#MapMyDay: Barrieren im Alltag2015

Wir nehmen sie oft gar nicht wahr, wir, die wir durchs Leben laufen:


Treppenstufen, nicht abgesenkte Bordsteine, zu enge Toiletten, zu schmale Türen und und und.


Für Menschen mit Rollstuhl, Gehhilfe oder Kinderwagen sind Treppenstufen das häufigste Hindernis, das die Bewegungsfreiheit im täglichen Leben einschränkt.


Am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung, also am 03. Dezember 2015, wollen der Berliner Verein Sozialhelden e.V. und
die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für mehr Bewusstsein und Mobilität im Alltag sorgen.  Mit der Kampagne „MapMyDay“ rufen sie weltweit auf, auf Wheelmap.org, einer Online-Karte für rollstuhlgerechte Orte, öffentlich zugängliche Orte in ihrer Nachbarschaft einzutragen, die sie in ihrem Alltag besuchen.

Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können wir das Gesicht der Welt verändern. (Xhosa)

kann man nur im Rollstuhl mitmachen?

Aber nein. Die Kampagne richtet sich explizit nicht nur an Menschen mit Behinderung, denn Barrieren betreffen viele Menschen: Ältere, Kinder, Familien.

 

Mitmachen kann jeder, egal ob groß oder klein, ob allein, als Einzelperson, gemeinsam mit Freunden oder der Familie, im Verein, mit Kollegen, als Schulklasse oder Stammtischob in Deutschland oder Amerika, in Timbuktu oder Washington, D.C.. Alles, was man zum Mitmachen bei MapMyDay braucht, ist ein Internetzugang, egal ob stationär am PC, am Laptop/Tablet oder mit dem Smartphone: einfach einloggen, den Ort markieren, zwischen "voll", "teilweise" oder "nicht rollstuhlgerecht" auswählen und das war es dann auch schon.

 

Ich finde, das ist eine wirklich ganz unkomplizierte Mitmach-Kampagne für das Ziel einer zugänglicheren Welt. Jeder Mensch kann dazu beitragen, mehr Bewegung für Menschen mit Mobilitätseinschränkung zu schaffen!

Nützt das denn nur Menschen im Rollstuhl?

Wenn viele von Euch bei „MapMyDay“ mitmachen erhalten so zum einen Menschen Informationen über ihr Umfeld, die allen weiter helfen:

  • Hat mein Lieblingscafé eigentlich eine Stufe am Eingang?
  • Würde ich mit einem Rollstuhl problemlos in meinen Supermarkt um die Ecke kommen?
  • Welches Kino hat denn stufenlos erreichbare Säle?
  • Welche U-Bahn-Station in meiner Nähe hat eigentlich einen Aufzug?
  • Kann ich mit einem Gipsbein das Theater problemlos erreichen?
  • Kann ich mit dem Kinderwagen in die Arztpraxis gelangen?

Zum andereren wird ganz allgemein das Bewusstsein für die Barrieren
im Alltag von Menschen mit Mobilitätseinschränkung, Familien mit
Kinderwagen oder Menschen mit Behinderung gestärkt.

 

Macht Ihr mit, seid Ihr dabei?

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