Kalt, nass, grau – wie kann ich der dunklen Jahreszeit ein wenig entkommen?

Herbst
Herbst

Der Herbst hat auch seine schönen Seiten… Die feuchte Erde riecht intensiv nach dem Regen, die Sonnenuntergänge sind selten so farbintensiv wie in diesen Monaten. Und die Wälder und Bäume erst: sie strahlen in rot-orange-gelben Farben um die Wette. Also eigentlich…

 

eine schöne Jahreszeit, wenn…

 

ja wenn da nur nicht das miese Wetter und die kurzen und doch eben meist trüben Tage wären.

 

Bei mir droht da immer ein leichter Anflug von Herbstdepression, Grund genug, mich einmal zu fragen, wie ich den Sommer verlängern könnte und besser durch die dunkle Jahreszeit komme. Meine neun erprobten und bewährten Tipps:

9 Tipps gegen die Herbstdepression

Herbst
Herbst

1. Die nächste Reise entwickeln, denn nach der Reise ist vor der Reise. Was gibt es schöneres als sich die Zeit mit dem Vorbereiten des nächsten Urlaubs zu vertreiben? Auf unserem Reiseplan steht für das kommende Jahr vielleicht mal wieder das südliche Afrika? Und auch in die Marken würden wir gern mal wieder und auch aufs Wasser. Und dann bleibt noch Zeit für eine Reise im Frühsommer… *träum*

 

2. Etwas Neues machen. Wer will schon vor die Tür, bei diesem Wetter. Daher bietet sich diese Jahreszeit an, um Neues zu lernen oder Bekanntes aufzufrischen. Ich übe beispielsweise zurzeit meine Italienisch-Vokabeln mit Babbel (kostenlos und wirklich ganz gut). Und ich habe entdeckt, dass es im Kino gerade auch an trüben Nachmittagen immer wieder Filme in der Originalversion zu sehen gibt. Eine gute Möglichkeit mal wieder meine Englisch-Kenntnisse aufzupolieren. Außerdem will ich einen Foto-Kurs machen und mehr über Bildaufbau lernen.

 

3. Sich lecker um die Welt kochen und essen. Deshalb habe ich gemeinsam mit einer Freundin auch schon wieder einen Kochkurs belegt – im Dezember wollen wir lernen, wie ein italienisches Familienweihnachten aussehen und vor allem: schmecken kann. Und bis dahin versuche ich in unseren alltäglichen Speiseplan so viel Urlaub zu bringen wie es geht: also koche ich unsere mitgebrachten Lieblingsgerichte. Und wenn wir uns verwöhnen wollen dann gehen wir essen: thailändisch, griechisch, italienisch, mexikanisch, portugiesisch…

Herbst
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4. Urlaubsfotos sichten, bearbeiten und ein Fotobuch und eine Diashow gestalten Ähnlich schön wie die Vorfreude auf die nächste anstehende Reise ist es, in Erinnerungen an den letzten Urlaub zu schwelgen. Dazu gehört für mich auf jeden Fall ein schönes Fotobuch vom letzten Urlaub zusammen zu stellen. Und natürlich: den Reisebericht der letzten Reise zu schreiben und zu gestalten, online zu stellen, in den Blogs und Berichten anderer Reiseblogger zu stöbern… all das bringt Reisefeeling und beruhigt meine Reiselust.

 

5. Die letzten Sonnenstrahlen genießen. Es passiert leider viel zu selten, aber wenn die Sonne an diesen kalten Herbsttagen dann doch noch einmal durch die Wolken schaut oder gar von einem blauen Himmel (ja, auch das kommt vor…) strahlt, dann geht es raus. Es gibt schließlich kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Dick eingemummelt kann man im Herbst wirklich schöne Streifzüge durch bunte Wälder und Parks genießen und so die letzten Sonnenstrahlen des Jahres einfangen. Und wenn das Wetter einfach nicht mitspielen will? Man könnte auch im Nieselregen durch den Wald stapfen… oder, noch besser: ans Meer fahren und sich den Wind um die Nase wehen lassen.

 

6. Den ganzen Tag in der Sauna verbringen – das geht sogar um’s Eck, im städtischen Bad oder der etwas teureren Therme. Wenn ich besonders gut zu mir (und meiner Begleitung) sein will, dann könnte ich auch mal wieder ein Wellnesswochenende in einem tollen Hotel verbringen.

Herbst
Herbst

7. Ausmisten und so die Reisekasse aufbessern. Ja, im Ernst: ich finde, Herbst und Winter sind perfekt, um sich mal von allem möglichen Plunder zu trennen. Das gilt für gelesene Bücher, nicht mehr gehörte CDs oder geschaute DVDs – aber auch für abgelegte Kleidung, verstaubte Geschenke, altes Geschirr, alte Technik… schaut Euch um, Ihr findet bestimmt einiges auch bei Euch zu Haus. All das über ein Internetauktionshaus, via kostenlose Kleinanzeigen oder auf dem nächsten Flohmarkt zu verkaufen, gibt nicht nur Platz in der Wohnung und ein gutes Gefühl, nein, auch das Reise-Sparschwein legt zu…

 

8. Einen verbummelten Tag einlegen – und damit meine ich nicht „shopping therapy“ – nein, nein. Wann kann man schon ohne schlechtes Gewissen einfach mal einen ganzen Tag nichts tun, wenn nicht an einem trüben Herbst- oder Wintertag? Bei mir sieht ein idealer Tag so aus: raus aus dem Bett und rein in die gemütlich-kuschlige Jogginghose und einen warmen Pulli, gemütlich frühstücken mit Eiern, Brötchen…, einmummeln, Kaminofen an und mit einer Kanne Tee und einem dicken Schmöker vor der Nase einfach abtauchen. Später vielleicht eine schnulzig-romantische Komödie oder auch Fernwehfilme gucken. Und abends bringt der Pizzabote dann meine Lieblingspizza.

 

9. Bei kitschiger Weihnachtsmusik Schlittschuh laufen gehen, Glühwein trinken und noch mehr Glühwein trinken. Und vielleicht gleichzeitig den schönsten Weihnachtsmarkt besuchen (Kennt ihr einen, der ganz besonders schön ist?).

Gelegentlich möchte ich gern in der Kiste kramen und alte Blogbeiträge wieder neu einstellen - keine Sorge, ich hole nicht alle alten Schätzchen wieder vor - aber das ein oder andere Thema ist sicher wert, nicht in Vergessenheit zu geraten.

 

Dieser Beitrag wurde erstmals am 08.11.2013 veröffentlicht und ist für die Neu-Veröffentlichung nur hinsichtlich der Links (und der für das kommende Jahr anvisierten Reiseträume) aktualisiert worden.

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Kommentare: 6
  • #1

    Bluesfreundin Beate (Samstag, 09 November 2013 12:16)

    "Nur" neun Tipps, aber wer sie alle befolgt, wird feststellen, dass die "dunkle Jahreszeit" eigentlich viel zu kurz ist ;-)))
    Ich erweitere mal um stundenlanges Telefonieren mit der besten Freundin (ok, das kann ich zu jeder Jahreszeit!) und weise hin auf meinen persönlichen Umgang mit dem November-Blues (Namen anklicken bitte!)
    LG Beate

  • #2

    Mareike (Samstag, 09 November 2013 15:54)

    .. und ich werde Punkt 4 befolgen...

    Morgen geht es heim, 4 Wochen im Süden der USA sind rum & während der Wintermonate werde ich meine Fotos bearbeiten & ein weiteres Fotobuch entwerfen...

    Außerdem gibt es den Glühwein mit Freunden, Babysitting beim Enkel & nette Abende im Lieblingslokal!

    LG - Mareike

  • #3

    Anneken freihals-bouwer (Samstag, 09 November 2013 21:36)

    Tolle Tips. Ins Kino gehe ich fast jeden Woche. Einmal die Woche ein Saunatag mache ich auch.Urlaubsbilder veröffentlichen in alle mögliche Gruppen und websites im Internet. Fotoalben machen (auch führ meine 3 Enkeln mache ich eigene Alben.) Und Kochen um die Welt geht immer. Ich liebe gutes Essen, Zuhause und im Restaurant
    Ich mache davon auch Bilder die veröffentlicht werden.
    LG Anneken

  • #4

    Die-ewige-Leserin (Sonntag, 10 November 2013 17:49)

    Ich mag die dunkle Jahreszeit.Und langweilig wird mir sowieso nie, denn ich lese,lese,lese.. das klingt für andre bestimmt eintönig, aber für mich ist es das beste Mittel gegen alles, auch den November-Blues...:-)
    und ab und an treibe ich auch mal etwas Anderes: bissle Yoga-Übungen auffrischen, neue Teesorten in kleinen Lädchen finden und mit Freunden testen, den Hometrainer quälen, an alte und neue Reisen denken....DVDs mit Lieblingsserien rauskramen und einen lieben,langen Sonntag nur vor der Glotze hocken und Kekse dazu futtern...
    "Zwischendurch" dann der Vorweihnachsttrubel bei der Arbeit ;-)
    und schwupps ist auch schon Frühling !

    Tina

  • #5

    Janine (Montag, 11 November 2013 03:43)

    Hört sich alles nach seeehr guten Ideen an. Ich erweitere noch um: Handarbeiten. Es kann fast schon meditativ sein, wenn man strickt, näht oder was auch immer bastelt. Da vergehen die Stunden wie von selbst.
    Ich muss aber hinzufügen, dass bei uns der Herbst ein wenig anders ausfällt. Die wenigen trüben Herbsttage sind schnell vorrüber, denn auch jetzt scheint oft die Sonne und das Herbstlaub hier ist viel farbenfroher als in Deutschland. Ich geniesse das wirklich sehr.

  • #6

    zypresse (Montag, 11 November 2013 08:27)

    Beate, Mareike, Tina, Anneken, Janine - habt herzlichen Dank für Eure Kommentare.

    Und in der Tat: etwas ganz Wichtiges hab ich ja glatt vergessen - Freunde und Freundinnen. Klar, telefonieren, sich treffen, gemeinsam etwas unternehmen, gemeinsam kochen und schlemmen - das gehört auch zu den großen Lichtblicken in der dunklen Jahreszeit.

    Nur das Handarbeiten, ne, ich glaube nicht ich. Obwohl es für andere durchaus ein guter Gedanke sein mag - ich habe in den 70/80er-Jahren meinen Anteil an Pullovern, Socken und was weiß ich gestrickt, während Vorlesungen, Demos, Sitzungen und und und - ich mag nicht mehr, glaub ich ;-)