Round up der Beiträge zu (Blog-)Parade "Essen auf Reisen"

was es so alles gibt....
was es so alles gibt....

Es war gemeint als Versuch, einmal etwas mit Anderen, mit (virtuellen) Freundinnen und Freunden gemeinsam zu machen. Anfang Januar hatte ich aufgerufen, zu einer (Blog-)Parade rund um das Thema „Essen auf Reisen“. Dass jeder einzelne Beitrag einen Besuch wert ist, das muss ich sicher nicht aufschreiben? Schaut doch mal bei allen vorbei – und vergesst nicht, auch einen Eintrag ins Gästebuch zu hinterlassen oder die Kommentare zu lesen und vielleicht zu ergänzen. Wir alle freuen uns darüber – denn nur so bekommen wir Anregungen, Hinweise, Tipps um noch mehr auf die Interessen unserer treuen Leserinnen und Leser einzugehen! Und zudem:

 

„Tadeln ist leicht, deshalb versuchen sich so viele darin.

Loben ist schwer, darum tun es so wenige.“

(Anselm Feuerbach)

 

Ich habe alle eingegangene Beiträge zum Thema „Essen auf Reisen“, der Gerechtigkeit halber, alphabetisch sortiert.

Gemüse, Gemüse
Gemüse, Gemüse

Andreas berichtet über viele Aspekte des Essens auf Reisen. Persönlich finde ich am spannendsten, was er über Wanderungen im real existierenden Sozialismus erzählt, über „Boofe“ und "Nahrungsmittelaustausch" unter den Wander- und Bergfreunden. Das ist für mich "Wessi" fast noch fremder als das Essen in Indien und Thailand (na ja, ein wenig gab/gibt es diesen Essenstausch auch heute noch unter Wanderern, bei gemeinsamen Safaritouren in Afrika hilft man sich auch gegenseitig aus - und selbst bei Picknick anlässlich eines Konzerts habe ich den Tausch Hühnerbein gegen Baguette schon erlebt).

 

Anneken, in Deutschland lebende Niederländerin, entführt uns in fremde Länder und zu anderen Esskulturen. Sie nimmt uns fotografisch mit nach Vietnam. Hier sagt man Chúc ngon miệng, die Menschen essen gerne auf der Straße. Auch die Restaurants sehen nicht so aus wie wir sie in Europa kennen. Die Gerichte schmecken Anneken aber gut – schade, dass es kein Geschmacks- und Geruchs-Internet gibt, denn ihre Fotos sind klasse und sehr anschaulich.

 

Anni hat viel Zeit zum Reisen und ist gern gemeinsam mit Dagmar,der zweiten Travelmaus unterwegs. Sie berichtet über ihre Speise-Erfahrungen in den USA. Die reichen über das gesamte Spektrum, ja auch zu den üblichen „Fastfood“-Ketten bis zur Selbstversorgung im Discounter. Sie erzählt aber auch von den in Amerika geltenden Regeln, wenn man essen geht. Man geht nicht wie hier in Deutschland üblich direkt an einen Tisch, nein, man wird von dem Bedienungspersonal an den Tisch geführt. Man bestellt, bekommt serviert und zahlt dann oftmals nicht am Tisch, sondern an der Kasse in der Nähe des Ein-bzw. Ausganges. Vorher oder auch hinterher sollte man aber dem Kellner seine ca. 15 % Tip, oder auch mal mehr, zukommen lassen. Ihren lebendigen und spannenden Bericht ergänzt Anni mit einer wunderbaren Collage zum amerikanischen Essen! Aber, wenn man weiter herunterscrollt auf der Seite, merkt man: auch Spanien und good old Germany haben etwas zu bieten - das wird schnell klar, wenn man bei Anni nachliest und die appetitanregenden Fotos betrachtet.

Artischocken
Artischocken

Antje macht uns den Mund wässrig, nicht mit einem Rezept, nein gleich mit mehreren. Und all das als Antwort auf die Frage, die sie sich stellt, wenn sie unterwegs ist: „Was nehme ich bloß zum Essen mit?“ Fast Food bzw. die übliche Beköstigung auf Bahnhöfen kommt für Antje nämlich gar nicht in die Tüte. Vegetarisch, bio, vollwertig. Basta. Und das beschert uns etwas, was ich besonders schätze: Ökonomisches kochen – aber lecker. In diesem Fall rote Linsen für mehrere Mahlzeiten, nämlich aus derselben Grundzubereitung zunächst eine leckere Suppe, an nächsten Tag ein Abendessen mit Linsen-Plätzchen und der Rest der Bratlinge wird eingefroren und dann auf Reisen mitgenommen.

 

Beate nimmt uns mit auf Reisen, auf Reisen mit dem Zug, um genau zu sein. Sie berichtet über ihre Erfahrungen mit dem „Essen auf Rädern“ in anderen Ländern. Dabei fanden ihre Bahnreisen im Ausland nicht in der Holzklasse statt, und die Entfernungen waren meist auch größer als die in Deutschland zurückgelegten … aber die kulinarischen Highlights auf Schienen über die sie berichtet, die sind schon Spitzenklasse. Der Zug geht von Australien über Südafrika nach Kanada und zu essen gibt es beispielsweise Gemüseteller mit Süßkartoffeln, Tortellini mit Kürbis und Zucchini und zwar stilvoll und perfekt: blütenweißer Damast, Porzellan und Kristall, schweres Silberbesteck.

 

EO macht uns eines klar: wer mehr als seine erste Tagesration mit nach Frankreich nimmt, ist ein Barbar und wird nie ein neugieriger Reisender! Er selbst ist Krebs*, liebt das Meer, wo es am flachsten ist und findet als echter Selbstversorger dort alles - Crevetten, Austern, Muscheln und und und - zum Kochen und Essen. Die französische Küste ist reich gedeckt für Krebse! Und dazu gibt es einen kalten Muscadet oder Riesling. Ja, wem da nicht das Wasser im Munde zusammenläuft.

______ 

* und wie sagt das Horoskop? "Krebsgeborene interessieren sich sehr für Ernährung. Landen sie in der Gastronomie, haben sie häufig ein Café oder Restaurant, in dem Bio-Ernährung angeboten wird. Krebse sorgen gern für andere Menschen."

Schinken, Käse, allerlei...
Schinken, Käse, allerlei...

Hedi hat sich gleich mit mehreren Beiträgen beteiligt. Das mag daran liegen, dass sie sich vorgenommen hat, so lange fremdartiges Essen auf Reisen zu kosten, bis sie auf Essen auf Rädern angewiesen ist.

Ihr Beitrag Nummer Zwei entführt uns auf einen spanischen Campingplatz. Hedis Kinder hatten ihr Abendessen bekommen und schliefen schon, als sie Appetit auf etwas Nettes zu essen bekam. Und da stand sie nun in dem kleinen Restaurant mit dem aufgelösten Kellner vor sich, der sich seine ganze Bitterkeit von der Seele redete. Es hatte ihn ins Mark getroffen, dass sich die Küche nach den Essgewohnheiten der Deutschen richtete, diesen Barbaren, die noch nicht einmal einen Espresso nach dem Essen tranken und auch noch getrennt bezahlten.

Und dann können wir gemeinsam mit Hedi und einer ihrer Töchter in Aranjuez zu Mittag essen. Und zwar so, wie es sich in Spanien gehört, mit Vorspeise, Suppe, Hauptgericht, Nachspeise, Kaffee. Keine Frage, an dem Tag haben die beiden nichts mehr essen können, haben aber entschieden das Image deutscher Touristen in Spanien aufpoliert.

Die „Elf“ – Kaffeetrinken auf chilenische Art ist das Thema von Hedis letztem Beitrag. Er berichtet aus Chile, wo gern, regelmäßig und viel gegessen wird. Auf keinen Fall darf das nachmittägliche Kaffeetrinken, die „once“, fehlen. Dabei wird der Tisch aber anders gedeckt als hier… und womöglich gibt es auch nicht nur Kaffee?

 

Ehrlich gesagt hatte ich auf genau dieses Rezept gehofft ;-) (gerade noch rechtzeitig vor unserer Reise in die Kalahari...) und Katja hat sich mit einer Anleitung zum Backen von Roosterkoek. Roosterkoek bedeutet wörtlich übersetzt “gegrillte Küchlein“. Sie gehören zum traditionellen südafrikanischen Grill. Es sind Brötchen, die über brennende Kohlen gelegt werden, damit sie außen geräuchert und knusprig braun werden, aber im Kern locker und weich bleiben und förmlich nach Butter betteln. Der Aufstrich kann sowohl herzhaft als auch süß sein. Wir werden das Backen testen und dann berichten, wie es geklappt hat und ob es “heerlik“ (Afrikaans für “es ist einfach himmlisch lecker”) ist.

...ich möchte was einkaufen...
...ich möchte was einkaufen...

Mareike sagt „Dobrou chuť“ und zeigt uns, wie tschechische Würstchen unter freiem Himmel in der Nähe von Prag hergestellt werden und das man dazu hauchdünn geschnittene Bratkartoffeln isst – obwohl sie augenzwinkernd gesteht, grad keinen Appetit gehabt zu haben.

 

Mit Romy geht’s auf den afrikanischen Kontinent: nach Marokko. Wenn sie auf Reisen ist (oder isst?), lässt sie sich gern auf die vielen Köstlichkeiten in fremden Ländern, auf fremde Küchen und Geschmäcker ein. Romy ist offen und probierfreudig und lernte die marokkanische Küche 2006 schätzen und lieben. Übrigens sind marokkanische Speisen eine Mischung aus der Küche Spaniens, Arabiens und der einheimischen Berber. Und zu allem dazu gibt es das marokkanische Nationalgetränk grünen Minztee. صادق

 

Simone erinnert sich an ihre Zeit in Japan. Das Land ist nicht nur in kultureller Hinsicht sehr interessant, sondern auch essenstechnisch. Es hat weitaus mehr zu bieten, als nur Sushi. Insgesamt ist die japanische Küche recht einfach gehalten, dafür sind die Zutaten aber hervorragend. Zu ihren Favoriten gehören Yakitori (klassisch mit Hühnchen), Okonomiyaki (eine Art Pizza/Omelett, die auf einem heißen Stein gebacken wird), O-Nigiri mit Thunfisch-Mayo Füllung, japanisches Omelette, Reiscracker, Mochis (Klebreiskuchen) und Matcha. Simone hat auch einige Rezepte unter dem Bereich Japan eingestellt. Alles mit Zutaten, die man bei uns gut bekommt und einfach zum Nachkochen sind! In diesem Sinne: いただきます!

 

Uta klärt uns über eine Pflanze auf, die alle von uns schon gesehen haben, im Mittelmeerraum aber auch in tropischeren Gegenden der Welt. Für Uta war die Reise nach Sizilien Grund genug, sich und uns über den Feigenkaktus und/oder Kaktusfeige zu informieren. Mit tollen Fotos von Kakteen und Früchten erfahren wir viel über den Nutzen dieser Pflanze und Frucht und noch etwas hat uns Uta mitgebracht: Marmeladenrezepte.

Screenshot von http://www.random.org/lists/
Screenshot von http://www.random.org/lists/

Und wer hat gewonnen? Es gab ja keinen 1. Platz nach Leistung, für den längsten oder weitgereisten Beitrag, für den zuerst eingereichten oder den mit den schönsten Fotos – nein, ich hatte schon zu Beginn darauf hingewiesen: es wird ein kleiner Gewinn ausgelost. Und da habe ich nicht etwa Zettel geschrieben und einfach einen gezogen. Nein, ich habe auch hierfür die Segnungen des WWW genutzt. Ich habe nämlich den Zufallszahlenserver Random.org genutzt. Hier oben seht Ihr einen Screenshot des Ergebnisses.

 

And the winner is: EO

 

Herzlichen Glückwunsch von hier! Ich werde mich per Mail melden, um zu erfahren, an welche Anschrift ich die kleine Aufmerksamkeit senden soll.

 

Und bei allen, die mitgemacht haben möchte ich mich ganz herzlich bedanken, es hat mir viel Freude gemacht, Euch hoffentlich auch - und ich hab so viel Neues erfahren. Versprochen: das machen wir noch einmal! Ich habe ja jetzt erst einmal Zeit, mir ein neues Thema einfallen zu lassen...


Anmerkung: editiert am 13.07.2015: nicht mehr funktionierende Links habe ich entfernt.

Kommentar schreiben

Kommentare: 6
  • #1

    EO (Samstag, 09 Februar 2013 21:32)

    Oh, ich habe gewonnen?! Na, das schließt die Woche für den Krebs ganz unvermutet positiv ab. Bin eigentlich, so meine Ems-Zeitung, emotonal in einem tiefen Loch angekommen . . . Da krabbel ich jetzt wieder raus, weil Flut ist. Und wenn das Jahr wieder etwas weiter ist, vielleicht mache ich dann eine Rezept- und Genussseite für Reisende an eine Küste auf . . . Ich hoffe doch sehr, dass die Bretagne ganz im Westen mit ihren Abers (insbesondere dem Abers benoit)viele neue Ideen bringen wird. . . Vorher muss ich noch die Welt retten! Jetzt aber zunächst einen herzlichen Dank für den Preis und vor allem für die Umsetzung der feinen Idee! Gruß eo

  • #2

    Hedi (Samstag, 09 Februar 2013 21:36)

    Hallo, Ulrike,
    was hat eo gewonnen, was, was, was??? Was zu essen?? Dann profitiere ich nämlich auch davon...:-))
    Es hat mächtig Spaß gemacht, an der Esserei teilzunehmen, und wenn ich mich nicht vornehm zurückgehalten hätte,dann hättet ihr alle noch erfahren, wie das damals in Portugal mit der entsetzlich salzigen Reissuppe war, die uns bei Fischern serviert wurde, oder das angesagte Restaurant in den Bergen, das keine Speisekarte kannte und der Wirt nur auf catalán die Auswahl an Speisen herunterratterte,und da saß ich nun und alles starrte mich erwartunsgvoll an...
    Äh, also, es hat Spaß gemacht!
    Es grüßt herzlich
    Hedi

  • #3

    Antje Radcke (Sonntag, 10 Februar 2013 10:51)

    Liebe Ulrike, gaaanz herzlichen Dank für die Mühe, die du dir mit der Zusammenfassung gemacht hast - da kann ich gar nicht wieder aufhören zu stöbern. Und danke, dass ich dabei sein konnte - hat viel Spaß gemacht (und Kreativität freigesetzt).

  • #4

    Romy (Sonntag, 10 Februar 2013 11:11)

    Liebe Ulrike, auch von mir ein ganz dickes Lob für all die Mühe die du dir hier gemacht hast. Auch das Round up der Beiträge ist dir wieder sehr gut gelungen und ich weiss, wieviel Arbeit u. Zeit drin steckt. Auch herzlichen Glückwunsch an den Gewinner. Man sieht es hat sich doch gelohnt und Spass gemacht. lg Romy

  • #5

    Anni (Sonntag, 10 Februar 2013 11:30)

    Liebe Ulrike, es war mal für mich eine neue Erfahrung, an einer solchen Aktion teilzunehmen. Und es hat mir Spaß gemacht, sich mit einem doch "alltäglichen" Thema, nämlich Essen, auseinander zu setzen. Dir ganz herzlichen Dank für den Anstoß UND für den gelungenen Abschluß! Und ein dickes Dankeschön für den Zeitaufwand, Deine Idee und Arbeit! Und allen Teilnehmern hier von mir ebenfalls ein "Hut ab" für die wirklich gelungenen Beitrage! [Hinweis: ich bin mit meinem Beitrag "Buffet" umgezogen.] Liebe Grüße Anni

  • #6

    zypresse (Sonntag, 14 April 2013 11:30)

    Hier habe ich einen Spam-Eintrag gelöscht.
    ************************************************
    Man lebt nur einmal in der Welt. (Johann Wolfgang von Goethe)
    ************************************************