Laden Ein - Pop up Restaurant in Düsseldorf

Wir Ihr ja wisst treffe ich mich in recht regelmäßigen Abständen mit Freundinnen zu kulinarischen Expeditionen in Düsseldorf. Und dieses Mal war Laden Ein an der Reihe. In der ehemaligen Paketpost am Hauptbahnhof hat das Pop up Restaurant Laden Ein im April eröffnet. Das Konzept dahinter: alle zwei Wochen gibt es ein neues Küchenteam, eine andere Küche, ein neues Menü.

 

Wie das funktioniert? Das Team von Laden Ein stellt Möbel, Geschirr, Küchenausstattung, Kasse zur Verfügung. Interessierte Köche oder Küchenteams haben dann zwei Wochen Zeit, als Team von Küche und Service zu arbeiten, die eigenen Rezepte zu testen, ihr gastronomisches Konzept in der Realität auszuprobieren, echte und zahlende Kunden zu bewirten. In der Praxis sind es vor allem Anbieter, die man auch von Streetfood Märkten kennt. In Köln (ja genau, der hier unbeliebten Stadt mit der großen Kirche) gibt es dieses Konzept bereits länger - die Ausweitung nach Düsseldorf deutet darauf hin, dass es sein Publikum und zahlende Gäste findet.

 

Das Ambiente in Düsseldorf ist, wie soll ich sagen: rustikal mit Industriecharme trifft es wohl am ehesten. Ein Bereich der riesigen Verteilhalle ist abgeteilt mit Zaun und senkrecht aufgestellten Paletten, ein wenig Grün. Tische und Bänke, und vor Kopf die offene Küche. Getränketechnisch und auch sonst ist man Selbstversorger: man holt sich nach Wunsch etwas aus zwei großen Kühlschränken und bezahlt beim Aufgeben der Speisenbestellung an der Kasse. Und wenn das Essen fertig ist: gut hinhören bis der eigene Name ertönt, dann kann man sein Mahl abholen.

 

Als wir im Laden Ein waren schien die Sonne und wir konnten die Terrasse genießen: Abendsonne auf Palettenmobiliar und einigen Liegestühlen in Stadtwerkegrün sowie etliche Biertischgarnituren. Alles gut besetzt und offenbar zahlreiche und gut gelaunte Gäste des gegenüber liegenden Capitol in Abendkleidung für einen Imbiss vor der Vorstellung.

KIMBAP SPOT

Aktuell waren bei unserem Besuch Kimbap Spot mit koreanischem Soulfood am Start.

 

Es gab bunte Kimbap, koreanische Sushi Variationen auf die Teller. Kim bedeutet Seetang und Bap gekochter Reis. Die Rollen werden befüllt mit allerhand bunten Zutaten: mit Avocado, Rettich, Gurken, Süßkartoffeln oder Tofu. Dazu kommt z. B. Banchan, eine Art koreanische Tapas mit Kimchi, Bohnen oder kandierten Walnüssen.

 

All das fanden auch wir auf unserem Teller: wir hatten einen bunt gemischten Kimbap-Teller für Zwei bestellt, für reelle 28,00 € wurden wir davon richtig gut satt. Alles frisch zubereitet und wirklich sehr sehr lecker. Am besten geschmeckt hat uns, da waren wir einig, die Crunchy Green Roll mit grünem Reis, Süßkartoffel, Rettich und Avocado. Dazu gab es, neben Banchan, auch Chili- und Teriyaki-Sauce zum dippen. Alles vegan und absolut ein Genuss! Bei anderen Gästen sahen wir gut aussehende Bowls, mit unterschiedlichen Zutaten, kalt oder warm - und die Portionen ebenfalls großzügig bemessen.

 

Das Fazit nach dem Besuch? Laden Ein sollte man definitiv im Auge behalten, das Konzept ist spannend und verspricht viel kulinarische Abwechslung. Das Ambiente ist sicher nicht unbedingt für ein romantisches Dinner zu zweit die Wahl - aber mit Freunden in lockerer Runde, gerade wenn man draußen sitzen kann oder vielleicht auch zum mittäglichen Lunch durchaus mal eine aus dem Rahmen der üblichen Mittagstische fallende Abwechslung.

 

Ich werde wieder kommen!

 

  • Wer hat schon in Düsseldorf gekocht? Ende März bis Anfang April Turbo Bao mit taiwanesischem Streetfood, danach folgten bis 22.04. Maria Maria Arepas mit lateinamerikanischen Maisfladen und vom 24.04.2017 bis zum 06.05.2017  Holy Trinity - Südstaatenküche mit französischen und kreolischen Einflüssen.

Die jeweils aktuelle Speisekarte findet Ihr auf der Homepage von Laden Ein.

Ergänzende Informationen

Es war ja zu erwarten: die Halle der alten Paketpost ist natürlich ebenerdig erreichbar - von daher ist Laden Ein durchaus rollstuhlgeeignet. Die Toiletten habe ich nicht besucht - da weiß ich nicht, wie man mit einem Rollstuhl zurecht käme. Zudem: Bei unserem Besuch war die Damentoilette eh defekt.

 

 

LADEN EIN postPost - Grand Central

Erkrather Str. 33

40233 Düsseldorf

geöffnet: Mo-Sa, 12-22 Uhr

 

Offenlegung: Unser Essen haben meine Freundin und ich jeweils aus eigener Tasche bezahlt. Hier ist nichts gesponsert worden. Da wir das Restaurant bzw. einen Besuch dort empfehlen, meinen nun verbraucherschützende Gerichte, wir müssten diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen.

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Kommentare: 3
  • #1

    Beate (Sonntag, 14 Mai 2017 18:45)

    Pop-Up Restaurants … bis jetzt hatte ich keine Ahnung, dass es so etwas überhaupt gibt. Schon gar nicht, wo oder wie es funktioniert. Danke, dass Du diese Bildungslücke auf so anschauliche Art geschlossen – und mir damit zusätzlich eine vergnügte und sehr informative Stunde Surfen im Netz beschert hast.
    # Pop-Up Restaurant # Laden Ein

  • #2

    Peggy (Sonntag, 14 Mai 2017 19:21)

    Hallo Ulrike,

    das klingt total interessant. Werde das mal im Auge behalten und bestimmt auch mal ausprobieren. Das Kimbap wäre auch etwas für mich gewesen, denn ich liebe koreanische Küche. Und es sieht total lecker aus. :) Ein toller Tipp von dir.

    Liebe Grüße
    Peggy

  • #3

    Zypresse (Sonntag, 14 Mai 2017 22:09)

    Liebe Beate, eine Stunde surfen macht ja Spaß - aber nicht satt, und neue Geschmackserlebnisse hat man dabei auch nicht. Vielleicht gibt es etwas ähnliches auch bei Dir ums Eck?
    Hallo Peggy, ja, das war schon klar das koreanische Essen wäre für Dich sicher was gewesen. Aber auch so: warten wir mal ab, was als nächstes kommt, da ist ganz sicher die ein oder andere kulinarische Reise drin ;-)