Mekong - ein Gastbeitrag von Heike Geißler

(c) Heike Geißler
(c) Heike Geißler

Der Mekong - viele Namen ein Fluß - die Mutter aller Wasser - die Lebensader in Südostasien. Kein anderer Fluss in Asien vermag so sehr zu faszinieren wie dieser.

  • Tibetisch: Dza Chu
  • Chinesisch: Láncāng Jiāng („Turbulenter Fluss“) oder Méigōng hé
  • Birmanisch: Mè‘kaung Myit
  • Thailändisch/Laotisch: Mae Nam Khong
  • Khmer: Mekongk, auch Tonle Mekongk, Tonle Thom („Großer Fluss“)
  • Vietnamesisch: Sông Mê Kông, auch Sông Lớn („Großer Fluss“), Sông Cửu Long („Neun-Drachen-Fluss“)

Quelle: Wikipedia

(c) Heike Geißler
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Die Länge des Stromes liegt zwischen 4350 km und 4909 km. Die Quelle ist nicht exakt festgelegt. Der Mekong entspringt in schwer zugänglichen Gebieten des tibetischen Hochlands in ca. 5.000 m Höhe und wird durch verschiedene Zusammenflüsse gespeist. Der Fluss hat viele Gesichter: er tobt durch steile, felsige Schluchten oder fließt träge durchs Flachland voran. Der Mekong fließt durch China, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Laos und in Vietnam verzweigt er sich im Mekong Delta hin zum südchinesischen Meer. Der Mekong zählt zu den 10 längsten Flüssen dieser Erde. Er ist umgeben von fruchtbaren Böden. Der Fluss ist nicht komplett beschiffbar, da es zwischendurch natürliche Hindernisse wie Wasserfälle und Stromschnellen gibt. Der Fluss kann während der Regenzeit bis zu 15 Meter ansteigen, auch werden die Ufer regelmäßig überschwemmt.

(c) Heike Geißler
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Im Jahr 2007 reisten wir durch Vietnam. Eine Station dieser Rundreise war das Mekong-Delta. Ein weitverzweigtes Flussdelta, welches ins südchinesische Meer mündet. Das Mekong-Delta die Reiskammer Südostasien, die Lebensader in Vietnam. Wir besuchten die schwimmenden Märkte, Reisfabriken u.a.

 

Im Jahr 2009 komplettierten wir die Länder Indochinas mit Kambodscha und Laos. Nach einer Rundreise durch Kambodscha haben wir eine Mekong-Flußkreuzfahrt von 4 Tagen ab Luang Prabang in Laos gemacht. Insgesamt verbrachten wir auf dem Schiff 7 Tage. Das Schiff lag in der Nähe des Zentrums der alten Königstadt Luang Prabang vor Anker. Unsere Reisezeit war im Mai/Juni und war auch der Beginn der Regenzeit. Während der Regenzeit steigt der Mekong enorm an, was wir in den 4 Tagen schon enorm zu spüren bekamen. Die ersten 3 Tage war der Fluss ruhig, man merkte aber deutlich, dass der Pegel stieg und das Gewässer immer unruhiger wurde.

(c) Heike Geißler
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Wir erlebten das wahre Leben entlang des mächtigen Stromes. Wir kamen in entlegene Dörfer und besuchten Schulen. Übergaben dort Schulhefte und Stifte. Wir besuchten den Kuang Si Wasserfall und die Höhlen von Pak Ou. Mit einem kleinen Boot befuhren wir Seitenarme.

 

Die stilvolle und gemütliche Mekong Sun war bis 2010 das einzige Kabinen-schiff, das den oberen Mekong befahren konnte. Es wurde 2006 in Laos gebaut und hatte eine Besatzung von 16 Mann, die max. Gästeanzahl 28.


Auch dies ist ein (Gast-)Beitrag zur Blogparade zum Thema

"Alles fließt - Flüsse begleiten uns".

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Kommentare: 3
  • #1

    Beate (Samstag, 27 April 2013 09:33)

    Ja, der Mekong … in der Tat ein faszinierender Fluss, den auch ich aus Vietnam, aus Laos und Kambodscha kenne. Ergänzend zu diesem Beitrag möchte ich auf das neue Buch von Andreas Pröve aufmerksam machen. "Abenteuer Mekong" beschreibt die in der Tat abenteuerliche Reise des Rollstuhlfahrers entlang des Stroms von seiner Mündung in Vietnam bis hin zur Quelle im tibetischen Hochland. Unbedingt lesenswert!
    LG Beate

  • #2

    Romy (Sonntag, 28 April 2013 20:51)

    Sehr interessanter Blog-Beitrag von Heike. Auch ich möchte eines Tages Vietnam bereisen und vielleicht mache ich ja auch eine Schiffsreise auf dem Mekong. Ich habe auch schon viel gehört von den schwimmenden Märkten. Muss toll anzuschauen sein. Wusste gar nicht das der Fluss solch eine Länge hat. Beachtlich! Vielen Dank für die guten Infos. lg Romy

  • #3

    loire2012 (Montag, 29 April 2013 10:11)

    Mal wieder gut vom Mekong zu hören und sich an den schrecklichen Krieg zu erinnern, ein Krieg, der sicherlich viele meiner Generation in ihrem Denken geprägt hat. Und der ist wohl auch schon zu lange her, dem Land heute so unmittelbar nicht anders, als mit unmittelbarem touristischen Interesse zu begegnen. Ein Fluss mit viel Blut in seiner jüngeren Geschichte. Hochinteressant deshalb, was heute von Besuchern unvoreingenommen berichtet wird. Gruß eo