Häufig besuchen wir so Restaurants, die wir allein nie gefunden hätten.

 

In vielen Ländern – vor allem im asiatischen Raum – bekommt man in kleinen Restaurants, Essensständen und Garküchen leckere Gerichte für sehr wenig Geld geboten. Hier lohnt es sich nicht nur kulinarisch, auf die Verpflegung im Hotel zu verzichten und stattdessen die landestypische Küche preiswert zu genießen. Auch wichtig: ruhig mal etwas aus dem Touristenrummel entfliehen! Das beste und günstigste Essen bekommt man nämlich häufig abseits der Touristenzentren.

 

Zu meinen schönsten Urlaubs-Erinnerungen gehören unsere Picknicks: Im Supermarkt oder in einem kleinen Laden um die Ecke kaufen wir leckere regionale Spezialitäten (Obst, Wurst, Käse, frisches Brot – und auch mal eine Flasche Wein). Um die Mittagszeit packen wir die landestypischen Naschereien an einem charmanten Plätzchen aus und genießen! Sehr romantisch, schön ruhig, häufig mit guter Aussicht und immer: sehr erschwinglich.

 

Die besten Dinge kosten oft nichts, auch beim Reisen. Versucht also, das Gratis-Sightseeing zu entdecken. Kirchen und Parks sind fast überall auf der Welt kostenlos anzusehen. Auch der Eintritt in wichtige Museen und Galerien ist oft an bestimmten Wochentagen frei, ebenso der Besuch berühmter Attraktionen wie z. B. die Schlüsselzeremonie vor dem Tower of London. Weitere kostenfreie Attraktionen:

  • Amsterdam: Für Fans der klassischen Musik spielt jeden Mittwoch um 12:30 Uhr das Orchester des Concertgebouw ein freies halbstündiges „Lunchkonzert“. Diesen und noch 9 weitere Tipps findet Ihr bei "nach holland"
  • In Berlin für "umme": die Lunchkonzerte in der Berliner Philharmonie jeweils am Dienstag um 13 Uhr (Aber Achtung: gerade finden die Lunchkonzerte in der Philharmonie Berlin aufgrund der Corona-Eindämmungsverordnung nicht statt.)
  • In Italien gibt es freies Essen. Bestellt man abends so ab 18 Uhr in einer der zahllosen Bars mit Blick auf Meer oder Piazza einen Drink, dann profitiert man von italienischer Aperitif-Kultur. An den köstlichen Snacks und Salaten, die gratis dazu gereicht werden, kann man sich nämlich ganz gut satt essen.
  • London: viele Museen kann man kostenlos besuchen, so unter anderem die National Gallery oder das Tate Modern
  • Madrid: Über 10.000 Werke aus den verschiedensten Epochen können im Museo del Prado von Montag bis Samstag (18:00 – 20:00 Uhr) sowie an Sonn- und Feiertagen (17:00 – 19:00 Uhr) vom Publikum kostenlos in Augenschein genommen werden.
  • Paris: den Louvre und Mona Lisa kann man von Oktober bis März an jedem ersten Sonntag im Monat und am 14. Juli umsonst besuchen
  • Washington hat ganz viel für umsonst (oder kleines Geld) zu bieten, das findet sich hier.
  • Bei Teilzeitreisen.de gibt es ebenfalls weitere Tipps zu Städten wie Berlin, Düsseldorf, München, London wo man Sehenswürdigkeiten gratis anschauen kann.

Beim Planen der Reise lese ich: Reiseführer, am besten mehrere (die leihe ich in meiner Stadtbücherei), im Internet. Und unterwegs? Da hilft natürlich das Smartphone, mit dem man Wikipedia als Reiseführer benutzen kann. Da ist eigentlich fast jede Stadt ist verzeichnet und meist gibt es sogar einen Abschnitt „Sehenswürdigkeiten“, von denen man oft auch weiter verlinkt wird. Das ist meist kostengünstig – aber Achtung: hier schlummert mal wieder die Kostenfalle Roaming-Gebühren.

 

Für Leserinnen und Leser, die einen eBook-Reader besitzen, gibt es noch einen besonderen „Leckerbissen“: Man kann die Wikipedia-Einträge als PDF herunterladen (am linken Rand eines Artikels „Drucken/exportieren -> als PDF herunterladen“) und dann auf den eBook-Reader packen. So hat man seinen Reiseführer immer dabei.

Budget bestimmen und einhalten

Rom - ein tolles und leider auch teures Reiseziel
Rom - ein tolles und leider auch teures Reiseziel

Klar, im Urlaub will man nicht ständig rechnen und Geld zähen. Aber wenn man mit seinem Geld auskommen muss, sollte man schon vor der Reise ein Budget festsetzen: Wie viel will ich pro Tag ausgeben? Und jeden Tag dann die abendliche Kontrolle

  • Habe ich mein Budget eingehalten?
  • Wenn nicht: Kann ich es ausgleichen, indem ich morgen etwas einspare?

Die regelmäßige Kontrolle verhindert ein böses Erwachen am Ende des Urlaubs. Hilfreich dabei außerhalb der Eurozone: ein Währungsrechner und der regelmäßige Blick auf den aktuellen Wechselkurs.

 

 

Und wie spart Ihr für oder auf Reisen? Habt Ihr noch Tipps und Ideen, vielleicht sogar Adressen zum Sparen?

Ich freue mich auf Eure Kommentare!

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7 gute Gruende für Kapstadt

7 gute Gruende für Kapstadt
7 gute Gruende für Kapstadt

Seit Jahren schon ist unser liebstes Reiseziel Südafrika. Wen wundert’s, wenn ich am Kap auch meine Lieblingsstadt am Meer gefunden habe: die "Mothercity" Kapstadt.

 

Kapstadt liegt im Südwesten der Republik Südafrika unmittelbar an der Tafelbucht des Atlantischen Ozeans und ist nach Johannesburg und Durban die drittgrößte Stadt Südafrikas. Die Stadt dehnt sich über eine Fläche von 2.455 Quadratkilometern aus und hatte 2007 3,4 Millionen Einwohner. Ihren Namen erhielt sie nach dem Kap der guten Hoffnung, das etwa 45 km südlich liegt und früher eine Hauptgefahr auf dem Seeweg nach Indien darstellte. Als „Mothercity“ wird sie gelegentlich bezeichnet weil Kapstadt die erste Stadtgründung der südafrikanischen Kolonialzeit war.

 

Berühmt ist Kapstadt unter anderem durch sein Wahrzeichen, den Tafelberg. Seine markante, plateau-förmige Oberfläche dominiert zusammen mit Signal Hill, Lion’s Head und Devil’s Peak das gesamte Stadtbild und macht die Skyline weltweit so unverwechselbar. Das Meer an der Kap-Halbinsel ist als unruhig bekannt, was dazu führte, dass das Kap der guten Hoffnung auch unter dem Beinamen „Kap der Stürme“ bekannt wurde.

 

Warum diese Stadt für mich eine der schönsten der Welt und meine liebste Stadt am Meer ist? Das erkennt man am besten am frühen Abend vom Signal Hill. Der Blick von dort ober auf die Stadt in der Dämmerung und später das funkelnde Lichtermeer ist einfach wunderschön. Diese Stadt ist wie ein riesiges Amphitheater.

 

Und wie erkundet man dieses Theater? Am einfachsten, so finde ich, mit dem City Sightseeing Bus. Mit dem Hop on Hop off Bus gelangt man gut und bequem kreuz und quer durch die Stadt zu allen touristischen Höhepunkten. Es gibt zwei verschiedene Routen, die über zwanzig Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele Kapstadts anfahren, darunter Kirstenbosch Botanical Gardens, den Tafelberg, die V & A Waterfront, Camps Bay und Sea Point.

 

Dieser Beitrag wurde erstmals 2013/2015 veröffentlicht und ist für die Neu-Veröffentlichung mit einem neuen Highlight ergänzt und hinsichtlich der Links aktualisiert worden.

 

Und das sind sie, meine 7 guten Gründe für Kapstadt:

Blick auf Kapstadt vom Signal Hill
Blick auf Kapstadt vom Signal Hill

1. Der Tafelberg

Tafelberg - ohne "Tischtuch"
Tafelberg - ohne "Tischtuch"

Der Tafelberg gehört zu den meistbesuchten Touristenattraktionen in Südafrika und gilt als eines der 7 neuen Naturwunder. Dort mit der Seilbahn hochzufahren ist ein besonderes Erlebnis – eines, das wir nur bei unserem allerersten Kapstadt-Besuch 2001 genießen konnten. Danach hüllte sich der Berg jedes Mal in Wolken, wenn wir in der Stadt waren. Neben einigen Wanderwegen führt seit 1929 eine Seilbahn auf den Tafelberg. Seit 1997 gibt es neue Gondeln direkt aus der Schweiz, die den Spitznamen „Fondue-Topf“ in Kapstadt erhalten haben. Diese modernen Gondeln drehen sich während der 5-minütigen Auffahrt einmal um ihre eigene Achse und erlauben so allen Passagieren eine herrliche Rundsicht auf Kapstadt und die Umgebung. Die Table Mountain Aerial Cableway überwindet einen Höhenunterschied von 700 Metern. Auf der 1200 Meter langen Strecke gibt es keine Stützen. Die Seilbahn kann 900 Personen pro Stunde befördern.

2. Der botanische Garten von Kirstenbosch

Botanischer Garten Kirstenbosch
Botanischer Garten Kirstenbosch

Ebenfalls auf meiner Liste der Must-sees in Kapstadt: ein Besuch im botanischen Garten von Kirstenbosch. Er liegt am Osthang des Tafelberges und gilt als einer der schönsten botanischen Gärten der Welt. Er ist mit 36 Hektar der größte von neun Nationalen botanischen Gärten in Südafrika. Er wurde 1913 gegründet, um die einzigartige Artenvielfalt der Kapregion zu erhalten. Dieser Grundsatz wird auch heute noch beibehalten, indem nur heimische Pflanzen gezeigt werden. So finden sich hier die südafrikanischen Silberbaumgewächse oder Proteen, Heidekräuter und Palmfarne. Daneben gibt es Sukkulenten, den Mathew’s Steingarten, ein Arboretum, eine Nutzpflanzenabteilung, ein Duftbeet und einen Blindenpfad. Auch wird mit dem „water-wise garden“ versucht, wassersparende Pflanzen für Gärten attraktiv zu machen. Das Gewächshaus am Haupteingang zeigt Pflanzen der wichtigsten Vegetationsformen Südafrikas, wie die Karoo, den Fynbos und die Savanne.

3. Die Kaphalbinsel

34° 21′ 25″ S, 18° 28′ 26″ O
34° 21′ 25″ S, 18° 28′ 26″ O

Und dann sollte man unbedingt eine Rundfahrt über die Kaphalbinsel auf dem Programm haben. Die Kaphalbinsel ist eine rund 35 Kilometer lange Halbinsel südlich von Kapstadt. An ihrem südlichen Ende liegen das Kap der Guten Hoffnung und der Cape Point. Sie besteht aus vorwiegend mit Fynbos-Vegetation bewachsenen Höhenzügen und steinigen Flächen, ein großer Teil gehört zum Table-Mountain Nationalpark.

 

Dabei kann es zunächst nach Constantia gehen, dem vor allem durch seine Weingüter bekannten Vorort Kapstadts. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen, besonders die sogenannte Constantia Wine Route, an der die bekannten Weingüter Groot Constantia, Klein Constantia, Buitenverwachting, Constantia Uitsig und Steenberg liegen. Auf Groot Constantia begann Simon van der Stel, der erste Gouverneur der niederländischen Kapkolonie, die ersten Weinstöcke einzupflanzen. Das Weingut ist ein Beispiel für den Baustil der Kapholländer und eine bekannte architektonische Sehenswürdigkeit.

 

Von hier geht es weiter zum Boulder’s Beach. Das ist ein Strandabschnitt in Simon’s Town auf der Kaphalbinsel, etwa 20 Autominuten von Kapstadt entfernt. Bekannt ist er für seine eine Brillenpinguin-Kolonie. Zwei Stege, die die dortigen ca. 3000 Brillenpinguine vor allem vor den Besuchern schützen sollen, führen zum Strand. Die Brillenpinguine sind die einzigen heute noch in freier Wildbahn lebenden Pinguine Afrikas.

 

Und von dort geht es am Meer entlang und hoch zur Nationalpark-Einfahrt. Der Park ist bekannt für seine reiche, vielfältige und einzigartige Fauna und Flora und die Naturlandschaft mit ihren schroffen Klippen, den steilen Hängen und Sandbänken. Was man gesehen haben muss? Natürlich das Kap der Guten Hoffnung, ein sehr markantes, früher wegen seiner Klippen gefürchtetes Kap nahe der Südspitze Afrikas. Es ist der südwestlichste, nicht der südlichste Punkt Afrikas (das ist das Kap Agulhas), und damit jenes Kap, an dem die afrikanische Küste ihren Schwenk nach Osten beginnt und die Passage in den Indischen Ozean anzeigt. Die auf einem breiten Holzpaneel nahe am Wasser angezeigten geografischen Koordinaten lauten: 34° 21′ 25″ S, 18° 28′ 26″ O.

... was noch in Kapstadt*?

4. Das Two Oceans Aquarium

im Two Oceans Aquarium
im Two Oceans Aquarium

Und wenn es – was tatsächlich vorkommen kann – einmal regnet in Kapstadt? Dann ist das Wetter gerade recht für einen Besuch des Two Oceans Aquarium. Es hat seinen Namen aufgrund der Lage am Atlantischen und Indischen Ozean. Das 1995 eröffnete Aquarium beherbergt in über 30 Becken 300 Fischarten aus beiden Ozeanen, dazu kommen wirbellose Tiere wie Anemonen, Quallen, Röhrenwürmer, Muscheln, Schnecken und Krebse. Besondere Attraktionen sind der 2 Mio. Liter fassende Open Ocean Tank, in dem Haie und Rochen zu sehen sind, und der Living Kelp Forest (Seetang-Wald), der die Tierwelt an der Küste widerspiegelt. An einem Sandstrand mit Pinguinen und Robben werden Ebbe und Flut am Kap simuliert.

5. Der Greenmarket Square

Greenmarket Square
Greenmarket Square

Ein Ort, der in jedem Fall einen Besuch lohnt, ist der Greenmarket Square in Kapstadt. Er gilt als einer der schönsten Plätze der Stadt. Hier findet jeden Tag ein Flohmarkt statt, umgeben von prächtigen Häuserfassaden der alten Gebäude, Cafés und Hotels. Hierher kommen Händler aus den verschiedensten Ländern Afrikas. Der Platz ist voll mit den hölzernen Giraffen, Puppen, bunten Ketten, Steinen und Masken der Souvenirverkäufer. In den Verkaufsständen hängen farbige Shirts und Tücher. Die Atmosphäre ist aufregend: bei den Klängen von afrikanischen Trommeln kann um Textilien, Lederartikel, Schmuck und Kunsthandwerk gefeilscht werden. Zwischen den Ständen beginnen Menschen zu klatschen und zu tanzen, die Zuschauer werden vom Rhythmus in den Bann gezogen. Man kann nicht nur, man muss handeln – sonst sind die Preise zu hoch.

6. Das Zeitz MOCAA Museum

Zeitz MOCAA Museum in Kapstadt
Zeitz MOCAA Museum in Kapstadt

Das Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (kurz Zeitz MOCAA) ist ein noch recht neues Kunstmuseum für zeitgenössische afrikanische Kunst in Kapstadt in Südafrika. Es steht auf dem Gelände der V&A Waterfront und gilt als das weltweit größte Museum zeitgenössischer afrikanischer Gegenwartskunst. Die Eröffnung fand am 22. September 2017 statt. Wir hatten es noch nicht besucht und so stand es bei unserem Kapstadt Aufenthalt im September 2019 ganz oben auf der Liste unserer Ziele.

 

Das Zeitz MOCAA Museum in Kapstadt wurde im Auftrag des deutschen Managers und Kunstsammlers Jochen Zeitz in öffentlich-privater Partnerschaft errichtet. Zeitz präsentiert dort seine umfangreiche Sammlung afrikanischer Kunst, die er seit 2002 aufkauft. Er stellt dem Museum seine Sammlung leihweise zur Verfügung, kommt über die Zeitz Foundation für die laufenden Kosten des Museumsbetriebs auf und finanziert den Etat für Neuanschaffungen.

7. Der Weinbau am Kap

Weingut "Yonder Hill"
Weingut "Yonder Hill"

Wenn man schon in Kapstadt ist, dann sollte man unbedingt ein oder mehrere Weingüter besuchen, sich den Weinbau am Kap erklären lassen. Und natürlich probieren, schmecken … und einkaufen.

 

Bei unseren häufigen Südafrika Aufenthalten wird es niemanden wundern: auch der südafrikanische Wein steht bei mir hoch in Kurs. Abends beim Braai gibt es (natürlich) ein Glas Wein für mich. Sind wir in Kapstadt, muss mindestens ein Ausflug in das Weinanbaugebiet eingeplant werden. Das Gebiet um Stellenbosch und Paarl ist das Zentrum des Weinbaus am Kap. Dabei verlagert sich das Zentrum des Weinbaus in Südafrika zunehmend in Richtung der kühleren Einflüsse der False Bay und der Universitätsstadt Stellenbosch.

Noch mehr über Kapstadt gibt es hier:

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Meine 7 Top-Tipps zu einer Reiseroute durch Australiens Südosten

Meine 7 Top-Tipps zu einer Reiseroute durch Australiens Südosten
Meine 7 Top-Tipps zu einer Reiseroute durch Australiens Südosten

Ist es eigentlich in Ordnung, jetzt schon wieder einen Beitrag zu Australien zu veröffentlichen? Die Grenzen sind nach wie vor für alle Touristen geschlossen, es macht also aktuell leider nicht so viel Sinn, eine Reise zu planen.

 

Meine Antwort bleibt: Ich bin sicher, es gibt unter Euch den einen oder die andere, die sich genauso über Reiseerinnerungen freuen wie ich. Und schließlich kommt auch wieder eine Zeit, in der wir reisen können – und da findet Ihr hier sicher Anregungen und vor allem auch Tipps zur Barrierefreiheit.

 

Ich habe Euch also 7 Highlights unseres Roadtrips im Südosten Australiens zusammengestellt: Die Bundesstaaten im Südosten Australiens, von Victoria bis nach Südaustralien, bieten auf überschaubarem Raum eine reiche Auswahl an Naturschönheiten und lebendigen Städten. Wir besuchten Nationalparks, fuhren entlang der abwechslungsreichen Great Ocean Road und durch berühmte Weinanbaugebiete mit Zeit für Weinproben. Ich serviere Euch kleine "Appetithäppchen" zu meinen ausführlicheren Blogbeiträgen zu

  • Barossa Valley und Adelaide Hills
  • Blue Mountains
  • Ikara Flinders Ranges National Park
  • Great Ocean Road
  • Wilsons Promontory
  • Yarra Valley
  • Adelaide

Informationen und Hinweise zur aktuellen Coronalage für internationale Reisende

Als Reaktion auf COVID-19 (Coronavirus) sind die australischen Grenzen zurzeit geschlossen. Aktuell dürfen ausschließlich australische Einwohner und Bürger, sowie ihre unmittelbaren Verwandten nach Australien einreisen. 

 

Jeder, der nach Australien einreist, ist dazu verpflichtet, sich ab dem Tag der Einreise für 14 Tage in einer dafür geeigneten Einrichtung (z.B. einem Hotel) im Einreiseort selbst zu isolieren.

 

Besuchen Sie für weitere Informationen bitte die Website des australischen Gesundheitsamtes.

Australien: das war unsere Route!

Wir sind ab und bis Sydney geflogen. Von dort beschrieb unser Roadtrip im Südosten Australiens im Grundsatz ein "O". Dieser fast klassischen Route sind wir gegen den Uhrzeigersinn gefolgt.

1. Barossa Valley und Adelaide Hills

Adelaide Hills und Barossa Valley: Autos, Wein und deutsche Siedler
Adelaide Hills und Barossa Valley: Autos, Wein und deutsche Siedler

Unser Roadtrip im Südosten Australiens startete in Sydney. Nach ein paar Tagen hier ging es mit dem Mietwagen zunächst in die Blue Mountains. Von dort fuhren wir in das australische Outback zum Ikara Flinders Ranges National Park. Via Adelaide kamen wir dann in die Adelaide Hills und ins Barossa Valley.

 

Mehr Weingüter haben wir im weiteren Verlauf unseres Roadtrips übrigens im Yarra Valley erkundet.

 

Die Adelaide Hills östlich von Adelaide sind eine Weinregion mit kühlem Klima. Die höchsten Weinberge liegen zwischen 600 und 650 Metern Höhe. Sie grenzen im Norden an das Barossa Valley und im Süden an McLaren Vale und Langhorne Creek.

2. Blue Mountains

Blue Mountains
Blue Mountains

Die Ausläufer der Blue Mountains beginnen ca. 60 km westlich von Sydney. Große Teile der Berge wurden im Dezember 2000 vor allem wegen der Artenvielfalt der Eukalyptusbäume zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt. Die Blätter der Bäume verdunsten das ätherische Eukalyptusöl, dessen feiner Dunst über den Bergen liegt und den Bergen die bläuliche Tönung verleiht, die ihnen den Namen gab.

 

Geologisch handelt es sich bei den Blue Mountains um ein auch heute noch sichtbares Sandstein-Plateau, in das Flüsse tiefe Täler gegraben haben.  Heute ist das Gebiet touristisch bestens erschlossen, es gibt Aussichtspunkte, Restaurants, Hotels, Freizeitparks.

 

Von Sydney aus führte uns der erste Abschnitt unseres Roadtrips mit dem für Rollstuhlfahrer umgebauten Mietwagen im Südosten Australiens genau hier hin und ich habe Euch im Blog mitgenommen zu einigen Attraktionen der australischen Blue Mountains.

3. Ikara Flinders Ranges National Park

Australien: Ikara Flinders Ranges National Park
Australien: Ikara Flinders Ranges National Park

Unser Roadtrip im Südosten Australiens startete in Sydney. Nach ein paar Tagen hier ging es mit dem Mietwagen zunächst in die Blue Mountains. Von dort ging es hinein in das australische Outback, nämlich über Dubbo, Cobar und Broken Hill zum Ikara Flinders Ranges National Park, ein rund 950 km² großes Naturschutzgebiet. Die Flinders Ranges sind ein Gebirgszug im Norden des australischen Bundesstaates South Australia, der sich fast 500 km in nordsüdliche Richtung erstreckt.

 

Und nicht immer hatten wir auf unserem Weg dorthin ein Wetter, welches zu Unternehmungen einlud. Es gab Regen (gut für die von den Buschfeuern geplagten Landstriche); an einem Morgen so stark, dass wir glatt unsre Abreise ein Stündchen nach hinten geschoben haben. Und zu Mittag hatten wir dann 35° C und Sonnenschein. Unser Weg führte uns über die A32, eine gut ausgebaute, schnurgerade und sehr leere Straße mitten durchs Outback. Unterwegs bekamen wir, außer dem großen Nirgendwo, nicht viel zu sehen, gelegentlich einen Bahnübergang, ab und an eine Tankstelle oder eine kleine Ansiedlung, Farmen in riesigen Abständen links und rechts der Straße, manches Mal nur an einem Gatter mit Postbox zu erkennen.

Was kann man alles unternehmen*?

4. Great Ocean Road

 Australien Roadtrip Highlight: Great Ocean Road
Australien Roadtrip Highlight: Great Ocean Road

Sie gehört ohne Zweifel zu jeder Australien Rundreise im Süden: die Great Ocean Road. Wir sind diese Strecke von West nach Ost gefahren, auf unserem Weg von Mount Gambier und Warrnambool entlang der Meeresküste,

bevor es dann weiterging in die Metropole Melbourne.

 

Und dass diese Strecke ein touristisches Highlight ist, das merkt man sehr deutlich. An jeder Auffahrt von Parkplätzen zurück auf die Great Ocean Road Hinweisschilder: in Australien fährt man links. Die Straße war recht voll, die Aussichtspunkte sehr belebt, ja teilweise sogar überfüllt: Einzelreisende wie auch wir auf Roadtrip, Minibusse mit (den zur Zeit unseres Aufenthaltes eigentlich wegen Corona schon selten gewordenen) asiatischen Touristen, große Reisebusse. Da kann man schon einmal die hohe Zahl der uns umgebenden Touristen als störend empfinden. Überall erlebten wir Überfüllung und quasi die Steigerung des Massentourismus.

 

Lohnt es sich dem Overtourism zum Trotz, diese Strecke zu fahren und sie in den eigenen Roadtrip einzubauen? Kommt mit und ich erzähle ein wenig von unseren Erfahrungen mit dem Australien Roadtrip Highlight: Great Ocean Road.

5. Wilsons Promontory

Wilsons Promontory
Wilsons Promontory

Wilsons Prom - davon hatten wir vor der Planung unseres Australien-Roadtrips noch nicht gehört. Ja, ich gestehe, ich musste sogar nachschauen, wie Promontory zu übersetzen ist (promontory heißt Landspitze, Landzunge, Vorgebirge oder Kap, im Binnenland kann es auch Felsvorsprung bedeuten).

 

Zur kurz und knackig auch Prom Coast genannten Halbinsel kamen wir auf dem Weg von Melbourne und dem Yarra Valley nach Ulladulla, Wollongong und zurück nach Sydney. Es war schon März 2020 und das Thema Covid-19 wurde immer präsenter auch in Australien. Zudem war die Ferienzeit der Australier vorbei, der Sommer ging zu Ende und weiter Richtung Norden an der Küste lag ein von den Buschfeuern in der Saison 2019/2020 besonders betroffenes Gebiet auf unserer geplanten Route.

 

Dennoch, die Ecke bedeutete für uns zwar einen Umweg auf der Weiterreise, gelohnt hat es sich dennoch. Das hatte verschiedene Gründe: die traumhafte Natur und Landschaft, die Abgelegenheit auf der einen Seite und eine wirklich tolle Unterkunft auf dem Lande zum anderen. Die Wilsons Promontory ist also eine Halbinsel in South Gippsland, dem südlichsten Teil des australischen Kontinents. Am South Point befindet sich bei 39° 08' S der Wilsons-Promontory-Leuchtturm. Die Küstenlandschaft der Landzunge ist von Wattlandschaften, sandigen Stränden und geschützten Buchten geprägt, die von graniten Landzungen und Klippen im Süden und dahinter liegenden Küstendünen und Sümpfen unterbrochen werden. Besiedelt ist diese Landschaft von verschiedenen Aborigines  nachweislich seit 6500 Jahren.

 

Aber lest doch einfach mal selbst!

6. Yarra Valley

Wein im australischen Yarra Valley
Wein im australischen Yarra Valley

Wein stand durchaus öfters auf der Agenda unserer Australienreise. Tatsächlich haben wir schon ausgedehnt die Weingüter in den Adelaide Hills und dem Barossa Valley erkundet, bevor es dann später über die Great Ocean Road weiter ging.

 

Nach der Großstadt Melbourne ging es für uns wieder aufs Land. Weniger als eine Stunde nordöstlich von Melbourne liegen das sanft hügelige Yarra Valley, eine der bekanntesten Weinregionen Australiens, und die üppig grünen Yarra Ranges, das Reich der Farne und imposanter Eukalyptusbäume. Der Yarra Ranges National Park liegt zwischen Melbourne und den viktorianischen Alpen und bietet tolle Ausblicke und Regenwaldlandschaften. Die Yarra Ranges erstrecken sich über ein ausgedehntes, bergiges Gebiet mit kühlen, gemäßigten Wäldern. Im Nationalpark gibt es klare Bäche, die den Yarra River speisen, und große Stauseen, aus denen Melbourne sein Trinkwasser bezieht.

 

Wir haben hier ein paar Tage rund um den Geburtstag des Gatten verbracht. Dazu hatte ich uns nicht nur ein nettes Hotel ausgesucht, wir wollten auch lecker essen. Und schließlich gibt es im Yarra Valley rund 70 Weingüter, von kleinen Familienbetrieben bis hin zu großen Weingütern. Damit standen die Chancen gut für Weinproben, leckere Imbisse in Weinrestaurants, manche mit Gourmetstatus. Und wir wurden nicht enttäuscht!

7. Adelaide

 Adelaide, australische Metropole am Saint Vincent Golf
Adelaide, australische Metropole am Saint Vincent Golf

Eine der Metropolen, die wir bei unserem Australien Roadtrip besucht haben, war Adelaide, die Hauptstadt des Bundesstaates South Australia. Adelaide ist eine Küstenstadt am Saint-Vincent-Golf, benannt nach der britischen Königin Adelaide. Die Besonderheit dieser Stadt: sie ging im Gegensatz zu Städten wie Sydney oder Hobart nicht aus einer Sträflingskolonie hervor.

 

Adelaide galt als verschlafen, das trifft aber so nicht mehr zu: Es gibt Festivals, Kunst, Musik, Bars und Restaurants. Und es gibt die State Library of South Australia oder SLSA.  Hier werden alle im Bundesstaat veröffentlichten gedruckten und audiovisuellen Materialien verwahrt. Soweit so gut - aber das ist ja nun für Besucher aus Übersee nicht unbedingt so spannend. Dafür lohnt die Bibliothek aus einem anderen Grund aber einen (kostenlosen und barrierefreien) Besuch.

 

Das heute als Mortlock Wing bekannte Gebäude wurde 1884 als „Öffentliche Bibliothek, Museum und Kunstgalerie für die Kolonie Südaustralien“ eröffnet und 1985 renoviert. Es ist ein auch von außen durchaus hübsches Gebäude im Stil der französischen Renaissance mit einem Mansardendach. Besonders beeindrucken fanden wir allerdings den Innenraum mit seinen zwei Galerien.

Mehr Australien gibt es hier

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Meine 7 Lieblings Highlights in Italien

Highlights in Italien
Highlights in Italien

Ihr merkt es seit einiger Zeit: Der Schwerpunkt meines Blogs hat sich verschoben. Beiträge und Berichte zu neuen Reisezielen gibt es selten bis gar nicht mehr (Corona bedingt ist bei uns immer noch nicht viel los in Sachen Reise), es mehren sich kulinarische Beiträge, Zusammenfassungen von Blogbeiträgen zu bestimmten Themen und zahlreiche Round Ups. Hier reiht sich nun auch der heutige Beitrag ein.

 

Ich habe Euch nämlich 7 Highlights aus einem unserer Lieblings-Reiseländer zusammengestellt:

Italien, Land im Süden Europas, Land mit langer Mittelmeerküste. Wir alle wissen und spüren es immer wieder: das Land hat unsre Kultur und Küche nachhaltig geprägt. Denken wir nur an die wechselvolle Geschichte Roms, an Kunstwerke von Weltrang und Ruinen antiker Bauwerke, an den Vatikan und so vieles mehr. Ich serviere Euch kleine "Appetithäppchen" zu meinen ausführlicheren Blogbeiträgen zu

  1. Bologna
  2. Florenz
  3. Montefalco
  4. Loreto
  5. Ascoli Piceno
  6. Rom
  7. Sizilien

Fakten über Italien

Autokennzeichen eines erömischen Autos
Autokennzeichen eines erömischen Autos

Italien, die Repubblica Italiana, hat rund 60 Mio. Einwohner*innen und eine Fläche von etwas über 300.000 km². Rund 2/3 der Bevölkerung, vornehmlich im Norden, leben in Städten.  Beim häufigen Wechsel macht ein Hinweis auf die Regierenden vielleicht nicht so viel Sinn, aktuell ist das italienische Staatsoberhaupt der Präsident Sergio Mattarella, derzeitiger Regierungschef der Ministerpräsident Mario Draghi.

 

Italien liegt zum größten Teil auf der Apennin­halbinsel und der Po-Ebene sowie den südlichen der Alpen. Gemeinsame Grenzen gibt es mit Frankreich, der Schweiz, Österreich und Slowenien. Vatikanstadt und San Marino sind vollständig vom italienischen Staatsgebiet umschlossen.

 

Das Gebiet Italiens war in der Antike die Kernregion des Römischen Reiches, die  Toskana war das Kernland der Renaissance, von Rom ging die Epoche des Barock aus. Alles Beiträge zum kulturellen und historischen Erbe Europas und der Welt. Italien ist ein römisch-katholisch geprägtes Land, hat zahlreiche Institutionen, die konfessionell angebunden sind. Die römisch-katholische Kirche in Italien ist traditionell einflussreich.

COVID-19 - nützliche Informationen für Reisende

Nützliche Informationen für Reisende zu COVID-19 findet Ihr auf der Seite von ENIT - Italienische Zentrale für Tourismus.

  • Vorlegen müsst Ihr aktuell ein digitales COVID-Zertifikat der EU bei der Einreise. Wer kein EU-Staatsbürger ist, kann das grüne COVID-19-Zertifikat in digitaler oder Papierform vorweisen, das von den Gesundheitsbehörden seines Lands ausgestellt wurde und den Nachweis eines negativen Testergebnisses, der Genesung oder einer durchgeführten Impfung mit einem von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassenen Impfstoff enthält.
  • Wer nach Italien reist, muss derzeit im Vorfeld ein digitales Einreiseformular ausfüllen.
  • Für die Einreise in die autonome Provinz Bozen muss unter Umständen ein eigenes Einreiseformular ausgefüllt werden.

Bologna

Bologna
Bologna übers Wochenende

Mal eben fürs Wochenende dem grauen Alltag entfliehen und Urlaubsluft schnuppern. Anfang März 2009 sind wir dem nasskalten Wetter entflohen und verbrachten drei schöne Tage in Bologna.

 

Bologna ist die Hauptstadt der Emilia Romagna. Die Stadt der schönen Künste und mit einer Universität ist vor allem auch wegen ihrer ausgezeichneten Küche bekannt. Bologna ist Gastgeberin von Messen und der Name gehört zu den ganz großen, wenn es um Autos und Motoren geht. Ducati, Lamborghini und Maserati wurden alle hier in Bologna geboren und der Firmensitz von Ferrari ist nicht weit weg, in Modena.


Die Italiener klassifizieren Bologna gern als
• „la dotta“ – eine studierte Stadt,
• „la grassa“ – eine fette Stadt und
• „la rossa“ – eine rote Stadt.


Das Etikett der Gelehrtheit bezieht sich auf die älteste Universität der Welt (1088 gegründet). Das Etikett Fett bezieht sich auf das reichhaltige Bologneser Essen, wie Tagliatelle oder Tortellini. Und letztendlich kommt das rote Etikett sowohl von der Farbe der Ziegelhäuser als auch der traditionellen politischen Richtung seiner Stadtverwaltung bis 1999.

Florenz

Blick über Piazzale Michelangelo in Florenz
Blick über Piazzale Michelangelo in Florenz

Florenz ist eine der schönsten Städte Italiens (glaube ja nicht nur ich…), wir haben sie schon mehrfach besucht. Und ein Ort darf bei keinem Besuch in dieser Stadt fehlen. Mag er noch so touristisch sein, für uns atmet er all das, was Florenz ausmacht.

 

Mein Lieblingsort dort? Das ist ganz klar.

 

Der Piazzale Michelangelo (ja, das ist korrekt: Piazzale ist maskulinum und heißt großer Platz auf Italienisch, Piazza ist femininum und heißt Platz - im Italienischen steht also Größe für männlich) ist ein großer, zum Teil verkehrsberuhigter Platz, auf der gegenüberliegender Seite des Arnoflusses zum Florenzer Stadtzentrum. Vom Platz aus hat man einen der schönsten, unverbauten Ausblicke auf die Stadt.

Touren in Italien*

Montefalco

Palazzo Comunale an der Piazza del Comune in Montefalco
Palazzo Comunale an der Piazza del Comune in Montefalco

Schön in Italien sind gerade auch die kleineren Örtchen. Dazu gehört Montefalco, eine kleine Gemeinde mit weniger als 6000 Einwohnern in Umbrien. "Klein, aber oho" kann man sagen, denn Montefalco lohnt auf jeden Fall einen Besuch.

 

Der Ort liegt – wie sollte es auch anders sein - auf einem Hügel. Wegen der wunderschönen Aussichten in alle Richtungen über die Ebene nach Perugia und Assisi, Foligno und Spello, Trevi und Spoleto nennt man ihn auch den „Balkon Umbriens“. Von hier hat man nicht nur tolle Ausblicke, die Altstadt ist auch von einer Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert mit vier Toren umgeben.

 

Übersetzt ins Deutsche heißt Montefalco Falkenberg, man sieht es am Stadtwappen, das ein Falke ziert. Und man sagt, Kaiser Friedrich II. (genau, der Staufer, der am 26. Dezember 1194 auf dem Marktplatz von Jesi geboren wurde) sei hier öfter zur Falkenjagd gewesen.

Loreto

Loreto - die Basilika der Santa Casa
Loreto - die Basilika der Santa Casa

Auch Loreto ist nicht besonders groß, eher eine kleine Stadt. Sie liegt knapp 20 km südöstlich von Ancona im Vorland des Gran-Sasso-Gebirges. Bedeutsam ist diese Stadt dennoch, denn Loreto steht für die Verehrung der Heiligen Maria und des Hauses der Heiligen Familie zu Nazareth. Die Santa Casa in der Basilika ist der Legende nach das Haus, in dem Maria aufwuchs und die Verkündigung des Herrn empfing. Es soll von Engeln nach Loreto getragen worden sein.

 

Loreto liegt auf einem Bergrücken. Rollstuhlfahrer können mit dem Auto gut bis zur Porta Marina fahren, hier gibt es zahlreiche Behindertenparkplätze. Durch das Tor hindurch rechts halten, dann erreicht man die Basilika an der Piazza und kann rechts zurück durch die Arkaden die Basilika stufenlos betreten.

 

Die Stadt selbst kann man auf einem Spaziergang durch den Corso Traiano Boccalini mit zahlreichen Geschäften, Devotionalienhändlern, Restaurants und Cafes auch im Rollstuhl gut erkunden.

Ascoli Piceno

der erste Blick über die Piazza del Popolo auf den Palazzo dei Capitani
der erste Blick über die Piazza del Popolo auf den Palazzo dei Capitani

Die Marken sind, das werde ich nicht müde, immer wieder zu schreiben, ein deutlich unterschätztes Stück Italien. Und mit der Stadt Ascoli Piceno ist das im Besonderen so. Ganz bestimmt: Wer „bella Italia“ liebt, wird sich in Ascoli Piceno verlieben. Die italienische Partnerstadt von Trier ist ein Geheimtipp für alle Italienfans.

 

Sie liegt in einer Mulde des fruchtbaren Tronto-Tals und ist von einer abwechslungsreichen Hügellandschaft mit Olivenhainen umgeben. Ascoli Piceno ist eine Stadt der Kunst und Kultur, Harmonie und Eintracht kennzeichnen das Stadtbild. Dies liegt daran, dass fast durchgehend als Baumaterial Travertin genutzt wurde: für die schlichte Häuser ebenso wie für Adelssitze oder Kirchen und zum Pflastern der Plätze.

 

Der alte und der moderne Teil Ascolis haben zwei verschiedene Zentren, die Piazza del Popolo und die Piazza Arringo. Auf dem ersten Platz befand sich das alte Forum und der Sitz der Capitani del Popolo, der zweite hat sich später als wirtschaftlich-politisches Zentrum entwickelt und hier befinden sich der Dom und der Bischofspalast.

Rom

Piazzale Garibaldi mit seinem Reiterstandbild
Piazzale Garibaldi mit seinem Reiterstandbild

Rom wurde, das wissen wir alle, auf sieben Hügeln erbaut. Klar, dass es da den ein oder anderen Aussichtspunkt gibt, von dem aus man einen atemberaubenden Blick auf die Stadt werfen kann. Einen möchte ich Euch ans Herz legen, er ist gut erreichbar, hat eine wunderbare Atmosphäre und lohnt auf jeden Fall einen Besuch. Ja, eigentlich kann er fast meinem bisherigen italienischen Lieblingsaussichtsplatz den Rang ablaufen (aber, nun ja, wirklich nur fast!).

 

Worum geht es? Um den Piazzale Giuseppe Garibaldi, erreichbar mit den Bussen der ATAC Linien 115 und 870.

Der Piazzale Garibaldi mit seinem Reiterstandbild bietet eine wundervolle Aussicht über Rom. Unterhalb befindet sich die Parkanlage der Botanischen Gärten, deren Besuch sich ebenfalls lohnen soll. Auf dem Spazierweg „Gianicolense“ kann man vorbei am Denkmal Anita Garibaldis, der Eiche des Tasso, dem Leuchtturm Faro della Vittoria, dem Amphiteatro del Tasso zum Kloster Sant’Onofrio al Gianicolo laufen. Dort befindet sich das Museum des Dichters Torquato Tasso, der wenige Stunden vor seiner Krönung zum „unsterblichen Dichter“ starb.

Sizilien

Mietauto vor Ätna
Mietauto vor Ätna

Gehofft hatten wir, ihn zu treffen, den Frühling. Auch wenn unser Winter seinen Namen nicht wirklich verdient hatte, auch wenn es sich manches Mal zu Haus nach Frühling anfühlte. Aber auf Sizilien, das haben wir gehofft, treffen wir ihn… oder besser sie - denn la Primavera ist ja eine kapriziöse Dame und noch dazu: eine Italienerin.

 

So haben wir in der Sonne auf unserer Terrasse gesessen, frisch vom Baum gepflückte Orangen geschmaust, Knoten geübt (der nächste Urlaub wirft seine Schatten voraus) und auch einfach nur gelesen. Genauso gut aber sind wir bei einem Ausflug nach Enna praktisch über unter Wasser stehende Landstraßen geschwommen und konnten die Besichtigung der wirklich spektakulär auf einem Bergrücken liegenden Stadt unter „ins Wasser gefallen“ verbuchen. Den Ätna (der auf Italienisch im übrigen - weil wohl auch recht kapriziös - weiblichen Geschlechts ist) haben wir umrundet. Dabei haben wir nicht nur sehr unterschiedliche Vegetationszonen gesehen - mit Orangen- und Zitronenhainen, mit Pistaziengärten, mit Waldgebieten und erkalteten Lavaströmen - sondern sind bei unserer Fahrt in Richtung Gipfel auch in ein rechtes Schneetreiben mit nur 0 °C geraten.

Hier gibt es noch mehr Italien

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Reiseführer Marken und ein Gespräch mit Sabine Becht

Reiseführer Marken von Sabine Becht* (C) Michael Müller Verlag
Reiseführer Marken von Sabine Becht* (C) Michael Müller Verlag

Für die Planung unseres nächsten Aufenthaltes in den italienischen Marken haben wir schon einen passenden Reiseführer gefunden: der Reiseführer Marken von Sabine Becht aus dem Michael Müller Verlag ist genau der „Richtige“ für uns. Gerade wer wie wir auf eigene Faust unterwegs ist, ist mit diesem Reiseführer gut gerüstet.

 

Ein guter "old school" Reiseführer in ordentlicher Buchform gehört für uns bei der Reisevorbereitung unbedingt immer dazu. Natürlich nutzen wir auch das WWW, Instagram, zahlreiche Blogs oder Reiseforen – aber an einer traditionellen Grundlage zum Stöbern, Nachschlagen und aufs Reisen Lust machen, da kommen wir nicht vorbei.

Ich habe vom Michael Müller Verlag ein Rezensionsexemplar des Buches erhalten. Vielen Dank dafür.

Das hier ist meine persönliche Meinung.

Reiseführer Marken von Sabine Becht

Reiseführer Marken von Sabine Becht* (C) Michael Müller Verlag
Reiseführer Marken von Sabine Becht* (C) Michael Müller Verlag

Sabine Becht hat in ihrem Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag einen bunten und unglaublich vielfältigen Strauß an Informationen, Tipps und Fachwissen handlich und  interessant zusammengestellt.

  • Zunächst: mit knapp 270 Seiten ist er ein wirklich handlicher und praktischer Reisebegleiter, den eine Faltkarte im Maßstab 1:300000 nützlich für die Orientierung ergänzt.
  • Der erste Teil des Reiseführers verschafft Euch eine erste Orientierung in den Marken: zu Natur und Kultur und zum Reisen mit Kindern.
  • Reisepraktisches von A bis Z, Klima, Geschichte, Anreisemöglichkeiten, Bevölkerung usw. findet ihr in der gebotenen Kürze, wohl sortiert und mit allen nötigen Informationen am Ende des Buches.
  • In den verschiedenen Kapiteln finden sich alle wichtigen Informationen, in Kapitel zu den Provinzen der Marken: Pesaro und Urbino, Ancona, Macerata, Fermo und Ascoli Piceno - und natürlich auch zu den teilweise zu Umbrien gehörenden sibillinischen Bergen.
  • Hinweise zu immer noch bestehenden Zerstörungen oder Sperrungen (zona rossa) nach den Erdbeben in Mittelitalien von 2016 findet Ihr immer dann, wenn dies erforderlich ist - es wird aber auch deutlich, dass eine Reise in die Marken dennoch lohnt.
  • Es gibt durch persönliche und durch Lesertipps ergänzte Adressen für Übernachtungen, Aktivitäten, gutes Essen und Trinken. Und natürlich zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten, ihrer Geschichte und kleinen Anekdoten. Alles akribisch aufgeführt mit Preisangaben, Öffnungszeiten, Telefonnummern und Web-Seiten.

Bei einigen Orte, die auch wir gern besucht haben, könnte ich amüsantes nachtragen: so z. B. mehr zu San Giuseppe in Osimo, dem Schutzpatron der Flieger und vor Prüfungen. Die Geschichte des heiligen Hauses in Loreto hat die Autorin offenbar genauso beeindruckt wie uns, ihm ist ein extra Kasten gewidmet. Fabriano mit seinem wirklich sehenswerten Papiermuseum habe ich gefunden, Jesi mit der öffentlichen Geburt des Staufers oder die malerische Altstadt von Ascoli Piceno, selbst unsere Heimat auf Zeit mit Camerino, Matelica, San Severino Marche finden sich auf etlichen Seiten beschrieben.

 

Mein Fazit:

Der Reiseführer Marken von Sabine Becht ist ein patenter Reisebegleiter für einen Aufenthalt in diesem völlig unterschätzten Stückchen Italien. Er ist handlich und dennoch vollständig, geizt nicht mit Tipps und Hinweisen, er ist gut durchdacht aufgebaut. Daher gibt es von mir heute eine absolute Empfehlung für diesen komprimierten und doch umfassenden Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag.

 

Reiseführer Marken

Sabine Becht

6. Auflage 2021

Michael Müller Verlag

272 Seiten, 143 Fotos, herausnehmbare Karte und 26 Detailkarten

ISBN 978-3-95654-987-8

Die Autorin: Sabine Becht

Die Autorin Sabine Becht (C) Michael Müller Verlag
Die Autorin Sabine Becht (C) Michael Müller Verlag

Was ein Glück für mich, dass mir der Michael Müller Verlag nicht nur ein kostenloses Rezensionsexemplar des Reiseführers Marken von Sabine Becht zur Verfügung gestellt hat, sondern mir zudem Kontakt zur Verfasserin vermittelt hat.

 

Sie ist geboren in Wiesbaden, studierte in Bamberg Amerikanistik und Kommunikationswissenschaft. Schon während des Studiums in ihren Semesterferien war sie für den Michael Müller Verlag in Griechenland unterwegs, bevor sie 1997 mit »Tunesien« ihren ersten eigenen Reiseführer schrieb. Den gibt es zwar nicht mehr, dafür aber neben dem zu den Marken noch mehrere zu Italien (Rom, Piemont, Ligurien, Elba etc.), zu den griechischen Inseln (Kefalonia & Ithaka), zu Mecklenburg-Vorpommern und zu Österreich.

 

Meinen Fragen hat sie sich bereitwillig gestellt – aber das könnt Ihr hier selbst nachlesen. Herzlichen Dank an Sabine Becht für Informationen, Amüsantes und den netten Kontakt!

 

 

Sabine Becht im Gespräch

Ganz typisch: der Briefkasten am Haus
Ganz typisch: der Briefkasten am Haus

1. Die Marken sind ein klar unterschätztes Stück Italien. Wie kamst Du dazu, einen Reiseführer über die Marken zu schreiben?

 

Ich bin  ganz am Anfang meiner Zeit beim Michael Müller Verlag (Mitte der 1990er Jahre) sehr oft zur Recherche nach Griechenland gefahren, mit Abfahrt ab Fährhafen Ancona. Da bin ich auf der Autobahn immer an der Festung Gradara, den schönen Hügeln und mit der Fähre dann ja auch am Monte Conero vorbeigefahren und dachte mir jedes Mal: Diese Gegend Italiens muss ich mir auch mal anschauen. 2001 kamen wir dann überein, einen Marken-Reiseführer zu machen.

 
2. Wenn jemand das erste Mal in die Marken reist, was sollte er sich unbedingt anschauen und erleben?


Unbedingt Urbino und die Riviera del Conero, das sind ja die beiden großen Anziehungspunkte der Region. Wobei die Strände an der Riviera del Conero vor allem im August ziemlich voll sind, aber das ist eben so, wenn es schön ist...

 

3. Was kannst Du bei schlechtem Wetter empfehlen?


Die Grotte di Frasassi, eine atemberaubende, riesige Tropfsteinhöhle mit bizarren Gebilden in der Nähe von Fabriano im Westen der Marken. Und den Palazzo Ducale in Urbino.

 

* Eine Anmerkung von mir: während Urbino und der Palast durchaus auch per Rollstuhl besucht werden können, gilt dies für die Höhlen nicht: definitiv zu viele Stufen!

 

4. Verrätst Du drei Deiner Lieblingsorte in den Marken? Wo trifft man Dich mit Sicherheit an?


Das ist natürlich immer der persönliche Geschmack, aber mir gefällt Senigallia sehr gut. Diese kompakte Altstadt am Meer mit ihren vielen guten Restaurants, Geschäften, Museen, der Rocca, dem Markt und natürlich der schöne, ganz Adria-typische Sandstrand, das ist schon ein netter Ort. Und an Urbino kommt niemand vorbei, da bin ich immer sehr gerne und fahre von dort in die Hügel des Montefeltro. Zum Baden mag ich wie so viele andere auch die kleinen Kieselbuchten an der Riviera del Conero; ein Tipp für alle, die keine Lust auf organisiertes Strandbad haben, ist der Naturstrand an der Tronto-Mündung im Naturreservat "Riserva Naturale Regionale Sentina" bei San Benedetto del Tronto.

Blick Richtung Meer von Loreto aus
Blick Richtung Meer von Loreto aus

5. Nach welchen Kriterien wählst Du die Inhalte des Reiseführers aus und schreibst Du auch über persönliche Geheimtipps?

 

Das ist immer eine Abwägungssache, ich versuche mir vorzustellen, was den meisten Lesern gefallen könnte. Und auch, was die nächsten drei Jahre "überleben" wird: Wenn ich bei einem Museum o. ä. schon den Eindruck habe, dass es das nicht mehr lange geben wird, lasse ich es lieber raus. Ebenso bei ganz neuen Restaurants, die sich erst etablieren müssen. Das ist in Corona-Zeiten nicht ganz einfach. Und auch beim Essen & Trinken sind die Geschmäcker sehr verschieden, da vertraue ich ein wenig auf die Erfahrung, dass ich nach über 20 Jahren Italien-Recherche einigermaßen beurteilen kann, was eine gute Pizza ist.

Zum Thema Geheimtipp: Na klar verrate ich auch persönliche "Geheimtipps", sonst hätte ich meinen Beruf verfehlt!

6. Nach welchen Kriterien entscheidest Du, welche Themen und Regionen in den Reiseführer aufgenommen werden?


Über manche Themen stolpert man einfach so vor Ort. Vieles ist auch historisch, manches sind Kuriositäten, die man nicht weglassen kann. Wir hatten z. B. mal einen ganz besonderen Schnapsbrenner im Buch, der dann jedoch irgendwann in Rente gegangen ist. Manche Sachen verschwinden auch im Lauf der Zeit. Bei den Regionen/Gebieten lasse ich weg oder fasse sehr kurz, wenn etwas von wirklich überhaupt keinem touristischen Interesse ist. In den Marken gibt es um die großen Flussmündungen ja sehr zersiedelte, unattraktive Gebiete, die kommen im Buch kaum vor. Und natürlich ist es auch immer eine Frage des Platzes, das Buch soll ja nicht zu dick werden für so ein relativ kleines Gebiet.

 

7. Mit Rollstuhl kommen für uns Wanderungen oder Strandspaziergänge eher nicht in Betracht. Aber welches Naturschauspiel und Landschaftserlebnis würdest Du uns unbedingt ans Herz legen? Gibt es einen besonderen Höhepunkt in der Natur, welches wir auch per Rollstuhl gut erreichen und genießen können?


Ein besonderes Landschaftserlebnis ist die Rundfahrt in den Monti Sibillini ganz im Süden der Marken, die auf einer asphaltierten Straße gut zu befahren ist. Leider hat das Erdbeben von 2016 hier schlimme Schäden angerichtet (das Dorf Castelluccio, eigentlich ein Höhepunkt der Tour, ist schwer beschädigt), unverändert herrlich ist aber die Gebirgslandschaft!

Informationen in Zeiten von Corona

Nützliche Informationen für Reisende zu COVID-19 findet Ihr auf der Seite von ENIT - Italienische Zentrale für Tourismus.

  • Vorlegen müsst Ihr aktuell ein digitales COVID-Zertifikat der EU bei der Einreise. Wer kein EU-Staatsbürger ist, kann das grüne COVID-19-Zertifikat in digitaler oder Papierform vorweisen, das von den Gesundheitsbehörden seines Lands ausgestellt wurde und den Nachweis eines negativen Testergebnisses, der Genesung oder einer durchgeführten Impfung mit einem von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassenen Impfstoff enthält.
  • Wer nach Italien reist, muss derzeit im Vorfeld ein digitales Einreiseformular ausfüllen.
  • Für die Einreise in die autonome Provinz Bozen muss unter Umständen ein eigenes Einreiseformular ausgefüllt werden.

Mehr aus Italien findet Ihr auch hier:

www.zypresseunterwegs.de Blog Feed

Reiseführer Marken und ein Gespräch mit Sabine Becht
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Meine drei Lieblingsreiseziele in Italien {Blogparade}
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Loreto in den Marken
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Italien 2013 - Camerino und die Marken
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Die Küche in den Marken
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Wenn man in Italien auf einen Aperitif geht
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16 Tipps für die Reise

16 Tipps für die Reise
16 Tipps für die Reise

Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn't do than by the ones you did do. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails.

Explore. Dream. Discover.

Mark Twain

 

Wenn du aus dem Flugzeug steigst, gibt es ganz sicher schon eine ganze Menge, die du über dein Ziel gehört, gelesen und gesehen hast. Schließlich hast du ja schon lange im Internet recherchiert, mit Leuten gesprochen, zahlreiche Reiseführer und Bücher darüber gelesen.

 

Hier gibt es heute Hinweise für jede große Reise. Und nicht nur für die erste Reise in die Welt, die zusammengestellten Tipps sind auch bei späteren Reisen noch zu gebrauchen.

 

Dieser Beitrag wurde erstmals 2013/2014 unter dem damaligen Titel "Hinweise für die erste große Reise" veröffentlicht und ist jetzt mit ein paar Fotos ergänzt worden.

16 Tipps für die Reise

Soweto
Soweto

Jede Reisevorbereitung kann auch zu Missverständnissen führen oder aus anderen Gründen hinderlich sein. So kann es dir passieren, dass die Flut an Informationen dich eher daran hindert, neue Erfahrungen zu sammeln und für alle Möglichkeiten deines Reiselandes sensibel zu sein. Um dir deine große Reise in die Welt etwas leichter zu machen, habe ich eine Liste mit 16 Reisetipps erstellt:

 

1. Starte mit dem Reisen so jung wie möglich und höre nicht auf damit. Es sind deine Träume und du willst sie erleben!

 

2. Reise mit offenen Augen und erwarte nicht, dass alle Dinge so sind wie Zuhause. Jedes Land hat seine eigene Kultur, in der die Menschen auch anders leben, als du es vielleicht gewohnt bist. Eine ganz wichtige Reiseregel: akzeptieren, was ist. Die eigenen Werte zu Haus lassen.

 

3. Sei offen für neue Dinge und lerne von anderen Kulturen. Vermeide es, voreingenommen gegenüber deinen Gesprächspartnern zu sein. Zeige dein besonderes Interesse, indem du fragst „Das ist aber interessant... erzähl mir mehr davon.“

 

4. Respekt: achte die Einheimischen und ihre Gepflogenheiten! Eine Party zu feiern und Spaß zu haben ist völlig in Ordnung. Denk aber daran, dass die Werte und Vorstellungen der Menschen oft anders sind als du es von Zuhause gewöhnt bist. Lerne bei Einladungen oder Angeboten auch mal freundlich und höflich „nein“ zu sagen.

Rom
Rom

5. Lerne die wichtigsten Grundbegriffe der lokalen Sprachen und verwende sie so oft wie möglich. Es ist der beste Weg, um Respekt zu zeigen, Barrieren abzubauen und interessante Gespräche zu beginnen.

 

6. Versuche, solange es geht an einem Ort zu bleiben, tauche dabei in das alltägliche Leben ein, lasse alles in Ruhe auf dich wirken. Die Welt ist einfach zu groß um alles an einem Tag zu sehen. Wenn du den Ort aber gar nicht magst, an dem du gerade bist, dann wechsle ganz schnell die Richtung!

 

7. Sei offen für Änderungen in deinen Reiseplänen, einige der besten Erlebnisse sind die, die zufällig passieren und die überhaupt nicht geplant waren. Sei flexibel bei der Planung, es ist oft der beste Weg um im Land herumzukommen. Bitte um Hilfe, selbst wenn du dazu mit den Armen und Beinen wedeln und in Gebärdensprache reden musst.

 

8. Reise auch mal abseits der ausgetretenen Pfade, aber besuche natürlich auch die bekannteren Orte und hinterlasse dabei einen guten Eindruck von deiner Kultur! Lerne zuzuhören, höre auf deinen Instinkt und folge ihm wenn du dich sicher fühlst.

 

9. Versuch so zu Reisen wie es deinen finanziellen Möglichkeiten und deinem Bauchgefühl entspricht. Ignoriere dabei ruhig mal die Meinung von Anderen.

 

10. Probier auch mal das Essen von der Straße, es wird dich nicht gleich umbringen, denn es schmeckt oft viel besser als der erste Eindruck vermuten lässt. Versuche so viele verschiedene Gerichte wie möglich zu testen und Fastfood zu meiden. Und für den Fall der Fälle hilft auch eine kleine Hausapotheke in deinem Gepäck.

 

11. Handeln ist in vielen Ländern ein sehr beliebter Vorgang beim Einkaufen, aber übertreibe es nicht mit dem Feilschen, denn 1 Euro mehr oder weniger können für dich unbedeutend sein, aber eine ganze Menge für denjenigen bedeuten, mit dem du handelst.

Flinders Ranges
Flinders Ranges

12. Vergiss nicht, vor allem auch auf die einfachen Dinge zu achten.

 

13. Lachen, Lachen und Lachen. Ein Lächeln hier, ein fröhliches Winken da, es kann so schön und leicht sein auf diese Art zu Reisen. Du wirst merken, wie viele neue Freunde du gewinnst. Reise ein Stück mit ihnen und du wirst auch mit ihren Augen deine Reiseeindrücke erleben. Falls du dich mal einsam fühlst und keine anderen Reisenden in der Nähe sind dann wechsle einfach deine Unterkunft.

 

14. Reise aber auch alleine, denn so kommst du am einfachsten mit den Einheimischen in Kontakt. Lerne dabei etwas von ihnen, ihrer Kultur, Tradition, Religion.

 

15. Achte auf deinen Reisepass, Bargeld und Kreditkarten und lasse sie nicht aus den Augen. Solltest du doch einmal bestohlen werden oder andere schlimme Dinge passieren, dann bleib ruhig und besonnen und lass dir nicht den Spaß an der Reise verderben.

 

16. Wenn du dann nach langer Reise wieder nach Hause kommst, sei auf den sicher auf dich wartenden Kulturschock vorbereitet! Du hast dich verändert und auch hier wird nicht alles genau so sein wie vorher. Doch niemand kann dir nehmen, was du unterwegs erlebt hast.

 

Und wie bekämpft man den Nach-der-Reise-Blues? Ich finde, z. B. indem man

  • von der nächsten großen Tour träumt
  • ein Reisender in der eigenen Heimatstadt ist
  • sich in Foren oder Communities mit anderen Reisenden austauscht (oder ein eigenes Blog ;-) schreibt)
  • ein Fotobuch gestaltet
  • auf eine neue Reise spart

Ihr habt noch mehr Reisetipps, die unbedingt dazu gehören sollten?

Dann schreibt sie doch bitte als Kommentar unter diesen Eintrag.

4 Kommentare

Frankenwein rund um Würzburg

Frankenwein rund um Würzburg
Frankenwein rund um Würzburg

Für uns ist es seit unserer Reise in Australien im Jahr 2020 nichts gewesen mit dem Reisen. Und auch in diesem Jahr gehören wir zu denen, die bisher keine Reisen planen. Jedenfalls nichts Größeres, vielleicht eine Woche mit dem Hausboot in Brandenburg im Oktober und dann ging es soeben für ein paar Tage nach Franken, eine im letzten Jahr ausgefallene Hochzeitsfeier nachholen.

 

In Franken wollten wir aber nicht nur feiern, nein, wenn wir schon einmal losfahren, dann wollten wir auch etwas sehen vom Land, von Kulinarik und Wein, von Kunst und Kultur. Deshalb hatte ich ein bisschen gestöbert und habe Euch deshalb vor kurzem erst zwei Reiseführer empfohlen!

 

Begleitet uns auf einer Tour mit Hindernissen zum Frankenwein rund um Würzburg.

Unsere Entdeckungstour rund um Würzburg und zu den Frankenweinen haben wir selbst organisiert und bezahlt. Nicht nur deshalb bleiben Meinung und Bewertung wie immer meine ganz persönliche. 

Übrigens: wenn Ihr auf  einen Produktlink* klickt werdet Ihr zu GetYourGuide bzw. zu Amazon weitergeleitet. Wenn Ihr dann noch bucht oder einkauft, erhalte ich dafür eine kleine Provision, ohne dass Ihr mehr bezahlen müsst.

Dieser Beitrag enthält Werbung für Wein. Er darf daher von Jugendlichen unter 16 Jahren nur in Begleitung ihrer Erziehungsberechtigten gelesen werden.

In Franken unterwegs

Frankenwein
Frankenwein

Sehr haben wir uns darauf gefreut: nicht nur eine romantische Hochzeit auf der Wiese unter schattigen Bäumen und anschließend ein rauschendes Fest mit einem Jahr Verspätung zu feiern. Nein, auch nach mehr als 15 Monaten einmal wieder unterwegs zu sein, zu reisen - darauf haben wir so lang schon gewartet.

 

Wir waren also sehr neugierig und froh gestimmt, als es donnerstags mit dem Auto losging in Richtung Würzburg und Umgebung. Unterwegs erwartete uns der übliche Trubel auf den Autobahnen rund um Köln und dann eine recht entspannte Fahrt durch das Bergische Land und das Sauerland um bei Aschaffenburg schließlich in Bayern einzutreffen. Das Wetter war wunderbar, allerdings waren die Ausblicke auf die Berge und Wälder unterwegs erschreckend: was Borkenkäfer und Dürre der letzten Jahre den ausgedehnten Wäldern angetan haben, das hat uns schon erschreckt.

 

Schon vor der Abreise hatte das Auto des Gatten mehrere Tage in der Werkstatt verbracht: Es gab Unstimmigkeiten zwischen der original werksseitig verbauten Elektronik und der vom Umrüster verbauten Elektronik für das rollstuhltaugliche Selbstfahrerfahrzeug. Aber am Ende waren alle der Meinung: alles okay, so könnt Ihr problemlos fahren. Das noch eine Umrüster-Warnlampe leuchtete: einfach ignorieren. Ihr ahnt es schon: dass ich darüber berichte, lässt nichts Gutes ahnen.

 

Unser Weg führte uns in das Herz Mainfrankens nach Sommerhausen. Aus dem Örtchen stammt der Jurist Franz Daniel Pastorius , er gehört zu den Begründern von Germantown in der Nähe von Philadelphia. Wir hatten 2014 im benachbarten Lancaster eine spannende Reise zu den Amish gemacht. Am Nachmittag kamen wir in unserem Hotel an und konnten auch gleich unser Zimmer beziehen. Nach einer Erkundung des Hotelgeländes inmitten der Weinberge und viel Ahh und Ohh wegen des tollen Ausblicks auf Sommerhausen und das Maintal gab es eine kleine Ruhepause im Garten. Und am Abend fuhren wir in das nur knappe 10 km südlich gelegene Frickenhausen am Main. Schon die Einfahrt durch das mittelalterliche Stadttor in einen der ältesten Weinorte in Mainfranken war sehenswert. Und der Ort selbst hat mit zahlreichen Fachwerk- und Barockgebäude ein sehenswertes historisches Erscheinungsbild.

Nach unserem Abendessen in der lauschigen fränkischen Weinstube, beim Aufbruch zurück ins Hotel fiel es uns dann auf: inzwischen brannten mehrere Warnlampen im Armaturenbrett und auch alle Bremsleuchten waren ständig an. Offenbar war die Elektronik doch stärker beeinträchtigt und mit dem mal eben so fahren war es wohl nichts? Wir sind langsam und vorsichtig über leere Straßen zurück in unser Hotel gefahren und dort auch gut angekommen.

 

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück: nichts war mit unserer geplanten Tour zum Frankenwein rund um Würzburg

erst einmal. Zuallererst ging es mit dem unwilligen Auto zur nächsten Vertragshändlerwerkstatt. Ein Test und das Fehlerauslesen ergab Probleme mit den Bremsen, war allerdings beseitigt, nachdem die Elektronik, die werksseitig verbaut war, zurückgesetzt wurde. Nur die Bremsleuchten, die leuchteten immer noch. Was tun? Man empfahl uns einen weiteren Werkstattbesuch, diesmal im zum Haus gehörenden Nutzfahrzeugcenter. Auch dort: zunächst große Ratlosigkeit und nach einigen Prüfungen des Fahrzeugs der Rat: kleine Proberunde, falls noch etwas ist zurückkommen.

Durch Franken mit Hindernissen

... und zum Abschluss: das Auto wieder abholen!
... und zum Abschluss: das Auto wieder abholen!

Gesagt, getan, zunächst ohne irgendwelche Warnleuchten starteten wir zum ersten Weingutbesuch unter dem Motto Frankenwein rund um Würzburg. Aber dann, nach Weinprobe und -kauf und dem erneuten Anlassen des Motors: der ganze Weihnachtsbaum tauchte wieder am Armaturenbrett auf.

 

Also zurück ins Nutzfahrzeugcenter. Dieses Mal musste unser Auto dort bleiben, der freundliche Kundendienstmeister versprach aber, sich am folgenden Samstag, an dem er ohnehin Dienst hatte, um das Problem zu kümmern. Für uns ging es weiter mit einem Mietauto. Dieses war natürlich nicht umgerüstet, also stand bereits fest: fahren für den Rest des Aufenthaltes würde dann meine Aufgabe sein. (Wie ärgerlich: der Gatte trinkt keinen Alkohol und ich wollte doch Weinproben machen.)

 

Inzwischen war es auch bereits Nachmittag geworden und so fuhren wir mit dem Ersatzfahrzeug zurück in unser Hotel. Für den Abend hatten wir nämlich für ein gemeinsames Essen mit Münchner Freunden einen Tisch in einem Restaurant in Sommerhausen reserviert. Der Abend war wunderschön, das Essen vorzüglich und der Service liebenswert und aufmerksam. Und am nächsten Vormittag erhielten wir dann tatsächlich einen Fahrservice zur Hochzeitsfeier - prima, so konnte auch ich auf das Brautpaar und sein Eheglück anstoßen!

 

Auch der Sonntag war ein unglaublich warmer und strahlend sonniger Tag. Noch etwas müde von der grandiosen Feier des Vortages haben wir den Tag nach dem Frühstück an verschiedenen schattigen Plätzchen des Hotelgartens verbracht, gelesen, gedöst oder gar geschlafen. Die noch auf meiner Liste stehenden Weingüter hatten sonntags sämtlich geschlossen  und bei Temperaturen über 30°  hatten wir einfach keine Lust auf einen Stadtrundgang durch Würzburg. Erst gegen Abend haben wir uns auf den Weg dorthin gemacht, um in der Stadt zu essen.

 

Montags stand dann unsere Abreise an. Also hieß es nach dem Frühstück Auto packen und dann auf ins Nutzfahrzeugcenter, das eigene, inzwischen reparierte Auto abholen und den Ersatzwagen abgeben. Aber vorher: ab nach Frickenhausen und rasch noch ein wenig Wein einkaufen - den, der mir am ersten Abend beim Essen so gut geschmeckt hatte. Und dann, mit dem eigenen Auto (mit ein wenig mehr Platz für Weinkartons ...) wenigstens noch eins der geplanten Weingüter für eine kleine Probe besuchen. Hier hatte ich das Glück, vom Winzer höchstpersönlich betreut zu werden und ein wenig über die Lage des fränkischen Weins zu plaudern.

 

Und dann war es auch schon Zeit, uns auf die Heimfahrt zu machen. Schließlich standen am nächsten Tag schon wieder einige Verabredungen im Kalender. Auch wenn unsere Tour nach Franken leider nicht so verlaufen ist, wie wir sie geplant hatten - es hat uns gut gefallen. Das einfach grandiose Sommerwetter hat dazu ebenso beigetragen wie die Genussfreude in Franken aus Küche und Keller - und natürlich die Zeit mit lieben Menschen, ein fröhliches Fest mit einer wunderbaren Trauung im Grünen mit berührender Trauzeremonie! Franken, wir kommen wieder!

... und wie fanden wir das Reisen unter Corona-Bedingungen?

Wie war es denn nun für uns mit dem Reisen in Corona-Zeiten? Zunächst: wir sind geimpft, unsicher gefühlt haben wir uns nirgends während unseres Aufenthaltes in Franken. Trotzdem ist das Reisen und unterwegs sein natürlich anders.

  • Beim Einchecken ins Hotel wurde unser Impfpass gecheckt (digital über die Corona-Warn-App reichte aus).
  • Die Restaurants/Weinstuben takten ihre Reservierungszeiten so, dass nicht zu viele Gäste auf einmal ankommen, um so gegebene Wartezeiten zu umgehen. Allabendlich haben wir erlebt, dass Gäste mangels Reservierung abgewiesen wurden. Unser dringender Rat deshalb: auch wenn es eine feste Struktur in den Urlaub bringt, versucht rechtzeitig vorher zu reservieren. Es gibt ein begrenztes Platzangebot (wegen der Abstandsregeln von 1,50 m zu anderen Gästen).
  • Sobald Ihr ein Restaurant betretet, müsst ihr drinnen wie draußen in Bayern eine FFP-2 Maske tragen, erst am Tisch sitzend dürft Ihr sie wieder abnehmen. Üblicherweise wird man auch platziert. Das Verändern der Tisch- und Platzordnung ist untersagt. Eine Person am Tisch muss Kontaktdaten zur evtl. nötigen Nachverfolgung hinterlegen.

Trotz aller Corona-Bedingungen bei der Reise: wir haben unsere Auszeit sehr genossen. Klar, unbeschwert reisen sieht anders aus. Und dennoch wir waren endlich mal wieder unterwegs. Dazu hat sicher erheblich beigetragen, die Pandemie mal aus einem anderen Blickwinkel, quasi von außen, zu betrachten.

Unsere Weingüter Route rund um Würzburg in Franken

Ethos: Junge Winzer in Franken

Das wird sicher einmal ein leckerer Weisswein!
Das wird sicher einmal ein leckerer Weisswein!

Zwei der drei von uns besuchten Weingüter gehören Ethos an. Auf die bin ich bei meinen Recherchen nach jungen, ökologisch arbeitenden Winzer*innen in Franken gestoßen - sie sollten dieses Mal bei mir im Fokus der geplanten Weinproben stehen.

 

In Ethos haben sich 13 junge Winzer*innen mit unterschiedlichem persönlichen Hintergrund, mit verschiedenen Geschichten, mit Betriebsgrößen von 3 bis 15 Hektar, aber alle aus Franken zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die für die fränkische Weinkulturlandschaft typischen Steillagen zu erhalten, umwelt- und ressourcenschonenden Weinbau zu betreiben und dabei die Biodiversität zu fördern.

 

Deshalb begrünen sie die Ränder der Weinberge, schaffen Nistmöglichkeiten und Sitzstangen für Vögel, Fledermäuse und Raubvögel, pflegen und bauen Trockenmauern, schaffen und erhalten Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Sie tragen so zum Erhalt von Streuobstwiesen und Einzelbäumen, von Magerrasen oder Auenflächen bei.

 

Sie wollen auch gesellschaftliche und soziale Verpflichtungen übernehmen und schließlich - natürlich - saubere, ehrliche und faire Weine mit Qualität erzeugen.

Winzerin Ilonka Scheuring

Hier ist Winzerin Ilonka Scheuring zu Haus
Hier ist Winzerin Ilonka Scheuring zu Haus

Das Weingut von Ilonka Scheuring liegt nördlich von Würzburg im kleinen Örtchen Margetshöchheim am Main mitten in Franken. Ilonka Scheuring wuchs zwischen Weinreben, Presse und Abfülltanks auf und begleitete ihren Vater schon als Kind bei allen Arbeiten auf dem Weingut. Kein Wunder, dass sie auch schon früh wusste, dass sie das Weingut der Eltern übernehmen will. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Winzerin, dann zur Weinküferin und anschließend den Weintechniker. Praktische Erfahrungen sammelte sie in Südtirol und Neuseeland und übernahm mit gerade mal 23 Jahren das Weingut ihrer Eltern. Als Ethos-Mitglied hat sie sich soeben auch ihren gesellschaftlichen, soziale Verpflichtungen gestellt: Sie und mehrere Mitarbeiter haben tatkräftig die von der Flut betroffenen Winzer an der Ahr unterstützt.

 

Auf dem Gut gibt es eine Weinstube und natürlich die Möglichkeit zur Verkostung und zum Weinkauf. Die "Hecke" ist in der Saison (in diesem Jahr nur noch bis einschließlich 28. August 2021 und dann ggf. nach der Lese wieder) jeden Mittwoch bis Samstag ab 17 Uhr geöffnet. Im Weingarten, der zu ebener Erde liegt, gibt es allerlei fränkische Spezialitäten und eine wechselnde Karte.

 

Ich war um die Mittagszeit allein dort und unterbrach die Vorbereitungen für den Abend: Ein junger Mann schälte einen Rieseneimer Kartoffeln. Dennoch wurde ich freundlich begrüßt und bekam eine sachkundige Einführung zu verschiedenen Weinen, die ich schattig und urig im Hof sitzend testen durfte. Und was habe ich getestet?

  • 2019 Klassik Silvaner Fränkisch trocken* mit 12,5% vol. Ein knackig trockener Wein mit deutlichen Fruchtaromen von Quitte und Mirabelle, mineralisch vom typischen Muschelkalk-Boden, auf dem der Wein wächst. Der Wein ist handgelesen und ertragsreduziert, man schmeckt die Qualität der Lage.
  • 2017 Klassik Riesling trocken mit 12,6%. Ein blumig fruchtiger Riesling, leichte Zitrusanklänge und natürlich mineralisch. Gut gekühlt serviert konnte ich ihn mir prima als sommerlichen Begleiter zu Fisch oder Geflügel vorstellen.
  • 2019 Scheurebe feinherb mit leichten 10,5% vol. Die Scheurebe, Kreuzung von Riesling und Bukettraube, wird in Franken gesamt nur auf etwa 168 ha Fläche angebaut. Ich finde, sie hat etwas. Kräftig aromatisch mit fruchtigen Aromen, knackig frisch mit einer angenehmen Säure fand ich diesen Wein einen sommerlich unkomplizierten Genuss.

Weingut Ilonka Scheuring

Lutzgasse 6

97276 Margetshöchheim

Telefon: 0931 463633

Touren in Franken*

Weingut Stefan Bardorf

Weingut Stefan Bardorf
Weingut Stefan Bardorf

Das Weingut Bardorf wurde 1965 in Randersacker von Günther Bardorf gegründet und wird heute in der zweiten Generation von seinem Sohn Stefan Bardorf geführt. Hier werden Tradition und Moderne verknüpft und neue Ideen kreativ umgesetzt. So ist das Weingut seit 2015 in der Umstellung auf ökologischen Landbau, Mitglied nicht nur bei Ethos, sondern ebenso im Naturland-Verbund, eine Herzensangelegenheit für Stefan Bardorf.

 

Die Probierstube und Verkauf befindet sich in einem traditionellen fränkischen Hotel und Gasthaus, mit dunklem Holz möbliert und im Keller gelegen sind sie eher der Tradition verhaftet.  Es gibt auf dem Weg zur Verkostung einige Stufen zu überwinden, für aktive Rollstuhlfahrer mit Hilfe machbar, aber sicher nicht barrierefrei.

 

Beim Wein merkt man die Qualität und die jugendliche Frische des Herangehens. Es gibt frische, unkomplizierte Weinen ebenso wie große Weine aus Premium-Lagen. Allen gemeinsam ist die Prägung durch das typische Muschelkalk-Terroir.  Die bewirtschafteten Weinberge von Stefan Bardorf befinden sich zum Großteil in Steillagen, die besonders viele Sonnenstrahlen einfangen.

 

Da ich ja wieder konnte (der Gatte fuhr das Auto) habe ich hier mehrere Weine probiert:

  • 2019er Randersackerer Sonnenstuhl Riesling Am Turm Kabinett trocken BIO. Das war schnell entschieden: dieser Wein schmeckt einfach grandios. Ein Muschelkalk-Riesling, mit dem Duft nach grünen Früchten, fein mineralisch und mit einer abgestimmten Säure.
  • 2019er Randersackerer Sonnenstuhl Silvaner Am Turm Kabinett trocken Dieser Wein im Bocksbeutel ist (noch) nicht BIO, die Lage befindet sich in der Umstellung. Gut geschmeckt hat er dennoch: nach Stachelbeeren und Birne, ein wenig mineralisch.
  • 2018er Randersackerer Sonnenstuhl Silvaner trocken BIO schmeckt dezent nach Apfel und Zitrusnoten. Ganz typisch für Silvaner ist er mineralisch mit deutlichen Kräuternoten.

Weingut Stefan Bardorf

In der Bachusstube

Ochsenfurter Str. 4

97236 Randersacker

Tel. +49 170 40 20 159

Fax +49 931 26 032 76

Weingut Bickel-Stumpf

2019 Riesling trocken VDP Gutswein*
2019 Riesling trocken VDP Gutswein*

Das Weingut Bickel-Stumpf hat eine ganz besondere Geschichte: Es entstand im Jahr 1976, als Carmen Bickel und Reimund Stumpf beschlossen zu fusionieren - sowohl privat als auch beruflich. Damit wurden zwei herausragende fränkische Terroirs vereinigt und der Grundstein für die Winzerfamilie gelegt, die heute an zwei verschiedenen Orten - Thüngersheim mit Lagen auf Buntsandstein und Frickenhausen mit Muschelkalkterroir - lebt und arbeitet. Nach Aufenthalten jenseits des Frankenlandes haben die Kinder Melanie und Matthias das Ruder im Weingut der Eltern übernommen. Mit viel Liebe zum Handwerk und im Einklang mit der Natur entstehen tolle Weine. Auch in der Architektur des Hauses zeigt sich gut gelungen das Spannungsfeld von Tradition und Moderne. Die Vinothek ist

Donnerstag, Freitag und Samstag von 9.00 bis 17.00 Uhr und Montag von 09.00 bis 13.00 Uhr geöffnet. Sie ist über arg holpriges Kopfsteinpflaster und mit einigen Stufen für Rollstuhlfahrer eher nicht so gut erreichbar.

 

Vom Weingut hatte ich zum Abendessen in der nebenan gelegenen Weinstube Ehrbar in Frickenhausen einen Riesling getrunken, der mich begeistert hatte. So sind wir an unserem Abreisetag noch einmal dort vorbeigefahren, um einige Flaschen zu kaufen. Eine Weinprobe habe ich nicht gemacht - es war mir einfach noch zu früh am Tag, selbst für kleine Probierschlückchen. Bei der Qualität des Rieslings aber bin ich mir sicher, dass ein Besuch im Weingut auf jeden Fall lohnt. Und unser Reiseführer nennt das Gut gar einen persönlichen Tipp.

 

Welcher Wein hatte mich so überzeugt?

  • 2019 Riesling trocken, ein VDP Gutswein* mit 12% vol. Dieser Riesling kommt vom Maindreieck, gewachsen auf Buntsandstein und Muschelkalk. Er duftet leicht nach Zitrus und Pfirsich, hat eine angenehme Säure und einen vollen, langanhaltenden Geschmack. Ich kann mir gut vorstellen, dass er nicht nur zu meiner Pasta vom Abend zuvor passt, sondern ebenso zu leichten Fisch– und Fleischgerichten und sommerlichen Salaten.

Weingut Bickel-Stumpf

Kirchgasse 5

97252 Frickenhausen am Main

Telefon 09331-2847

Fax 09331-7176

info@bickel-stumpf.de

Informationen, Restaurant und Hotel

Barrierefreiheit

  • Informationen zum Main-Radweg mit dem Handbike fand ich auf Britta und Gerds Webseite: Maintalradweg 2009.

Hotel Kirschberghof

Hotel Kirschberghof
Hotel Kirschberghof

Inmitten der Rebhänge gelegen, direkt am Weinkulturweg und  Terroir F Punkt gelegen,  bietet  der  Kirschberghof Erholung in  Ferienwohnungen bis 4* und Doppelzimmern bis 3*. Es gibt kostenlose Parkplätze, eine Fahrradhalle, WLAN, Flachbildschirme, Stereoanlage, kleiner Kühlschrank im Zimmer, Liegewiesen, Sitzecken im Garten sowie Brötchendienst oder Frühstück. Ein ganz besonderes Highlight ist der herrliche Blick auf Sommerhausen und in das Maintal bis Würzburg.

 

Wir haben unsere Zeit hier im Gartendoppelzimmer "Dunkelfelder", einem als behindertenfreundlich bezeichneten Zimmer, verbracht. Es ist ebenerdig erreichbar und bietet Platz für 2 Personen auf ca. 28 m² mit einem  1,80 m Doppelbett. Das Bad ist sehr geräumig und hat eine große, ebenerdige Dusche, an der Toilette gibt es einseitig links einen Haltegriff. Weitere Haltegriffe oder einen Duschsitz gibt es nicht. Aus dem Zimmer tritt man praktisch sofort in den Garten. Ein reichhaltiges Frühstück vom Buffet gibt es entweder auf der großen Panorama-Terrasse oder im Frühstücksraum mit einem herrlichen Ausblick. Dorthin und zu den Parkplätzen geht es einen kurzen, aber recht steilen Berg hinauf.

  • Ein besonderer Hinweis: Kinder sind hier erst ab einem Alter von 14 Jahren willkommen.

Kirschberghof

Kirschberghof 1
97286 Sommerhausen

Tel +49(9333)799
Fax +49(9333)790

Weinstube Ehrbar in Frickenhausen

Weinstube Ehrbar in Frickenhausen
Weinstube Ehrbar in Frickenhausen

Die fränkische Weinstube Ehrbar ist ein traditionelles Wein- und Speiselokal in Frickenhausen am Main in historischem Gebäude. 1926 baute der einstige Bürgermeister Franz Ehrbar den ehemaligen Schafstall aus dem Jahre 1576 um und eröffnete die „Fränkische Weinstube“. Mit dem ersten Umbau 1953 wurde das Fachwerk freigelegt. 1980 wurde die Ritterstube mit 16 Sitzplätzen im ältesten Frickenhäuser Gebäude, einer Kapelle aus dem 13. Jahrhundert, als Gastraum geschaffen und die fränkische Weinstube erweitert. Der lauschige Weingarten hinterm Haus liegt zu ebener Erde und bietet Platz für über 100 Gäste.

 

Der Küchenchef Sebastian Stahl steht für eine ausgezeichnete Küche aus frischen und vorwiegend regionalen Produkten sowie Fleisch aus artgerechter Tierhaltung. Einmal in der Woche steht das fränkische Nationalgericht im Mittelpunkt: Donnerstag ist "Schäufele Tag". Dann gibt es Schäufele frisch aus dem Ofen mit Bayrischkraut, Kartoffelklößen und Biersoße zum Angebotspreis von 13,50 €. Da konnte der Gatte nicht widerstehen und hat bestellt. Als Gruß aus der Küche bekamen wir ein hausgebackenes Mini-Brötchen mit einem gut gebratenen Nürnberger Würstchen. Und ich hatte nach einer Leberklösschensuppe eine gute Portion leckerer Winzernudeln. Dazu gab es für mich den oben schon gelobten Riesling trocken VDP Gutswein vom Weingut Bickel-Stumpf und für den Gatten Kaffee und Espresso. Fein war's, schön haben wir hier gesessen und den sommerlichen Abend richtig genossen. Und auch der Reiseführer stellt heraus, dass die Weinstube und ihr Service viel gelobt werden.

Fränkische Weinstube Ehrbar
Inh. Sebastian Stahl
Hauptstraße 17

97252 Frickenhausen
Tel.: (0 93 31) 6 51
Fax: (0 93 31) 52 07
info@ehrbar-weinstube.de

Bürgerspital Weinstube in Würzburg

Bürgerspital Weinstube in Würzburg
Bürgerspital Weinstube in Würzburg

Die Stiftung Bürgerspital zum Hl. Geist in Würzburg wurde schon im Jahr 1316 gegründet. Der ursprüngliche Stiftungsgedanke, sich um Senioren zu kümmern, ist seither der gleiche geblieben. Das aktuelle Angebot der Stiftung umfasst Seniorenheime, Seniorenwohnstifte, ambulante Pflege, Tagespflege und ein Geriatriezentrum. Der Stiftungszweck wird nicht zuletzt auch aus dem Weingut und der verbundenen Gastronomie finanziert.

 

Die Bürgerspital-Weinstuben sind eines der beliebtesten Gasthäuser in Würzburg. Das liegt sicher an der besonderen Location mit den facettenreichen Räumen. Gerade der Innenhof der Bürgerspital-Weinstuben in Würzburg bietet ein romantisches Ambiente abseits der Hektik der Stadt.

Hier haben wir an unserem letzten Abend in Franken gegessen und einen kleinen Schoppen Wein getrunken. Der Innenhof ist barrierefrei über den direkten Eingang links vom Haupteingang zu erreichen.

 

Der Weingarten im Innenhof ist riesig, die Organisation coronakonform. Die Gemütlichkeit leidet natürlich bei der schieren Grüße dann doch ein wenig. Der Service war freundlich und meist schnell. Und was gab es für uns? Zum Auftakt nahm der Gatte eine von ihm heißgeliebte Bouillon mit Kräuterflädle, ich blieb bei meiner bewährten Leberknödel Suppe. Beide waren gut - die Portionen allerdings hatten Kaffeetassengröße. Und die hausgemachten Backerbsen einige Tage zuvor haben mir persönlich besser geschmeckt als die reichlich vorhandenen Convenience Produkte, die ich hier in meinem Tässchen fand. Danach gab es Wiener Schnitzel vom Kalbsrücken mit Röstkartoffeln, Preiselbeeren und kleinem Salat, was den Gatten durchaus zufriedenstellte. Weniger glücklich war ich mit meinem lauwarm servierten Bürgerspital Burger (200g)aus fränkischem dry-aged Rindfleisch in einem recht trockenen hausgemachte Burgerbun, ein wenig roten Zwiebeln, Tomaten- und Gurkenscheiben, einer kalten und vorgebratenen Scheibe Speck und Pommes Frites. Im Ergebnis: ja, man sitzt recht nett, das Essen ist in Ordnung, der Service ist ohne Makel - aber für uns zumindest ist der Funke nicht so recht übergesprungen. Schade eigentlich!

Bürgerspital-Weinstuben

Theaterstraße 19

97070 Würzburg

Telefon: 0931 352880

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Wie handelt oder feilscht man richtig?

Wie handelt oder feilscht man richtig?
Wie handelt oder feilscht man richtig?

Für mich gehört es einfach zum Urlaubsspaß dazu: das Handeln oder Feilschen auf dem Markt, im Souk, an den Souvenirständen. Aber ich weiß, das geht längst nicht allen Reisenden so. Ganz häufig höre ich:

  • „Ich kann das nicht…“
  • „Feilschen ist mir unangenehm…“
  • „Ich fühle mich gar nicht wohl dabei…“

Wie geht es Euch? Handelt ihr gern den zunächst genannten Preis herunter, ist das Feilschen für Euch ein Spaß, ein Sport – oder eher etwas, was ihr lieber vermeidet? Ich habe einmal versucht, meine persönlichen Tipps zum Handeln auf Reisen zusammenzufassen.

 

Auf Facebook hatte sich zu diesem Blogbeitrag schon vor ein paar Jahren eine längere Diskussion entwickelt - und ich bin als bekennende Feilscherin ganz klar in der Minderheit. Die klare Mehrheit findet das Feilschen unangenehm. Man will wissen, was etwas kostet, und dann ganz in Ruhe überlegen, ob kaufen oder nicht. Als nervig wird auch vor allem das Genöle, speziell im arabischen Raum, empfunden. Und wenn das Feilschen viel zu belastend ist, kauft man lieber gar nichts. Dazu trägt sicher auch das Gefühl bei, sowieso immer übers Ohr gehauen zu werden.

 

Spannend auch der Hinweis, dass man, wenn man als Ausländer vor Ort lebt, gar nicht anders kann, als zu handeln, weil man sonst einfach keine fairen Preise zahlen würde.

 

Dieser Beitrag wurde erstmals am 23.10.2013 und erneut am 01.09.2014 veröffentlicht. Für diese Neu-Veröffentlichung habe ich ihn überarbeitet und neue Fotos eingefügt.

8 Tipps zum Handeln auf Reisen

Greenmarket Square, Kapstadt
Greenmarket Square, Kapstadt

1. Habt Spaß daran. Feilschen kann oft lange dauern und in vielen Ländern gehört das Handeln um den guten Preis einfach dazu - also warum nicht einfach genießen? Beim Einkauf auf Reisen ist oberstes Gebot, sich Zeit zu nehmen. Wer den Markt und die Händler in Ruhe beobachtet, weiß, welche Waren es gibt und auf welche Art und Weise sie verkauft werden.

2. Da die Preise nur in den seltensten Fällen in Euro angegeben sind, muss man beim Einkauf ohne feste Preise entweder sehr gut Kopfrechnen können, oder man hilft sich mit einem Spickzettel, auf dem der Umtauschkurs für die Landeswährung in leicht nachvollziehbaren Stufen notiert ist.

3. Dazu gehört, quasi als Basis: versucht, die üblichen Preise herauszufinden und dann entscheidet, wie viel ihr ausgeben möchtet. Damit habt ihr schon einmal ein „Gerüst“ für das Handeln. Müsst ihr am Ende weniger zahlen – wunderbar, aber nehmt euch fest vor, nicht mehr zu bezahlen. Sinnvoll ist auch, anderen Kunden beim Feilschen zuzuschauen, dabei die Verkaufsargumente der Händler kennenzulernen und sich zu merken, wie viel Geld die anderen bezahlen. Dabei erhält man auch einen Überblick übers Warenangebot und kann den einen oder anderen Verkaufstrick schon mal enttarnen.

4. Tut so, als wärt ihr gar nicht interessiert an der Ware. Wenn nämlich deutlich wird, dass ihr etwas unbedingt haben möchtet, schießt der Preis unweigerlich in die Höhe. Und falls ihr etwas unbedingt haben wollt: jetzt ist Zurückhaltung angesagt. Wartet und gebt ein eigenes Gebot so spät wie möglich ab. Viel leichter lässt es sich feilschen, wenn der Händler den ersten Schritt macht. Und dann fragt nach, wie weit er mit dem Preis heruntergehen kann.

Queen Victoria Market, Melbourne
Queen Victoria Market, Melbourne

5. Bei all dem: Charme, Charme, Charme! Mit einem Lächeln erreicht man weitaus mehr als mit einer zornigen Stimme. Bleibt immer freundlich. Achtet den Verkäufer! Ein nettes Wort drückt schon mal den Preis. Gleichzeitig hilft immer auch eine lebendige Mimik, ein wenig Schauspielern: wie z. B. entsetzt dreinschauen, seufzen oder die Stirn runzeln ... Aber nicht vergessen: freundlich und ruhig bleiben: es wird nur geblufft. Wenn der Handel mit einem Handschlag besiegelt wurde, ist all dies wieder vergessen.

6. Wenn ihr merkt, dass alle Mühen vergebens sind, dann hilft nur akzeptieren und es anderswo erneut zu versuchen. Jeder Verkäufer muss seinen Lebensunterhalt verdienen und ist seinen Kaufinteressenten nichts schuldig. Habt keine Scheu, einfach mit einem freundlichen Gruß zu gehen, wenn Ihr die Ware nicht zum gewünschten Preis bekommt. Wenn das Angebot angemessen war, stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Händler euch folgt, um die Verhandlung wieder aufzunehmen. Tut er es nicht – nun gut, dann bekommt man aber ein Gefühl dafür, wie niedrig der Preis sein darf.

7. Wendet beim Besuch im Souk, auf dem Markt die "Guter Cop, böser Cop"-Technik mit dem Händler an, geht also nicht allein, sondern nehmt einen Partner mit. Dieser kann dann den härteren Kurs fahren. Wenn der Händler den Eindruck gewinnt, dass der Partner eine Kaufentscheidung ins Schwanken bringt, kann das ein Angebot viel attraktiver machen.

8. Welche Tageszeit die beste für Schnäppchen ist – dazu gibt es unterschiedliche Angaben. Manchmal hoffen Händler auf einen frühen Verkaufserfolg und damit ein gutes Omen für den kommenden Markttag. Auf Lebensmittelmärkten ist es eher günstig, kurz vor Schluss kaufen zu wollen. Denn wer will seine Ware schon wieder mit zurück nach Haus nehmen? Aber Vorsicht: kein Händler lässt sich auf Diskussionen ein, wenn der Laden voller Kunden ist.

... nicht vergessen!

Auf dem Markt
Auf dem Markt

Bei allem Spaß, den erfolgreiches Feilschen vermitteln kann, sollte man aber das Maß nicht verlieren: Wenn es um ein paar Tomaten beim Gemüsehändler in der Türkei geht, sollte man auch wissen, wann es Schluss mit dem Handeln ist und den geforderten Preis bezahlen.

 

Und wie sind Eure Erfahrungen?

Habt ihr schon einmal besonders günstig eingekauft

– dann verratet mir doch, wie?

 

Oder habt ihr das Gefühl, schon mal so richtig übers Ohr

gehauen worden zu sein

– auch das finde ich spannend zu erfahren.

 

Und die ultimativen Tipps zum Feilschen könntet ihr auch noch verraten…

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5 gute Gründe für Südafrika

5 gute Gründe für Südafrika
5 gute Gründe für Südafrika

Seit Jahren schon ist unser liebstes Reiseziel Südafrika. Wir waren inzwischen 20 Mal intensiv in fast allen Regionen unterwegs und haben trotzdem ganz viele Dinge noch nicht gesehen.

 

Südafrika wirbt mit dem Slogan: die ganze Welt in einem Land.  Und das ist so wahr: Es gibt in diesem Land auf überschaubarem Raum so viel zu bestaunen, zu genießen und zu erfahren.

 

Südafrika ist auf jeden Fall mehr als eine Reise wert.

 

1. Einzigartige Tierbeobachtungen

Einzigartige Tierbeobachtungen
Einzigartige Tierbeobachtungen

Löwen in ihrem Zuhause beobachten - nicht zuletzt dafür ist Südafrika bekannt. Die Möglichkeiten der Tierbeobachtung sind vielfältig und einzigartig. Und natürlich gehört der König der Tiere dazu - es gibt aber noch viel mehr zu sehen: Pinguine an der Küste, die Südlichen Glattwale im Meer vor der Gardenroute, Elefanten im Addo Nationalpark, große Herden Zebras, verschiedenste Antilopen, Kaffernbüffel, Rhinos, Flusspferde und vieles mehr im Kruger Nationalpark, die majestätischen Löwen der Kalahari, aber auch Gnus und Oryx im Kgalagadi Transfrontier Park. So eine Aufzählung kann noch lange weiter gehen.

 

Beeindruckend, wie nah man bei der Selbstfahrersafari im eigenen Auto an die Tiere herankommt, wie unbeeindruckt sie den Besuch in ihrer Heimat hinnehmen - und wie sehr sie sich in ihrem natürlichen Umfeld mit all ihrer Schönheit und Anmut von den Zootieren unterscheiden.

 

2. Kapstadt ist eine der schönsten Städte der Welt

Kapstadt ist eine der schönsten Städte der Welt
Kapstadt ist eine der schönsten Städte der Welt

Warum Kapstadt für mich eine der schönsten der Welt und meine liebste Stadt am Meer ist? Das erkennt man am besten am frühen Abend vom  Signal Hill. Der Blick von dort ober auf die Stadt in der Dämmerung und später das funkelnde Lichtermeer ist einfach wunderschön. Diese Stadt ist wie ein riesiges Amphitheater.

 

Einen wunderschönen Einblick in die Artenvielfalt der Kapregion erhält man im Botanischen Garten von Kirstenbosch. Hier werden nur heimische Pflanzen gezeigt. Das Gewächshaus am Haupteingang zeigt Pflanzen der wichtigsten Vegetationsformen Südafrikas, wie die Karoo, den Fynbos und die Savanne.

 

Was unternehmen wir in Kapstadt*?

3. Weinanbau am Kap

Weinanbau am Kap
Weinanbau am Kap

Wenn man schon in Südafrika ist, dann sollte man unbedingt ein oder mehrere Weingüter besuchen, sich den Weinbau am Kap erklären lassen. Und natürlich probieren, schmecken … und einkaufen.

 

"Die alles in allem besten Weine kommen von Weingütern, die um die für südliche Meeresbrisen von der False Bay offene Stadt Stellenbosch oder so hoch in den Bergen liegen, dass sich die Höhe und der kühle Wind auswirken. Die eindrucksvollen Helderberg Mountains nordöstlich von Somerset West bilden in der Weingeographie der Gegend einen wichtigen Faktor, und auf ihrer Westflanke befinden sich

viele strebsame Weinerzeuger.“

(Hugh Johnson/Jancis Robinson, Der Weinatlas)

 

4. Afrikanische Sonnenuntergänge

Afrikanische Sonnenuntergänge
Afrikanische Sonnenuntergänge

Die afrikanischen Sonnenuntergänge sind spektakulär, farbenprächtig und immer wieder schön anzusehen. Dazu ein Glas Chardonnay oder ein Savannah Cidre und das erste Knistern und Knacken des Feuers für das abendliche Braai - so kann das Leben immer sein!

 

Braai, das nur der Vollständigkeit halber, ist die südafrikanische Variante des Barbecue, des abendlichen Grillens. Sie eint alle Südafrikaner, die Liebe zum Fleisch. Gegrillt wird eigentlich immer, ob Steaks, Hähnchenschlegel oder Boerewors - eine kräftig gewürzte Bratwurst. Als Beilagen gibt es beispielsweise gebackene Süßkartoffel- oder Kürbisspalten. Bei afrikanischen Familien gibt es den „Pap“ genannten Maisbrei oder auch Millies genannte Maiskolben vom Grill. Kein Braai ist vollständig ohne eine Periperi-Soße, ohne Chakalaka oder Chutney.

5. Freunde finden

Freunde finden
Freunde finden

Making new friends – ja, auch das gehört dazu. Womöglich gehört Südafrika zu den Orten auf der Welt, wo es besonders leicht, fröhlich und gesellig ist. Auf Reisen in Südafrika lernt man immer wieder Menschen kennen. Das verblüfft immer wieder, gerade auch mit Blick auf eine nicht unkomplizierte Geschichte und die tragische und lange Apartheidszeit. Aber vielleicht trägt auch gerade die daraus resultierende Isolation in der Welt dazu bei, dass heute sehr viele Südafrikaner das Bedürfnis haben, den Gästen aus aller Welt die Schönheit ihrer Heimat zu zeigen. Quer durch alle Bevölkerungsschichten, Hautfarben, Berufe … alle Südafrikaner sind enorm stolz auf ihr Land. Und dabei bekommt man beileibe nicht nur Gutes zu hören - nein, immer wieder haben wir vergangene, aktuelle und kommende Probleme der Rainbow-Nation diskutiert. Immer wieder wurde uns deutlich: Die Menschen am Kap sind stolz auf den Wandel seit dem Ende der Apartheid, sie verehren Madiba - aber gleichzeitig stellen sie sich den Problemen mit ungebrochener Energie, mit Optimismus und, ja man kann es sagen: sogar mit Freude und Würde, egal mit wie wenig sie ihr Leben bestreiten.

... noch mehr aus Südafrika findet Ihr in diesen Blogbeiträgen

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Nautische Reisetipps Zeeland Niederlande

Nautische Reisetipps Zeeland Niederlande
Nautische Reisetipps Zeeland Niederlande

Corona hat unseren Alltag, unser gesamtes Leben im zurückliegenden Jahr bestimmt und durcheinander gebracht. Zu den am stärksten betroffenen Wirtschaftszweigen gehört die Reisebranche. Das gilt für Reiseblogger, aber natürlich noch viel mehr für Reiseführerverlage und Reisebuchautoren. Dennoch geht es weiter und in den Verlagen erscheinen Neuauflagen bewährter und auch neue Reiseführer.

 

Für uns ist es seit unserer Reise in Australien im Jahr 2020 nichts gewesen mit dem Reisen. Und auch in diesem Jahr gehören wir zu denen, die bisher keine Reisen planen. Jedenfalls nichts Größeres, vielleicht eine Woche mit dem Hausboot in Brandenburg im Oktober und es geht hoffentlich im August, eine im letzten Jahr ausgefallene Hochzeitsfeier nachzuholen. Was gehört für uns bei der Reisevorbereitung unbedingt immer dazu? Richtig, ein guter "old school" Reiseführer in ordentlicher Buchform. Natürlich nutzen wir auch das WWW, Instagram, zahlreiche Blogs oder Reiseforen – aber an einer traditionellen Grundlage zum Stöbern, Nachschlagen und aufs Reisen Lust machen, da kommen wir nicht vorbei.

 

Heute möchte ich Euch den Reiseführer Nautische Reisetipps Zeeland vorstellen. Im Buch findet Ihr wertvolle Tipps wenn Ihr das Wasserrevier erkunden wollt, für die Törnplanung sogar konkrete Routenvorschlägen und ein nützliches Nachschlagewerk ist das Buch alle Male.

Ich habe vom Hayit Verlag ein Rezensionsexemplar des Reiseführers erhalten. Vielen Dank dafür. Das hier ist meine persönliche Meinung.

... und sonst in Zeeland?*

Die Autoren: Detlef H. Krügel und Gisela Krügel

Die Autoren: Detlef H. Krügel und Gisela Krügel (C) Hayit Verlag
Die Autoren: Detlef H. Krügel und Gisela Krügel (C) Hayit Verlag

Detlef H. Krügel ist mehr als drei Jahrzehnten auf niederländischen Gewässern mit seiner Frau und Familie unterwegs. In den Niederlanden gehört er der WV Wolphaartsdijk, in Deutschland dem Düsseldorfer Yachtclub an. Von seinen Reisen berichtete er in verschiedenen Zeitschriften und gewann für einen mehrmonatigen Törn durch die Niederlande die „Lübecker Kanne“ des DYC.

 

Gisela Krügel ist mit Ehemann Detlef H. Krügel genauso lange auf eigenem Kiel in den Niederlanden unterwegs. Durch ihre Fotografien veranschaulicht sie die Texte ihres Mannes. Der Düsseldorfer Yachtclub, dem sie angehört, zeichnete sie für ihre seglerische Leistung mit dem begehrten Eva-Preis aus.

 

Die Segelyacht der beiden hat ihren Heimathafen in Zeeland / Niederlande

Nautische Reisetipps Zeeland / Niederlande

Detlef H. und Gisela Krügel  Nautische Reisetipps Zeeland / Niederlande
Detlef H. und Gisela Krügel Nautische Reisetipps Zeeland / Niederlande

Der Reiseführer „Nautische Reisetipps Zeeland“ richtet sich speziell an alle, die die Gewässer Zeelands auf eigene Faust befahren möchten. Im Buch findet Ihr wertvolle Tipps für die Törnplanung mit konkreten Routenvorschlägen und ein nützliches Nachschlagewerk ist das Buch ebenfalls.

 

Ihr findet hier:

  • detaillierte Beschreibungen der Ausstattung der einzelnen Häfen und Marinas
  • Öffnungszeiten der Brücken und Schleusen
  • praktische Informationen zu nautischen Besonderheiten
  • sowie zu die Themen Wetterbericht und Seekarten

aber auch

  • typisch touristische Informationen wie
  • Beschreibungen der einzelnen Städte und Orte wie Middelburg, der Vlissingen oder Terneuzen
  • praktische Tipps zu Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Fahrradverleihern

Zeeland, das Land im Meer ist eine Provinz im Südwesten der Niederlande. Sie besteht mit Goeree-Overflakkee, Schouwen-Duiveland, Walcheren, Nord- und Süd-Beveland sowie Tholen aus einer Reihe von Inseln und Halbinseln, die durch Brücken und Kanäle miteinander verbunden sind. Von der Nordsee durch Dämme abgeschlossen, bilden Grevelingenmeer und Veerse Meer gezeitenfreie Wassersportgebiete. Oosterschelde und Westerschelde sind Gezeitenreviere. 
Grevelingen, Veerse Meer, Oosterschelde, Westerschelde

 gerne genannt.

 

Dazwischen erfahrt Ihr auch Wissenswertes zum Delta-Plan, der zum Schutz vor Sturmfluten das Abschließen aller Meeresarme der Provinzen Zeeland und Süd-Holland zum Ziel hatte. Das größte aller Deichbauprojekte wurde mit dem Oosterschelde-Sturmflutwehr als letztem Teilstück im Jahre 1986 beendet.

 

Nautische Reisetipps Zeeland / Niederlande

Grevelingen, Veerse Meer, Oosterschelde, Westerschelde

1. Auflage 2021 / 2022

Autor: Detlef H. Krügel

Fotos: Gisela Krügel

188 Seiten, mit Farb- und s-w Fotos, Übersichtskarten

Hayit Wassersport

ISBN: 978-3-87322-304-2

Mehr Blogbeiträge auf dem Wasser findet Ihr auch hier:

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Nautische Reisetipps Zeeland Niederlande (Tue, 27 Jul 2021)
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Hausboot Überführung in Brandenburg (Fri, 18 May 2018)
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Wir haben den Sportbootführerschein auf der Havel gemacht (Fri, 28 Oct 2016)
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Was uns an einem Hausboot-Törn mit einem BunBo so gefällt (Mon, 24 Aug 2015)
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Einkaufsliste für eine Hausboottour (Wed, 14 Jan 2015)
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Bräuhaus Kneipe Pur in Brandenburg Plaue (Wed, 16 Apr 2014)
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{ROUND UP} Lieblingsrezepte auf Reisen um die Welt

{ROUND UP} Lieblingsrezepte auf Reisen um die Welt
{ROUND UP} Lieblingsrezepte auf Reisen um die Welt
Corona-bedingt ist ja in Sachen Reisen (hoffentlich nicht mehr so lang...) nicht allzu viel los, deshalb habe ich Lieblingsrezepte aus der internationalen Küche zusammengetragen.

 

Denn das kennen wir doch alle, es gibt Gerichte und Köstlichkeiten, die versetzen uns auch zu Haus sofort zurück in die allerbeste Urlaubsstimmung. Ich freue mich deshalb über die Beiträge zu meinem Round Up zu den Lieblingsrezepten auf Reisen um die Welt von zahlreichen Bloggerkolleg*Innen. Welche Rezepte findet Ihr hier?

  1. Blini aus Russland von Konpasu
  2. Massaman-Curry aus Thailand von Stefan
  3. Laksa aus Singapur von Kekse&Koffer
  4. GadoGado aus Indonesien von Kekse&Koffer
  5. Gooey Butter Cake aus den USA von Tracks and the city
  6. S'mores aus den USA von Travelsanne
  7. Poutine aus Kanada von Snoopsmaus
  8. Tajine aus Marokko von 2 on the go

Lasst es Euch schmecken und reist mit dem Gaumen um die Welt!

Klar gehören Kochen und Reisen zusammen. In jedem bereisten Land (oder auch in jedem Sehnsuchtsland) haben wir unsere Lieblingsgerichte. Klar, dass wir die auch zu Hause kochen wollen. Welches sind Kochbücher, die man haben muss, wenn man Rezepte aus den Küchen der Welt zu Hause kochen will?

Übrigens: Links, die mit einem * gekennzeichnet sind, sind Affiliate Links oder Werbelinks. Entweder bekomme ich bei einem Kauf nach einem Klick auf einen solchen Link eine Provision oder ich habe einen Betrag für die Veröffentlichung des Links bekommen. Meine Meinung bleibt davon immer unbeeinflusst. Ich verlinke ausschließlich Produkte und Seiten, von denen ich selbst überzeugt bin.

Asien

Russland

Blini

Russische Blini (C) Konpasu
Russische Blini (C) Konpasu

Blini oder liebevoll Blintschiki sind die dünnen Pfannkuchen aus Russland. Sobald man an die russische Küche denkt, fallen einem neben Pelmeni oft Blini als Erstes ein. In Russland werden die Blinis mit verschiedenen Füllungen gefaltet und mit saurer Sahne, Marmelade oder Kondensmilch serviert.

 

Das Rezept für Blini ist eigentlich ganz einfach. Der Teig wird mit Hefe, Mehl und Wasser angesetzt. Die Blinis werden danach in einer Pfanne gebraten. Dann kommen nach Belieben verschiedenste Füllungen dazu, sie können sowohl süß als auch deftig sein. Die Luxusvariante von Blini sind auf jeden Fall Blini mit Roten oder Schwarzen Kaviar.

 

Gegessen werden Blinis in Russland gerne als Frühstück oder auch als süße Nachspeise. Mit deftiger Füllung wie zum Beispiel Hackfleisch kann man sie auch als Hauptgericht essen. Meine Lieblingsfüllung sind Blinis mit Hackfleisch, am besten von Mama gemacht. Dafür muss man das Hackfleisch in der Pfanne anbraten, dann füllt man die fertigen Blini mit dem gebratenen Hackfleisch und serviert sie mit einer sauren russischen Sahne.

 

In Russland kannst du auch fertige tiefgefrorene Blini kaufen und in einer Filiale der beliebten Fastfoodkette Teremok Blini mit verschiedensten Füllungen bestellen. Hier habe ich mehr Ideen zu Rezepten aus der russischen Küche gesammelt, mit vielen von meinen anderen Lieblingsgerichten.

 

Über Konpasu

Daria kommt aus Russland. Sie lebt aber schon ihr halbes Leben lange in Wien. Zusammen mit ihrem Freund Thomas schreibt sie von dort aus den Reiseblog Konpasu.de.

... und wenn wir wieder reisen dürfen: hier gibt es Touren für Foodies*

Thailand

Massaman-Curry

Massaman Curry vegetarisch (C) STEFAN inTHAILAND
Massaman Curry vegetarisch (C) STEFAN inTHAILAND

Das war ja klar. Mein Lieblings-Curry wurde von CNN Travel zum „world‘s best food“ gekürt. Noch vor Sushi, Pizza und Peking-Ente.

 

Wow! So gut? Na ja, ich liebe ja die Vielfalt und von daher würde ich mich nicht so festlegen wollen. Klar ist, dass Massaman-Curry wirklich köstlich und für uns Farang (weiße Ausländer) gut zu genießen ist. Es ist weniger scharf als seine Verwandten in den Farbvarianten rot, grün und gelb. Kokusnuss-süßlich und nussig, dabei würzig und voller thailändischer Aromen. So würde ich den Geschmack des cremigen Massaman beschreiben.

 

Jahrelang habe ich jeden Winter ein paar Wochen am Meer in Thailand verbracht. Meist auf kleineren Inseln im Süden wurde der Ladestand meiner arbeitstechnisch stark in Anspruch genommenen Batterien wieder auf 100 % gehoben. Da stand Massaman ständig auf meiner Speisekarte.

 

Mittlerweile lebe ich im Norden Thailands. Da gibt es andere Arten von Curries. Dennoch esse ich Massaman immer noch sehr gerne. Auch wegen der Kartoffeln. Denn sonst gibt es hier nur Reis, Reis und zur Abwechslung auch mal Klebreis.

 

„Das ist bestimmt sauschwer und nur mit großem Aufwand zuzubereiten“ geht dir jetzt durch den Kopf? Nein, es ist tatsächlich überraschend einfach. Die Basis ist eine Currypaste, die gemeinsam mit der Kokosnussmilch für den exotischen Geschmack sorgt. Diese Paste ist leicht zu bekommen in Asia-Shops oder in großen Supermärkten.

 

Du kannst selbst herausfinden, wie du dein Massaman am liebsten magst. Cremiger oder schärfer, mit Hühnchenfleisch wie die Originalversion oder vegan mit Tofu.

 

Lies hier weiter und erfahre,

  • wie du dir dein Lieblings-Massaman kreieren kannst
  • welche beliebten Thai Curries es noch gibt
  • wie die weniger bekannten Verwandten aus Nordthailand schmecken.

Über STEFAN inTHAILAND.de

Seit 2014 berichtet Stefan authentisch von Leben, Reisen und Radfahren in Thailand. Wertvolle Tipps für Reisende und unterhaltende Infos über Land und Leute finden sich auf Stefan in Thailand genauso wie 10 Wege zum Thai lernen und etliche Buchempfehlungen zu Thailand.

Singapur

Laksa

Laksa (C) Kekse & Koffer
Laksa (C) Kekse & Koffer

Laksa gehört zu den Nationalgerichten in Multikulti-Singapur und ist für mich eine der wunderbarsten Suppenkreationen Asiens.

 

Basis ist eine Gewürzpaste, in der sich die Aromen aufs Feinste vereinen: Die Süße der Kokosmilch trifft auf Chilischärfe und die fruchtige Säure von Limetten.

 

In Vollendung kocht man Laksa in Katong (Joo Chiat), einem Stadtteil Singapurs, der schon einiges erlebt hat und sich vom Villenviertel zum Schmuddelviertel wandelte. Vor ein paar Jahren küssten Trendsetter das alte Katong mit seiner traditionellen Architektur und reichen Küchenkultur wieder wach, sodass sich heute hippe Shops und Cafés mit Katongs Old-World-Charme mischen.

 

Die beste Laksa meines Lebens habe ich mitten in Katong gegessen – bei 328 Katong Laksa in der East Coast Road. Das Ambiente des Lokals ist sehr bescheiden, geradezu steril. Hierher kommt niemand, um einen schönen Abend zu verbringen, sondern um sich zwischendurch etwas Gutes zu gönnen. Für viele Singapurer ist das unscheinbare Restaurant die beste Suppenküche der Stadt – nicht erst, seit die Besitzer den britischen Sternekoch Gordon Ramsay in einem Kochwettbewerb schlugen. So musste ich erstmal Schlange stehen, bevor ich meine Laksa schlürfen durfte.

 

Im Original kommen Garnelen in die Suppe. Wenn du vegetarisch oder vegan isst – kein Problem. Fischiges kannst du prima durch frittierten Tofu ersetzen.

 

Früher war ich als Reiseleiterin und Reisejournalistin mehrmals im Jahr in Singapur. Noch 2019 habe ich intensiv für meinen Reiseführer dort recherchiert. Ob er jemals erscheinen wird? Seit Corona ist die Stadt erstmal unerreichbar.

 

Wenn ich Sehnsucht habe, koche ich Laksa zu Hause und träume mich in ferne Welten.

 

Über Kekse & Koffer

Der Reise- und Foodblog Kekse & Koffer erblickte während der Pandemie das Licht der Welt. Deshalb schreibt Elke – Reisejournalistin und Reisebuchautorin – vor allem über kleine Fluchten vor der Haustür in deutschen Landen. Mit viel Kultur und Frischluft. Das Kontrastprogramm: Rezepte aus aller Welt gegen das Fernweh.

Indonesien

Gado Gado

Typischer Warung in Yogyakarta, an dem Streetfood serviert wird (C) Kekse & Koffer
Typischer Warung in Yogyakarta, an dem Streetfood serviert wird (C) Kekse & Koffer

Resteküche mit Soße habe ich als Kind geliebt. Daran erinnert mich das indonesische Gado Gado („Mischmasch“), das Gemüse, Sprossen und Tofu mit superköstlicher Erdnusssoße vereint und zu den Streetfood-Klassikern auf der Insel Java gehört.

 

Die Kinder in Indonesien mögen ihr Gado Gado wie ich damals Mutters Mischmasch mit Soße. Es gehört zu den fleischlosen Klassikern in einem Land, in dem es weniger Vegetarier gibt als in buddhistisch oder hinduistisch geprägten Ländern Asiens. Die Mehrheit der über 200 Millionen Indonesier sind nämlich Muslime. Sie verzichten auf Schweinefleisch, mögen aber Rindfleisch oder Hühnchengerichte ausgesprochen gern.

 

So wurde Gado Gado, als ich in den 1980er-Jahren zum ersten Mal auf der indonesischen Hauptinsel Java unterwegs war und Gerichte ohne Fleisch suchte, schnell mein Lieblingsessen. Neben Gemüse und Sojaprodukten gehören traditionell hartgekochte Eier dazu, die für Farbe auf dem Teller sorgen. Wer vegan lebt, lässt sie einfach weg. Als kleine Beilage gibt es in Indonesien Krupuk, Krabbencracker. Auch die lassen alle, die auf Fleisch verzichten, einfach weg.

 

Wie die Einheimischen habe ich es mir damals in Yogyakarte an einem der Warungs entlang der Hauptstraße Malioboro geholt. Diese mehr oder weniger improvisierten Stände oder mobilen Restaurants sind das Zentrum der indonesischen Esskultur – die Kneipe oder das Café des Indonesiers. Oft serviert ein Warung nur ein einziges Gericht, das aber in Vollendung. Man hockt sich auch heute mit seinem Essen auf Bänke oder auf den Boden, hält ein Schwätzchen mit dem Nachbarn und zieht weiter. Wer nach einem Gado Gado noch hungrig ist, holt sich vielleicht noch ein paar Sate-Spieße am Warung nebenan oder gebratene Bananen zum Dessert.

 

Über Kekse & Koffer

Der Reise- und Foodblog Kekse & Koffer erblickte während der Pandemie das Licht der Welt. Deshalb schreibt Elke – Reisejournalistin und Reisebuchautorin – vor allem über kleine Fluchten vor der Haustür in deutschen Landen. Mit viel Kultur und Frischluft. Das Kontrastprogramm: Rezepte aus aller Welt gegen das Fernweh.

Nordamerika

USA

Gooey Butter Cake

Gooey Butter Cake (C) Tracks and the City
Gooey Butter Cake (C) Tracks and the City

Allein schon beim Namen dieses buttrigen Kuchens läuft einem das Wasser im Mund zusammen: „Klebriger Butterkuchen“, der im Mund zerfließt und ein wohlig-warmes Gefühl verursacht, wie es nur ein echtes Comfort Food kann.

 

Ein Versehen, oder besser eine Verwechslung ist schuld daran, dass der Gooey Butter Cake erfunden wurde, als in den 1930er Jahren ein Bäcker in St. Louis, Missouri die verschiedenen Fett-Arten, mit denen man backen, braten oder frittieren kann, verwechselte. Gar kein Versehen ist der fulminante Erfolg des Kuchens, der es im Aussehen vielleicht nicht mit der hohen Patissierskunst aufnehmen kann, mit dem Geschmack aber schnell alle Foodie-Herzen für sich gewinnen konnte. Doch vor allem die Konsistenz ist es, die so charakteristisch für den Gooey Butter Cake ist – zähflüssig, klebrig, noch schlotziger, als ein Brownie. Um in den Genuss dieser Köstlichkeit zu kommen, musst du allerdings tatsächlich St. Louis im mittleren Westen der USA besuchen – denn nur hier kennt man das Original. Oder du backst den Kuchen einfach nach meinem Gooey Butter Cake Rezept nach.

 

Über Tracks and the City

Sandra schreibt auf ihrem Slow Travel Reiseblog Tracks and the City über „alles, was man zu Fuß machen kann“: Laufen, Wandern, Spazieren und Flanieren. Dabei ist sie immer auf der Jagd nach dem schönsten Sonnenaufgang und der leckersten Zimtschnecke.

S’mores, das süße Lagerfeuer-Dessert

S'mores (C) Travelsanne
S'mores (C) Travelsanne

Du hast noch nie von S’mores gehört? Genauso ging es uns vor unserem ersten Kanada Roadtrip. Doch wenn du in den USA oder Kanada unterwegs bist, wirst du diesem nicht nur bei Kindern sehr beliebten amerikanischen Snack unter Garantie begegnen.

 

Zu einem Amerika Urlaub gehören gemütliche Abende am Lagerfeuer einfach dazu. Man trifft sich auf den Campingplätzen oder in den Lodges draußen am Feuer zum Geschichten erzählen, Musik machen und sehr oft auch zum Marshmallows grillen. Diese weiche weiße Schaumzuckerware wird bei uns meist „Mäusespeck“ genannt.

 

Für S’mores benötigst du neben den gegrillten Marshmallows nur noch zwei Butterkekse und ein Stück Schokolade, am besten zartbitter. Der gegrillte Marshmallow wird dann mit der Schokolade zwischen die beiden Kekse gepackt. Fertig ist das süße Lagerfeuer-Sandwich. Das musst du unbedingt ausprobieren!

 

In vielen der Hotels und Lodges auf unseren Kanada Reisen mit Familie gab es für die kleinen (und großen) Gäste gratis „S’mores Kits“. Sozusagen als Dessert zum Selbermachen.

 

Wir haben diese typisch amerikanische Tradition auch zu Hause eingeführt. Oft feuern wir unsere kleine Feuerschale im Garten an und grillen gemeinsam mit den Kindern Marshmallows. Ein echter Spaß!

 

Auf unserem Blog findest du unser S’mores Rezept für zu Hause und weitere amerikanische Lagerfeuer-Rezepte.

 

Über Travelsanne

Kanada ist das Sehnsuchtsziel von Sanne, die auf ihrem Familien-Reiseblog Travelsanne übers Reisen, Wandern & Genießen mit Kindern und Teenagern berichtet. Auf ihrem Blog findest du neben spannenden Reiseberichten auch ihre liebsten Rezepte aus der Heimat und aller Welt.

Kanada

Poutine – mein Lieblingsessen aus Kanada

hausgemachte Poutine (C) Snoopsmaus
hausgemachte Poutine (C) Snoopsmaus

Poutine ist mittlerweile das inoffizielle québécoise, wenn nicht sogar das kanadische Nationalgericht schlechthin. Ich bin seit meinem ersten Kanadabesuch 2012 dem Gericht verfallen und teste mich durch das deutsche Angebot, welches aktuell stetig wächst. Doch auf die Kalorien solltest Du dabei nicht achten, denn Poutine ist Soul oder Comfy Food vom Feinsten. Wenn Du es magst, dann ist es einfach gut für die Seele.

 

Poutine besteht dabei aus mindestens doppelt frittierten Pommes frites, bedeckt mit einer guten Portion sog. Cheese Curds und „ertränkt“ in einer Bratensoße. Diese kann auch vegetarisch sein. Der Käse muss durch die heiße Soße leicht anschmelzen, dennoch müssen die Käsestückchen noch eine gewisse Konsistenz behalten, die Halloumi ähnelt. Auch das leichte Quietschgefühl wie Halloumi sollten die Cheese Curds noch haben – ein Zeichen von Frische und ein Teil des „Zaubers“ von Poutine.


Von Poutine gibt es zahlreiche Variationen, die aber normalerweise auf diesen drei Zutaten aufbauen. Alles andere ist bloß „loaded fries“. ;)

 

Du willst Poutine selber zubereiten? Bei den Cheese Curds wirst Du in Deutschland auf Schwierigkeiten stoßen. In Nordamerika bekommst Du den Käsebruch in fast jedem Kühlregal, in Deutschland hingegen ist es sehr schwer, dieses Zwischenprodukt der Cheddarproduktion zu bekommen. Es gibt meines Wissens nach nur eine Käserei in der Uckermark, die die Curds herstellt sowie auch online verkauft. Daher benutzen die wenigen Restaurants und Fast-Food-Anbieter oftmals hochwertigen Mozzarella als Alternative.

 

Alles Weitere zu Poutine – wo Du sie in Deutschland bekommst, wo das Gericht seinen Ursprung und Namen her hat und wie Du sie Zuhause zubereiten kannst – findest Du auf snoopsmaus.de.

 

Über Snoopsmaus

snoopsmaus.de ist ein Kultur- und Reiseblog von Romy Mlinzk aus Dortmund. Es soll eine Inspirationsquelle für alle Singles und Paare sein, die dem Backpacking entwachsen sind, nicht die größten Outdooraktivisten, aber gerne etwas Luxus und Kultur mögen. Dazu kommt eine heimliche Leidenschaft der Autorin für Poutine (ein kanadisches Fast Food), die sie auch im Blog verarbeitet.

Afrika

Marokko

Tajine

Köstliche Tajine im Wüstencamp (C) 2 on the go
Köstliche Tajine im Wüstencamp (C) 2 on the go

Tajine heißt auf Arabisch Kasserolle und bezeichnet die typischen Kochgefäße aus gebranntem Ton. Wenn du in Marokko unterwegs bist, wirst du sie auf jedem Markt sehen.

 

Das ebenfalls Tajine genannte Schmorgericht, das in der keramischen Form zubereitet wird, gibt es überall in Marokko. Dabei wird es nicht schnell langweilig, denn in die Tajine kommen die verschiedensten Zutaten.

 

Traditionell wird die Tajine auf dem Holzkohlefeuer gegart. Die dicken Wände des Lehmgefäßes schützen dabei den Inhalt vorm Verbrennen, die Hitze verteilt sich schön gleichmäßig. Innerhalb der Tajine entsteht durch das im Gargut vorhandene Wasser Dampf, der sich unter dem Deckel verteilt und die Zutaten sanft schmoren und garen lässt.

 

Welche Zutaten kommen in eine typische Tajine? Klassisch ist eine Tajine mit Lammfleisch oder mit Huhn. Immer dazu gehören Gemüse wie Möhren und Kartoffeln und natürlich die aromatischen arabischen Gewürze. Es heißt, dass jede Familie ihr eigenes Rezept für die Gewürzmischung der Tajine hat, das sie als Geheimnis bewahrt.

 

Eine typische Tajine ist die mit Zitronenhuhn. Dabei kommen Salzzitronen mit in den Schmortopf und es ist eine köstliche Mahlzeit. Natürlich gibt es auch vegetarische Tajines. In Marokko heißt das allerdings oft, dass vor dem Servieren das mitgegarte Fleisch rausgefischt wird. Denn traditionell ist die Tajine ein Fleischgericht. Apropos Fisch: Auch Tajine mit Fisch ist ein sehr schmackhaftes Gericht.

 

Da wir zu Hause üblicherweise nicht auf dem Holzfeuer kochen, haben wir die Tajine im gusseisernen Schmortopf nachgekocht. Das ist sehr gut gelungen. Wenn du einen Römertopf hast, funktioniert es damit genauso gut. Auf unserem Blog findest du drei verschiedene Rezepte für Tajine, mit denen wir uns unser Marokko-Urlaubsgefühl nach Hause holen.

 

Über 2 on the go

Gina und Marcus schreiben auf ihrem Blog 2 on the go über individuelle Reisen und richten sich damit besonders an Menschen im mittleren Lebensalter. Neben dem Bericht über ihre Weltreise gibt es Artikel zu Fernreisen, Kurzreisen, Wandern und viele Tipps rund ums Thema Reisen.

Hier findet Ihr noch mehr genussvolle Blogbeiträge:

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{ROUND UP} 8 Roadtrips in Spanien und Portugal

{ROUND UP} Roadtrips in Spanien und Portugal
{ROUND UP} Roadtrips in Spanien und Portugal

Auch in 2021 ist es ja nun so, dass viele von uns nicht verreisen, zumindest nicht in die Ferne – nein, wir bleiben, wenn schon nicht im Lande, dann jedenfalls innerhalb Europas.

 

Wenn auch Ihr hier neue Ecken entdecken möchtet, dann habe ich bei Bloggerkolleg*Innen Vorschläge für 8 Roadtrips in Spanien und Portugal für Euch eingesammelt. Wir stellen Euch hier also zahlreiche sehenswerte Touren und Ecken auf der iberischen Halbinsel vor, diese Touren findet Ihr: 

  1. Von A Coruña nach Santiago de Compostela mit Ahoi und Moin Moin
  2. Ein genussvoller Roadtrip auf dem Jakobsweg oder Pilgern für Faule mit Kekse und Koffer
  3. Roadtrip an der Costa Blanca mit Places of Juma
  4. Andalusien-Roadtrip mit Weltwunderer
  5. Roadtrip entlang des Douro mit Bullitour
  6. Lissabon - Sintra - Nazare - Porto mit Snoopsmaus
  7. Genusstour entlang der Rota do Peixe, dem Fischerpfad in Portugal mit Travelworldonline
  8. Faro bis Lissabon mit Planet Hibbel

Übrigens: Links, die mit einem * gekennzeichnet sind, sind Affiliate Links oder Werbelinks. Entweder bekomme ich bei einem Kauf nach einem Klick auf einen solchen Link eine Provision oder ich habe einen Betrag für die Veröffentlichung des Links bekommen. Meine Meinung bleibt davon immer unbeeinflusst. Ich verlinke ausschließlich Produkte und Seiten, von denen ich selbst überzeugt bin.

Spanien

Von A Coruña nach Santiago de Compostela

Nordspanischer Jakobsweg (C) Ahoi und Moin Moin
Nordspanischer Jakobsweg (C) Ahoi und Moin Moin

Im Herbst 2018 war ich auf einer mehrtägigen Rundreisereise rund um den Jakobsweg in Nordspanien unterwegs. Ich starte meine Route aus der Innenstadt von A Coruña in Richtung Bergondo mit einem Abstecher zum Herkulesturm (Torre de Hércules). Der Leuchtturm wurde von den Römern erbaut und ist der zweithöchste Spaniens mit einer Höhe von 55 Metern. Er liegt an der Spitze eines weitläufigen Parks mit wunderschönen Skulpturen. Die UNESCO hat den Herkulesturm im Jahr 2009 ins Weltkulturerbe aufgenommen.

 

In Bergondo besuche ich das alte galizische Herrenhaus Pazo de Mariñán mit seinem wunderschönen Garten mit Blick auf den Meeresarm von Betanzos. Zu den schönsten regionalen Sehenswürdigkeiten zählt der kleine Fischerort Pontedeume. Ein charmanter Ort, der zum Bummel und Kaffee an der Praza do Pan einlädt. Weiter ging es nach Bruma (Meson do Vento) und San Vicente de Marantes. Von dort aus erreichte ich voller Vorfreude das Ziel meiner Reise Santiago de Compostela. Über 100 Kilometer erstreckt sich der letzte Abschnitt des Jakobswegs und die beste Jahreszeit ist von April bis Ende Oktober. In den großen Ferien und heißen Sommermonaten empfehle ich jedoch besser nicht zu wandern.

 

Die prächtige romanische Kathedrale ist das absolute Highlight in Santiago de Compostela und mehr als 800 Jahre alt ist. Stärke dich nach deiner Pilger-Ankunft im Parador de Santiago de Compostela mit einer genussvollen Pause. Wenn Du keine Höhenangst hast, empfehle ich Dir eine Besichtigung des imposanten Kathedralendachs. Du kannst fast über alle Dächer Santiago de Compostela schauen. Die Altstadt, ebenso wie das Gotteshaus, sind beides Weltkulturerbe und Du solltest Sie auf Deiner Erkundungstour durch die Stadt nicht verpassen. Schau Dir das bunte Markttreiben auf einer entspannten Schlendertour durch die Markthalle am Vormittag an, bevor Du Dich auf den Rückweg nach A Coruña machst.

 

Über Ahoi und Moin Moin

Auf Ahoi und Moin Moin zeigt Dir Kathy die traumhaftesten Städtereisen und schönsten Kreuzfahrtziele mit den dazugehörigen barrierearmen Landausflüge weltweit. Gleichzeitig erfährst du, wie du sie mit Rollstuhl, Rollator oder Buggy/Kinderwagen unbeschwert genießen kannst. Ihr Erfahrungsschatz umfasst mehr als 150 besuchte Kreuzfahrthäfen weltweit.

Ein genussvoller Roadtrip auf dem Jakobsweg oder Pilgern für Faule

Pilgersouvenirs in Santiago de Compostela (C) Kekse und Koffer
Pilgersouvenirs in Santiago de Compostela (C) Kekse und Koffer

Wir sind dann mal weg! Unterwegs in Nordspanien auf dem Jakobsweg von Bilbao nach Santiago de Compostela. Nicht mit Wanderstiefeln und Pilgerstab, sondern ganz schnöde mit dem Mietwagen. Eine praktikable Alternative für alle, die ein begrenztes Urlaubsbudget haben und trotzdem Pilgeratmosphäre, Kunst sowie Land und Leute entlang des „Camino“ schnuppern möchten. In meinem Blogartikel gibt es Tipps für einen rund zweiwöchigen Roadtrip und Lesenswertes zur Geschichte des Pilgerwegs zwischen dem Mittelalter und dem 21. Jahrhundert.

 

Die Route beginnt im baskischen Bilbao, macht einen Schlenker gen Osten ins Seebad San Sebastián mit reichlich Belle-Epoque-Flair und führt weiter nach Kastilien mit Stationen in Burgos, León und im ländlichen Monforte de Lemos. In Galicien erreichen wir den Atlantik und mit dem umtosten Kap Finisterre das Ende des Jakobswegs. Hier kannst du dich durchpusten lassen, bevor Höhepunkt und Finale der Tour warten: Santiago de Compostela mit dem Grab des Apostels Jakobus in der Kathedrale. Hier feiern die Pilger in der Heiligen Messe das glückliche Ende ihrer Reise.

 

Zu sehen und erleben gibt es unterwegs die grünen Hügel des Baskenlandes, die kargen Hochebenen Kastiliens, quirlige Städte und verträumte Dörfer, denen der Tourismus entlang des Jakobswegs neues Leben einhauchte. Dazu Kunstschätze erster Güte: romanische Figurenkapitelle, gotische Glaskunst, aber auch kühne Bauten des 21. Jahrhunderts wie das Guggenheim-Museum in Bilbao. Wer ein bisschen Komfort beim Reisen schätzt, findet neben Pilgerherbergen auch Historienflair und bequeme Betten in Paradores – Hotels in ehemaligen Klöstern, Palästen oder Hospizen. Und neben karger Pilgerkost gibt es in der Feinschmeckerregion Nordspanien auch gute Weine, Tapas satt und feines Seafood.

 

Über Elke von Kekse und Koffer

Der Reiseblog Kekse & Koffer erblickte während der Pandemie das Licht der Welt. Deshalb stehen kleine Fluchten vor der Haustür zwischen Bayern und Ostsee im Fokus – mit Kultur, Frischluft und Genuss. Nach und nach kommen Individualreisziele in Europa und Asien dazu – für Flashpacker, die gern mit allen Sinnen unterwegs sind. Slow Travelling ist dabei Programm, denn ich bin gern so langsam und so nachhaltig wie möglich unterwegs. In der reiselosen Zeit entstand außerdem eine Kollektion von Rezepten gegen das Fernweh – von Cakes & Cookies für die britische Teatime bis zu Asia-Currys aus der Heimat von Zimt und Pfeffer.

Roadtrip an der Costa Blanca

Calpe (C) Jürgen Reichenpfader
Calpe (C) Jürgen Reichenpfader

Ein echtes Reisehighlight und absolut empfehlenswert für alle, die gerne Roadtrips unternehmen, ist eine Tour entlang der Costa Blanca. Die sogenannte Weiße Küste Spaniens liegt in der Provinz Alicante, und auf einer Länge von rund 200 Kilometern reihen sich nicht nur grandiose Strände, auch unzählige fantastische Sehenswürdigkeiten und romantische Ortschaften gibt es bei einer Rundreise zu entdecken. Für einen Roadtrip schlagen wir rund 7 Tage vor, wobei sich ein paar Tage mehr, zum Entspannen und Baden, definitiv lohnen!

Deine Tour startest du am besten im Norden der Region. Unbedingt einplanen solltest du einen Stopp bei Xabia, oder auch Javea geschrieben, denn hier sind die Strände richtig spektakulär. Entlang der malerischen Steilklippenküste entdeckst du absolute Traumstrände, wie beispielsweise die Bucht Granadella oder den Cala del Moraig, nur um ein paar zu verraten.

Weiter geht’s am besten nach Calpe, eines unserer persönlichen Highlights der Costa Blanca. Berühmt ist die Küstenstadt für seinen Berg Penon Ifach - ein Naturpark, der das Landschaftsbild der malerischen Küste prägt. Nicht verpassen sollte man zudem die rosa Flamingos, die im kleinen Salzsee inmitten der Stadt ihr Zuhause haben, und natürlich die kunterbunte Altstadt, die im starken Kontrast zu den modernen Hochhäusern steht.

Danach geht’s weiter nach Altea, der weißen Stadt. Hier erkundet man eine wunderhübsche Altstadt mit Blick aufs Meer und mit bezaubernden schneeweißen Häuschen, die Altea so berühmt gemacht haben. Wer mehr Action braucht, der unternimmt von dort aus noch einen Abstecher nach Benidorm, wo dich das „Manhattan Spaniens“ mit unzähligen Hochhäusern, Clubs und Vergnügungsparks empfängt.

Unbedingt sehenswert und auf jeden Fall einen Besuch wert, ist das kunterbunte Städtchen Villajoyosa. Es ist noch wenig besucht und daher ein Geheimtipp an der Costa Blanca. Last but not least, empfehlen wir noch die Stadt Alicante zu besichtigen. Auch dort erwartet dich eine fantastische Altstadt und traumhafte Strände zum Relaxen!

Über Places of Juma

Auf PlacesofJuma schreiben Martina & Jürgen über ihre schönsten Reisen rund um den Globus. Die beiden lieben Fotografie und sind daher stets auf der Suche nach den schönsten Plätzen und Orten.

Andalusien Roadtrip

Der Osborne-Stier, der 21mal an Andalusiens Straßenrändern steht (C) Jenny Menzel, Weltwunderer
Der Osborne-Stier, der 21mal an Andalusiens Straßenrändern steht (C) Jenny Menzel, Weltwunderer

Unser Andalusien-Roadtrip führte uns in einer Woche quer durch die südlichste Provinz Spaniens. Start war in Malaga, wo die Billigflieger aus Deutschland landen – und gleichzeitig eine tolle Einführung in die Kultur Andalusiens. Wir kamen in Malaga zu Ostern an, am Beginn der Semana Santa, und wurden unverhofft Zeugen der Osterprozessionen, bei denen riesige Sänften mit Heiligenfiguren von vermummten Männern durch die Straßen getragen werden. Ein unvergessliches Erlebnis!

 

Wir hielten uns trotzdem nur kurz auf und fuhren ins bergige Landesinnere nach Granada, wo die majestätische Alhambra wartete. Dank weise vorgebuchten Tickets genossen wir die Schönheit dieses Palastes, wo der letzte der Mauren in Europa herrschte, und die verwinkelten Gassen des arabisch anmutenden Albaycin.

 

Unser nächster Stopp: Cordoba, mit seiner fantastischen Kirche, die in eine Moschee hineingebaut wurde, und überhaupt einer superhübschen Altstadt. Durch endlose Olivenhaine ging es weiter nach Sevilla. Das Grabmal von Christoph Kolumbus in der Kathedrale mit dem Glockenturm, der einmal ein Minarett war, der Alcázar-Palast mit seinen königlichen Gärten, in denen Anakin Skywalker im Film wandelte, oder der geschwungene „Metropol Parasol“ sind nur eine kleine Auswahl der Orte, die man sich in Sevilla unbedingt anschauen sollte.

 

Ernsthafte Konkurrenz bekommt Sevilla in unseren Augen durch Cadiz, die weiße Schönheit am Atlantik – oder ist das kleine, hippiemäßig angehauchte Tarifa genau gegenüber von Afrika die schönste Stadt Andalusiens? Spätestens jetzt ärgerten wir uns, dass wir uns nicht viel mehr Zeit genommen hatten; denn Andalusien hat noch so viel mehr zu bieten!

 

Über Weltwunderer

Jenny und ihre Familie, die Weltwunderer, erkunden die Welt am liebsten an Bord eines Campers, als Rucksackreisende oder mit Auto und Zelt – Hauptsache individuell. Zurück in ihre Heimatstadt Dresden kehren sie immer wieder gern, denn auch hier gibt es eine Menge zu erleben.

... noch mehr Spanien-Touren*

Portugal

Roadtrip entlang des Douro - Von Porto zur Quelle in Spanien

Übernachtung mit Blick auf den Douro (C) Bullitour
Übernachtung mit Blick auf den Douro (C) Bullitour

Der Douro – oder Duero wie er im Spanischen heißt – ist der drittlängste Fluss der iberischen Halbinsel. Er entspringt in den “Picos de Urbion” in Spanien und mündet bei Porto in den Atlantik. Er ist fast 900 Kilometer lang. Wie wäre es also mit einem Roadtrip entlang dieses Flusses? Eine Reise entlang des Douro ist unglaublich vielseitig und wunderschön. Das Douro-Tal in Portugal überrascht mit tollen Ausblicken, leckerem Wein und wunderschönen kleinen Städten und Dörfern.


Los geht es in der wunderschönen Stadt Porto. Eine Portweinprobe mit Käsehäppchen ist die perfekte Einstimmung auf diesen wundervollen Roadtrip.
Die Highlights der Reise sind neben der wundervollen Landschaft, eine Bootstour in Pinhão, der Halt inklusive Weinprobe an einem der vielen Weingüter und schließlich die Wanderung zur Quelle in den Picos de Urbion in Spanien. Es ist faszinierend zu sehen wie der in Porto so mächtige Douro schließlich als kleiner Gebirgsbach gemütlich vor sich hin plätschert. Den würdigen Abschluss dieses Roadtrips bietet dann das frische Quellwasser, das hoch in den Bergen aus der Quelle sprudelt. Das Quellwasser ist für mich sogar noch besser als der Portwein zum Start der Reise.

 

Über Bullitour
bullitour.com ist ein Reise- und Vanlife-Blog, auf dem du Reiseberichte und Tipps rund um’s Vanlife sowie Infos über Anjas Leben als digitale Nomadin findest. Anja hat ihren 9 to 5 Job Mitte 2018 gekündigt und reist seit Anfang 2019 mit
ihrem Sohn dauerhaft mit VW-Bus Paul durch Europa.

Lissabon - Sintra - Nazare - Porto

Portugals Atlantikküste bei Nazaré (C) Snoopsmaus
Portugals Atlantikküste bei Nazaré (C) Snoopsmaus

Portugal ist so viel mehr als Lissabon, Porto und die Algarve. Alles zauberhafte Orte, ohne Zweifel. Dennoch bietet das Landesinnere, das zentrale Portugal noch viel mehr. Da wäre der kleine Ort Óbidos, der nur aus weißen Häusern innerhalb einer gewaltigen Mauer besteht, und der mir bei einer Woche Aufenthalt in Centro de Portugal als Ausgangsort für Tagestouren diente.

 

Gestartet bin ich aber in Lissabon, wo ich zuerst ein paar Tage verbrachte, bevor ich mich mit dem Mietwagen auf den Weg nach Óbidos machte. Dazu wählte ich die szenige Route entlang der Atlantikküste. Selbst im März war es hier schon angenehm warm und zwischen Sintra und Peniche bot sich mir ein traumhafter Sonnenuntergang.

 

Zwischen Peniche und Nazaré, weiter die Küste hinauf gen Norden, finden sich unglaubliche Steilküsten und Wellen, die diese Orte zum Surferparadies machen. Dazu zauberhafte kleine Orte und Lagunen mit schier endlosen Sandstränden.

 

Für Kultur ist auch gesorgt, denn Centro de Portugal ist der Hotspot der portugiesischen UNESCO-Welterbestätten. Unweit von Óbidos befinden sich die Klöster Alcobaça, Batalha und Tomar, die jede auf ihre Art einzigartig und eine Reise wert sind. Vor allem der Roadtrip nach Tomar über die Hügelketten rund um den Wallfahrtsort Fátima und den Parque Natural das Serras de Aire e Candeeiros (Nationalpark) fand ich landschaftlich sehr reizvoll.

 

Für einen Tagesauflug nach Coimbra, um dort die berühmte Universität und die unglaubliche Bibliothek „Biblioteca Joanina“ zu besuchen, habe ich aufgrund der Strecke doch eher die Autobahn genommen. Denn vor Ort wartet mehr als eine der ältesten Universitäten Europas auf Besucher. Ein großzügig gestalteter botanischer Garten unweit der Universität spendet viel Schatten und lädt zum langen Verweilen ein. Daneben erstreckt sich ein altes Aquädukt und der Blick vom Berg, auf dem die Universität thront, lohnt allemal.

 

Centro de Portugal atmet Geschichte und bietet von bergigen Landschaften bis hin zu Stränden sowie kleinen Dörfern so viel, was einen guten Roadtrip ausmacht – und ich würde es jederzeit wieder machen.

 

Über Snoopsmaus

snoopsmaus.de ist ein Kultur- und Reiseblog von Romy Mlinzk aus Dortmund. Es soll eine Inspirationsquelle für alle Singles und Paare sein, die dem Backpacking entwachsen sind, nicht die größten Outdooraktivisten, aber gerne etwas Luxus und Kultur mögen. Dazu kommt eine heimliche Leidenschaft der Autorin für Poutine (ein kanadisches Fast Food), die sie auch im Blog verarbeitet.

Genusstour entlang der Rota do Peixe, dem Fischerpfad in Portugal

Fischerhafen von Sines (C)Travelworldonline
Fischerhafen von Sines (C)Travelworldonline

Eines brauchst Du für einen Roadtrip auf der Rota do Peixe: viel Zeit. Denn auf dieser Tour gibt es viel zu entdecken und vor allem viel zu genießen. Ein Fischessen pro Tag, das auf dieser Route für Genießer unbedingt dazu gehört, dauert lang. Ich kann mich an ein Mittagessen erinnern, für das wir mehrere Stunden benötigten. Dabei hat man uns köstliche regionale Spezialitäten aufgetischt.

 

Die Route der Fischer beginnt in Èvora im Alentejo und führt ab Cais Palafítico immer am Meer entlang. Kein Wunder! Folgt man doch den Fischerhäfen, die sich entlang der Lagune bis hin zur Atlantikküste und weiter über die Costa Vicentina bis zum Cabo Sardao aneinanderreihen.

 

Am besten beginnt man die Tour mit einem Aufenthalt in Èvora. Diese Stadt gehört zum Weltkulturerbe Portugals und bietet einiges, das sich zu entdecken lohnt: vom römischen Tempel über schöne Aussichten von der Stadtmauer und einem Stadtplatz, auf dem man bei einer Tasse Kaffee dem Treiben im Ort zuschauen kann. Da wir auf der Fischerroute unterwegs sind, darf ein Abendessen mit typischen Fischgerichten der Region nicht fehlen.

 

Während des Roadtrips entdeckt man neben alten Fischerhäfen vieles, das einem das Leben der Fischer näherbringt. In der Lagune beobachten wir sie, wie sie den Fang mit ihren kleinen Fischerbooten an Land bringen. Am Atlantik sehen wir den Booten zu, wie sie durch spektakuläre Brandung hinausfahren zu den Fischgründen. An anderer Stelle beobachten wir sie, wie sie vor der Küste ihre Netze auswerfen. Noch spannender sind die Fischer, die über die steilen Klippen im Alentejo hinunterklettern und von wackligen Felsen ihre Angel in die Brandung werfen, um Fische zu fangen. Auf dem Fischmarkt in Sines schauen wir schließlich zu, wie der frische Fang an den Meistbietenden verkauft wird.

 

Monika und Petar von TravelWorldOnline

Monika und Petar Fuchs veröffentlichen seit 2001 Reisetipps für Genießer und für alle, die ihre Reiseziele intensiv kennenlernen wollen, in ihrem Slow Travel und Genuss Reiseblog TravelWorldOnline. Dabei lieben sie es, hinter die Kulissen zu schauen, und die Menschen vor Ort, deren Lebensart und Alltag zu erleben. Diese Erlebnisse stellen sie in Routenempfehlungen, City Guides und Outdoor Tipps auf ihrem Blog vor.

Faro bis Lissabon

Praia de Arrifana im Alentejo (C) Frau Hibbel
Praia de Arrifana im Alentejo (C) Frau Hibbel
Portugal gehört, allein schon wegen der traumhaften Strände und Sonnenuntergänge, zu unseren liebsten Reisezielen in Europa. Wir waren schon mehrfach in dem kleinen Land sowie auf den Azoren unterwegs, dass mich landschaftlich auch immer ein wenig an Kalifornien oder Australien erinnert. Vor ein paar Jahren haben wir, mit unserem damals fünfjährigen Sohn, einen 10-tägigen Roadtrip von Faro nach Lissabon gemacht. Die gesamte Strecke entlang der Küste, ist nur 415 km lang. Man kann den Trip also entspannt angehen und immer kleine Abschnitte fahren. Das ist gerade mit Kind ein großer Vorteil. In den Regionen Algarve und Alentejo reiht sich ein Bilderbuchstrand an den Nächsten. Traumhaft sind z.B. der Praia des Centianes, der Praia de Monte Clerigo oder der Praia de Arrifana. Im Städtchen Silves kann man auf den Spuren der Mauren wandern, in Sagres seinem Surferglück fröhnen und am Cabo de São Vicente, dem südwestlichsten Punkt Europas, die „letzte deutsche Bratwurst vor Amerika" essen.
Verlässt man die sehr touristische Algarve, geht es durch unendlich duftende Korkeichen- und Eukalytptuswälder, in die etwas ursprünglichere Region Alentejo. Das Städtchen Aljezur eignet sich perfekt, um jeden Tag einen anderen herrlichen Strand abzuklappern. Sehr hübsch ist auch der Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina, durch den sich der Rio Mira zieht. An der Flussmündung in Vila Nova de MIlfontes findet man ebenfalls wunderschöne Strände. Ein Stop lohnt sich auch in Sesimbra, dass 40 km südlich von Lissabon liegt. Hier urlauben eher Einheimische und es gibt die herrlichste Auswahl an Seafood. Das Beste kommt zum Schluss: Lissabon! Eine absolute Traumstadt am Atlantik, die auf 7 Hügeln liegt. Durch die Gassen der Alfama bummeln, Pasteis de Nata essen und das portugiesische Saudade-Feeling genießen. Unbezahlbar! Von Lissabon kann man dann in einem Rutsch in 2 1/2 Stunden über die A2 zurück nach Faro fahren. Die Strecke ist 278 km lang und mautpflichtig. 
Über Planet Hibbel:

Nadine aka Frau Hibbel ist Familienreisebloggerin mit grünem Herz, nordisch-norwegischen Wurzeln und Mama von zwei Söhnen. Sie berichtet seit 2011 auf ihrem Blog Planet Hibbel über die großen und kleinen Abenteuer mit ihren drei Männern. Vor der Haustür und um die Welt.

Hier findet Ihr noch mehr Blogbeiträge aus Spanien:

www.zypresseunterwegs.de Blog Feed

{ROUND UP} 8 Roadtrips in Spanien und Portugal
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{ROUND UP} Lieblingsrezepte aus Europa
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Meine liebsten 7 Städtereisen in Europa
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Córdoba und seine Mezquita-Catedral
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Sevilla: Real Alcazar
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Kathedrale von Sevilla
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{ROUND UP} Lieblingsrezepte aus Europa

{ROUND UP} Lieblingsrezepte aus Europa
{ROUND UP} Lieblingsrezepte aus Europa

Corona-bedingt ist ja in Sachen Reisen (obwohl immer mehr von Euch langsam wieder anfangen, Reisen zu planen ...) immer noch nicht allzu viel los, deshalb habe ich noch einmal Lieblingsrezepte aus der internationalen Küche zusammengetragen.

 

Denn das kennen wir doch alle, es gibt Gerichte und Köstlichkeiten, die versetzen uns auch zu Haus sofort zurück in die allerbeste Urlaubsstimmung. Ich freue mich deshalb über die Beiträge zu meinem Round Up zu den Lieblingsrezepten aus Europa von einigen Bloggerkolleg*Innen, genauer

  1. Spanische Empanadas von mallorcafuerkinder
  2. Britische Scones von A decent cup of tea
  3. Schottisches Shortbread von Kekse & Koffer
  4. Französischen Salade à l'ancienne von kuechekochenglueck
  5. Sizilianische Cannoli von mobilista 

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Klar gehören Kochen und Reisen zusammen. In jedem bereisten Land (oder auch in jedem Sehnsuchtsland) haben wir unsere Lieblingsgerichte. Klar, dass wir die auch zu Hause kochen wollen. Ein tolles Kochbuch dazu ist Global Cooking von Julia Morat.

 

Welches sind Kochbücher, die man haben muss, wenn man Rezepte aus den Küchen der Welt zu Hause kochen will? Diese Frage beantworten Monika und Petar von TravelWorldOnline in ihrem Beitrag Kochbücher, die ein Genuss Reisender haben muss.

... und wenn wir wieder reisen dürfen: hier gibt es Touren für Foodies in Italien*

Spanien

Empanadas

Empanadas – mallorquinische Teigtaschen (C) mallorcafuerkinder
Empanadas – mallorquinische Teigtaschen (C) mallorcafuerkinder

Überall auf der Welt kennt man gefüllte Teigtaschen. Jedes Land hat seine eigene Variationen: die Franzosen ihre Pastete, die Schwaben die Maultaschen und die Italiener Ravioli. Die älteste bildliche Überlieferung stammt jedoch aus Spanien. Auf einem Relief in der Kathedrale von Santiago de Compostela wird der Apostel mit Empanadas Gallegas abgebildet – den spanischen Teigtaschen.

 

Aus dem spanischen Alltagsleben sind die Empanadas schwer wegzudenken. Auf Mallorca, wo wir leben, sind sie ein für Ostern typischer Snack. Traditionell wird die Teigtasche mit Lammfleisch gefüllt. Es gibt aber auch Varianten mit Huhn, Fisch oder Vegetarisch. Früher wurden die Empanadas am Karfreitag gebacken. Die gesamte Familie versammelte sich dazu. In der traditionellen Variante kommt Schweineschmalz zum Einsatz. Die Mallorquiner finden fast in jedem ihrer Gerichte Anwendung dafür, auch in Süßspeisen. Wir mögen es nicht so sehr und verzichten darauf.

 

Nachdem der Teig vorbereitet wurde, wird er von den älteren Frauen und Kindern ausgerollt, während die Männer das Feuer im Kamin schüren. Aus dem Teig werden kleine und größere Kugeln geformt, aus denen kreisförmige Teigstücke ausgerollt werden. Auf den größeren Teil kommt die Füllung, die vorher zubereitet wurde. Dann wird eine Dose geformt, die mit einem Deckel (dem kleineren Teig-Kreis) geschlossen wird. Um die Empanada richtig zu verschließen, werden beide Teile durch einen kunstvollen Kranz aneinander gepresst. Oben auf wird mit einer Erbse oder einem Symbol aus der verbliebenen Teigmasse die jeweilige Füllung markiert. Danach werden die Teigtaschen im Kamin am offenen Feuer gebacken.

 

Empanadas schmecken am besten warm, frisch aus dem Ofen, eignen sich aber genauso gut am nächsten Tag kalt aus dem Kühlschrank. Obwohl sie nach wie vor besonders in der Zeit um Ostern überall zu erhältlich sind, findet man sie ganzjährig in vielen mallorquinischen Brotdosen, Arbeitstaschen und Picknickkörben.

 

Über mallorcafuerkinder

Der Blog mallorcafuerkinder.de richtet sich an Eltern, die mit ihren Kindern Mallorca entdecken wollen. Um die Insel möglichst authentisch kennenzulernen, werden neben Ausflügen und Wanderungen auch regelmäßig Legenden, spanische Feiertage und lokale Gerichte vorgestellt.

Großbritannien

Scones

Das englische Kultgebäck Scones (C) A decent cup of tea
Das englische Kultgebäck Scones (C) A decent cup of tea

Das englische Kultgebäck Scones (das es natürlich auch in anderen Teilen des Vereinigten Königreichs gibt) ist ein wichtiger Bestandteil bei einem traditionell britischen Afternoon Tea und für die britische Küche mindestens so wichtig wie Fish & Chips oder das Full English Breakfast.

 

Kleine, süße Brötchen (oder sind es Kuchen? Da streiten sich die Geister), die bei der Tea Time nicht fehlen dürfen und klassisch mit Clotted Cream – einer dicken, gekochten Sahne – sowie Erdbeermarmelade gereicht werden. Ideal sind die Scones, wenn sie innen weich und ein wenig krümelig sind – ihre besondere Konsistenz erreichen sie dadurch, dass kalte Butter in den Teig eingearbeitet wird. Wie man Scones richtig zu sich nimmt, daran scheiden sich die Geister: zuerst die Clotted Cream oder zuerst die Marmelade? Ich persönlich bevorzuge letzteres, auch bekannt als die „Cornish“ Methode. Nicht etwas, weil Queen Elizabeth II. Höchstpersönlich ihre Scones genau so isst, sondern ganz einfach, weil man so noch mehr von der leckeren Cream auf sein Scone packen kann! Auf meinem Blog erfährst du noch mehr kuriose Fakten über Scones und mit meinen Scones Rezept kannst du die Leckerei ganz einfach nachbacken.

 

Über A decent cup of tea

Sandra schreibt auf ihrem Großbritannien Blog A decent cup of tea über „everything British“: Reisetipps, britische Rezepte und alles, was im Vereinigten Königreich spannend und wichtig ist.

Schottland

Shortbread

Shortbread zur Teatime (C) Kekse & Koffer
Shortbread zur Teatime (C) Kekse & Koffer

Was wäre ein Blog, der „Kekse & Koffer“ heißt, ohne ein Keksrezept? Hier kommt es! Für mich als UK-Fan fiel die Wahl nicht schwer: schottisches Shortbread. Weltberühmte Kekse aus Mürbeteig, von denen wahrscheinlich die meisten Schottland-Besucher ein paar Packungen als Souvenir in den Koffer packen. Und ein Beispiel für höchst erfolgreiches Storytelling. Denn ehrlich gesagt erinnerten mich die wunderbar buttrigen Schottland-Kekse beim ersten Biss vor vielen Jahren stark an das deutlich weniger glamouröse Sandgebäck meiner Mutter ;-).

 

Seit wann man Shortbread (short steht in diesem Zusammenhang für „mürbe, zerbrechlich“) in Schottland zum Tee genießt, ist nicht eindeutig belegt. In manchen Quellen ist vom 12. Jahrhundert die Rede. Andere erzählen, dass ein französischer Bäcker am Hofe Maria Stuarts (1542–1587) die buttrige Verführung erfand. Die Queen of Scots, heißt es, verliebte sich auf Anhieb in die feinen Kekse und blitzschnell erfasste der Shortbread-Hype auch den Adel. Die Variante fürs einfache Volk – ohne Zucker und mit dem für Schottland typischen Hafermehl – war deutlich bescheidener. Eher ein Zwieback als eine Gebäckspezialität. Aus Kostengründen kam das Original bei der arbeitenden Bevölkerung nur zu Festtagen auf den Tisch. Das wundert heutige Backfans möglicherweise, denn Shortbread besteht nur aus drei Zutaten: Zucker, Butter und Weizenmehl (im Verhältnis 1:2:3). Die waren jedoch damals allesamt für das Gros der Bevölkerung kaum erschwinglich. 

 

Der bekannteste Shortbread-Lieferant ist zweifellos die Firma Walkers, die seit 1898 im Dorf Aberlour in der schottischen Speyside ihr Shortbread produziert und sogar Hoflieferant ist. Zum 90. Geburtstag der Queen vor ein paar Jahren spendierte Walkers ihr eine Special Edition. Kein Wunder – schließlich gehört Elisabeth II. zu den Fans der schottischen Kekse und wird nicht nur in den Sommerferien in ihrem schottischen Schloss Balmoral (nicht so weit von Walkers entfernt) genussvoll am Shortbread knabbern. Bei einer guten Tasse Tee selbstverständlich. Welche der klassischen Formen die königliche Influencerin wohl bevorzugt – runde Taler, rechteckige Finger oder dreieckige Mini-Tortenstücke („Petticoat Tails“)?

 

Über Kekse & Koffer
Der Reise- und Foodblog Kekse & Koffer erblickte während der Pandemie das Licht der Welt. Deshalb schreibt Elke – Reisejournalistin und Reisebuchautorin – vor allem über kleine Fluchten vor der Haustür in deutschen Landen. Mit viel Kultur und Frischluft. Das Kontrastprogramm: Rezepte aus aller Welt gegen das Fernweh.

Frankreich

Salade à l'ancienne

Salade à l'ancienne (C) kuechekochenglueck.de
Salade à l'ancienne (C) kuechekochenglueck.de

Der „Salade à l'ancienne“ schmeckt nicht nur sehr gut, sondern steht für mich auch für einen sehr besonderen Abend im französischen Albi, der hübschen Stadt Toulouse-Lautrecs.

 

Tagsüber hatten wir selbstverständlich das gleichnamige Künstler-Museum besucht, ich war außerdem über die große Freitreppe in die beeindruckend riesige Kathedrale geklettert und kam vor lauter Staunen und Fotografieren kaum mehr da raus – doch nun, für französische Gepflogenheiten viel zu früh, saßen wir müde geguckt und hungrig in dem kleinen Restaurant „Lou Sicret“, das uns als Geheimtipp empfohlen worden war. Ich bestellte den Salat als vermeintliche Vorspeise und danach noch die Kalbsniere, ahnungslos, aber erwartungsfroh – wir lieben Nierchen… Es kam dieser wirklich riesige Teller mit dem köstlichen Salat, den ich mir dann mit dem Mann teilen wollte, weil ich das unter keinen Umständen alleine schaffen konnte, denn es kam doch schließlich noch das Hauptgericht… Als das dann fast zeitgleich noch dazu serviert wurde, waren wir allerdings sehr perplex: auf dem Teller lag tatsächlich eine ganze Kalbsniere mit diesen vielen typischen kleinen Knubbeln, zwar gegart, aber nicht ganz durch. Urgs. Das ging gar nicht!

 

Also habe ich meinen „Salade à l'ancienne“ dann doch alleine gegessen, die erschreckende Niere ließen wir zurückgehen zum Durchgaren, dann hat der liebe Gatte sie gegessen. Das Rezept vom Salat mit den vielen Radieschen habe ich später erfolgreich nachgebaut und dann natürlich auch in meinem Online-Kochbuch aufgeschrieben. Es ist wirklich mal ganz etwas anderes für ein sommerliches Abendessen.

 

Und wenn ich ihn zubereite, dann fällt mir immer dieser schöne Abend in Albi ein – und die drei Wochen Urlaub, die drumherum außerdem noch stattfanden… Der Salat steckt also für mich voller Frankreich-Liebe.

 

Über kuechekochenglueck.de

Diese Website ist Uschis Online-Kochbuch, dort sammelt und teilt sie kontinuierlich ihre erprobten (!) Rezepte. Uschi kocht privat-vergnüglich und mit ihrem Mann als erstem Testesser. Der verspeist (fast) alles mit Genuss, aber auch in erstaunlichem Tempo… Darum mag sie vor allem Rezepte, die nicht ewig viel Arbeit machen.

Italien

Cannoli

Cannoli (C) Mobilista.eu
Cannoli (C) Mobilista.eu

2015 haben wir sie bei unserem ersten Besuch auf unserer Liebesinsel Sizilien entdeckt: Cannoli (Übrigens Einzahl: Il Cannolo)! Kleine oder große Röllchen aus frittiertem Teig, gefüllt mit verschiedensten Ricotta-Cremes. Knusprig-süß, frisch und einfach lecker, sind sie aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

 

Obwohl wir in der glücklichen Position sind, in Berlin-Friedrichshain zu leben, das eine lebhafte italienische (und sizilianische!) Community aufweist und hier ständig frische Cannoli bekommen können, haben wir später auf Sizilien einen Kochkurs absolviert, um uns selbst mit Leckereien wie Bruschetta alla Trapanese, Arancini oder eben Cannoli versorgen zu können,

 

Fertige Cannoli-Röllchen sind in brauchbarer Qualität übrigens inzwischen auch in Deutschland zu bekommen, für ganz Experimentierfreudige gibt es im Online-Handel oder in italienischen Feinkostgeschäften Formen*, um die Röllchen selbst zu frittieren. Die Röllchen selbst werden aus einem widerspenstigen Teig frittiert, der aus Mehl, Kakao, Zucker, Butter, Marsala und Balsamico besteht. Darauf verzichten wir ehrlich gesagt dann doch und greifen auf Fertigprodukte zurück.

 

Jetzt aber zu unserem Lieblingsrezept:

 

Cannoli-Röllchen*

1 Packung Ricotta (den Weichen, nicht den schnittfesten Salat-Ricotta!), abgetropft

Zucker

1 Zitrone, abgerieben und gepresst

Zartbitter-Schokolade, gehackt

Pistazien, gehackt

 

Die Ricotta wird mit Zucker und einem Spritzer Zitronensaft glatt gerührt, bis eine feste Creme entsteht, die süß ist und zugleich ein wenig Säure aufweist. Anschließend werden Schoko-Raspel mit eingerührt.

 

Mit einem Esslöffel oder einem Spritzbeutel werden die Röllchen nun vorsichtig von beiden Seiten gefüllt, bis keine Luft mehr enthalten ist. Anschließend die Creme-Enden mit Pistazien und übrig gebliebenen Schokoraspeln bestreuen, servieren und dazu einen frischen Espresso genießen, Augen schließen und in die sizilianische Sonne träumen!

 

Bravo!

 

Und ein letzter Tipp, auch wenn die Gefahr eher gering ist: schnell verzehren und nicht zu lange liegen lassen, sonst werden die knusprigen Röllchen matschig.

 

Über Mobilista.eu

Adina und Timo reisen seit  über zehn Jahren gemeinsam, Adina als Rollstuhlfahrerin und Grafikerin, Timo als Ehemann, Fotograf und Autor. Auf Mobilista berichten sie von ihren Erlebnissen und geben Erfahrungen weiter – objektiv, journalistisch aufbereitet, mit Praxistipps versehen. Die Besonderheit an Mobilista ist, dass  die beiden sowohl aus der Perspektive des Rollstuhlfahrers als auch des Begleiters berichten.

 

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Julia Morat Global Cooking

Julia Morat Global Cooking
Julia Morat Global Cooking

Corona hat unseren Alltag, unser gesamtes Leben im zurückliegenden Jahr bestimmt und durcheinander gebracht. Leckeres Essen hat gerade im Lockdown erheblich dazu beigetragen, alle im Haushalt bei Laune zu halten und sie nicht nur zu versorgen. Gemeinsames Essen ist schöner Alltag geworden und gibt uns eine Tagesstruktur. Dabei verlangt jeden Tag etwas anderes zu kochen,  von uns allen ganz schön viel Kreativität. Unsere Lieblingsrezepte zum Kochen und Backen in Corona-Zeiten hatte ich für Euch schon zwei Mal zusammengestellt:

Und noch etwas hat Corona nachhaltig beeinflusst: Nicht nur für uns ist es seit unserer Reise in Australien im Jahr 2020 nichts gewesen mit dem Reisen. Auch in diesem Jahr gehören wir wie viele von uns zu denen, die bisher kaum Reisen planen. Jedenfalls nichts Größeres, vielleicht eine Woche mit dem Hausboot in Brandenburg im Oktober und es geht hoffentlich im Sommer eine im letzten Jahr ausgefallene Hochzeitsfeier in Mainfranken nachzuholen.

 

In der Zwischenzeit, das kennen wir doch alle, gibt es zum Glück Gerichte und Köstlichkeiten, die versetzen uns auch zu Haus sofort zurück in die allerbeste Urlaubsstimmung! Ich freue mich deshalb auf Round Ups zu den Lieblingsrezepten auf Reisen um die Welt von zahlreichen Bloggerkolleg*Innen, die Ihr in den nächsten Wochen hier erwarten könnt. So gehören Kochen und Reisen für uns weiterhin zusammen. In jedem Land oder Sehnsuchtsland haben wir unsere Lieblingsgerichte. Klar, dass wir die auch zu Hause kochen wollen. 

 

Ein tolles Kochbuch dazu ist Global Cooking* von Julia Morat.

Ich habe vom Raetia Verlag ein Rezensionsexemplar des Kochbuchs erhalten. Vielen Dank dafür. Das hier ist meine persönliche Meinung.

Die Autorin: Julia Morat

Julia Morat (C) Raetia
Julia Morat (C) Raetia

Julia Morat, Italienerin mit deutscher Muttersprache, ist Bloggerin. Auf PassioneCooking verbloggt sie alle zwei Tage neue und alltagstaugliche Rezepte (leider nur auf Italienisch). Sie selbst sagt über sich: "Es gibt Leute, die zum Friseur gehen, um sich zu entspannen, ich entspanne mich am Herd."

 

Die Leidenschaft für das Kochen wurde von ihrer Mutter an sie weitergegeben. Schon als kleines Mädchen half sie ihr, war neun, als sie den ersten Kuchen ohne Hilfe backte. Es gibt aber auch etwas, das sie nicht besonders gut kann: den Rezepten buchstabengetreu folgen. Zum Herumstöbern in Kochbüchern ist  später auch das Internet mit all seinen Blogs und Kochseiten hinzugekommen. Daraus entstand die Idee zum eigenen Blog, der im  Mai 2015 mit dem ersten Rezept online ging.

 

Im März 2020 erschien ihr erstes Kochbuch mit Familienrezepten, einfache und schnelle Rezepte für jeden Tag, aber auch Rezepte für besondere Anlässe:

nachgekocht: Zucchini Hasselbacks

nachgekocht: Zucchini Hasselbacks
nachgekocht: Zucchini Hasselbacks

Kann man ein Kochbuch besprechen und für gut befinden, ohne etwas daraus nachgekocht zu haben? Ich finde: nein.

 

Also gab es letztens bei uns zum Abendessen Zucchini Hasselbacks aus Global Cooking, dem zweiten Kochbuch von Julia Morat (ich habe das Rezept auch auf ihrem Blog gefunden: Zucchine Hasselback con pancetta, leider nur auf Italienisch). Gemüse aus dem Backofen geht eigentlich immer, Hasselback Kartoffeln mögen wir seit wir sie bei Freunden in Washington zum ersten Mal serviert bekamen.

 

Und wie war es mit Julia Morats Hasselback Zucchinis? Sie sind würzig pikant und schmecken ausgesprochen gut! Vielleicht war die Zubereitung ein bisschen aufwändiger, so werden die Zucchini zunächst fächerförmig eingeschnitten und mit Öl bepinselt im Backofen gegart. Nach einem halben Stündchen dann geht es an das Füllen und das fand ich durchaus ein bisschen tricky: zwar ist das Gemüse schon weich, die Fächer daher beweglich - aber Feta, Frühlingszwiebelröllchen und Speckwürfelchen in das sehr heiße Grünzeug zu füllen - das war für meine Finger nicht so ganz ohne.

 

Nach weiteren 10 Minuten im Ofen habe ich uns die Zucchini Hasselbacks serviert und wir haben es uns schmecken lassen. Dazu gab es eine geröstete Brotscheibe für ein zufriedenstellendes, sättigendes Hauptgericht! Wir werden diese Zucchini ganz sicher noch einmal nachkochen!

Meine variierten Zucchini Hasselbacks
Meine variierten Zucchini Hasselbacks

*Editiert am 05.06.2021

 

Heute gab der Kühlschrank nicht nur zwei Zucchini her, im Garten ist der Salbei ziemlich gewuchert, zwei frische Mettwürstchen mussten gegessen werden und ein Rest Bergkäse war ebenfalls übrig. Was habe ich als gemacht? Das Rezept von Julia Morats Zucchini Hasselbacks variiert:

 

Statt mit Öl habe ich die Zucchini mit hausgemachtem Salbeipesto eingepinselt und gebacken. Gefüllt wurde nach der ersten Garzeit mit dünnen Scheiben Mettwurst und bestreut mit geriebenem Bergkäse. Uns hat es wunderbar geschmeckt, würzig und lecker war es! Kann ich Euch nur zum Nachkochen empfehlen.

Julia Morat: Global Cooking

Julia Morat Global Cooking (C) Raetia
Julia Morat Global Cooking (C) Raetia

Klar, dass wir unsere Lieblingsgerichte aus den bereisten Ländern (oder jedem Sehnsuchtsland) zu Hause kochen wollen. Ein tolles Kochbuch dazu ist Global Cooking*, das zweite Kochbuch der Autorin.

 

Ihr findet hier raffinierte internationale Rezepte für den heimischen Esstisch. Und keine Angst, die Zutaten dazu gibt es überall, die Zubereitung ist schnell und unkompliziert. So einfach und abwechslungsreich kann internationale Küche sein!


Julia Morat kocht sich in ihrem Kochbuch von Europa über Indien, Japan, Amerika, Afrika bis nach Ozeanien durch. Vor allem Gewürze wie Kurkuma, Garam Masala oder  Chili sind dabei ihre Reisebegleiter. Dabei stellt sie uns Rezepte vor, die durchaus in die schnelle Küche passen und dabei dennoch exotisch und  kreativ kombiniert sind.


Wichtig und praktisch beim Kochen aus dem Kochbuch sind auf jeden Fall die nützlichen Tipps zum einfachen Nachkochen: zum Beispiel, wie man verhindert, die Hasselback Zucchini ganz durchzuschneiden (zwischen zwei Holzstäbchen legen).

 

Gefunden habe ich Rezepte für fast alle Gelegenheiten: Vorspeisen oder Beilagen, opulente Hauptgerichte oder sättigende Eintöpfe, Cookies und aufwändige Desserts. Allen gemeinsam ist: Sie sind sorgfältig Schritt für Schritt beschrieben, es gibt immer Tipps, wie man bestimmte Zutaten ersetzen kann (zur Abwechslung, um ein Gericht vegetarisch zuzubereiten oder weil man etwas nicht bekommt), oft genug findet man sogar alle Zutaten bereits im heimischen Kühlschrank und kann so gegen Heißhungerattacken angehen. Und den neuesten "heißen Sch…" (auf TikTok oder Instagram), nämlich Baked Feta findet man - allerdings ohne Pasta, da bleibt die Italienerin sich treu - im Kochbuch ebenso wie Fisch Gemüse Bowl aus Hawaii, Klassiker wie Chili con Carne aus der TexMex-Küche oder Baba Ganoush, die orientalisch gewürzte Auberginencreme.

 

Mein Fazit: Schön und liebevoll gestaltet, mit immer wieder ganz persönlichen Worten und Erinnerungen hat Julia Morat mit Global Cooking ein attraktives und vor allem alltagstaugliches Kochbuch vorgelegt. Mir hat es Appetit gemacht auf eine Gaumenreise in die Welt. Die pfiffigen, kreativen und gleichzeitig gut nach kochbaren Rezepte habe ein Übriges getan! Ich freue mich sehr über diesen Zuwachs in unserem Kochbuchregal. 

Julia Morat

Global Cooking

Meine besten Rezepte aus aller Welt

272 Seiten

ISBN: 978-88-7283-765-8

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{Koch mein Rezept} Chicken Pot Pie nach Jennys Rezept

{Koch mein Rezept} Chicken Pot Pie nach Jennys Rezept
{Koch mein Rezept} Chicken Pot Pie nach Jennys Rezept

Volker von Volker mampft führt das Bloggerevent unter dem Motto „Koch mein Rezept – Foodblogs neu entdeckt“ in die nächste Runde. Weil es immer soviel Spaß macht bin ich gerne wieder dabei.

 

Diese Bloggeraktion hat mich schon auf zahlreiche leckere Rezepte und neue Blogs gebracht. Schön finde ich an dieser Aktion auch, dass ich mir etwas Zeit nehmen muss, um den mir zugelosten Blog kennenzulernen und Euch diesen gleich vorstellen zu können. Genau darum geht es bei der Aktion „Koch mein Rezept“.

 

Wie läuft es genau? Alle Teilnehmer*Innen bekommen einmal alle 2 Monate einem anderen Blog zugelost, ein wenig wie beim Wichteln zu Weihnachten. Vom Blog sucht man sich selber ein Rezept aus. Welches ist völlig egal. Ob es das Neuste oder das Älteste ist, ob gebacken oder gekocht wird,  oder oder. Dazu wird der geloste Blog vorgestellt.

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

Jenny von Jennyisbaking

Jennyisbaking
Jennyisbaking

Wer wurde mir bei der 5. Runde zugelost? Das war Jenny von Jennyisbaking.

 

Jenny ist mit einem Kolumbianer verheiratet und lebt im Moment in München. In Uruguay geboren, lebte sie als Kind drei Jahre in USA und nach dem Abi verschlug es sie für ein Jahr nach Kanada. Deshalb findet sich eine Mischung aus internationalen Rezepten auf ihrem Blog.

 

Neben deutschen Klassikern gibt es ein paar südamerikanische Köstlichkeiten. Aus Südamerika empfiehlt uns Jenny diese Schoko-Doppelkekse mit dulce de leche gefüllt, sie heißen “alfajores”, aus den USA legt sie uns Brownies mit Karamell ans Herz.

 

Zu finden ist Jenny auch auf Instagram, Facebook und Pinterest.

Chicken Pot Pie

Chicken Pot Pie
Chicken Pot Pie

Von Jennys Blog habe ich nachgekocht, nämlich ihr

Chicken Pot Pie. Wie es dazu kam?

 

Ich gebe mir Mühe, neben unseren altbekannten Soulfood-Rezepten in diesen blöden Corona-Zeiten auch immer wieder etwas Neues auf den Tisch zu bringen. Das ist im übrigen auch ein Grund, warum ich die Aktion "Koch mein Rezept" so toll finde: da werde ich quasi gezwungen, immer mal wieder nach schönen Rezepten zu stöbern und vor allem, die dann auch nachzukochen.

 

An Jennys Rezept reizte mich besonders, dass die portionsgroßen Pies mit den unterschiedlichen Füllungen oft unser "light lunch" bei Reisen sind und waren: in Australien gab es sie praktisch überall, jeder gut sortierte Supermarkt in Südafrika bietet verschiedene Pies "auf die Hand" und auch in Kanada haben wir Pies gefunden. Selbst gemacht hatte ich diese Pasteten aber noch nie. Und jetzt fand ich, es war wirklich an der Zeit mich einmal an eine große Pastete namens Chicken Pot Pie zu wagen.

 

Wie fast immer habe ich Jennys Rezept ein wenig abgewandelt: Ich hatte keine Geflügelreste oder andere Bratenreste zu verarbeiten, daher habe ich Hähnchenbrust gekauft und der Gatte hat diese klein geschnitten und sorgfältig angebraten. Andere Reste gab der Kühlschrank aber doch noch her: Wir hatten ein wenig Spargel übrig - der hat sehr gut geschmeckt im Pie und passte auch zu Möhren, Pilzen und Erbsen. Und die Kräuter in Füllung und Teig, das war bei uns eine sehr pikante Chimichurri-Kräutermischung*. Was soll ich sagen? Gut war es!

 

Es hat uns beiden wirklich lecker geschmeckt. Deshalb werden wir dieses Gericht in unsere Alltagsküche als regelmäßigen Gast aufnehmen. Falls Ihr zum Originalrezept wollt: Das habe ich Euch oben verlinkt; falls Ihr mein leicht abgewandeltes nachkochen wollt: Das findet Ihr hier.

noch mehr Genuss? Hier gibt es noch mehr:

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{ROUND UP} 9 Roadtrips in Frankreich

{Round up} Roadtrips in Frankreich
{Round up} Roadtrips in Frankreich

Auch in 2021 ist es ja nun so, dass viele von uns nicht verreisen, zumindest nicht in die Ferne – nein, wir bleiben in Europa, wenn nicht gar im Lande. Und offenbar stehen dabei Touren mit dem eigenen Auto, dem Wohnmobil oder Camper ganz oben auf der Hitliste. Liegt in Corona-Pandemie-Zeiten ja auch irgendwie nahe, nicht wahr?

 

Ich habe deshalb bei Bloggerkolleg*Innen Vorschläge für Roadtrips in Frankreich für Euch eingesammelt. Wenn auch Ihr neue Ecken in La France entdecken möchtet, dann stellen wir Euch hier zahlreiche sehenswerte Touren und Ecken dort vor.

 

Und hierhin geht's:

  • Roadtrip durch die Provence von Roads & Rivers
  • Roadtrip durch die Provence mit dem Wohnmobil von unterwegsmitkind.com
  • Roadtrip durch den Luberon von Travellingcarola
  • Roadtrip durch die Normandie: Von der Alabasterküste bis zum Mont-Saint-Michel von Escape from Reality
  • Roadtrip entlang der D-Day-Strände der Normandie von Snoopsmaus
  • Von der Bretagne zur Île de Ré von Julias Journeyz
  • Atlantikküste von Bordeaux nach Biarritz von Familienreisefieber
  • Auf Safari durch die Camargue von Travelworldonline
  • Roadtrip Metz - Pont à Mousson von der 2te Blick

Hier findet Ihr kurze Informationen zu den 9 Roadtrips in Frankreich und natürlich Links zu den ausführlicheren Berichten, dazu welche Strecke sie für eine Sightseeingtour empfehlen. Ich freue mich sehr über diese Beiträge zu meinem Round Up zu den schönsten Roadtrips in Frankreich und bedanke mich herzlich bei allen Blogger*Innen, die mitgemacht haben!

 

Empfehlungen, Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, Reisen zu Corona von der französischen Regierung findet Ihr auf der Webseite von Atout France verlinkt und übersetzt.

 

*editiert am 08.06.2021

 

Laut einer Erklärung des Staatssekretärs für Tourismus, Jean-Baptiste Lemoyne, brauchen EU-BürgerInnen ab diesem Mittwoch keinen PCR-Test mehr für die Einreise nach Frankreich. Vollständig Geimpfte und Genesene brauchen lediglich einen entsprechenden Impf- oder Genesungsnachweis. Menschen, die noch nicht geimpft sind, genügt zur Einreise nach Frankreich ein normaler Antigen-Schnelltest, welcher max. 72 Stunden zurückliegt. Maximal 72 Stunden alte PCR-Tests sind natürlich weiterhin gültig.

 

Als Impfnachweis werden all jene Impfungen anerkannt, die von der EMA zugelassen wurden (Pfizer, Moderna, AstraZeneca sowie Johnson & Johnson). Als vollständig geimpft gilt man:

  • Zwei Wochen nach der 2. Teilimpfung für Impfstoffe, die aus 2 Dosen bestehen (Pfizer, Moderna, AstraZeneca)
  • Vier Wochen nach einem Impfstoff, der einmalig verabreicht wird (Johnson & Johnson)
  • Zwei Wochen nach der Impfung Genesener

Als Impfnachweis zählt ein in französischer oder englischer Sprache ausgestelltes Dokument (z.B. gelber Impfpass) über eine Impfung. Ab 1. Juli wird der europäische Impfnachweis, der sogenannte „Grüne Pass“, anerkannt.

 

Neben den neuen Einreiseregeln treten in Frankreich am 9. Juni auch die nächsten Lockerungen in Kraft. Nach den Geschäften, den Museen, Theater und Kinos sowie den Außenbereichen der Gastro-Betriebe dürfen nun die Bars, Cafés und Restaurants auch drinnen wieder öffnen, wobei maximal sechs Personen an einem Tisch sitzen dürfen. Zudem wird die Sperrstunde auf 23:00 Uhr verlegt. Ab 30. Juni soll das Land wieder großflächig offen sein, natürlich mit Einhaltung der entsprechenden Sicherheits- und Hygienemaßnahmen.

 

Übrigens: Links, die mit einem * gekennzeichnet sind, sind Affiliate Links oder Werbelinks. Entweder bekomme ich bei einem Kauf nach einem Klick auf einen solchen Link eine Provision oder ich habe einen Betrag für die Veröffentlichung des Links bekommen. Meine Meinung bleibt davon immer unbeeinflusst. Ich verlinke ausschließlich Produkte und Seiten, von denen ich selbst überzeugt bin.

Provence

Roadtrip durch die Provence

Mündung des Stausee Lac de Sainte-Croix in den Fluss Verdon (C) Roads & Rivers
Mündung des Stausee Lac de Sainte-Croix in den Fluss Verdon (C) Roads & Rivers

Unser Roadtrip durch die Provence war eher eine spontane Idee als ein lang geplanter Urlaub. Daher wussten wir gar nicht wie schön und abwechslungsreich Frankreich sein kann. Bisher kannten wir nur die Normandie und die Bretagne. Diesmal haben wir uns aber weiter in den Süden gewagt und mit unserem altem Ford Fiesta den weiten Weg vom Ruhrgebiet bis nach Südfrankreich in Angriff genommen. Und das in einer Nacht!

 

In den nächsten paar Tagen sahen wir nicht nur die berühmte Formel 1-Rennstrecke, sondern auch viele enge Serpentinen, Steilklippen am blau schimmernden Mittelmeer und die unglaublich tiefe und verdammt lange Schlucht am Gorge du Verdon.

 

Unsere Reiseroute durch die Provence führte uns vom schicken Monaco nach Èze, das einen phantastischen Blick auf das Mittelmeer bietet. Von dort ist es nicht weit nach Nizza, wo wir uns ein leckeres Eis am Kieselstrand schmecken ließen. In Nizza verließen wir die Küste und bogen ins Landesinnere zum Gorge du Verdon ab. Dort machten wir eine sechsstündige und sehr anstrengende Wanderung durch eine der größten Schluchten Europas, um uns danach im pittoresken Küstenort Cassis ein schönes Restaurant am quirligen Hafen zu suchen. Nach einem kurzen Abstecher durch die steinigen Wanderwege von Calanque machten wir auf dem Heimweg noch einen kurzen Halt in der Papststadt Avignon und der Senf-Metropole Dijon.

 

Klingt nach viel Programm für eine Woche, oder? Wenn möglich solltet ihr euch ein paar Tage mehr Zeit lassen, denn die Gegend hat noch so viel mehr zu bieten. Lasst euch von unseren Eindrücken inspirieren und macht bald Eure eigenen Erfahrungen bei einem Roadtrip durch die Provence!

 

Sabrina und Andreas von Roads & Rivers

Sabrina und Andreas betreiben ihren Reiseblog Roads & Rivers seit über 4 Jahren und reisen mit dem Rucksack durch ferne Länder wie Tansania oder Guatemala, aber machen auch gerne mal einen Roadtrip durch Frankreich. Auch wenn sie bislang noch „nebenbei“ Vollzeit arbeiten müssen, um sich ihren Traum vom Reisen zu erfüllen, nutzen sie jede Gelegenheit, um die eigenen 4 Wände gegen eine Holzhütte im Regenwald zu tauschen. 2019 gönnten sie sich eine längere Auszeit von Job & Alltag und reisten mit Rucksack, Drohne und einem freundlichen ¡Hola! in der Tasche 4 Monate durch Lateinamerika.

Roadtrip durch die Provence mit dem Wohnmobil

Provence mit dem Wohnmobil an der Veron-Schlucht (C) unterwegsmitkind
Provence mit dem Wohnmobil an der Veron-Schlucht (C) unterwegsmitkind

Die Provence zählt zu den Top-Regionen in Frankreich. Dass sie keineswegs nur zur Zeit der Lavendelblüte im Juni eine Reise wert ist, haben wir bei unserem Roadtrip durch die Provence im Wohnmobil im Herbst 2019 gelernt. Statt lila leuchtet die Provence dann orange vom verfärbten Weinlaub.

 

Auf unserer zwei Wochen Route haben wir die großen Städte links liegen lassen und uns die Natur-Highlights der Provence herausgepickt. Dabei kamen wir aber auch in die hübschen Dörfer des Luberon, von denen einige als schönste Dörfer Frankereichs ausgezeichnet sind, wie Ansouis und Bonnieux. Aber auch Sisteron mit seiner Burg am Anfang unserer Reise und Menerbes am Ende sind einen Besuch wert.

 

Die Route im Überblick: Sisteron – Verdon-Schlucht / Lac de Sainte Croix – Calanques von Cassis – Sainte Zacharie – Ansouis – Rustrel – Menerbes

 

Am türkisblauen Lac de Sainte Croix und der sensationellen Verdon-Schlucht lohnt sich eine Kanufahrt auf dem See und in die Schlucht hinein ebenso wie der Roadtrip auf der Panoramastraße oben an der Schlucht entlang. Wandern ist in den faszinierenden Fjorden der Calanques bei Cassis angesagt. Wanderfreunden kann ich auch einen Zwischenstopp in der Region um Sainte Zacharie empfehlen. Dort ist die Provence noch sehr ursprünglich.

 

Als drittes Naturspektakel haben wir die Ockerregion im nordöstlichen Luberon erkundet. In den alten Steinbrüchen von Rustrel fühlten wir uns stellenweise wie in der Wüste. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch in den kathedralenhohen unterirdischen Gängen der Ocker-Minen von Bruoux. Schön und lehrreich zugleich ist das Ockermuseum von Roussillon.

 

Übernachtet haben wir bei unserem Roadtrip in der Provence mit dem Wohnmobil überwiegend auf Plätzen aus dem Stellplatzführer France Passion. Mal standen wir mitten in den Weinbergen und mal direkt am Ockersteinbruch, immer aber idyllisch.

 

Angela von unterwegsmitkind.com.

Angela gibt dort Tipps zum Reisen mit Kindern und im Wohnmobil, nimmt euch mit auf Roadtrips in Deutschland, Europa und in ferne Länder, aber auch zu Ausflugszielen in Berlin und Brandenburg oder zum Wandern in Deutschlands Bergen vom Allgäu bis zum Teutoburger Wald.

Roadtrip durch den Luberon

Cucuron mit dem idyllischen Place de l’Etang (C) Travellingcarola
Cucuron mit dem idyllischen Place de l’Etang (C) Travellingcarola

Der Luberon gilt als Herz der Provence. Er vereint alle gängigen Klischees wie blühende Lavendelfelder, Weinberge, duftende Kräuter, Platanen-Alleen, Bilderbuchdörfer, quirlige Märkte, Nougat, Pastis, Mistral und das gleißende Licht des Südens. Seit 1977 ist der Luberon ein Naturpark und umfasst heute eine Fläche von 1850 km2 und 77 Gemeinden südöstlich von Avignon. Diese kompakte Grösse und Dichte an sehenswerten Orten machen den Luberon zum perfekten Ziel für einen Roadtrip in Frankreich, zumindest für alle, die so wie ich nur ungern weite Strecken mit dem Auto zurücklegen.

 

Obwohl die Distanzen überschaubar sind, hat der Luberon so viel zu bieten, dass du eine Woche hier unterwegs sein kannst, ohne dass es langweilig wird. Vor allem ist der Luberon bekannt für seine Bergdörfer. Die Dichte an Dörfern mit gut erhaltener mittelalterlicher Bausubstanz ist so hoch wie in keiner anderen Region der Provence. Ortschaften wie Gordes Roussillon, Ménerbes oder Lourmarin haben es sogar in die Liste der Plus Beaux Villages de France geschafft.

 

Solche touristischen Dörfer gehören bei einem Roadtrip durch die Provence mit dazu, wenngleich Gordes, die Abbaye de Sénanque oder Roussillon mit dem Sentir des Ocres völlig überlaufen sind und etwas künstlich wirken. Mein persönliches Highlight im nördlichen Luberon war Saignon, ein charmantes Dörfchen mit einem alten Waschhaus und einem Platz mit Brunnen wie aus dem Märchen. Der Luberon lässt sich auch abseits der Massen genießen. St. Saturin, Apt oder Sault sind keine typischen Touristenziele, sympathische Dörfer und Städtchen. Das gilt ebenso für Cucuron mit dem idyllischen Place de l’Etang, einem meiner Lieblingsorte im südlichen Luberon. Neben der landschaftlichen Vielfalt bietet die Region Gelegenheit zum Wandern und für Radtouren. Du musst keineswegs immer im Auto sitzen.

 

Eine ausführlichere Beschreibung der einzelnen Ortschaften, Tipps für Unterkünfte und Restaurants sowie für andere Aktivitäten findest du in meinem Beitrag Luberon: eine Woche Roadtrip im Herzen der Provence.

 

Über Carola von Travellingcarola

Travellingcarola, der Reiseblog für Teilzeitnomaden, berichtet seit 2016 über kleine, große, kurze und längere Reisen zu nahen und fernen Zielen, die sich alle neben einem Fulltime-Job verwirklichen lassen. Ganz nach dem Motto «Life is short and world is wide» zieht es Carola ständig hinaus in die Welt, um etwas zu erleben, aktiv zu sein und Essen sowie außergewöhnliche Unterkünfte zu genießen.

... noch mehr Frankreich-Touren*

Normandie

Roadtrip durch die Normandie: Von der Alabasterküste bis zum Mont-Saint-Michel

Etretat Alabasterküste (C) Escapefromreality
Etretat Alabasterküste (C) Escapefromreality

Die Normandie hat mich so verzaubert, dass ich bereits zwei Mal per Roadtrip dieses wunderschöne Fleckchen Frankreich erkundet habe. Hier liest Du mehr über meinen Roadtrip durch die Normandie und über eine Wohnmobil-Tour von der Alabasterküste bis zum Mont-Saint-Michel. Der folgende Routenvorschlag ist eine Kombination meiner beiden Normandie-Trips, er folgt der Küstenlinie entlang des Ärmelkanals. 

 

Die Côte d’Albâtre ist bekannt für ihre spektakulären Kreidefelsen. Zwischen Le Tréport im Osten bis Le Havre im Westen erstreckt sich im Département Seine-Maritime auf über 100 km Länge die Alabasterküste. Charakteristisch für diesen Küstenabschnitt sind die atemberaubenden Kreidefelsen, die bis zu 100 Meter über dem Meer aufragen. Empfehlenswerte Stationen sind Dieppe, Fécamp, Yport und natürlich Ètretat.

 

Mondänes Strandleben kannst Du an der Côte Fleurie mit ihren bekannten Seebädern Trouville, Deauville und Cabourg erleben. An der Blumenküste fühlt sich nicht nur das internationale Jet-Set, sondern auch normale Urlauber wohl.

 

Der nächste Küstenabschnitt ist die Côte de Nacre, die Perlmuttküste. Am 6. Juni 1944, dem D-Day, landeten hier die Alliierten. Heute finden sich überall entlang der Landungsstrände Gedenkstätten, Friedhöfe, Museen und Monumente als Mahnmale dieser wichtigen Schlacht und zum Gedenken an die gefallenen Soldaten.

 

Für mich eine der schönsten Regionen der Normandie ist die raue Halbinsel Cotentin. Im Osten finden sich malerische Fischerorte wie das für seine Muscheln bekannte Barfleur und die Austern-Hochburg Saint-Vaast-la-Hogue. In Cherbourg beginnt die Route des Caps, die bis in den hübschen Ferienort Barneville-Carteret reicht. Unterwegs kannst Du die faszinierende, wilde Natur des Cotentin entdecken: Raue Klippen, idyllische Buchten, pittoreske Häfen und meerumtoste Leuchttürme, zum Beispiel am Cap de la Hague. Vom Hafenstädtchen Granville, das auch als Monaco des Nordens bekannt ist, kannst Du eine Bootstour zu den zauberhaften Îles Chausey oder zu den Kanalinseln unternehmen.

 

Krönender Abschluss meines Normandie-Roadtrips ist der berühmte Klosterberg Mont-Saint-Michel, der Frankreichs meistbesuchte Sehenswürdigkeit ist und zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

 

Über Marion von Escape from Reality

Mit ihrem Reiseblog Escape from Reality möchte Marion ihre Leser inspirieren, dem Alltag zu entfliehen und das Leben zu genießen: Egal ob Fernreisen in aller Welt oder Ausflüge vor der Haustür, individuell oder in der Gruppe, Abenteuer- oder Erlebnisreisen, Overland-Touren, Städtetrips, Kultur und Kulinarik, Wanderungen in der Natur oder auch einfach mal ein Strandurlaub.

Roadtrip entlang der D-Day-Strände der Normandie

Utah Beach – Eingang zum berühmten Strand am Utah Beach Landing Museum (C) Snoopsmaus
Utah Beach – Eingang zum berühmten Strand am Utah Beach Landing Museum (C) Snoopsmaus

Die Normandie ist ein spannender Landstrich im Norden von Frankreich, der sich perfekt für einen kleinen Roadtrip eignet, besonders wenn Du geschichtlich interessiert bist. Vor allem rund um den D-Day Anfang Juni sind die Küstenregionen, die fünf Landungsstrände eine Reise wert. Die Region zwischen Cherbourg und Caen bzw. Le Havre gleicht dann einer Zeitreise. Menschen aus aller Welt feiern die Befreiung durch die Alliierten am 6.6.1944 – in der Mode der 1940er Jahren, Militäruniformen und in Militärfahrzeugen pflastern die Straßen.

 

Ein zentraler Ort und Ausgangspunkt für meinen D-Day-Roadtrip war der Ort Sainte-Mère-Église mit seiner kleinen Altstadt. Er liegt unweit von Utah Beach mit seinem Landing Museum, welches ich im Anschluss besuchte. Während am Strand die ersten Amerikaner in den frühen Morgenstunden des 6.6.1944 mit Booten landeten, sprangen hier im Landstrich dahinter die ersten Fallschirmspringer aus den unter Beschuss stehenden Flugzeugen.

 

An Utah Beach schließt sich Omaha Beach an. An diesem Küstenabschnitt stießen die Alliierten auf heftige Gegenwehr und mussten zahlreichen Verlusten verkraften. Am Strand in Saint-Laurent-sur-Mer erinnert heute nur noch eine moderne Skulptur sowie das Musée Mémorial d’Omaha Beach an das Grauen. Einen Besuch ist aber auch das Overlord Museum Omaha Beach in Colleville-sur-Mer wert. Besonders spannend fand ich aber Point du Hoc mit seinen Klippen und Steilwänden sowie der deutsche Soldatenfriedhof La Cambe unweit davon.

 

Berühmter und ein starker Kontrast dazu ist der amerikanische Soldatenfriedhof Normandy American Cemetery and Memorial in Colleville-sur-Mer. Den könntest Du aus dem Film „Der Soldat James Ryan“ kennen.

 

Der Landungsstrand Golden Beach bietet Einblicke in die Seeaktivitäten der britischen Armee. Dazu besuchte ich u.a. den Mulberry-Hafen B („Port Winston“) in Arromanches-Les-Bains. In Juno Beach, dem kanadischen Landungsstrand in Courseulles-sur-Mer, habe ich mir neben dem beeindruckenden Juno Beach Centre auch die deutschen Bunkeranlagen des Atlantikwalls angesehen sowie dem Canada House in Bernières-sur-Mer, dem ersten befreiten Haus in der Normandie, einen Besuch abgestattet.

 

Der sicherlich unbekannteste Abschnitt ist der britische Landungsstrand Sword Beach. Von dort gingen bedeutende Aktionen in das Hinterland des Strandes aus – Auftaktaktionen zur Eroberung von Caen, wie der Eroberung der Pegasusbrücke. Dies und mehr erfährst Du in meinem umfangreichen Artikel – inkl. Karte und zahlreichen Fotos.

 

Über Romy von Snoopsmaus

snoopsmaus.de ist ein Kultur- und Reiseblog von Romy Mlinzk aus Dortmund. Es soll eine Inspirationsquelle für alle Singles und Paare sein, die dem Backpacking entwachsen sind, nicht die größten Outdooraktivisten, aber gerne etwas Luxus und Kultur mögen. Dazu kommt eine heimliche Leidenschaft der Autorin für Poutine (ein kanadisches Fast Food), die sie auch im Blog verarbeitet. 

Von der Bretagne zur Île de Ré

Sonnenuntergang am Leuchtturm der Wale (C)JuliasJourneyz
Sonnenuntergang am Leuchtturm der Wale (C)JuliasJourneyz

Von der Bretagne zur Ile de Re – Strecke von Arzon zwischen den Gewässern, Schloss von Suscinio, Pornic an der Jadeküste zum Leuchtturm der Wale auf der Ile de Re

 

Weiter geht es in den Süden der Bretagne nach Arzon. Aufgrund seiner Lage hat Arzon zwei außergewöhnliche Küstenlinien. Auf der Meeresseite am Atlantik gibt es lange Strände aus feinem Sand. Auf der anderen Seite ragt der Golf von Morbihan tief ins Landesinnere hinein und lockt mit kleinen Buchten und Segelmöglichkeiten. Zwischen beiden Küstenlinien liegt Port Navalo, Lieblingsort von Malern und Fotografen mit seinem Retro-Stil und den schönen Belle-Époque-Villen.

 

Aufgrund von Sehenswürdigkeiten wie die weltbekannten Steine von Carnac und der Kleinstadt Vannes ließen sich im Département Morbihan zwei Wochen verbringen – wäre da nicht die Weiterfahrt über die Mündung der Loire zur weißen Insel von Frankreich, der Ile de Ré. Auf dieser Etappe des Roadtrips solltest du unbedingt das Schloss von Suscinio besichtigten. Mit seinen stämmigen Mauern und Lichtershows im Sommer ist es ein echtes Highlight der Region und liegt direkt an einem Moor und Strand.

 

Für die nächsten rund 120 Kilometer bietet sich die Nebenstrecke über die D774 und D213 an. Zwischenstopp ist die „Perle der Jadeküste“, die Stadt Pornic in der Region Pays de la Loire. Pornic ist bekannt für sein mittelalterliches Zentrum, wo du durch die gewundenen Gassen der ehemaligen Fischerhäuser flanieren kannst. Am Hafen befindet sich das Restaurant L’Ana’Gram. Auf der Speisekarte: Vorzüglicher Fisch in vielen Variationen.

 

Gut gestärkt geht es auf die nächste Etappe: Die rund 200 Kilometer zur Ile de Re fährt man am besten auf der schnellsten Route durch das Binnenland. Die Insel liegt im nördlichen Teil der Biscaya, gehört aber schon zu Frankreichs Süden. Entsprechend verändert sich die Landschaft, wenn du die mautpflichtige Brücke Pont de l’île de Ré passiert hast: Palmengärten, Feigenbäume, schmucke Häuser mit weißen bepflanzten Mauern, Trubel und Lebensfreude – das alles lässt das Herz höherschlagen.

 

Einige der schönsten Sonnenuntergänge Frankreichs genoss ich am Leuchtturm der Wale an der Nordwestspitze der Insel.

 

Über Julia von Julias Journeyz

Julia schreibt auf ihrem Blog Julias Journeyz übers Reisen und ein minimalistisches Lebenskonzept. Der Fokus liegt auf Individualreisen auf dem Landweg in Europa und auf dem Entdecken der Natur.

Ab an die Atlantikküste von Bordeaux nach Biarritz

Dune du Pylat, Blick aufs Meer (C) Familienreisefieber
Dune du Pylat, Blick aufs Meer (C) Familienreisefieber

Die französische Atlantikküste ist ein Traum für Urlauber. Breite, weiße Strände, der wilde Atlantik und die Natur drumherum mit Wanderdünen und Pinienwäldern haben uns schon oft verzaubert.

 

Für einen Roadtrip in der Region empfehlen wir direkt in Bordeaux zu starten. Die Stadt ist nicht nur für den Wein berühmt, auch der Hafen, die Museen und die gotische Kathedrale sind eine Besichtigung wert. Der Place de la Bourse ist nicht nur wunderschön, der Miroir d’eau davor macht diesen Platz zu einem spektakulären Fotomotiv. Zwei Zentimeter hohes Wasser beherrscht den Platz und liefert tolle Spiegelungen und lädt natürlich Kinder zum Spielen ein.

 

Von Bordeaux geht es über einen Abstecher zur größten Wanderdüne Europas: der Dune du Pylat. Klettert hoch und genießt die Aussicht aufs Meer und das Naturschutzgebiet Banc d’Arguin. Wenn ihr euch sattgesehen habt, empfehlen wir euch den Ort Biscarrosse anzusteuern. Er besteht aus drei Ortskernen, Plage liegt direkt am Atlantik und ist ein wunderschöner Platz zum Baden, Flanieren und Essen gehen. Lac beschreibt das Gebiet direkt am zweitgrößten See Frankreichs. Der See ist riesig und verführt euch mit türkisem Wasser, weißen Sandstränden und Pinienwald. Ein Traum zum Entspannen und baden.

 

Nach Biscarrosse solltet ihr Mimizan Plage ansteuern. Der klassische Badeort hat alles, was das Urlauberherz begehrt und von der hohen Steilküste habt ihr einen Traumausblick auf den Atlantik.

 

Als letzte Station empfehlen wir Biarritz. Das elegante Seebad ist aufgrund der hohen Wellen bei Surfern sehr beliebt. Über eine Fußgängerbrücke könnt ihr zum Wahrzeichen der Stadt laufen, dem Riff Rocher de la Vierge. Von hier könnt ihr das Panorama auf den Golf von Biskaya genießen und den die Kraft der Wellen hautnah erleben.

 

Über Nina von Familienreisefieber

Nina schreibt auf Familienreisefieber spannende Erlebnisberichte, stellt Urlaubsdestinationen vor und gibt euch Ideen für Ausflüge und kleine Ferien vom Familienalltag.

Auf Safari durch die Camargue

Pferde in der Camargue (C) Travelworldonline
Pferde in der Camargue (C) Travelworldonline

Kein Roadtrip, wie man ihn sich gemeinhin vorstellt, war unsere Safari durch die Camargue. Am Rhone Kai in Arles holte uns unser Guide in einem Safari-Fahrzeug ab. Abenteuergeist packte uns gleich zu Beginn, denn bequem war das Fahrzeug nicht. Wir klammerten uns des Öfteren an den Haltegriffen fest, um auf der Fahrt über die mit Schlaglöchern übersäten Straßen durch die Camargue nicht von unseren Sitzen zu rutschen. Genau das macht jedoch diese Tour so besonders.

 

Vorbei an Reisfeldern und Weinreben ging unsere Fahrt immer tiefer hinein in die Sumpflandschaften, die das Rhone Delta in der Camargue bildet. Sehen wir zunächst hinter Steinmauern noch Agrarflächen, verschwinden diese immer mehr, je weiter wir eindringen in diese Landschaft. Steinmauern und Schutzzäune begleiten uns weiterhin. Allerdings sehen wir dahinter immer häufiger die berühmten Stiere der Camargue. Beim Anblick dieser muskelbepackten Kraftprotze bin ich allerdings froh, dass sich schützende Zäune oder Mauern zwischen uns befinden. Unser Guide erzählt uns, dass diese trotzdem nicht absolute Sicherheit garantieren. Es kommt immer wieder zu Vorfällen, bei denen Stiere aus ihrem Gehege ausbrechen und unvorsichtige Touristen angreifen.

 

Viel freundlicher empfangen uns dagegen die weißen Pferde der Camargue. Die Pferde sind überraschend kleinwüchsig. Man kann sich kaum vorstellen, wie sie mit den kraftstrotzenden Stieren arbeiten. Aber sie wissen, wie sie sich diesen nähern, und die Stiere sind an ihre Anwesenheit gewöhnt. Wir begegnen mehreren Gruppen auf unserer Fahrt.

 

Nach einem Zwischenstopp am Sandstrand und in Les Sainte Maries de la Mer geht die Fahrt weiter in den Nationalpark. Dort entdecken wir Flamingos, für die die Camargue bekannt ist. Sie staken durch das seichte Wasser der Teiche und fangen sich Fische durch sanftes Hin und Her ihres Kopfes.

 

Über Monika und Petar von TravelWorldOnline

Monika und Petar Fuchs bereisen die Welt seit vielen Jahren auf der Suche nach Erlebnissen für Slow Traveller und Genießer. Diese stellen sie seit 2001 in ihrem Blog TravelWorldOnline Traveller vor.

Roadtrip Metz - Pont à Mousson - Nancy

Metz: Ufer der Seille mitBlick in die Altstadt (C) der2teBlick
Metz: Ufer der Seille mitBlick in die Altstadt (C) der2teBlick

Viele kennen die Strecke durch den Nordostens Frankreichs von ihrer Fahrt in den Süden des Landes, aber es lohnt sich tatsächlich einen genaueren Blick auf diese abwechslungsreiche und doch so typische französische Region zu werfen.

 

Beginne in der schönen Stadt Metz, deren Höhepunkte du gut in einem Tag erleben kannst. Dort findest du eine ockerfarbene, schöne Altstadt, die vom großen Dom dominiert wird. Sie fällt leicht bergab zum Ufer der Seille, einem Nebenfluss der Mosel. Dort kannst du eine schöne Fahrt auf dem Fluss unternehmen und so das reizvolle architektonische Erbe der deutschen Besatzungszeit ansehen. Und weiter außerhalb rund um den Bahnhof erlebst du das alte Kaiserviertel mit prachtvoller Architektur. Für Kunstbegeisterte ist das Museum Pompidou natürlich ein Muss. Einen ausführlichen Bericht findest du auf der 2te Blick.

 

Fahre von Metz über die Landstraße entlang der Moselle weiter nach Pont à Mousson. Der kleine Marktfleck liegt malerisch am Ufer des Flusses und bietet auf seinem hübschen Marktplatz viele kulinarische Möglichkeiten für eine Rast. Du kannst dort auch sehr schön am Flussufer entlang wandern. Hier sollten 2-3 Stunden reichen.

 

Von Pont à Mousson bist du in knapp 45 Minuten in der prächtigen Stadt Nancy. Fahre direkt ins Zentrum. Dann bist du schon direkt am berühmten UNESCO-Weltkulturerbe Place Stanislas. Du wirst atemlos dort stehen und die unendliche goldene Pracht auf dich wirken lassen. Ich konnte mich nicht daran satt sehen. Verlasse den Platz über den Arc Héré auf die Place Carrière und biege dann links in die hübsche mittelalterliche Altstadt ab. Für ein Päuschen abseits des Trubels bietet sich der Place Saint Epvre an. Um die Hauptsehenswürdigkeiten Nancys zu sehen, reicht ebenfalls ein Tag, aber wenn du es genauer erkunden willst oder dich auch für den französischen Jugendstil interessierst, solltest du auf alle Fälle mindestens 1-2 Nächte bleiben. Einen ausführlichen Bericht zu Nancy findest du auf meinem Blog der 2te Blick.

 

Christiane von der 2te Blick

Ich bin Christiane aus dem Rheinland und „Reisen verkaufen“ ist schon seit über 35 Jahren mein Beruf. Meine gesammelten Reise-Erfahrungen und Tipps teile ich seit April 2020 mit interessierten Lesern. Mein Blog "der 2te Blick“ ist ein slow travel blog, der die Aufmerksamkeit auf die Schönheiten in der zweiten Reihe lenken möchte. Hier findest du Reisetipps aus den Bereichen Slowtravel, Solotravel und nachhaltig Reisen, sowie Reiseberichte aus Europa, Asien und Afrika. Ich versuche meine Leser dafür zu sensibilisieren, das „weniger manchmal mehr ist“ und das Reisen auf diese Weise tatsächlich nachhaltiger, intensiver und genussvoller wird.

Hier findet Ihr noch mehr Blogbeiträge aus Frankreich:

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{ROUND UP} Lieblingsrezepte aus Europa
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{ROUND UP} 9 Roadtrips in Frankreich
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Meine liebsten 7 Städtereisen in Europa
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10 mal per Krimi nach Frankreich reisen
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Zwischenstopp in Nîmes
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Weinprobe bei Ludwig von Kapff in Bremen {Werbung}
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Wilsons Promontory - der südlichste Teil Australiens

Wilsons Promontory
Wilsons Promontory

Wilsons Prom - davon hatten wir vor der Planung unseres Australien-Roadtrips noch nicht gehört. Ja, ich gestehe, ich musste sogar nachschauen, wie Promontory zu übersetzen ist (promontory heißt Landspitze, Landzunge, Vorgebirge oder Kap, im Binnenland kann es auch Felsvorsprung bedeuten).

 

Zur kurz und knackig auch Prom Coast genannten Halbinsel kamen wir auf dem Weg von Melbourne und dem Yarra Valley nach Ulladulla, Wollongong und zurück nach Sydney. Es war schon März 2020 und das Thema Covid-19 wurde immer präsenter auch in Australien. Zudem war die Ferienzeit der Australier vorbei, der Sommer ging zu Ende und weiter Richtung Norden an der Küste lag ein von den Buschfeuern in der Saison 2019/2020 besonders betroffenes Gebiet auf unserer geplanten Route.

 

Dennoch, die Ecke bedeutete für uns zwar einen Umweg auf der Weiterreise, gelohnt hat es sich dennoch. Das hatte verschiedene Gründe: die traumhafte Natur und Landschaft, die Abgelegenheit auf der einen Seite und eine wirklich tolle Unterkunft auf dem Lande zum anderen. Aber lest doch einfach mal selbst!

Wilsons Promontory

Wilsons Promontory
Wilsons Promontory

Die Wilsons Promontory ist also eine Halbinsel in South Gippsland, dem südlichsten Teil des australischen Kontinents. Am South Point befindet sich bei 39° 08' S der Wilsons-Promontory-Leuchtturm. Die Küstenlandschaft der Landzunge ist von Wattlandschaften, sandigen Stränden und geschützten Buchten geprägt, die von graniten Landzungen und Klippen im Süden und dahinter liegenden Küstendünen und Sümpfen unterbrochen werden. Besiedelt ist diese Landschaft von verschiedenen Aborigines  nachweislich seit 6500 Jahren.

 

Ihren Namen bekam die Halbinsel nach Thomas Wilson. Über Wilson weiß man kaum etwas, er war wohl ein Händler aus London, der mit Australien Geschäfte betrieb. Die ersten Aufzeichnungen über die Region Wilsons Promontory  stammen von George Bass, der 1798 die Küste des Vorgebirges erkundete. Aufgrund der massiven Granitvorkommen war eine Besiedlung zunächst nicht interessant. Erst 1872 wurde in Refuge Cove eine Walfangstation eingerichtet. 1854 wurde in der Sealers Cove ein Sägewerk errichtet.

 

Warum sind wir dort überhaupt hingefahren? Nun, der eigentliche Plan bei unserem Roadtrip war es, entlang der Küste Richtung Norden nach Sydney zurückzufahren. Da haben uns dann allerdings die australischen Buschfeuer einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn Teilbereich waren so schwer betroffen, dass wir umplanen mussten. Ein wenig "ans Meer" sollte es aber dennoch gehen und so führte uns ein Umweg für wenige Tage auf die Halbinsel. Ruhig und dünn besiedelt ist es hier, die Fahrstrecke führte uns durch leeres Farmland, immer wieder entdeckten wir Schafe oder Rinder, vereinzelt einsame Gehöfte an der Straße oder auch in der Ferne. Anderen Autos begegneten wir nur wenig, eher schon einmal einem Trecker.

 

Fish Creek war der letzte Ort auf unserem Weg zu unserer Unterkunft. Winzig, leider zwar ein geöffnetes Postamt für ein paar gute alte Postkarten, alle Geschäfte jedoch geschlossen, keine Möglichkeiten zum Einkauf oder gar zum Essen und eine eindrucksvolle Einwohnerzahl von 827. Unsere Unterkunft lag in-the-middle-of-nowhere - und war einfach zauberhaft. Ein kleiner Bungalow in absoluter Ruhe, mit Küche und Schlafzimmer, einem barrierefreien Bad und von der Terrasse ein Blick in die Natur.

 

Zum Glück hatten wir noch Reste in unserem Reiseproviant, eine Flasche Wein war auch noch vorhanden - so konnten wir abends gemütlich in unserer Unterkunft etwas essen und trinken. Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück, geliefert in einem netten Korb direkt vor die Tür, dann auf Tour. Auf der Halbinsel befindet sich nämlich der Wilsons Promontory National Park, der auch liebevoll als "the Prom" bezeichnet wird. Das Gebiet wurde während des Zweiten Weltkriegs als militärisches Übungsgelände genutzt und war daher lange Jahre nicht betretbar. Die einzige Siedlung auf Wilsons Promontory ist Tidal River, 30 km südlich der Parkgrenze. Hier findet man auch die einzige Einkaufsmöglichkeit für Getränke, Lebensmitte, Snacks: den Tidal River General Store & Take Away.

 

Neben einem Ausflug in den Nationalpark waren wir auch an der Küste, genauer gesagt in Sandy Point. Richtig leben hier nur 270 Menschen, während der Ferienzeit jedoch sind es mehrere Tausend. Die Küste an der Waratah Bay hat einen überwachten Surfstrand von Sandy Point, gesamt ist der Strand nahezu unglaubliche 18 km lang. Drei Kilometer östlich von Sandy Point liegt Shallow Inlet, ein beliebter Angelplatz. Dort wurden mehrfach Rekorde im Geschwindigkeitssegeln aufgestellt, 2009 durchbrach die Yacht "Macquarie Innovation" dort die Geschwindigkeitsgrenze von 93 km / h (50 Knoten). Im Sandy Point General Store haben wir am späteren Nachmittag, auf der Rückfahrt zu unserer Unterkunft noch die letzte Mahlzeit des Tages bekommen: Fish  & Chips mit kühlen Getränken - hinter uns wurde dann der Laden abgeschlossen, schon unsere Eiscreme zum Dessert mussten wir außerhalb verzehren. Die Saison war vorbei, der Feierabend wichtig! Uns hat es geschmeckt. Ich schreibs dennoch auf, denn sollte jemand auf unseren Spuren wandeln wollen: bei einem Abstecher zur Prom Coast sollte man sich nach unseren Erfahrungen ausreichend auf Selbstversorgung einstellen.

Touren rund um Wilsons Promontory und Umgebung*

Wilsons Promontory National Park

Wilsons Promontory National Park: Squeaky Beach
Wilsons Promontory National Park: Squeaky Beach

Der Wilsons Promontory National Park wurde 1898 begründet und bis heute auf 490 km² erweitert. Die vielfältige Landschaft bietet Lebensraum für etwa 700 Pflanzenarten und eine reichhaltige Tierwelt. Zu den beliebtesten Aktivitäten zählt neben Wassersport das Wandern durch den Park

 

Zur reichen Tierwelt gehören neben verschiedenen Känguruarten, Koalas, Emus und Wombats auch weniger bekannte australische Tiere wie Kaninchenkängurus oder Beutelmäuse. Ab und an werden verschiedene Walarten entlang der Küste gesichtet. Auch die Pflanzenwelt ist durch die diversen „Kleinklimazonen“ des Parks sehr artenreich. Es gibt Warm- und Kaltregenwald, Teatree-Wälder, Sumpf- und Küstenpflanzenpopulationen und Heideland.

 

Wir haben auf unserer Fahrt mit dem Auto durch den Park immer wieder einmal angehalten, Natur und Ausblicke genossen. Mir hat es an diesem Strand besonders gut gefallen: Squeaky Beach ist zwar nicht für Rollstuhlfahrer zu erreichen, aber einen kurzen Spaziergang für Fußgänger auf jeden Fall wert. Der  Strand mit weißen Quarzsand quietscht beim drüber laufen, daher der Name. Es war wie ausgestorben, Strand und Meer hatte ich ganz für mich allein!

 

Eine atemberaubende Fahrt führte uns hinauf auf den Telegraph Saddle Car Park. Die Aussicht vom Parkplatz ist sehenswert, ansonsten ist der Parkplatz Ausgangspunkt für verschiedene Wanderungen (also eher interessant für Wanderer, weniger für Rollstuhlfahrer).

 

Ein wenig länger haben wir uns in Tidal River, aufgehalten. Hier fanden wir nämlich die einzige Einkaufsmöglichkeit im Park für Getränke, Lebensmitte, Snacks: den Tidal River General Store & Take Away. Und natürlich haben wir diese Chance für einen kleinen mittäglichen Lunch mit Pies, Sandwich, Kaffee und kalten Getränken genutzt. Es schmeckte, war aber nichts Außergewöhnliches. Der Tidal River gibt dem kleinen Ort seinen Namen. Es ist der Hauptfluss auf Wilsons Promontory, auffällig ist sein rot-gelbes Wasser. Die am Ufer wachsende Südseemyrte färbt das Wasser mit Tannin.

 

Der Eintritt in den Nationalpark ist kostenlos. Besucher haben die Möglichkeit, gegen Gebühren im Park zu campen und auch auf Wanderungen in Rastlagern zu übernachten. 

 

Wilsons Promontory National Park

Information Centre

1 Ring Road

Tidal River VIC 3960

Barrierefreiheit des Wilsons Promontory National Park

Man kann den Nationalpark gut mit dem Auto durchfahren, allerdings ist er sehr bergig und eher für Outdoorbegeisterte, Wanderer und Wassersportler geeignet. Nur einen geringen Teil des Parks kann man im Auto oder mit dem Rollstuhl erkunden. Dennoch, einiges wird in Sachen Barrierefreiheit geboten.

  • Der Loo-Ern Track folgt dem Südufer des Tidal River ab der Fußgängerbrücke des Tidal River. Eine Promenade mit Angelplattformen erlaubt Ausblicke auf die empfindlichen Mündungsfeuchtgebiete.
  • Ein geländegängiger TrailRider-Rollstuhl und Rollstühle mit Strandzugang stehen Besuchern mit eingeschränkter Mobilität kostenlos zur Verfügung, um Zugang zu einigen Stränden und Wanderwegen des Prom zu erhalten. Weitere Informationen könnt Ihr im Tidal River Visitor Center erfragen.
  • Der beste Zugang zum Tidal River und zum Norman Beach für alle Strandrollstühle und Kinderwagen ist bei Ebbe von der ersten Bootsrampe am Ufer des Flusses. Die Rampe findet Ihr in der Nähe des Campingplatzes, direkt neben dem Parkplatz des Tagesbesucherbereichs. Der Strand ist etwa 1/2 km von der Bootsrampe entfernt, um dorthin zu gelangen sollten Rollstuhlfahrer und Begleitung einigermaßen fit sein. Die Betonrampe ist mit einer Neigung von ungefähr 1:10 ziemlich steil. Das Flussbett ist bei Ebbe relativ eben und besteht aus einer feuchten, verdichteten Sandoberfläche bis zum Strand.

Prom Coast Holiday Lodge

Blick von der Terrasse in der Prom Coast Holiday Lodge
Blick von der Terrasse in der Prom Coast Holiday Lodge

Die Prom Coast Holiday Lodge liegt auf einem malerischen 10 Hektar großen Grundstück mit üppigem Grün und gepflegtem Garten in-the-middle-of-nowhere - und ist einfach zauberhaft. Es gibt Kühe, Schafe, Ziegen, Hühner und einen Pfau, die Tiere darf man sogar füttern oder die Eier sammeln. Mit 3 Hektar unberührtem Busch auf der Rückseite des Grundstücks sind auch Wombats, Wallabys, Koalas und zahlreiche Vögel regelmäßige Besucher.

 

Unsere Unterkunft war ein kleiner Bungalow in absoluter Ruhe, mit Küche und Schlafzimmer, einem barrierefreien Bad und von der Terrasse ein Blick in die Natur. Das Cottage mit der Nummer 5 bot nicht nur ausreichend Platz für 2 Erwachsene, die Küche war gut ausgestattete Küche und natürlich gab es auch Bettwäsche und Handtücher. Zudem gab es TV, DVD, freies, leider etwas schwächelndes WLAN, DVDs und Brettspiele sowie Deckenventilatoren, ein gemütliches Ledersofa, ein Weber BBQ auf der Terrasse und vieles mehr. Und allmorgendlich bekamen wir unseren Frühstückskorb mit Saft, Müsli, Obst, Eier, Toast und Tee / Kaffee an die Tür geliefert.

 

Prom Coast Holiday Lodge

1075 Waratah Road

Waratah Bay, 3959

Telefon: +61356841110

Mehr Australien gibt es hier:

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Meine 7 Top-Tipps zu einer Reiseroute durch Australiens Südosten
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In und um Ulladulla an der Südküste von NSW
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Australien Roadtrip Highlight: Great Ocean Road
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Reiseführer Südtirol

Reiseführer Südtirol (C) Michael Müller Verlag
Reiseführer Südtirol (C) Michael Müller Verlag

Corona hat unseren Alltag, unser gesamtes Leben im zurückliegenden Jahr bestimmt und durcheinander gebracht. Zu den am stärksten betroffenen Wirtschaftszweigen gehört die Reisebranche. Das gilt für Reiseblogger, aber natürlich noch viel mehr für Reiseführerverlage und Reisebuchautoren. Dennoch geht es weiter und im Michael Müller Verlag erscheinen Neuauflagen bewährter und auch neue Reiseführer.

 

Mehr als 220 authentische Reisebücher ‒ alles selbst erlebt und getestet ‒ hat der Michael Müller Verlag im Programm, darunter City-, Wander- und Reiseführer sowie mmtravel®-Apps und E-Books. Jeder Reiseführer ist garantiert mit viel Persönlichkeit der Autorinnen und Autoren gewürzt, die das, worüber sie schreiben, auch selbst vor Ort testen. Das macht Michael-Müller-Reiseführer so besonders – Geheimtipps, die man nur durch jahrelange Erfahrung kennen kann. Mit ausführlichen Informationen zu Land, Kultur, Geschichte, Sehenswürdigkeiten und jeder Menge reisepraktischer Tipps sind die Michael-Müller-Reiseführer seit langem fester Bestandteil vieler Reisen: sei es für eine individuelle Reise allein, mit Freunden oder mit der Familie.

 

Für uns ist es seit unserer Reise in Australien im Jahr 2020 nichts gewesen mit dem Reisen. Und auch in diesem Jahr gehören wir zu denen, die bisher keine Reisen planen. Jedenfalls nichts Größeres, vielleicht eine Woche mit dem Hausboot in Brandenburg im Oktober und es geht hoffentlich im Sommer eine im letzten Jahr ausgefallene Hochzeitsfeier nachzuholen. Was gehört für uns bei der Reisevorbereitung unbedingt immer dazu? Richtig, ein guter "old school" Reiseführer in ordentlicher Buchform. Natürlich nutzen wir auch das WWW, Instagram, zahlreiche Blogs oder Reiseforen – aber an einer traditionellen Grundlage zum Stöbern, Nachschlagen und aufs Reisen Lust machen, da kommen wir nicht vorbei.

*editiert am 14.06.2021

Zum Start ins Reisejahr 2021 schaltet der Michael Müller Verlag ab sofort und für begrenzte Zeit alle City- und Wander-Apps kostenlos zum Download frei. Die Apps sind ein vollwertiger Offline-Reiseführer.

 

Von Montag, den 14.06.2021 bis Sonntag 20.06.2021 stehen alle City-Europa-Ziele und 20 Wander-Apps für eine Woche kostenlos in den Stores bereit und bleiben – einmal heruntergeladen – für ein komplettes Jahr freigeschaltet.

 

Alle Reiseführer sind nach dem Download vollumfänglich offline nutzbar. Das umfasst alle Texte, Bilder und Karten. Nicht zu vergessen: die besonderen Tipps in gewohnter Michael-Müller-Qualität. Sorgfältig ausgewählte Touren und detaillierte Beschreibungen aller interessanten Orte machen die App zu einem unverzichtbaren Reisebegleiter.

Ich habe vom Michael Müller Verlag ein Rezensionsexemplar des Reiseführers erhalten. Vielen Dank dafür. Das hier ist meine persönliche Meinung.

... und sonst in Südtirol?*

Florian und Sibylle Fritz: Südtirol

Die Autoren: Florian und Sibylle Fritz

Florian Fritz  (C) Michael Müller Verlag
Florian Fritz (C) Michael Müller Verlag

Hauptberuflich ist Florian Fritz, studierter Sozialpädagoge, im Sozialreferat der Stadt München beschäftigt. Die große Leidenschaft des freien Fotografen und Journalisten ist das Reisen. Sibylle Fritz, seine Co-Autorin, ist Erzieherin und die "Weltmeisterin" im Recherchieren.

 

Florian Fritz erste Südtirol-Reise brachte ihn mit sechs Jahren auf eine Rosengarten-Umwanderung, es folgten Übernachtungen unter Lärchen im alten VW-Camper, Bergtouren, aufgewärmte Fertigmenüs auf dem Campinggaskocher, Begegnungen mit kleinen Murmeltieren und großen Kühen. Bei Sibylle war es mit 12 Jahren eine Ferienfreizeit in Natz; die Wanderung nach Kloster Neustift ist ihr in bleibender Erinnerung.


Seit die beiden Südtirol beruflich bereisen, hat sich einiges verschoben: Vier-Gänge-Menüs in renovierten Weinhöfen und innovativen Restaurants, Übernachtungen in Lärchenzimmern und Wellness. Aber auch das einfache Leben gelingt ihnen noch: Schlafen im Dachzelt, eine Gerstsuppe auf dem Bergbauernhof.

 

Über die Jahre gewannen beide die Erkenntnis: Südtirol ist bunter geworden. Italiener und Deutschsprachige heiraten jetzt öfter mal. Architektur, Kunst, Musik, Handwerk und Tourismus sind geprägt von dynamischer Innovation bei gleichzeitiger Tradition.

Der Reiseführer: Südtirol

Reiseführer: Südtirol
Reiseführer: Südtirol

Der Reiseführer  ist soeben in der 8. Auflage mit  672 Seiten und 263 Farbfotos erschienen. Er hat 48 Detailkarten und eine herausnehmbare Karte im Maßstab 1:250.000 von Südtirol. Das hilft bei der Orientierung. Nicht fehlen dürfen, das ist klar, praktische Tipps von A bis Z. Außerdem findet ihr im Reiseführer Südtirol 30 Wanderungen und Touren in Südtirol. So kann man beeindruckende Natur, zahlreiche Sehenswürdigkeiten, hautnah erleben.

 

Gut strukturiert findet ihr im Reiseführer natürlich Informationen zu Kunst & Kultur, möglichen Aktivitäten und  ebenso wie ein Extra-Kapitel zum Reisen mit Kindern.

 

Gibt es Informationen zu Bozen? Na klar, Ihr findet alles Wichtige zu Waltherplatz und Domschatz, zu Lauben und Rathaus, Neues vom Ötzi und ebenso Tipps zu Ausflügen oder Radtouren rund um Bozen. Auch Meran ist natürlich vertreten, mit Kur(promenade) und Altstadt, Museen, Tappeinerweg. Klar gibt es auch hier Hinweise zu kleinen und größeren Touren zu Fuß oder per Rad.

 

Es sind aber nicht nur die großen und bekannten Städte in Südtirol vertreten, nein, es gibt auch viele nützliche Informationen zu kleinen Seitentälern, romantischen Dörfchen, zu kulturellen Besonderheiten oder ungewöhnlichen Berghütten.

 

Extra Kapitel  im Buch aus dem Michael Müller Verlag widmen sich der Natur, Pflanzen und Tierwelt, der Kunst von Romanik bis Moderne und der Geschichte ebenso wie - Essen hält schließlich Leib und Seele beisammen - den Spezialitäten beim Essen und Trinken. Überall findet Ihr Hinweise auf Restaurants und Gasthäuser, Berghütten oder Buschenschank und Einkaufsmöglichkeiten für lokale Spezialitäten wie Käse, Milchprodukte, Obst oder Spirituosen  in den jeweiligen Orten.

 

Mein Fazit: Am liebsten sollte es gleich losgehen in den Süden - wenn dann bloß Corona uns aktuell nicht noch einen Strich durch die Rechnung machte. In jedem Fall finde ich den Reiseführer Südtirol aus dem Michael Müller Verlag handlich, praktisch und übersichtlich. Man merkt es ihm auf nahezu jeder Seite an: Die beiden Autoren sind Kenner und lieben Südtirol. Der Reiseführer Südtirol ist deshalb ein toller Begleiter für eine Reise, bei der Ihr nicht nur faulenzen wollt, sondern bei der Ihr Euch genauso mit Geschichte und Kultur beschäftigen wollt, wie auch nicht vor größeren oder kleineren Wegen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückschreckt.

Reiseführer Südtirol

Florian und Sibylle Fritz

Michael Müller Verlag

8. Auflage 2021

ISBN 978-3-95654-946-5

Barrierefreiheit in Südtirol

  • Südtirol für alle oder auch Alto adige per tutti ist das wohl umfassendste Informationsportal für barrierefreien Urlaub in Südtirol. Hier findet man barrierefreie Hotels in Südtirol, aber natürlich auch Restaurants, Museen und Sehenswürdigkeiten, Seilbahnen, Schwimmbäder sowie die Südtirol Bahn und barrierefreie Wanderungen
  • Barrierefreie Wandervorschläge in Südtirol 
  • Der Südtirol-Wanderführer kann kostenlos in Bozen abgeholt oder innerhalb Italiens auch per Post versandt werden, auf der verlinkten Seite gibt es einen Link zur Online-Ausgabe des Wanderführers
  • Die Initiative „5 Sensi“ hat gemeinsam mit dem Tourismusverein Kaltern und der Lebenshilfe Südtirol 15 geeignete Ausflugsmöglichkeiten entdeckt. Der Wanderführer "Kaltern barrierefrei" ist im Tourismusverein Kaltern/Südtirol, sowie im Hotel Masatsch in Oberplanitzing erhältlich

Mehr Reiseführer findet Ihr auch hier:

www.zypresseunterwegs.de Blog Feed

Reiseführer Marken und ein Gespräch mit Sabine Becht (Sun, 05 Sep 2021)
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Nautische Reisetipps Zeeland Niederlande (Tue, 27 Jul 2021)
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Reiseführer Südtirol (Sat, 01 May 2021)
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WOCHENENDER Brandenburg: Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland (Tue, 13 Apr 2021)
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Reiseführer Föhr & Amrum (Sat, 13 Mar 2021)
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Fettnäpfchenführer Köln (Fri, 05 Feb 2021)
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Reiseführer Franken und Mainfranken mit Bamberg (Sun, 17 Jan 2021)
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Reiseführer Australien und ein Gespräch mit Armin Tima (Thu, 10 Oct 2019)
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Fettnäpfchenführer Japan (Fri, 15 Mar 2019)
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Fettnäpfchenführer Kanada (Sat, 09 Feb 2019)
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{ROUND UP} 8 Roadtrips in Deutschland

{ROUND UP} Roadtrips in Deutschland
{ROUND UP} Roadtrips in Deutschland
Wir alle werden auch in diesem Sommer wohl eher in der Nähe bleiben müssen. Ihr sucht Vorschläge für eine tolle Rundfahrt in Deutschland? Ich habe andere Reiseblogger nach ihren Tipps für schöne Touren durch Deutschland gefragt.
Habt ihr Lust, Bayern, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern oder Thüringen per Auto oder Wohnmobil zu erkunden? Dann findet ihr hier einige tolle Anregungen, denn genau dazu habe ich die Roadtrip-Erfahrungen mehrerer Blogger*Innen zusammengetragen.
Und hierhin geht's:
  1. Im Wohnmobil durchs fränkische Weinland mit Travelworldonline
  2. Schleswig-Holstein - Die ganze Welt an einem Tag mit mitabstand.sh
  3. 10 Tage Bayern Roadtrip – die ganze Welt in einem Bundesland mit travellerin.de
  4. Rodtrip in Mecklenburg-Vorpommern mit Outdoornomaden
  5. Die Schwarzwaldhochstraße und ihre Highlights mit ontourwithdogs
  6. Roadtrip durch Thüringen bis zum Elbsandsteingebirge mit snoopsmaus
  7. Ein Roadtrip durch Nordthüringen mit Teilzeitreisender.de
  8. Roadtrip durch Thüringen von West nach Ost mit family4travel.de
Hier findet ihr kurze Informationen zu den 8 Roadtrips in Deutschland und natürlich Links zu den ausführlicheren Berichten, dazu welche Strecke sie für eine Sightseeingtour empfehlen. Ich freue mich über diese Beiträge zu meinem Round Up zu den schönsten Roadtrips in Deutschland und bedanke mich herzlich bei allen Blogger*Innen, die mitgemacht haben!

 

Weitere Tipps für Roadtrips in Deutschland findet ihr aktuell auch bei Angela von Unterwegs mit Kind:

Im Wohnmobil durchs Fränkische Weinland

Der Main bei Wipfeld (C)TravelWorldOnline
Der Main bei Wipfeld (C)TravelWorldOnline

Die Weinregion am Main in Franken zwischen Schweinfurt und Karlstadt bietet sich perfekt an für einen Roadtrip. Auch wenn die Strecke nicht übermäßig lang ist, sollte man ausreichend Zeit dafür einplanen. Unterwegs gibt es viel zu entdecken.

 

Die Fahrtroute ist einfach. Sie führt immer am Main entlang. Unterwegs kommt man durch kleine Orte und Städte, von denen viele einen oder mehrere Gründe für einen Stopp bieten.

 

Unsere Tour beginnt in Geldersheim, einem Ort, der schon mehrfach Preise für seine Schönheit eingeheimst hat. Von dort geht’s weiter nach Wipfeld, wo wir die Aussicht von den Weinbergen auf den Main genießen. In Untereisenheim entdecken wir ein Hundertwasserhaus, das nicht von Hundertwasser stammt. Volkach und Sommerach locken uns mit ihren Vinotheken und Weinkellern. In Neuses steigen wir vom Auto um in die Pferdekutsche und lassen uns durch die Weinberge kutschieren. Dettelbach, Kitzingen und Marktbreit sind drei Kleinstädte, die zu einem Bummel einladen. Den Atem raubt uns Ochsenfurt mit seinem gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtbild und der Stadtmauer. Allein für Würzburg hätten wir mehr Zeit gebraucht. Die Stadt der Erzbischöfe lohnt einen Aufenthalt von mehreren Tagen. Nicht verpassen sollte man die Rokokogärten von Veitshöchheim. Dort befand sich der Sommersitz der Würzburger Erzbischöfe. Man kann sich gut vorstellen, wie sie in den Gärten lustwandelten. Im Städtchen Thüngersheim lohnt ein Besuch der WeinKulturGaden. In den ehemaligen Scheunen erfährt man heute Wissenswertes über den Weinbau in der Region. Den Abschluss unseres Roadtrips bildet die Stadt Karlstadt. Eine mittelalterliche Burgruine überragt sie am Ufer des Mains.

 

Details zu diesem Roadtrip durch die Weinregion Franken findest Du in unserem Blog TravelWorldOnline

 

Über TravelWorldOnline

Monika & Petar Fuchs veröffentlichen ihr Slow Travel und Genuss Reiseblog TravelWorldOnline Traveller seit 2001. Sie bereisen die Welt auf der Suche nach Erlebnissen und Reisezielen für Genießer und alle, die ihr Reiseziel gern intensiver erkunden wollen. Diese Reisetipps veröffentlichen sie ich ihrem Blog und auf ihren sozialen Medien.

 

Schleswig-Holstein - Die ganze Welt an einem Tag

England liegt auf der Halbinsel „Nordstrand“ ganz oben im Norden von Deutschland (C) mitabstand.sh
England liegt auf der Halbinsel „Nordstrand“ ganz oben im Norden von Deutschland (C) mitabstand.sh

Die ganze Welt an einem Tag bereisen: Das geht nur in Schleswig-Holstein. Und das Tolle dabei ist: Ob von der Nord- oder Ostsee, aus Dänemark oder Hamburg – du kannst aus fast jeder Himmelsrichtung starten. Zur Auswahl als Startpunkt stehen unter anderem Sibirien und Rußland, Bali oder Kamerun, Tirol und Berlin. Anschließend fährst du einfach einmal im Kreis um das ganze Bundesland herum. Einen konkreten Routenvorschlag mit allen Orten findest du auf mitabstand.sh. Besonders empfehlenswert sind vor allem an sonnigen Tagen übrigens längere Stopps in Brasilien und Kalifornien. Beide liegen in der Nähe von Kiel direkt am Wasser und sind gerade im Sommer bei Einheimischen und Touristen als Bade- und Urlaubsorte sehr beliebt. In England machst du typisch norddeutsch auf einer Halbinsel Rast. Und in Norwegen gibt es sogar Ferienwohnungen, falls du länger bleiben möchtest.

 

Und woher kommen nun all die Namen? Nun, das ist ganz unterschiedlich. England steht als „enges Land“ für den schmalen Landstrich, Betlehem und Jerusalem haben ihren Namen vermutlich von gläubigen Siedlern und Grönland ist Plattdeutsch und steht für grünes Land. Tja, so einfach ist das manchmal.

 

Übrigens gibt es auch sowohl die „Weitwelt“, also auch die „Welt“ – Dörfer, in denen die Bewohner Deutsch sprechen und du mit Euro zahlen kannst. Eines ist sicher: Einmal um die ganze Welt an einem einzigen Tag führt dich dein Roadtrip nur in Schleswig-Holstein.

 

Über Birte von mitabstand.sh

mitabstand.sh stellt Orte und Ausflüge in Schleswig-Holstein vor, die ihr in keinem Reiseführer findet. Autorin Birte ist echtes Nordlicht und kennt ihr Bundesland in- und auswendig. Sie weiß, wo die Störche im Sommer ihre Jungen groß ziehen, warum der Rum an der dänischen Grenze besonders gut schmeckt und wo du zusammen mit Containerschiffen im Kanal baden kannst. Alle Ausflüge sind besonders Corona-tauglich und mit Abstand möglich.

 

... noch mehr Deutschland-Touren*

10 Tage Bayern Roadtrip – die ganze Welt in einem Bundesland

Lisa am Obersee (C)Travellerin
Lisa am Obersee (C)Travellerin

Wer muss schon in die Karibik fliegen oder nach Kanada aufbrechen, wenn wir Bayern haben? Auf einem Roadtrip wechseln sich kristallklare Bergsee, mit den höchsten Bergen Deutschlands ab. Ihr wandelt durch Klammen wie aus einer Fabelwelt entsprungen und wandert über Gratwanderwege, die euch glauben lassen, fliegen zu können. Ein Roadtrip durch Bayern ist eine kleine Weltumrundung.

 

Ich war im Juni letzten Jahres 10 Tage mit dem Auto in Bayern unterwegs. Unsere Base für die ersten 5 Tage war das kleine verschlafene Farchant. Den Ort kann ich auch nur empfehlen, weil er etwas abseits vom Massentourismus liegt und ihr von der großen Wiese aus einfach den schönsten Blick auf das Karwendelgebirge samt Zugspitze habt. Von dort ging es in alle Himmelsrichtungen rund um Garmisch-Partenkirchen. Meine Highlights:

  • der malerische Ort Mittenwald und die zauberhafte Leutaschklamm
  • mit der Seilbahn auf den höchsten Berg Deutschlands – die Zugspitze
  •  einmal um den türkisen Eibsee herum wandern
  • die Besichtigung von Schloss Neuschwanstein und anschließendem Baden im Alpsee
  • Adrenalin pur während der Gratwanderung vom Herzogstand zum Heimgarten mit Blick auf den strahlendblauen Walchensee

Danach ging es für fünf Tage nach Berchtesgaden, wobei wir aber in Inzell, in der Chiemsee-Region, geschlafen haben. Meine Highlights in der Region:

  • märchenhafter Wandertag rundum Ramsau, Hintersee und Zauberwald & Wimbachklamm
  • mit dem Schiff über den Königssee zum, hinter Bergen versteckten, Obersee
  • Tagesausflug zu den Nachbarn nach Salzburg

Ich bin damals direkt nach dem 1. Lockdown nach Bayern in den Urlaub gefahren und habe von daher ein noch sehr ruhiges Bayern erlebt. Für Touristen-Hotspots wie den Königssee solltet ihr unbedingt in der Nebensaison und unter der Woche anreisen.

 

Übrigens: Wenn Du Näheres zu den einzelnen Orten wissen möchtest, dann schau mal in meinem Bayern-Reisetagebuch vorbei, da hat jeder Roadtrip-Tag seinen eigenen Artikel bekommen.

 

Über Lisa vom Reiseblog Travellerin.de

Lisa macht auf ihrem Reiseblog Travellerin anderen Frauen Mut, auch einmal allein auf Reisen zu gehen. Alles angefangen hat es mit einer Mini-Weltreise durch Asien und Australien im August 2019. Seitdem nimmt sie ihre Leser*innen im „Reisetagebuch-Blog“ Tag für Tag mit auf Reisen durch Deutschland, Europa und die Welt – authentische Reiseerlebnisse, Kostenübersichten und wirklich hilfreiche Reisetipps.

 

Roadtrip durch Mecklenburg-Vorpommern

Gespensterwald (C)Outdoornomaden
Gespensterwald (C)Outdoornomaden

Über 1117 natürliche Seen und schier endlose Kanäle bilden das größte, vernetzte Wasserportrevier Europas. Die Mecklenburgische Seenplatte ist nicht nur ein Paradies für alle Naturliebhaber und Wassersportler, sondern ist gleichzeitig der Startpunkt unseres kleinen Roadtrips durch unser Lieblingsbundesland. Schon allein der erste Zwischenstopp ist kaum in Worte zu fassen und hat wirklich für jeden etwas zu bieten. Egal ob man Lust auf eine tolle Kanutour hat, durch den Müritz Nationalpark wandern möchte oder mit einem Hausboot eine mehrtägige Auszeit nehmen möchte. Hier kommt so schnell keine Langeweile auf.

 

Als nächstes geht es für uns in Richtung Ostseebad Warnemünde. Hier wollen wir mal einen kleinen Abstecher in den mystischen Gespensterwald bei Nienhagen machen und im Anschluss die Füße ins kühle Ostseewasser halten. Wenn man schon in der Gegend ist, dann lohnt sich ein kurzer Ausflug zum „Alten Strom“ von Warnemünde durchaus. Wir empfehlen jedoch, möglichst innerhalb der Woche nach Warnemünde zu fahren, da es an den Wochenenden extrem voll werden kann.

 

Ein weiteres Highlight unsere Trips liegt nur wenige Kilometer von Rostock entfernt, die 45 Kilometer lange Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. „Halb Insel - Halb Paradies“, so lautet der offizielle Slogan der Halbinsel. Zugegeben, in dem Slogan steckt schon ein Recht großer Funken Wahrheit. Große Teile gehören zum Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“ und einige davon sogar zur Kernzone. Ganzjährig bieten sich hier tolle Möglichkeiten Vogelarten zu beobachten, welche vom Aussterben bedroht sind und hier einen natürlichen Rückzugsort gefunden haben. Ein ganz besonderes Phänomen ereignet sich beispielsweise in den Herbstmonaten, denn dann besuchen tausende Kraniche die Halbinsel, um einen Stopp einzulegen, bevor es in Richtung Süden geht.

 

Für dich muss auf der Halbinsel jedoch noch nicht Schluss mit dem Erkunden von Mecklenburg-Vorpommern sein. Unser Lieblingsbundesland hat im Inland und entlang der Küste noch so viel zu bieten. Wir leben hier immerhin seit 4 Jahren und haben immer noch nicht alles gesehen.

 

Über Miri und Micha von Outdoornomaden

Miri und Micha sind Outdoormenschen, Fotografen und „Vanlifer“. Auf ihrem Blog Outdoornomaden berichten sie über die kleinen und großen Abenteuer des Reisens, des digitalen Nomadentums und stehen bei Fragen zum Selbstausbau eines Campervans mit Rat und Tat zur Seite.

 

Die Schwarzwaldhochstraße und ihre Highlights

Hornisgrinde (C)Ontourwithdogs
Hornisgrinde (C)Ontourwithdogs

Die Schwarzwaldhochstraße ist eine beliebte Panoramastraße im nördlichen Schwarzwald, die von Freudenstadt nach Baden-Baden führt. Alleine die Fahrt ist schon ein schönes Erlebnis mit vielen tollen Ausblicken auf die umliegenden Berge. Aber auch viele tolle Ausflugsziele und Wanderungen warten direkt an dieser Ferienstraße.

 

Als Erstes möchte ich euch die Allerheiligen Wasserfälle ans Herz legen. Hier führt eine sehr schöne, in etwa 4,5 Kilometer lange Wanderung an den Wasserfällen, die über mehrere Kaskaden fließen, entlang. Als weiteres Highlight wartet auch noch die Klosterruine Allerheiligen mit anliegender Gastronomie auf euch.

 

Für mich das absolute Top Ziel an der Schwarzwaldhochstraße ist die Hornisgrinde, der höchste Berg im nördlichen Schwarzwald. An ihrem Fuße liegt der Mummelsee, der für sich schon ein beliebtes Ausflugsziel ist. Ein netter, barrierefreier Rundweg mit einigen Kunstwerken führt um den See, ein Spielplatz ist vorhanden und ein Hotel-Restaurant direkt am See sorgt für euer leibliches Wohl. Des Weiteren gibt es einen Souvenirladen und eine Holzofenbäckerei für typische regionale Artikel wie Kuckucksuhren, das Schwarzwälder Brot oder Schinken.

 

Vom Mummelsee aus könnt ihr dann eine traumhafte Wanderung auf den Gipfel der Hornisgrinde starten. Die komplette Wanderung über habt ihr immer wieder fantastische Ausblicke auf die Umgebung. Besonders schön ist es bei Sonnenauf- oder untergang. Oben angekommen wartet ein Hochmoor und die Grindehütte mit Gastronomie auf euch. Sollte euch der Aufstieg zu Fuß zu anstrengend sein, habt ihr auch die Möglichkeit, einen Bus auf den Gipfel zu nehmen.

 

Ein weiterer netter Abstecher von der Schwarzwaldhochstraße ist das Fachwerkdorf Sasbachwalden mit seinen hübschen Gebäuden und tollen Wandermöglichkeiten in den angrenzenden Weinbergen.

 

Über Sina von Ontourwithdogs

Sina reist mit ihren beiden Hunden im Camper durch Europa. Auf ihrem Blog Ontourwithdogs findest du spannende Artikel zu den Themen Urlaub, Camping, Ausflugziele und Wandern mit Hund.

 

Roadtrip durch Thüringen bis zum Elbsandsteingebirge

Erfurter Fischmarkt bei Nacht (C)snoopsmaus
Erfurter Fischmarkt bei Nacht (C)snoopsmaus

Für einen Kurzurlaub im Herbst habe ich mir einen Roadtrip durch Thüringen bis hin zum Elbsandsteingebirge ausgesucht. Vom Ruhrgebiet, meinem Wohnort, geht es fast schnurstracks gen Osten und bietet viele schöne Orte, um einen Zwischenhalt einzulegen – von  der Burgbesichtigung über Städtereise bis zum Wanderausflug. Perfekt, wenn Du von Ostdeutschland vielleicht noch nicht so viel gesehen hast.

 

Ein erster Stopp ist die unweit der hessisch-thüringischen Landesgrenze gelegene Wartburg bei Eisenach. Die beeindruckende Burganlage gibt Einblicke in das mittelalterliche Leben der heiligen Elisabeth von Thüringen. Aber auch in die Zeit, als Martin Luther hier die Bibel ins Deutsche übersetzte oder in die neuere deutsche Geschichte (Wartburgfest 1817).

 

Rund eine Stunde östlich befindet sich Erfurt, unweit davon Weimar. Während Weimar bei vielen Touristen (Klassisches Weimar, für mich eher für Bauhaus) ganz oben auf der ToDo-Liste steht, wird Erfurt oft übersehen. Dabei bietet die thüringische Landeshauptstadt eine schöne Altstadt rund um den Fischmarkt, die Krämerbrücke und der Domplatz mit der endlos erscheinenden Treppe hinauf zum Dom und zur Severikirche.

 

Einen Kontrast dazu bietet Jena, das rund 45 min. entfernt liegt. Die Studentenstadt wirkt moderner, hat architektonisch einige Highlights aus der Moderne und des Jugendstils wie das Zeiss Planetarium zu bieten. Außerdem gibt es viele Cafés und Kneipen sowie preiswerte thüringische Küche, so dass sich ein Halt auf dem Roadtrip lohnt.

 

Noch kontrastreicher wird es, wenn Du ca. eine Stunde weiter nach Chemnitz fährst. Zwischen Plattenbauten finden sich ein paar Perlen der Moderne, aber auch der „Nischel“ – besser bekannt als der überdimensionierte Kopf von Karl Marx.

 

Von dort aus sind es rund 1,5 Stunden und Du erreichst Bad Schandau. Auf dem Weg liegt die Festung Königstein, die sich auch für einen Tagesausflug lohnt und die berühmte Bastei ist nicht weit. Bad Schandau eignet sich daher perfekt als Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen oder Ausflüge, wie in den Nationalpark Sächsische Schweiz oder auch Dresden.

 

Über Romy von snoopsmaus.de

snoopsmaus.de ist ein Kultur- und Reiseblog von Romy Mlinzk aus Dortmund. Es soll eine Inspirationsquelle für alle Singles und Paare sein, die dem Backpacking entwachsen sind, nicht die größten Outdooraktivisten, aber gerne etwas Luxus und Kultur mögen. Dazu kommt eine heimliche Leidenschaft der Autorin für Poutine (ein kanadisches Fast Food), die sie auch im Blog verarbeitet. 

 

Ein Roadtrip durch Nordthüringen

Altstadtstrasse in Mühlhausen (C) Teilzeitreisender
Altstadtstrasse in Mühlhausen (C) Teilzeitreisender
Ihr habt Lust auf einen Roadtrip durch eine Region die euch gleichermaßen richtig viel Natur und richtig viel Geschichte zu bieten hat? Dann nehme ich euch gerne mit auf eine Reise mit dem Auto durch Nordthüringen.
Am besten startet ihr in Eisenach, hier könnt ihr euch das Unesco Weltkulturerbe Wartburg anschauen und durch die Drachenschlucht wandern. Von dort aus geht es mit dem Auto circa 30 Kilometer weiter Richtung Norden. Hier erreicht ihr den Nationalpark Hainich. Vor allem jetzt im Frühjahr könnt ihr hier von kurz bis lang die Natur entdecken und euch im Baumkronenpfad die Welt von oben anschauen. Nach einer Bratwurst (die am Baumkronenpfad echt gut ist) geht es weiter nach Bad Langensalza. Die Stadt hat ganz viele Parks, die vor allem in den Sommermonaten unglaublich sehenswert sind. In der Stadt selbst gibt es ein paar besondere Fachwerkhäuser und für schlechtes Wetter gibt es auch eine Therme vor Ort.
Mit dem Auto fahren wir weiter nach Mühlhausen. Mühlhausen hat viel Geschichte - vor allem in der Reformationsepoche ist hier einiges passiert. Ihr könnt hier auch noch ein altes Stück Stadtmauer erkunden und im Anschluss noch zum Mittelpunkt von Deutschland in Niederdorla fahren. In Mühlhausen gibt es einige nette Unterkünfte und Restaurants für den Abend - der ideale Ort um die Nacht zu verbringen. Wir verlassen die Stadt in Richtung Sondershausen. Die Strecke ist wirklich gut zu fahren und durchquert einige kleine Ortschaften, die so in ihrem Aufbau sehr typisch für Nordthüringen sind. Nach knapp 40 Minuten kommt ihr in Sondershausen an. Die Stadt ist vor allem bekannt durch ihr Schloss, welches sich im Stadtzentrum befindet. Für ein Stück Kuchen solltet ihr im Café Pille einkehren - es ist das älteste Kaffeehaus in Thüringen. Dort gibt es seit 1835 Kaffee und Kuchen. Auch in Sondershausen machen wir einen Ausflug in die Natur. Durch den Sondershäuser Wald wandern wir hinauf zum Possen. Dort gibt es noch einen Rekordhalter - denn dort oben gibt es einen Fachwerkturm, der mit 42 Metern der höchste seiner Art ist. Wer mutig genug ist, kann hier auch bis ganz oben aufsteigen.
Wieder unten geht es weiter nach Bad Frankenhausen. Dort gibt es einiges zu sehen. Das Panorama sollte für Kultur und Geschichtsinteressierte ein Muss sein, die Schiefe Kirche von Bad Frankenhausen ist schräger als der Schiefe Turm von Pisa und Bad Frankenhausen ist natürlich auch Kurstadt mit Sole - die müden Beinen gut tut. In Bad Frankenhausen rasten wir das nächste Mal - vor allem rund um den Anger gibt es einige gute Hotels. Am nächsten Morgen habt ihr die Wahl. Höhlenentdeckung mit entspannten Weg oder Hinauf auf den Kyffhäuser mit einer der kurvigsten und schönsten Straßen Deutschlands. Auf dem Kyffhäuser gibt es auch noch die Burg Kyffhausen und auch das Kyffhäuserdenkmal. Und anschließend geht es 36 Kurven hinunter nach Kelbra. Von dort aus fahre ich mit euch nach Nordhausen. Ja - das ist die Stadt mit dem Doppelkorn. Von dort aus könnt ihr mit der Brockenbahn auf den bekanntesten Berg des Harzes fahren oder schöne Ausflüge in den Südharz machen. Mein Tipp? Ein Trip nach Stolberg im Harz!
Über Janett vom Blog Teilzeitreisender.de
Janett gibt in ihrem Blog Teilzeitreisender.de Tipps für Tages- und Wochenendausflüge. Seit 2013 berichtet sie von ihren Städtetrips, von Mädelswochenenden und auch von einigen Touristenkarten. Sie stammt aus Nordthüringen und kann euch daher einiges über die Region verraten.

Roadtrip durch Thüringen von West nach Ost

Das Residenzschloss Altenburg beherbergte früher die Herzöge zu Altenburg-Sachsen und heute die größte Spielkartensammlung der Welt (C)family4travel
Das Residenzschloss Altenburg beherbergte früher die Herzöge zu Altenburg-Sachsen und heute die größte Spielkartensammlung der Welt (C)family4travel

Mitteldeutschland ist nicht nur wegen seiner gut erreichbaren Lage ideal für einen Roadtrip. Wir haben uns mit unserer Rundreise in den vergangenen Herbstferien zehn Tage lang auf das Bundesland Thüringen beschränkt – und hatten eine großartige Zeit!

 

Begonnen haben wir dabei im Westen mit den weithin bekannten Highlights Wartburg und Nationalpark Hainich. Auch die Stadt Eisenach ist in unseren Augen sehenswert. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung Richtung Südosten bis nach Ilmenau. Die hübsche Kleinstadt liegt mitten im Thüringer Wald und verbindet Natur- und Kulturerlebnis auf beste Weise. Besonders gefallen hat uns hier die Aussicht vom Kickelhahn am frühen Morgen.

 

Nächste Station war für uns Pößneck. Der alte Industriestandort stand für uns eigentlich nur aus familiären Gründen auf der Tagesordnung. Beim ersten gründlichen Rundgang seit Jahren waren wir dann aber richtig positiv überrascht, vor allem auch vom neugestalteten Stadtmuseum. Einen Abstecher unternahmen wir nach Renthendorf, wo der gleichnamige Forscher an seinem Werk mit dem manchen heute noch geläufigen Kurztitel „Brehms Tierleben“ arbeitete. Neben einem kleinen Museum gibt es dort einen schönen Rundweg auf den Spuren des berühmten Tierforschers.

 

Ein besonderer Höhepunkt war für uns die Stadt Altenburg mit Residenzschloss und Spielkartenmuseum. Hier konnten wir mit der ganzen Familie an einem Workshop in der Kartendruckerwerkstadt teilnehmen. Auf dem Rückweg legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Nordhausen im Südharz ein.

 

Super an dieser Route waren für uns als Familie mit Kleinkind die kurzen Etappen. Unverhofft haben wir auf dieser Strecke so viel mehr Neues und Interessantes gefunden, als wir zuvor vermutet hatten. Ausführlich gibt es die Geschichte bei uns im Blog: Familienurlaub in Thüringen – der ultimative Roadtrip mit Kindern

 

Über family4travel

Lena schreibt auf family4travel über Reisen mit Kindern in Deutschland und Europa. Seit 2013 haben sich mehr als 700 Berichte aus 33 Ländern und allen deutschen Bundesländern angesammelt.

 

Hier findet Ihr noch mehr Blogbeiträge aus Deutschland:

www.zypresseunterwegs.de Blog Feed

Frankenwein rund um Würzburg (Sun, 22 Aug 2021)
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{ROUND UP} 8 Roadtrips in Deutschland (Sun, 18 Apr 2021)
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WOCHENENDER Brandenburg: Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland (Tue, 13 Apr 2021)
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Meine liebsten 7 Städtereisen in Europa (Sat, 20 Mar 2021)
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Reiseführer Föhr & Amrum (Sat, 13 Mar 2021)
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Nochmals 11 Ausflugs- und Reisetipps in Deutschland (Mon, 01 Mar 2021)
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WOCHENENDER Brandenburg: Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland

WOCHENENDER Brandenburg: Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland
WOCHENENDER Brandenburg: Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland

Gerade jetzt, in Pandemie-Zeiten können wir leider alle nicht so reisen, wie wir es vielleicht gern würden. Umso wichtiger bleiben da die kleinen Fluchten aus dem Alltag, raus aus der gewohnten Umgebung. Da passt diese neue Reisebuch-Reihe ganz vorzüglich zu.

 

Klar, über unsere Nachbarschaft wissen wir viel oder meinen gar, alles zu kennen. Aber dennoch gibt es viel zu entdecken in unseren Regionen. Und tatsächlich nutzen wir zwar auch das WWW, Instagram, zahlreiche Blogs oder Reiseforen – aber an einer traditionellen Grundlage zum Stöbern, Nachschlagen und aufs Reisen Lust machen, da kommen wir nicht vorbei. Für Anregungen, Tipps, Ideen gehört für uns ein guter "old school" Reiseführer in ordentlicher Buchform.

 

Ich habe für euch die Nummer acht, das neueste Mitglied der Reisebuch-Reihe WOCHENENDER zu Brandenburg: Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland angeschaut. Ich muss sagen, mir gefällt's!

 

Ich habe vom Frenz Verlag ein Rezensionsexemplar des Buches erhalten. Vielen Dank dafür. Das hier ist meine persönliche Meinung.

Die Autorin: Elisabeth Frenz

Die Autorin: Elisabeth Frenz (C) Frenz Verlag
Die Autorin: Elisabeth Frenz (C) Frenz Verlag

Elisabeth Frenz ist Fotojournalistin in Hamburg. An den Wochenenden fährt sie mit ihrer Familie schon seit Jahren aus der Stadt heraus. Mit der Reihe "Wochenender" teilt sie ihre Lieblingsplätze mit den Leser*Innen.

 

Klar, dass sich der erste "Wochenender" um die Nordsee,  genauer Dithmarschen, Eiderstedt und Nordfriesland drehte. Gemeinsam mit Andreas Teichmann entwickelte sie die passende Form, die Faszination ihrer Lieblingsorte in einem Buch umzusetzen. Inzwischen gibt es weitere Bücher zu zusätzlichen Regionen, teilweise von anderen Fotograf*Innen und Autor*Innen, die mit genauso großer Leidenschaft losziehen, um große und kleine Sehnsuchtsorte zu entdecken. Bisher gibt es die Bände für die Nordsee- und die Ostseeküste, die Lüneburger Heide, die Elbe, zu Seen und Wäldern um Hamburg, für St. Peter-Ording und Eiderstedt sowie mit Hofläden und Manufakturen um Hamburg, weitere Bände sind in Planung.

WOCHENENDER Brandenburg: Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland