Koffer packen, fertig, los

Reisetasche, gepackt
Reisetasche, gepackt

Das ist mein Beitrag zur Blogparade: “Koffer packen, fertig, los”. Da ich über unsere Reisen auf diesen Seiten mit viel Text und bunten Bildern schon genug berichte, konzentriere ich mich mal auf das Thema, das mir sowieso schon länger im Kopf herum spukte: das Packen.

 

Trifft sich ohnehin gut, der Termin für diese Blogparade. Fällt er doch zeitlich fast mit dem Urlaub zusammen und so sind meine Erinnerungen und Gedanken rund um das Thema

 

• was wird gepackt

• was muss mit und warum

• wie und wer packt

• werden Gewichtsgrenzen eingehalten

• und und und…

 

noch frisch und aktuell.

 

Fakt ist, wir haben schon ganz lange eine Packliste im Computer, die Ursprünge stammen wohl von Anfang der 90er Jahre. Sie ist allerdings seither immer wieder ergänzt, erweitert (und manches Mal auch gekürzt) worden. Die Packliste ist recht systematisch aufgebaut und dient bei jeder Reise als Checkliste. Was steht drauf, werdet Ihr Euch fragen. Nun ja…

was wird eingepackt

Reiseführer, zum Beispiel
Reiseführer, zum Beispiel

Los geht’s mit Geld und Dokumenten, also Reiseunterlagen, Pässe, Kreditkarten usw. In diese Kategorie fallen auch Reise- und Sprachführer, vorgedruckte Etiketten für zu schreibende Ansichtskarten, Reisetagebuch und Schreibmaterial. Unverzichtbar ist für mich als notorische Sammlerin von Tickets und Rechnungen ein Pritt-Stift – denn was ich sammle wird auch allabendlich in das Reisetagebuch eingeklebt.  

 

(Schöner Nebeneffekt: möchte jemand Lebensmittelpreise aus Südafrika in 2002 wissen? Ich könnte helfen!)

 

Natürlich geht das übliche Sortiment an persönlicher Kosmetik und an Urlaubskleidung mit – immer ein wenig danach gewählt, welche Art von Urlaub ansteht. Und meist eher ein paar ältere Jeans, ein ausgeleiertes T-Shirt. Zum einen, weil diese Stücke die nicht unbedingt schonende Wäsche in öffentlichen „laundromats“ oder auch den wenig sensiblen Umgang von Wäschereiservice vor Ort ohne Bedauern überstehen, zum andern, weil wir sie am Urlaubsende auch einfach zurücklassen können.

was gehört sonst noch ins Reisegepäck

Sparschäler und Kellnermesser
Sparschäler und Kellnermesser

Die nächste Abteilung unserer Packliste betrifft alles rund um den „Haushalt“. Im Laufe der Zeit haben sich bei Selbstversorgerurlauben in den Nationalparks des südlichen Afrika ebenso wie in europäischen Ferienwohnungen so einige Dinge auf der Liste eingefunden, die wir zu brauchen meinen. Was gehört dazu?

  1. Tee und Thermobecher – denn wer morgens vor sechs Uhr auf Pirschfahrt geht braucht einen heißen Muntermacher.
  2. Für den abendlichen Sundowner haben wir auch immer einfache Edelstahlbecher im Gepäck. Etwas Wasser eingefüllt, das tagsüber im Gefrierfach einfriert, haben wir das Eis für den Amarula on the Rocks greifbar.
  3. Weil die Messer selten halten, was man von ihnen erhofft, haben wir Taschenmesser, aber inzwischen auch ein Kellnermesser und einen Sparschäler dabei.
  4. Ziploc-Tüten komplettieren ebenso wie Kerzen, Taschenlampen und Tubenwaschmittel unsere Haushaltsausstattung.

Als Anhang zur Packliste existiert insbesondere für Reisen nach Südafrika eine Einkaufsliste. Auf der finden wir alles, was wir für die Selbstversorgung in den Camps der Nationalparks brauchen, also z. B. Zucker, Mehl, Hefe, Müsli, H-Milch, Trockenobst und Frischobst sowie Gemüse. Wasser, Getränke und Wein, Fleisch, Nudeln und Dosennahrung, Kekse…

 

Da es schon einmal passiert ist, dass wir am Rollstuhl Reifen flicken mussten oder gar größere Reparaturen anstanden gehört zum schweren Reisegepäck (das wegen der „gefährlichen“ Bestandteile in den Koffer muss) auch Werk- und Flickzeug, eine gute Luftpumpe, wichtige Ersatzteile (z. B. Kugellager ;-) ) und eine Dose Caramba.

wer packt für die Reise und wann?

Für Einkaufsorgien am Urlaubsort (für die wir vor allem in den USA anfällig waren) besitzen wir eine Faltreisetasche, ultraleicht, die immer einen Platz im Koffer findet und bei Bedarf, zum Beispiel auch zur Aufnahme von Schmutzwäsche unterwegs, zum Einsatz kommt. Zum Verschließen haben wir uns vor einigen Jahren einmal Nummernschlösser gekauft – die haben uns sogar schon als Affensicherung an einem Riegelschloss im Kruger Nationalpark gute Dienste geleistet.

 

Wer packt bei Zypresses? Ganz klar – wir suchen zwar beide gemeinsam bzw. jeder für sich die Dinge zusammen – das Einpacken aber macht der Gatte. Er ist im Puzzeln und in der optimalen Verstautechnik einfach besser und geduldiger als ich. Wir packen halbe-halbe – also zwei Gepäckstücke, aber in jedem einige Teile von jedem von uns. So trifft uns der Verlust oder die verspätete Ankunft eines Koffers nicht ganz so hart. Und, welch Wunder, der Gatte ist auch nach einer Woche Urlaub noch in der Lage Auskunft zu geben: wo war denn mein rotes T-Shirt?

 

Gepackt wird recht früh, meist bereits am Wochenende bevor es dann tatsächlich losgeht. Das liegt einfach daran, dass bis ganz zum Schluss noch der Beruf sein Recht fordert und wir beiden nicht am Vorabend der Abreise in Hektik geraten möchten. So stehen bei uns schon fünf Tage vor Abreise Koffer und Reisetasche herum.

 

Leichter sind unsere Gepäckstücke seit zwei Jahren geworden: wir sind Besitzer von eBook-Readern und müssen daher nicht mehr so viele und schwere Bücher mit auf Reisen nehmen. Bei einer Leseratte wie mir ein unschätzbarer Vorteil! Seither haben wir auch keine Probleme mehr mit den Gewichtsgrenzen, zwei Gepäckstück á 20 kg schaffen wir, sogar mit dem doch recht schweren Rollstuhlwerkzeug.

 

Heftig ins Gewicht geht die gesamte Fotoausrüstung mit zwei DSLR inkl. Wechselobjektiven, Ersatzakkus, Ladegeräten, Adapter, Stativ… Aber all das geht, ebenso wie das Fernglas, nicht ins aufgegeben Gepäck sondern natürlich ins Handgepäck! Was für ein Drama, wenn wir ohne Kamera vor der ultimativen Löwensichtung stehen müssten!

 

Und im Handgepäck befindet sich (man lernt aus schlechten Erfahrungen) nun auch immer ein Satz frischer Wäsche – es kann ja mal passieren, dass wir vor unserem Gepäck am Urlaubsort ankommen. Und nach einem Langstreckenflug ist eine Dusche und anschließend ein frisches T-Shirt nicht zu verachten. Ebenfalls drin im Reiserucksack sind dringend benötigte Medikamente, Hand- und Gesichtscreme, natürlich die Papiere und was man sonst so unterwegs benötigt.

 

Wenn alles sicher verstaut ist kann der Urlaub losgehen. Gute Reise, bestes Fotolicht, schöne Erlebnisse, angenehmes Wetter – was mehr könnten wir uns jetzt noch wünschen!

Gelegentlich möchte ich gern in der Kiste kramen und alte Blogbeiträge wieder neu einstellen - keine Sorge, ich hole nicht alle alten Schätzchen wieder vor - aber das ein oder andere Thema ist sicher wert, nicht in Vergessenheit zu geraten.

 

Dieser Beitrag wurde erstmals am 14.02.2013 veröffentlicht und ist für die Neu-Veröffentlichung nur hinsichtlich der Links aktualisiert worden.

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Kommentare: 3
  • #1

    Der Metabølist (Donnerstag, 14 Februar 2013 17:49)

    Vielen dank für deinen Beitrag! Sehr interessant, wie unterschiedlich Menschen beim Packen ihrer Siebensachen doch sein können - ich sollte mir auch mal einen grundsätzlichen Plan für sowas machen...

  • #2

    Beate (Samstag, 13 April 2013 16:08)

    Also, meine erste Packliste stammt aus dem Jahr 1963, und in ihrer Urform wurde sie bis heute beibehalten und immer wieder aktualisiert, wie man in meinem "Reisealphabet" nachlesen kann. Wobei ich nach Möglichkeit auf Multifunktionalität der mitgenommenen Gegenstände achte. Aber der Pritt Stift, der muss auch bei mir immer dabei sein!
    LG Beate

  • #3

    zypresse (Montag, 15 April 2013 08:10)

    Hier habe ich einen Spam Beitrag entfernt.
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    Je ungebildeter ein Mensch, desto schneller ist er mit einer Ausrede fertig. (Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)
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